Schon beim Betreten der Räume des Kulturzentrums Brakula wird deutlich: Dieses Gebäude trägt Geschichte in sich. Alte Holzbalken ziehen sich durchs Untergeschoss und verweisen auf eine Zeit, die hier noch immer spürbar ist. Gebaut 1880 als Bauernhaus mit charakteristischer Backsteinfassade und Fachwerkoptik, stand das Haus direkt am damaligen Bramfelder Dorfplatz. Bis 1951 diente es als Wohngebäude, wurde später in eine Bücherei umgebaut und beherbergte in den folgenden Jahren unter anderem ein Polizeikommissariat sowie die Geschäftsstelle des Bramfelder Sportvereins. 1983 folgten eine Sanierung und ein Umbau – und damit die Ära des kulturellen Treffpunkts. Seither wurde das Gelände stetig ausgebaut und verfügt mittlerweile über einen Hauptsaal mit Bühne, Tagungsräume, Bewegungsräume für Sportangebote und ein Außengelände, welches bei Veranstaltungen Platz für bis zu 3500 Personen bietet.
Vom Wohnhaus zu einer Bücherei zum heutigen Kulturort der Begegnung
Ursprünglich wurde das Brakula gegründet, um das Miteinander im Stadtteil zu bereichern. Heutzutage geschieht noch deutlich mehr: Es wird Teilhabe, Vielfalt und ein respektvolles Zusammenleben gefördert und ein Ort gestaltet, an dem jede Person willkommen ist, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, egal ob mit Behinderung oder ohne. Angeboten wird eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen, Kursen und Workshops. Von Sportangeboten wie Pilates, Line Dance und Ballett über Handwerkstätigkeiten, Mal- und Theaterkurse bis hin zu Sprachkursen und Gruppentreffs wie Buchclubs und Selbsthilfegruppen wird ein breites Angebot für kleines Geld geschaffen. Regelmäßig finden auf dem Gelände auch Ausstellungen, Flohmärkte, Kindertheater und Konzerte statt. Zudem können die Räumlichkeiten für private Zwecke gemietet werden. Des Weiteren liegt dem Brakula das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. So gibt es einen Foodsharing-Kühlschrank auf dem Gelände, betrieben von Foodsharing Bramfeld, aus dem sich Menschen kostenlos Lebensmittel nehmen können, die normalerweise weggeschmissen worden wären. Ebenfalls vorhanden sind ein Bücherschrank zum Tauschen gelesener Bücher und ein Bistro mit unter anderem allerhand veganer Leckereien.

