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Der „Hamburger Dom – damals“ zum Staunen und Erleben

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Auf der Eventfläche nimmt der Dom seine Gäste im Sommer 2022 bei „Hamburger Dom – damals“ mit auf eine Zeitreise in die frühen Jahre des Volksfestes am Anfang des 20. Jahrhunderts

Schon am Eingang wird klar, was die Gäste auf der über 2.000 Quadratmeter großen Eventfläche erwartet. Bei „Hamburger Dom – damals“ gibt es keine Kopien: Alle Ausstellungsstücke, Fahrgeschäfte und Zugmaschinen sind echte Einzelstücke aus der jeweiligen Zeit. Sobald man das Eingangstor passiert, wird man um Jahrzehnte zurückversetzt.

Für „Hamburger DOM – damals“ haben die Schausteller ihre Hallen und Sammlungen geöffnet und viele Raritäten gefunden. Historische Fahrgeschäfte und eine spannende Ausstellung mit Original-Exponaten aus der jeweiligen Zeit zeigen das damalige DOM-Leben. Die Ausstellung gewährt Einblicke in eine der ältesten und größten Veranstaltungen der Hansestadt, die es so noch nicht gegeben hat.

Viele Highlights und geführte Touren

Zu den Highlights zählen ein Riesenrad von 1928, ein Kinderkarussell aus den 1950er Jahren, eine Kirmesorgel von 1892 sowie Original Zugmaschinen und Wohnwagen.

Der Eintritt ist natürlich kostenfrei. Die Ausstellung im Zelt mit vielen außergewöhnlichen Exponaten kostet 2 Euro für alle Gäste. Kinder von 6-12 Jahren zahlen 1 Euro und alle Kinder bis einschließlich 5 Jahren haben freien Eintritt. Der Eintritt dient dem Erhalt der historischen Objekte, sodass sie weiter gezeigt werden können.

Für alle, die noch mehr über die damalige Zeit erfahren möchten, gibt es geführte Touren, die vorab gebucht werden können (Kosten: 12 Euro pro Person). Professionelle DOM-Guides führen durch die verschiedenen Jahrzehnte, beantworten Fragen und lassen die Geschichte mit kleinen Anekdoten wieder lebendig werden.

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Das Riesenrad von 1928 gehört zu den Highlights der Ausstellung „Hamburger Dom – damals“ auf dem Sommers 2022 (Foto: Hamburger Dom)

„Vielfalt ist ein Gewinn“

                 

Seit 2003 kämpft der Verein Hamburg Pride gegen Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und für eine rechtliche Gleichstellung in allen Bereichen. Die Co-Vorsitzenden Nicole Schaening und Christoph Kahrmann über die Notwendigkeit der Pride Week, die Pläne für 2022 und was die Stadt dringend für mehr Diversität tun muss

Interview: Ilona Lütje

SZENE HAMBURG: Nicole Schaening und Christoph Kahrmann, 42 Jahre CSD – wozu braucht es eine Pride Week auch heute noch?

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Nicole Schaening und Christoph Kahrmann von die beiden Vorstandsvorsitzenden von Hamburg Pride (Foto: Privat)

Nicole Schaening und Christoph Kahrmann: Ganz einfach: Wir sind in Sachen Akzeptanz von LGBTIQ+ in der Gesellschaft noch nicht am Ziel. Natürlich hat sich die Gesamtsituation für queere Menschen in der Bundes­republik verbessert, trotzdem gibt es noch viele Vorurteile und leider auch vermehrt queerfeindliche Angriffe, das heißt körperliche Angriffe und Beleidigungen gegenüber queeren Menschen. Von Teilen der Gesellschaft werden LGBTIQ+ noch nicht als gleichberechtigt akzeptiert, und die Pride Week und der CSD schaffen Sichtbarkeit.


Auch die Politik ist gefragt: Wir fordern zum Beispiel, dass Artikel 3 des Grundgesetzes endlich um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche Identität“ ergänzt und dass das Transsexuellengesetz abgeschafft wird. Auch international ist vieles zu tun: Es gibt ja immer noch Länder, in denen queeren Menschen die Todesstrafe droht. Wir finden: Nur wenn man die gesellschaftlichen Probleme aufzeigt, lässt sich aktiv etwas dagegen unternehmen. Verschweigen führt zu ignorieren.

