Premiere in Hamburg: Choreografie als Sprachforschung
Das Stück „Anatomy of Words“ feiert Mitte April seine Aufführung auf Kampnagel. Die Choreografin Venetsiana Kalampaliki widmet sich darin der Verbindung von Bewegung und Sprache, und stellt die Frage, wie sich körperliche Erfahrungen in Worte übersetzen lassen.
Ausgangspunkt sind scheinbar einfache Begriffe wie „treten“, „ziehen“ oder „fallen“. Diese werden im Stück nicht nur tänzerisch umgesetzt, sondern bilden die Grundlage für eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Bedeutung und Ausdruck.
Inklusion auf der Bühne: Tanz mit und ohne Parkinson

Ein zentrales Element der Produktion ist die Zusammenarbeit mit dem Dance Well Klub Hamburg. Das inklusive Format bringt Menschen mit und ohne Parkinson zusammen und eröffnet neue Perspektiven auf Körperlichkeit und Bewegung. Die unterschiedlichen Erfahrungswelten der Beteiligten fließen direkt in die Inszenierung ein und prägen deren Ästhetik.
Damit setzt „Anatomy of Words“ bewusst ein Zeichen für mehr Zugänglichkeit im zeitgenössischen Tanz und hinterfragt zugleich klassische Sehgewohnheiten.
Künstlerische Handschrift: Kalampaliki zwischen Hamburg und Athen
Venetsiana Kalampaliki arbeitet international an der Schnittstelle von Tanz, Text und Stimme. Ihre Projekte beschäftigen sich häufig mit gesellschaftlichen Fragen rund um den Körper und dessen Wahrnehmung im öffentlichen Raum. In Hamburg ist sie eng mit K3 | Tanzplan Hamburg verbunden, wo sie bereits als Residenz-Choreografin tätig war. Auch in „Anatomy of Words“ zeigt sich ihr interdisziplinärer Ansatz: Musik, Sprache und Bewegung greifen ineinander und schaffen ein vielschichtiges Bühnenerlebnis.

