Bestes Restaurant in der Kategorie Griechenland: Das Parea

Bekanntes neu interpretiert: Das Parea ist Testsieger in der Kategorie Griechenland

 

Text: Julia Kleinwächter

Die Karte im Parea ist zwar übersichtlich, trotzdem gibt es mehr Vorspeisen, als man essen kann – auch wenn man in Gesellschaft, mit Freunden kommt, „me parea“, wie der Grieche sagt. Um alles zu probieren, muss man wiederkommen. Kleine Hürde: Auch der erfahrene Griechengast kann nicht erraten, ob es sich auf dem Menü um bekannte Klassiker handelt, weil das Parea fast durchgängig auf griechische Bezeichnungen verzichtet. Das geschmorte Rindfleisch in Tomatensoße heißt nicht Kokkinistó, sondern, nun ja, geschmortes Rindfleisch in Tomatensoße.

Es gibt kein Chtipití, keine Paputsákia, keinen Melitsánosalata. Stattdessen gibt es Fetacreme mit Chiliflocken und Auberginensalat (4,80 Euro). Oder Karottenpommes (4,50 Euro). Oder gratinierten Fenchel (5,50 Euro). Die ganz großen Überraschungen gibt es allerdings nicht. Das Essen ist, wie das Restaurant selbst, angenehm unaufgeregt: gegrillte Dorade (riesig!) oder saftige Lammkoteletts (rosig!; beides 17,90 Euro), gewürzt mit Oregano, Thymian, Knoblauch, dazu zitronengeküsste Kartoffelschnitze aus dem Ofen.

Was das Ganze besonders macht, sind die kleinen Spaziergänge ins Umland der traditionellen Küche. Wer hat bei seinem Stammgriechen jemals Prosecco mit Grapefruit und Rosmarin getrunken? Wer hat dort überhaupt schon mal einen anderen Aperitif getrunken als Ouzo? Und wer hat beim Griechen – beim Griechen! – schon mal gesehen, dass Gerichte eigens als vegetarisch oder vegan ausgewiesen werden? Wassilios Xenos und Vater Christos präsentieren in Eimsbüttel eine kleine gastronomische Perle, in der sie Bekanntes und Neues ohne viel Attitüde verbinden – und neue Bekannte mit Leichtigkeit als Freunde zusammenbringen.

Parea 
Luruper Weg 38 (Eimsbüttel), Telefon 35 96 12 82,
Di-So 17-22.30 Uhr 

 

 


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