Zwei Jahre Fahrraddemo, weniger Kommerz, weniger Party – tat das dem CSD vielleicht sogar gut?

Auf jeden Fall tat es der LGBTIQ+-Community gut, dass trotz Corona ein CSD stattfinden konnte! Wir haben gezeigt, dass wir auch innerhalb kurzer Zeit eine Demo auf die Beine stellen können. Tatsächlich hat der rollende CSD 2021 die Teilnehmer:innen knapp 17 Kilometer durch die Stadt geführt – und damit auch in Stadtteilen Sichtbarkeit demonstriert, in denen die queere Community sonst kaum stattfindet. 2022 möchten wir – wenn Corona dies zulässt – wieder eine reguläre CSD-Demo organisieren.

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Die fröhlichste Demo der Stadt (Foto: Sebastian Lelek)

Wie sieht es in diesem Jahr aus? Welche Pläne gibt es und welches Motto habt ihr?

Wir haben sehr große Pläne: Wir eröffnen die Pride Week am 30. Juli mit der feierlichen Pride Night auf Kampnagel. Es wird auch wieder das Pride House auf St. Georg mit vielen Veranstaltungen und Austausch­möglichkeiten zwischen Community, Stiftungen und Politik geben.

Der Höhepunkt ist dann natürlich die CSD-Demo am 6. August. Dafür planen wir eine reguläre Demo, mit vielen Zehntausend Teilnehmer:innen, politischen Botschaften und auch Trucks.

Das Motto lautet diesmal: „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt.“ Ein kraftvolles Motto, das auf die Probleme in Hamburg und bundesweit aufmerksam macht: Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren queerfeindlichen Angriffen, darunter auch an der Reeperbahn auf dem Kiez, also in sogenannten vermeintlich sicheren Räumen für queere Menschen.

Wir wollen uns damit nicht nur mit den Opfern von Hasskriminalität solidarisieren, sondern auch ein höheres Problembewusstsein von Seiten städtischer Behörden einfordern. Unsere Botschaft: Vielfalt ist für jede Gesellschaft immer ein Gewinn.

„Vielfalt und die Akzeptanz von LGBTIQ+ ist das ganze Jahr über unser Herzensthema“

Wie kann Hamburg Pride der Community auch außerhalb der Pride Week zur Seite stehen?

Vielfalt und die Akzeptanz von LGBTIQ+ ist das ganze Jahr über unser Herzensthema, nicht nur während der Pride Week. Wir sind permanent mit Politik, Stiftungen und Unternehmen zu queeren Themen in Austausch und vernetzen innerhalb der Hamburger Community. Und wir unterstützen auch Aktionen abseits der Pride Week: Im November haben wir uns zum Beispiel an der Aktion „Der Kiez ist bunt“ auf der Reeperbahn als Reaktion auf eine Reihe von queerfeindlichen Angriffen beteiligt.

Daneben fördern wir jedes Jahr mehrere Projekte der queeren Community, zuletzt eine queere Tanzperformance und den Dyke*March. Natürlich nutzen wir auch unsere Social-Media-Kanäle, um die Community über lokale und bundesweite Entwicklungen – etwa Gesetzgebung, Hasskriminalität, Aktionstage – zu informieren.

Was macht Corona mit der queeren Community? Sinken mit der Präsenz auch die Toleranz in der Gesellschaft sowie Mut, Selbstbewusstsein und Stolz in der queeren Community?

Corona stellt die queere Community – wie andere Gesellschaftsschichten auch – vor große Herausforderungen. Die LGBTIQ+-Szene lebt davon, sich zu treffen, auszutauschen. Gerade Massenveranstaltungen wie der CSD, aber auch Jugendtreffs, kulturelle Veranstaltungen, persönliche Beratungen, Gesprächsgruppen oder ein lockeres Treffen auf ein gemeinsames Bier konnten und können nur sehr eingeschränkt stattfinden.

Dieses Zusammenkommen spielt für das Selbstverständnis vieler queerer Menschen eine Riesenrolle, denn sie vermitteln: Wir queere Menschen entsprechen vielleicht nicht der heteronormativen Mehrheit, aber niemand ist allein, wir sind viele, und wir gehören zusammen. Wenn diese Treffen wegfallen und man nur noch alleine zu Hause rumsitzt, kann das natürlich auf das Selbstbewusstsein, gerade jüngerer queerer Menschen, drücken. Langfristig gesehen ist auch zu befürchten, dass eine geringere Sichtbarkeit der LGBTIQ+-Szene mit steigender Intoleranz einhergeht.

