Ungewöhnliche Sportarten in Hamburg: Egal ob Disc Golf, Hobby Horsing oder Quadball

In Hamburg gibt es zahlreiche Sportarten und Vereine. Dabei hat die Hansestadt weit mehr zu bieten als nur Fußball, Handball oder Turnen. Hier sind sieben ungewöhnliche Sportarten, die man in Hamburg ausüben kann
Ungewöhnliche Sportarten in der Hansestadt. Zum Beispiel Disc Golf beim HSV, Quidditch beim FC St. Pauli oder Lichtschwertkampf bei den Forcesabers
Ungewöhnliche Sportarten in der Hansestadt. Zum Beispiel Disc Golf beim HSV, Quidditch beim FC St. Pauli oder Lichtschwertkampf bei den Forcesabers (©unsplash/Priscilla du Preez)

Disc Golf: Trendsport in Hamburg 

Golfen ist eine teure Sportart, warum also nicht die günstigere Variante Disc Golf ausprobieren? Statt einen Ball zu schlagen, wird hier ein Frisbee geworfen, ein Schläger wird nicht benötigt. Ziel ist es, die Scheibe mit möglichst wenigen Würfen von einem festgelegten Abwurfpunkt in einen Korb zu befördern. Wer die wenigsten Versuche benötigt, gewinnt. Die Sportart gilt immer noch als ungewöhnlich, ist aber längst weltweit verbreitet.

In Hamburg gibt es drei Vereine, die Disc Golf anbieten: Der Club City Nord, dieChain Choppers in Norderstedt und tatsächlich auch der HSV. Disc Golf kann jedoch auch ganz ohne Vereinsmitgliedschaft gespielt werden. In der Hansestadt gibt es insgesamt acht Kurse mit unterschiedlich vielen Bahnen, die bespielt werden können, zum Beispiel am Inselpark in Wilhelmsburg oder in der Nähe des Volksparkstadions. 

Einradhockey: Hockey auf Rädern

Wem Feldhockey zu einfach erscheint, der sollte es mit Einradhocky probieren. Bei dieser Ballsportart wird, wie der Name schon sagt, Hockey auf einem Einrad gespielt. Dazu werden normale Hockeyschläger und ein Tennisball genutzt. Bei einem Spiel stehen sich vier Feldspielerinnen und Feldspieler und jeweils eine Torhüterin oder ein Torhüter gegenüber. Und ja, auch die Person im Tor muss auf einem Einrad stehen. Diese ungewöhnliche Sportart ist besonders in Australien, der Schweiz und Deutschland vertreten. In Hamburg bietet unter anderem der Niendorfer Turn- und Sportverein Einradhockey an. Das Training findet einmal die Woche im Sportzentrum in der Angerstraße statt. 

Hobby Horsing: Reiten mit dem Steckenpferd 

Hobby Horsing ist eine Sportart, bei der die Teilnehmenden mit einem Steckenpferd Reitbewegungen und -disziplinen nachahmen. In den vergangenen Jahren hat sich diese ursprünglich aus Finnland stammende Aktivität zu einem viralen Trend entwickelt. Anfangs war Hobby Horsing als Kinderspiel gedacht, inzwischen betreiben aber auch Jugendliche und junge Erwachsene die Sportart, weshalb sich Hobby Horsing zu einer athletischen Disziplin weiterentwickelt hat. Zu den wichtigsten Wettbewerben gehören unter anderem Dressur, bei der präzise Bewegungsabläufe bewertet werden, sowie Springreiten, bei dem Hindernisse überwunden werden müssen. In Hamburg gibt es bislang nur wenige Anlaufstellen. Zu den Vereinen zählen der VfL Lohbrügge mit den Lohbrügger Riders sowie der Schulverein Ballerstaedtweg e. V. Häufig richtet sich das Angebot in Deutschland an Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren.

