Die diesjährige Ausgabe der Photo Triennale unter dem Titel „Alliance, Infintiy, Love – in Face of the Other“ stellt Fotografie nicht nur als beobachtendes Medium vor, sondern als Mittel, um Fragen von Verantwortung, Gerechtigkeit, Erinnerung, Repräsentation und Menschlichkeit zu verhandeln. Der Titel verweist auf die drei Leitbegriffe:
„Alliance“ steht für die Verbundenheit und Anerkennung von Unterschiedlichkeit, „Infinity“ für die Offenheit für neue visuelle Paradigmen und unterdrückte Stimmen und „Love“ für die bewusste, politisch wirksame Handlung. Der Titel ist politisch, gesellschaftlich und ethisch zu verstehen: „Das Festival rückt eine fotografische Praxis ins Zentrum, die Verantwortung für unterschiedliche, auch unvertraute Lebenswelten übernimmt, Gemeinschaft stiftet und das fotografische Material als Mittel historischer Gewalt und Unterdrückung hinter sich lässt“, heißt es in der ersten Pressemitteilung zur Triennale.
Das Thema der Triennale verweise auf die Philosophie Emmanuel Levinas’, der die Unendlichkeit des menschlichen Seins und die Verantwortung gegenüber dem unbekannten Anderen als Grundlage für Menschlichkeit und Solidarität begreife. Die ausgewählten Fotografien dienen der Sichtbarmachung von Stimmen, die auf Inklusion und dialogische Begegnungen setzen.
Die künstlerische Leitung für die Triennale der Photographie übernimmt in diesem Jahr der in London ansässige Kurator und Autor Mark Sealy. In seiner bisherigen Karriere setzte er sich vor allem für die Dekolonisierung des westlichen Blicks und die Förderung marginalisierter Stimmen in der internationalen Fotografie ein.
Diese Hamburger Institutionen stellen aus
Die zentralen Ausstellungen vom 5. Juni bis zum 22. September finden in den Deichtorhallen, dem PHOXXI. Haus der Photographie Temporär, dem Bucerius Kunst Forum, der Hamburger Kunsthalle, dem Kunsthaus Hamburg sowie dem MARKK, dem Museum der Arbeit und dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt.
Tickets und weitere Infos
Es gibt einen gemeinsamen Infopoint im Festivalzentrum vor den Deichtorhallen Hamburg, der unter der Woche von 11 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat.
Während der Eröffnungswoche, vom 4. Juni bis zum 14. Juni 2026, gibt es ein Triennale-Ticket, mit denen alle elf Ausstellungen in den acht Ausstellungshäusern besucht werden können. Das Ticket kostet 35 Euro (ermäßigt 25 Euro, mit Hamburg Card 28 Euro). Zu erwerben ist es an den Kassen aller teilnehmenden Institutionen. Ein Onlineerwerb ist nicht möglich. Nach der Eröffnungswoche, ab dem 15. Juni 2026 gelten die regulären Eintrittspreise der jeweiligen Museen oder das Ticket der Kunstmeile.
| Ausstellungshaus / Ort | Ausstellung | Laufzeit |
|---|---|---|
| Deichtorhallen Hamburg – Halle für aktuelle Kunst | Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other | 5.6.–22.9.2026 |
| Deichtorhallen Hamburg – Sammlung F. C. Gundlach | Cocktail Prolongé. F.C. Gundlach Special | 5.6.–22.9.2026 |
| Deichtorhallen Hamburg – PHOXXI. Haus der Photographie Temporär | Akosua Viktoria Adu-Sanyah / Abdulhamid Kircher | 5.6.–1.11.2026 |
| Deichtorhallen Hamburg – Sammlung Falckenberg | Inner Mornings, or Forms of Counterculture | 6.6.–13.9.2026 |
| Bucerius Kunst Forum | F. C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone | 8.5.–16.8.2026 |
| Hamburger Kunsthalle | ABER ICH DIE WELT ICH SEHE DICH | 5.6.–4.10.2026 |
| Kunsthaus Hamburg | Melike Kara, Whispers | 5.6.–23.8.2026 |
| Kunstverein in Hamburg | Nina Porter: Sample Question | 5.6.–22.9.2026 |
| MARKK – Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt | Bilderechos aus Peru | 5.6.2026–27.6.2027 |
| Museum der Arbeit | Franki Raffles: Photography, Activism, Campaign Works | 5.6.–6.9.2026 |
| Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg | Sara Sallam – Fürsorge: Fotografie neu ordnen | 5.6.2026–10.1.2027 |