„Hamburg steht in Sachen Diversity grundsätzlich gut da“

Wie zufrieden seid ihr mit dem Feedback aus der Politik? Bewegt der CSD etwas?

Der CSD – und damit meinen wir bundesweit – trägt entscheidend dazu bei, Diskriminierung, Ungerechtig­keiten und Unrecht in Bezug auf die LGBTIQ+-Community in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Die CSD-Bewegungen sind mittlerweile so groß und erscheinen in nahezu sämtlichen Nachrichtenformaten, dass die Politik sich nicht davor wegducken kann.

Ein Beispiel ist die 2015 eingeführte Ehe für alle: Die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare wurde auch auf öffentlichen Druck hin, also auf Druck von der Straße, verabschiedet. Trotzdem sind wir natürlich nicht am Ziel.

Wie gut ist Hamburg denn in Sachen Diversity und wo seht ihr noch Luft nach oben?

Hamburg steht in Sachen Diversity grundsätzlich gut da, keine Frage. Das Klima ist mehrheitlich sehr offen und von Akzeptanz geprägt. Trotzdem sehen wir in den sozialen Medien immer wieder diskriminierende, abwertende Kommentare, wenn es um queere Themen geht. Daran müssen wir noch arbeiten. Beleidigende Kommentare dürfen nicht hingenommen werden und da sind wir alle gefordert, unseren Beitrag dazu zu leisten – auch die heteronormative Mehrheit.

Natürlich freuen wir uns, dass Behörden während der Pride Week die Regenbogenfahne hissen und dass sich Politiker:innen auf dem CSD zeigen, aber die Politik muss sich daran messen, was konkret an Unterstützung geleistet wird. Und da gibt es noch Luft nach oben, zum Beispiel bei der Finanzierung von queeren Projekten wie Hilfsangeboten und Beratungsstellen.

hamburg-pride.de


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High Voltage | Frühjahrslesetage Hamburg 2022

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Die Früjahrslesetage Hamburg sind zurück – vom 6. bis 12. April 2022 erleben Literatur-Fans hochkarätige Lesungen an ungewöhnlichen Orten.

Endlich, nach zwei Jahren Pandemie-Pause: Im Rahmen der Frühjahrslesetage HIGH VOLTAGE präsentieren Stromnetz Hamburg und das Literaturhaus Hamburg wieder eine Woche voller Lese-Hochspannung! Besucher*innen erhalten einen guten Überblick darüber, was die Verlage an lesenswerten Neuerscheinungen auf den Markt bringen. Live, abwechslungsreich und für jedes Alter.

Zwischen Liebe, Politik und Balladen

Im Rahmen der Veranstaltung lesen Fatma Aydemir, Lucy Fricke, Katerina Poladjan und Monica Ali aus ihren neuen Romanen. Die Besucher*innen erleben hierin Geschichten zwischen tragisch-komischer Liebe, Politik und gesellschaftlichem Umbruch. Manuela Reichart und Leslie Malton präsentieren zudem mit „Walzer mit dem Teufel“ einen Sylvia Townsend Warner Abend und lassen die britische Autorin wieder lebendig werden. Schauspielerin Julia Nachtmann und Autor Christian Maintz entführen Balladen-Fans in eine facettenreiche und komische Welt zwischen Goethe, Wilhelm Busch, Mascha Kaléko und anderen Lyriker*innen.

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HIGH VOLTAGE – die Frühjahrslesetage Hamburg vom Literaturhaus und Stromnetz Hamburg

Programm für Kinder: Nachhaltig und unterhaltsam

An fünf Vormittagen gibt es zudem lebendige Lesungen für Schulklassen: Die Kinder bekommen einen humorvollen Einblick in die Geschichte des Geldes. Sie hören Überraschendes aus dem Leben von Wildkatzen und Wildbienen, erfahren altersgerecht, wie Demokratie funktioniert oder hören, was Bionik ist und warum die Natur meist ein besserer Erfinder ist als der Mensch.

