Das Public Viewing gehört für die meisten zur WM, wie Franzbrötchen zu Hamburg. Das gesellige Trinken, gemeinsames Schauen auf der großen Leinwand, Jubeln und anschließendes Feiern machen für viele den Reiz der WM aus. Neben zahlreichen Locations wie Biergärten und weiteren Gastronomien war in Hamburg seit 2006 das große Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld ein absoluter Publikumsmagnet. Doch in diesem Jahr fällt dieses Spektakel flach, wie zuerst das Hamburger Abendblatt berichtete.
Die längere WM und fehlende Gelder verhindern das zentrale Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld
Laut Uwe Bergmann, dem Chef der Bergmanngruppe, liege dies vor allem an terminlichen Schwierigkeiten. Da der Weltverband Fifa die WM auf 48 teilnehmende Mannschaften ausgedehnt hat, wurde das Turnier um eine Woche verlängert. Somit wäre man zum Finale der WM terminlich mit dem Sommerdom kollidiert. Aber auch finanziell stellte die Realisierung in diesem Jahr ein unüberwindbares Hindernis dar. Die Kosten der fünfwöchige Veranstaltung im Sommer hätten bei rund 400.000 Euro gelegen, ein Sponsor hatte sich laut Interview des Chefs der Bergmanngruppe mit dem Hamburger Abendblatt leider nicht gefunden. Alle Fans des Spektakels sind nun also dazu angehalten, sich einen alternativem Ort zum gemeinsamen Fußballschauen im Sommer zu suchen.

