Was wird an Chanukka gefeiert?

Chanukka, auch Lichterfest genannt, wird jedes Jahr im Dezember gefeiert. Das achttägige Fest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem durch die Makkabäer, eine jüdische Priesterfamilie unter der Führung von Judas Makkabäus, im Jahr 164 v. Chr. Der Tempel stand zuvor mehrere Jahre unter griechisch-syrischer Herrschaft.
Ein zentrales Ritual ist das Anzünden der Kerzen der Chanukkia, eines achtarmigen Leuchters. Während des Festes wird jeden Abend nach Sonnenuntergang eine weitere Kerze entzündet, bis am achten Tag alle Lichter brennen. Warum die Chanukkia acht Arme hat, im Gegensatz zur siebenarmigen Menora, einem der wichtigsten jüdischen Symbole, erklärt eine überlieferte Legende: Nach der Rückeroberung durch die Makkabäer sollte der Tempel neu geweiht werden, wofür die Juden die Menora, das große Heiligtum des Tempels, entzünden wollten. Doch die Griechen hatten das gesamte koschere Öl vernichtet. Nur ein kleiner Krug soll übrig gewesen sein, dessen Inhalt eigentlich nur für einen Tag gereicht hätte. Dennoch brannten die Flammen der Menora wie durch ein Wunder acht Tage lang, bis neues Öl hergestellt werden konnte.
12. November 2026: Schwarze Juden, weiße Juden“
Im Rahmen der Ausstellung „Menschen & Orte“ im Altonaer Museum findet in Kooperation mit dem jüdischen Salon am Grindel e.V. ein Gespräch über Hautfarben und Vorurteilen in Bezug zur Wiener Ausstellung „Schwarze Juden, weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“ statt. Zwei Interview-Teilnehmende aus der Ausstellung kommen nach Hamburg und führen ein Gespräch mit Sasche Chaimowicz über die Stereotypisierungen und Ausgrenzungen, die Jews of Color weltweit, insbesondere in Europa, den USA und Israel, erfahren.
TONALiSeminar, Kleiner Kielort 8: „Schwarze Juden, weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“, 12. November 2026, 19:30 bis 21:00 Uhr. Anmeldung hier.
22. November 2026: 25 Jahre – Jubiläumsfestival des „großen jüdischen Chors“
Der „große jüdische Chor“ Hamburgs feiert das 22. Festival der jüdischen Musik in Hamburg. Seit 2001 findet das Festival mit nur wenigen Unterbrechungen jährlich statt. Ab 12:00 Uhr werden Auftritte von Musikgruppen und Solisten sowie „Israelische Tänze“ geboten. Highlight ist dann der Auftritt des Chores mit gemeinsamen Singen mit dem Publikum. Begleitet wird der Auftritt von Rabbinerin und Kantorin Alina Traiger und herausragenden Musikerinnen und Musikern an Klavier, Flöte und Geige.
Rolf – Liebermann – Studio, NDR Oberstraße 120: „Der Große jüdische Chor“ – 22. Festival der jüdischen Musik in Hamburg, 22. November 2026, ab 12:00 Uhr. Anmeldung hier.
7. Dezember 2026: Weihnukka-Abend
Weihnachten und Chanukka sind zwei der populärsten Feste christlicher und jüdischer Tradition. Der Weihnukka-Abend möchte beide literarisch zusammenbringen. Zum zweiten Mal konnten die Veranstalter die Autorin Shelly Kupferberg für die Weihnukka-Lesung gewinnen. Sie liest aus ihrem neuen Roman „Stunden wie Tage“, in dem zwei Frauen im Berlin der 1940er Jahre während der Nazizeit Mut, Herz und Haltung bewiesen. Zusätzlich stellen die Mitarbeitenden des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden ihre Lieblingsbücher vor.
Staats- und Universitätsbibliothek, Vortragsraum, Von-Melle-Park 3: Weihnukka-Abend, 7. Dezember, ab 18 Uhr. Anmeldung hier.
Schau doch auch auf unserem Artikel über beliebte Weihnachtsmärkte in Hamburg vorbei. Weitere Veranstaltungen im Dezember findest du hier.

