Internationales Sommerfestival 2026: „hope!“
Vom 5. bis zum 23. August 2026 verwandelt sich das Kampnagel-Gelände beim Internationalen Sommerfestival in eine lebendige Bühne und lädt das Publikum dazu ein, vertraute Perspektiven hinter sich zu lassen und in neue, kreative Welten einzutauchen. Während des Festivals werden internationale Künstlerinnen und Künstler auf den Bühnen Hamburgs zu sehen sein.
Unter dem diesjährigen Motto „hope!“. Das Motto orientiert sich an dem Philosophen Jonathan Lear, der zu einer radikalen Hoffnung aufruft, also dem beharrlichen Arbeiten für die Zukunft, trotz der Rückschläge in der Gegenwart. Mit diesem Aufruf zur radikalen Hoffnung präsentiert das Festival 2026 ein vielfältiges Programm. Internationale und regionale Produktionen aus den Bereichen Performance, Tanz, Musik, Theater, bildende Kunst, Diskurs und Partys sorgen für ein ebenso spannendes wie genreübergreifendes Erlebnis.
Highlights des internationalen Sommerfestivals im Überblick
Vielfältiges Programm mit freiem Eintritt im Avant-Garten

Der Avant-Garten auf dem Kampnagel-Gelände bildet das Herzstück des Festivals. Während der gesamten Festivaldauer erwartet die Besucherinnen und Besucher dort ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Diskursen, Performances und Kunstinstallationen. Eröffnet wird das Festival am 5. August. Auf der Waldbühne des Gartens findet in der Zeit des Festivals die Konzert- und Diskursreihe „GROWING GROUNDS“ statt, mit einem hochkarätigen Musik- und Literaturprogramm. An jedem Freitag und Samstag verwandelt der beliebte JAJAJA-Headphone-Rave den Avant-Garten in eine große Open-Air-Party. Gestaltet wird der Avant-Garten vom Hamburger Kunst-Kollektiv Baltic Raw Org.
→ Ort: Avant-Garten
5.-23. August: Nan Goldin „The Ballad of Sexual Dependency“ von 1992
In der Vorhalle des Kampnagelgeländes wird über die gesamte Zeit des Internationalen Sommerfestivals die Sammlung von insgesamt 694 der Künstlerin Nan Goldins gezeigt. Die 45-minütige Diashow, begleitet mit einem musikalischen Soundtrack, gibt intime Einblicke in das Leben von Goldin. Die Künstlerin zeigt in „The Ballad of Sexual Dependency“ persönliche Momente zwischen Lust, Schmerz, Liebe, Gewalt, Drogen und Nachtclubs sowie die eigene Ohnmacht durch AIDS. In Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle zeigt das Sommerfestival hier eine der wichtigsten Arbeiten in der Geschichte der Fotografie.
→ Ort: Vorhalle
5. – 8. August: Irresistible Revolution von Ayelen Parolin
In der Eröffnungsproduktion „Irresistible Revolution“ verbindet Aylenen Parolin die Ideen der bekannten US-amerikanischen Autorin und Aktivistin Adrienne Maree Brown mit argentinischem Karneval und Protest-Choreografien. Maree Brown fordert in ihren Werken dazu auf, trotz zahlreicher Katastrophen aktiv zu bleiben und Widerstand zu leisten, und das mit Freude und Einsatz. Die Choreografin Aylenen Parolin aus Brüssel orientiert sich an diesem „Pleasure Activism“ nach Maree Brown und inszeniert mit ihrem Stück eine Hommage an den exzessiven Karneval von Buenos Aires, den sie noch aus ihrer Kindheit kennt.
→ Ort: Halle k6
8. August: Alice Hasters
Die Bestsellerautorin Alice Hasters ist bereits seit mehreren Jahren für Werke wie „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ und „Identitätskrise“ bekannt. Mit ihrem neusten Buch „Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten“ kommt sie am 8. August nach Hamburg auf die Waldbühne des Internationalen Sommerfestivals. In diesem Werk setzt sich mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Verletzlichkeit auseinander und fokussiert primär den Begriff Opfer. Die Lesung beginnt um 18:30 Uhr und beinhaltet auch ein anschließendes Gespräch mit der Autorin. Der Eintritt ist frei.
→ Ort: Waldbühne
12.–13. August: Burnt Toast von Susie Wang

Das Theaterstück der norwegischen Gruppe Susie Wang ist nichts für schwache Nerven. In einer ebenso witzigen wie verstörenden Inszenierung entfaltet sich das Geschehen rund um einen rätselhaften Gast, der an einen Aktenkoffer gekettet ist, eine stillende Mutter und eine Rezeptionistin, die bemüht ist, die Fassade zu wahren. So hält der Horror Einzug in eine Hotellobby. Die Gruppe Susie Wang existiert bereits seit den 1990er-Jahren und hat sich seit 2017 verstärkt dem fiktionalen Theater mit Horrorelementen zugewandt. Beim Internationalen Sommerfestival ist sie nun zum dritten Mal zu Gast.
→ Ort: Halle k1
15. August: Rûveyda
Die anatolische Sängerin und Spoken-Word-Künstlerin Rûveyda ist auch auf der Waldbühne zu sehen. Sie verbindet Lyrik und Musik miteinander, um ihre Erfahrungen als muslimische Frau in der Diaspora zum Ausdruck zu bringen. Dabei singt sie a cappella in ihrer Muttersprache Türkisch. So erzeugt Rûveyda eine intime Verbundenheit zwischen ihr und dem Publikum.
→ Ort: Waldbühne
20. – 23. August: Christoph Marthaler „Erste letzte Sekunde – eine Gala“
Zum vierten Mal ist der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler beim Sommerfestival auf Kampnagel zu Gast und inszeniert im Vorfeld der anstehenden Sanierung der Hallen eine letzte große Gala. Für das Projekt versammelt er ein europäisches Ensemble sowie die Symphoniker Hamburg unter der Leitung ihres Chefdirigenten Sylvain Cambreling auf der Bühne. Mit opulenter Ausstattung, Ballett, internationalen Stargästen und weiteren Elementen rückt Marthaler das Wesen der Gala in den Mittelpunkt. Die Produktion feiert auf Kampnagel Weltpremiere und ist vom 20. bis zum 23. August zu sehen.
→ Ort: Halle k6
Weitere Informationen zu den vielfältigen Veranstaltungen des Internationalen Sommerfestivals sind im Programmoder online unter kampnagel.de zu finden.
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