Lesungen im UKE oder auf dem Gutshof

Alle Lesungen finden an eher ungewöhnlichen Orten in Hamburg statt: Stromnetz Hamburg und das Literaturhaus laden unter anderem ins Museum für Hamburgische Geschichte, ins UKE, auf das Gut Karlshöhe, in das Science Center im Wälderhaus oder in die Hafenbühne in der HafenCity ein. 

Tickets gibt es seit dem 10. März 2022 unter high-voltage.hamburg und literaturhaus-hamburg.de sowie an den Abendkassen.


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Hafengeburtstag 2022 abgesagt – vorerst

Wie der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann am 25. Januar 2022 mitteilte, wird der Hamburger Hafengeburtstag 2022 vorerst abgesagt

Text: Felix Willeke

 

Seit 1977 findet der Hamburger Hafengeburtstag jährlich statt, nun wird er zum dritten Mal in Folge abgesagt. Die 833. Ausgabe wird aufgrund „der bestehenden und nicht eindeutig vorhersehbaren Pandemie-Lage“ nicht wie geplant im Mai 2022 stattfinden, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Das größte Hafenfest der Welt ist eine großflächige Freiluftveranstaltung. Einlasskontrollen wie am Hamburger Dom, die einen Corona-konformen Ablauf möglich machen würden, seien nicht durchführbar. Die Behörde prüft aktuell eine Verlegung in den Spätsommer. Eine Entscheidung hierzu soll bis Ende März fallen.

Schon 2020 und 2021 war der Hafengeburtstag aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. Der Grund für die frühzeitige Vorerst-Absage liegt in der langen Vorplanungszeit der Großveranstaltung.


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20. Hamburger Comedy Pokal – verschoben

Die Bedingungen sind hart, die Zuschauer treu und die Trophäe ist aus Frottee. 2022 feiert der Hamburger Comedy Pokal 20-jähriges Jubiläum – auch wenn es verschoben werden muss. Initiator und Comedian Sebastian Schnoy im Gespräch über die Bedeutung, den Heimvorteil und die gesündeste Droge

Interview: Dagmar Ellen Fischer

 

2022 heißt es beim Hamburger Comedy Pokal anstatt „hingehen – lachen – Sieger machen“ – Corona sei Dank – schon wieder: „stoppen – schieben – später lachen“. Wie schon im letzten Jahr, muss der Pokal seinen Wettbewerb vom traditionellen Januar-Termin in den Sommer schieben. Grund ist die aktuelle Infektionslage.

Doch Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Der 20. Hamburger Comedy Pokal soll trotzdem im altbekannten Format – mit elf Spielstätten in ganz Hamburg und dem großen Finale im Schmidts Tivoli – vom 8. bis 11. Juli 2022 stattfinden. Ob alle nominierten Comedians dann auch mit dabei sind, steht aktuell noch nicht fest.

Wer aber sicher mit dabei ist, ist Sebastian Schnoy, Initiator des Pokals und Moderator der Shows im Schmidts Tivoli.

 

Jeden Abend gewinnen

 

SZENE HAMBURG: Sebastian Schnoy, warum gilt der Comedy Pokal als der härteste Kleinkunstwettbewerb?

Sebastian Schnoy: Weil er sich über vier Tage erstreckt, die Teilnehmenden müssen jeden Abend gewinnen. Man muss also dreimal gewinnen, bis man einen Pokal in der Hand hält. Schon am ersten Abend, wenn zehn gegen zehn in zehn Hamburger Kulturzentren auftreten, fliegen zehn raus, im Halbfinale scheiden weitere fünf aus. Aber auf diese 15 wartet die Second Chance Show am Sonntagabend im Schmidts Tivoli, vielleicht die aufregendste Show des Pokals. Wer es hier ganz nach vorne schafft, kommt doch noch ins Finale. Eine besondere Magie: Es hat sich die letzten Jahre gezeigt, wer am Anfang rausfliegt und in der Second Chance Show gewinnt, der schafft es im Finale meist unter die ersten drei oder gewinnt sogar noch den Pokal, was für eine Nervenanspannung!

 

Deutschlands größter Comedy-Wettbewerb

 

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Der Hamburger Comedy Pokal feiert 2022 sein 20. Jubiläum – im Sommer (Foto: Hamburger Comedy Pokal)

Was hat Sie vor zwanzig Jahren bewogen, den Comedy Pokal ins Leben zu rufen?

