Kreativwirtschaft im KI-Umbruch: German Creative Economy Summit in Hamburg

Zwei Tage, über 100 Stimmen, eine Branche unter Druck und im Aufbruch. Beim GCES wird verhandelt, wie sich kreative Arbeit im Zeitalter von KI neu definiert
German Creative Economy Summit  letztes Jahr 
German Creative Economy Summit  letztes Jahr (©Jan-Marius Komorek)

Hamburg wird Ende April zum Treffpunkt einer Branche, die gerade ihre eigenen Grundlagen hinterfragt. Wenn Maschinen Inhalte generieren, verschieben sich nicht nur Märkte, sondern auch das Verständnis von Kreativität, Wert und Urheberschaft.

Wer kommt & was passiert: 150 Stimmen, mehrere Bühnen, ein zentrales Thema

Am 28. und 29. April wird Kampnagel zum Treffpunkt für alle, die mit Ideen arbeiten, oder davon leben. Der German Creative Economy Summit bringt rund 150 Speakerinnen und Speaker aus Kreativwirtschaft, Medien, Politik und Tech zusammen. Auf mehreren Bühnen laufen parallel Keynotes, Panels, Impulse, Workshops und Networking-Formate, von großen industriepolitischen Fragen bis hin zu ganz konkreten Tools und Workflows.

Zum Auftakt setzen Stimmen aus Politik und Branche den Rahmen: Carsten Brosda, Gitta Connemann und Björn Böhning sprechen über die Rolle der Kreativwirtschaft im KI-Zeitalter, während Akteurinnen und Akteure aus Unternehmen, Verbänden und Plattformen direkt in die Praxis gehen. Inhaltlich zieht sich eine Frage durch das gesamte Programm: Was passiert mit einer Branche, wenn ihr zentrales Kapital, Kreativität, plötzlich automatisierbar wird?

Warum das relevant ist: Zwischen Deepfakes, Popkultur und neuen Geschäftsmodellen

Der Summit macht die Umbrüche nicht abstrakt, sondern konkret erlebbar. Ein Fokus liegt auf Deepfakes und Medienvertrauen, mit der Premiere der Doku „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ und anschließender Diskussion mit Eckart von Hirschhausen. Hier wird deutlich, wie stark KI bereits in öffentliche Debatten, Journalismus und Wahrnehmung eingreift. Gleichzeitig geht es um ökonomische Realitäten: In Sessions mit der GEMA und Künstlerinnen und Künstlern wie Balbina wird verhandelt, wie Musik, Urheberrecht und Plattformökonomie künftig zusammenpassen und ob kreative Arbeit im digitalen Raum noch fair vergütet werden kann. Auch die nächste Mediengeneration ist präsent: Stimmen wie Miriam Davoudvandi, Fabian Grischkat und Gregor Schmalzried zeigen, wie sich Pop, Community und Öffentlichkeit gerade neu organisieren, zwischen Social Media, Creator Economy und politischer Verantwortung.

Dazwischen: konkrete Einblicke in neue KI-Workflows, Fragen der Finanzierung, internationale Perspektiven und nicht zuletzt die Realität vieler Kreativer, die den Wandel längst im eigenen Arbeitsalltag spüren.

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