Unsere gefiederten Freunde kommen in allen nur erahnbaren Farben und Formen daher – doch selten hat man Vögel so gesehen wie in der gleichnamigen Schau, die derzeit in der Galerie der Schlumper läuft. Dort scharen sich auf zahlreichen Werken von Ulla Diedrichsen und Benjamin Langner, die sich seit vielen Jahren mit der Darstellung von Tieren beschäftigen, alle möglichen Arten, die man kennt oder sich vorstellen kann: mit bunt gepunkteten oder Schwarz-Weiß gestreiften Federn, mit runden, länglichen, kleinen oder großen Körpern, mal mit vier, mal mit fünf Beinen, mal im hohen Gras unterwegs, mal unter blauem Himmel mit lachender Sonne. Während Langner die Vögel meist in großem Format vor knalligen, abstrakten Hintergründen kraft expressiver Malerei in Szene setzt, bindet Diedrichsen sie auf ihren Wachskreidezeichnungen häufig in Handlungen und Landschaften ein. In dieser Kombination sind der paradiesischen Welt gemalter Vögel in der Galerie der Schlumper kaum Grenzen gesetzt – und so wird der Ausstellungsraum zum Ort der phantasievollen Naturbeobachtung. Und zur Vogelschau gesellen sich auch noch andere Tiere – die ganz im Gegensatz weder flink noch in der Luft beheimatet sind: Schnecken, aus den Händen von Benjamin Binder, der, wie Diedrichsen und Langner, im Atelier der Schlumper tätig ist, und die gemütlichen Kriechtiere durch Häkelei oder mittels Motoren und Lautsprechern zum Leben erweckt.
Museum
13. Juli 2026
Galerie der Schlumper: Bunte Vogelschau
Wenn der Ausstellungsbesuch zum Spaziergang durch ein Paradiesgärtlein wird
Von Philipp Müller

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