Am Anfang hatte ich eine ganz persönliche Motivation. Im Januar verbreitet sich oft Katerstimmung. Weihnachten, Silvester, die Leute haben viel gefeiert, waren oft aus, und nun ist man vernünftig und geht lieber joggen. Für mich hieß das immer, dass ich im Januar nur wenige Auftritte hatte. Also dachte ich mir: Ein großes wiederkehrendes Event wäre doch eine gute Strategie, den Januar aufzuwerten. Im Juli 2022 werde ich mit 52 Jahren den Hamburger Comedy Pokal moderieren, den ersten moderierte ich mit 32. Es ist erstaunlich, welche Bedeutung er gewonnen hat.

Der Pokal ist eine Veranstaltung von zehn Hamburger Kulturzentren in den Stadteilen von Barmbek bis Bergedorf. Gemeinsam machen sie Deutschlands größten Comedy-Wettbewerb, zu dem Leute von den größten deutschen Comedy-Agenturen anreisen, um zu gucken, welche neuen Sterne am Comedy-Himmel aufgehen. Was mir besonders wichtig ist: Die Hauptarbeit leisten Petra Niemeyer und Peter Rautenberg. Seit einigen Jahren ist ihr Verein Hamburger Comedy Pokal e.V., auch Veranstalter des Wettbewerbs.

Auch 2022 muss der Pokal wieder in den Sommer verlegt werden, nimmt das etwas von der Magie?

Wenn die Magie darin besteht, im Schneeregen nach Hause zu gehen, dann ja. Da der Pokal auch im Juli indoor stattfindet und auf genau denselben Bühnen, bleibt es wie im Winter. Ich freu mich drauf! Nach dem letzten Bier wird die Sonne über St. Pauli schon aufgegangen sein, das ist doch auch schön.

 

„Es geht allein um Witzigkeit“

 

Wie viele Pokal-Anwärter bewerben sich jedes Jahr?

Mehrere hundert.

Und welche Kriterien müssen die Bewerber erfüllen: Soll ein breites Spektrum gezeigt werden oder gilt nur Witzigkeit?

Es geht allein um Witzigkeit: Werden die Leute zum Lachen gebracht? Allerdings können Originalität, abgründige Themen, der eigene, möglichst besondere Blickwinkel auf die Welt, alles, was einen von anderen unterscheidet, entscheidend sein, um den Pokal einzusacken. Es gibt reichlich Stammpublikum beim Pokal, das schon viel Comedy gesehen hat. Eine Imitation der Stimmen von Grönemeyer oder Udo Lindenberg, Stand-up über Ikea, Männer und Frauen können beim Publikum Gähnen auslösen. Die Betonung liegt auf kann, denn es gibt kein Thema, das schon durch ist. Es geht nur um gute Gags. Es ist also möglich, dass im Januar jemand erfolgreich ist mit einer Nummer, wie Grönemeyer und Lindenberg bei Ikea aufeinandertreffen und mit ihren Frauen in Streit geraten.

Wer wählt die 20 Kandidaten aus?

Das macht eine Jury aus zehn Leuten, die die zehn Kulturzentren leiten, in denen die Hauptrunde stattfindet. Sie schauen sich in einer endlosen Sitzung Youtube-Bewerbungen, DVDs und früher auch VHS- Kassetten an.

 

Den Heimvorteil gibt es

 

2022 sind auch wieder Bewerber aus Hamburg dabei, gibt es so etwas wie einen Heimvorteil?

Für den Publikumspreis auf jeden Fall, wenn man es schafft, zweihundert Freunde ins Tivoli zu setzen. Das Publikum freut sich immer, wenn ein Hamburger Gesicht auftaucht, es freut sich aber auch, wenn Comedians ihr Set mit dem Satz „Ich komme aus Südtirol …“ beginnen. Schön als Hamburger ist natürlich, dass man breitesten Slang reden kann und alle einen verstehen.

Chris Tall, Sascha Grammel und Cindy aus Marzahn gehörten vor Jahren zu den Teilnehmenden, bekamen sie hier den entscheidenden Karriereschub?