Lightsaber Showkampf: Kämpfen wie ein Jedi 

Wer sich schon immer einmal wie ein Jedi aus „Star Wars“ fühlen wollte, ist beim Verein Forcesabers Hamburg genau richtig. Die Sportart ist eine als Showkampf organisierte Aktivität, die den Kampfsportarten zugeordnet wird. Der Verein gehört zum Sportclub Alstertal-Langenhorn. Die Teilnehmenden lernen hier den Umgang mit dem Lichtschwert, wobei der Fokus vor allem auf choreografierten Showkämpfen liegt. Regelmäßig werden Abläufe einstudiert, die anschließend vor Publikum aufgeführt werden. Die Gruppe trainiert zweimal pro Woche am Freitag- und Samstagabend. Während samstags die grundlegenden Techniken im Umgang mit dem Schwert im Mittelpunkt stehen, werden freitags die Choreografien einstudiert. Anfängerinnen und Anfänger haben zudem die Möglichkeit, sich ein Lichtschwert vom Verein auszuleihen. Teilnehmen dürfen Personen ab 14 Jahren. 

Unterwasserrugby: Ungewöhnlicher Wasserball

Rugby an sich ist bereits ein anstrengender und extremer Sport, aber Unterwasserrugby setzt dem ganzen noch einen drauf. Bei dieser Sportart versuchen zwei Teams in einem Wasserbecken einen mit Salzwasser gefüllten Ball in das Netz des gegnerischen Mannschaft zu befördern. Das Spielfeld ist dabei dreidimensional: Gespielt wird sowohl in der Horizontalen als auch in die Tiefe. Etwa sechs Spielerinnen und Spieler pro Team befinden sich gleichzeigt im Becken, ausgerüstet mit einer besonderen Schwimmhaube, einer Taucherbrille, einem Schnorchel und Flossen. Unterwasserrugby ist ein Kontaktsport, ähnlich wie beim klassischen Rugby dürfen jedoch nur die Spielenden angegriffen werden, die den Ball führen. Die Teams des Deutschen Unterwasser Clubs Hamburg e. V. treten regelmäßig in gemischtgeschlechtlichen Mannschaften in der ersten und zweiten Bundesliga Nord an. Zudem wurde kürzlich ein Damenteam gegründet, das deutschlandweit in der Damenbundesliga spielt. Das Training findet montags, mittwochs, donnerstags und freitags an verschiedenen Standorten in Hamburg statt. 

Unterwasserhockey: Hockey, ohne Rad, aber mit Taucherbrille

Was wäre Hamburg ohne seinen Wassersport? Hockey gibt es dabei nicht nur in der Einradvariante, sondern auch unter Wasser. Bei dieser Sportart versuchen sechs Spielerinnen und Spieler am Boden eines Beckens einen Bleipuck mithilfe eines kleinen Schlägers ins gegnerische Tor zu bringen. Anders als beim Feldhockey sind die Schläger, mit gerade einmal 35 Zentimeter sehr klein und handlich. Die Sportart ist dabei schon sehr alt. Bereits 1954 wurde sie von Alan Blake in England entwickelt. Damals als Wintertraining für Taucherinnen und Taucher. Heutzutage ist Unterwasserhockey eine weltweit verbreitete Trendsportart. In der Nähe von Hamburg kann die Sportart seit 2005 bei dem Verein Schlickteufel e. V. in Elmshorn ausgeübt werden.  

Quidditch, Quadball in Hamburg: Vom Fanatsiebuch auf den Sportplatz

Harry Potter gehört seit mehr als 20 Jahren zu den erfolgreichsten Fantasy-Geschichten weltweit. Kein Wunder also, dass auch die Sportart aus Hogwarts viele Fans im echten Leben hat. Quidditch, heute oft Quadball genannt, ist längst eine Trendsportart und wird weltweit gespielt. In Hamburg ist unter anderem das Team der Werewolves aus St. Pauli aktiv. Gespielt wird in Teams mit je sieben Personen, die mit einer Art Besen zwischen den Beinen versuchen, einen Ball durch gegnerische Ringe zu werfen. Gleichzeitig können Spielende mit Bällen kurzzeitig aus dem Spiel genommen werden. Der Fang des „Schnatzes“ bringt Zusatzpunkte und beendet die Partie.

Lust auf Bewegung bekommen? Hier kommst du zu unserem Artikel über Laufevents und Marathons in der Hansestadt.

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