Ein weiterer Baum in Hamburg trägt nun den Titel „Nationalerbe-Baum“. Der Japanische Schnurbaum am Alsterufer wurde Mitte April in die bundesweite Liste aufgenommen, die rund 100 besonders bedeutende Bäume umfasst. Ausschlaggebend für die Aufnahme sind neben dem geschätzten Alter vor allem der gute Erhaltungszustand sowie die kontinuierliche Pflege. Der rund 150 Jahre alte Baum mit einem Stammumfang von über sechs Metern gilt zudem als einer der kräftigsten Vertreter seiner Art weltweit und ist fester Bestandteil der Alsterpromenade. Senatorin für für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Katharina Fegebank betonte bei der Auszeichnung die Bedeutung des Baumes für die Stadt: „Der Japanische Schnurbaum ist ein lebendiges Stück Hamburger Geschichte und ein Beispiel für die Bedeutung alter Bäume in unserer Stadt.“ Zugleich sei die Ehrung ein Auftrag, den Schutz und die Pflege des Stadtgrüns weiter zu intensivieren.
Sein genauer Pflanzzeitpunkt ist nicht eindeutig belegt, vermutlich stammt der Schnurbaum aus der Phase der Neugestaltung des Alsterufers im 19. Jahrhundert. Damit verbindet er Stadtgeschichte mit ökologischem Wert und ist zugleich Teil eines gewachsenen urbanen Naturraums.

