Elphi-Plaza-Besuch: Wer soll das bezahlen

Womöglich muss bald gelöhnt werden für einen bisher kostenlosen Besuch der Elbphilharmonie Plaza. Kohle für den Ausguck? Wäre schon schade
Der Ausguck könnte bald kosten: Elphi-Plaza
Der Ausguck könnte bald kosten: Elphi-Plaza (©Iwan Baan)

Es stimmt: Die Hamburger Kulturbehörde teilte bereits Anfang 2016 mit, dass ein Besuch der Elphi-Plaza, also der 37 Meter hohen Aussichtsplattform des Gebäudes, nur für knapp zwei Jahre kostenfrei sein würde. Weshalb jetzt – neun Jahre nach Eröffnung – bei der Überlegung, fortan Plaza-Eintritt zu nehmen, natürlich auf die damalige Ansage hingewiesen wird. Legitim – aber schade. Denn mal grundsätzlich: Sollten Hamburger Steuerzahlerinnen und -zahler, die einen wesentlichen Teil zur Finanzierung des Superteuerkonzerthauses (die Kosten stiegen während der Bauzeit auf mehr als das Zehnfache der geplanten 77 Millionen Euro) beigetragen haben, wirklich zur Kasse gebeten werden, um mal kurz den Ausguck zu nutzen? Die Behörde erklärt auf Nachfrage, beschlossen sei noch nichts, aber eine „zu erwartende angespannte Haushaltslage in den kommenden Jahren“ könnte zum Plaza-Eintritt ab 2027 führen. Die jährlich 3,6 Millionen Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe, die zum bisher freien Eintritt führten, könnten dann zur Verwirklichung anderer Kulturprojekte genutzt werden. Kurz: Erinnern, Sparen, womöglich Zahlen. Und noch mal, ebenso kurz: Schade wär’s.

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