Die drei wären auch ohne Comedy Pokal ihren Weg gegangen, allerdings haben sie beim Pokal etwas Wichtiges gezeigt: Dass ihr Programm auch auf einer längeren Strecke funktioniert, sie müssen echte Menschen fast eine Stunde vom Hocker reißen, Jung und Alt, Publikum aus reicheren und auch ärmeren Stadtteilen. Das ist etwas, was Youtube-Stars oder künstliche Agentur-Comedians, die in Kölner Labors fürs Fernsehen gezüchtet werden, oft nicht können.

 

„Ich bin Comedian, der sich mit politischen Themen beschäftigt“

 

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Seit 20 Jahren moderiert Sebastian Schnoy beim Hamburger Comedy Pokal (Foto: Franca Wrage)

Sie selbst machen intelligentes, politisches Kabarett, fehlt Ihnen dieser Aspekt nicht hin und wieder bei den Kandidaten und deren Beiträgen?

Danke, danke. In meinem Herzen bin ich ein Comedian, der sich mit politischen Themen beschäftigt. Ich mache keinen Unterschied zwischen Kabarett und Comedy. Üblicherweise sagt man, Comedians machen einfach nur Gags, und im Kabarett geht es darum, mit Humor auf Missstände hinzuweisen. Natürlich haben auch Comedians eine Haltung, es gehört zur Comedy-Tradition, dem Publikum zu sagen, wer man ist und woher man kommt. Auf Comedy-Bühnen geht es viel diverser zu als im Kabarett. Ehemalige Flüchtlinge machen erfolgreich Comedy, mit Wurzeln in den unterschiedlichsten Ländern.

Mit Osan Yaran gewann ein Mann den Pokal, der zuvor bei Lidl an der Kasse gearbeitet hat. Kabarettisten sind meist alte, weiße Männer, in Bayern sogar alte, dicke, weiße Männer. Sie schwa- dronieren über den Mindestlohn und das harte Leben der Pflegekräfte und fahren selbst immer 1. Klasse Bahn mit der Jahreskarte und sammeln heimlich Immobilien. Darüber hört man in ihren Nummern aber nichts. Da sind mir Comedians lieber, da sie – Achtung überstrapaziertes Wort – authentisch sind. Ich selber spiele meine Soloprogramme immer in Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg, eine Bühne, auf der ich mich sehr zu Hause fühle.

 

„Es gibt noch viele unentdeckte Komikerinnen“

 

Sie sind Kabarettist, Autor von „Spiegel“-Bestsellern, Moderator, Redner – was fordert Sie am meisten?

Der Kick auf der Bühne, die unmittelbare Reaktion des Publikums sind die beste und gesündeste Droge, die es gibt. Nach einem Auftritt ist man immer total aufgedreht und fühlt sich großartig und ist deshalb übrigens auch einen gewissen Zeitraum vermindert schuldfähig. Wenn man also vom Hoteldach auf die Reeperbahn pinkelt, einen Fernseher aus dem Fenster schmeißt oder Ähnliches, und es stellt sich vor Gericht heraus, dass man kurz zuvor noch auf der Bühne bejubelt wurde, ist das hilfreich. Bücher schreiben ist das genaue Gegenteil, ich bin ganz allein mit meinen Texten. Bücher sind immer Mammutprojekte. In der heißen Phase bringe ich meine Kinder, um 20 Uhr ins Bett, schlafe dann bis 22 Uhr und mache eine Nachtschicht bis der Wecker klingelt und ich die Kinder wieder anziehe, bizarr.

2022 gehen sieben Frauen ins Rennen um den Comedy Pokal, ungewöhnlich viele. Dennoch sind Männer im Genre Comedy klar in der Überzahl, woher kommt das?

Ich denke, es gibt noch viele unentdeckte Komikerinnen, die sich vielleicht nicht trauen, es auf der Bühne zu probieren. Deshalb hier ein Aufruf: Wenn ihr eine Frau kennt, die immer wieder ihr Umfeld zum Lachen bringt, ermutigt sie, es auf der Bühne zu probieren. Wir vom Pokal beraten gerne, meldet euch. Und wer gut ist, setzt sich auf jeden Fall durch. Ich bin zum Beispiel Fan von Annalena Baerbock. Allein die Vorstellung, dass Deutschland den Russen drohen könnte, finde ich einen grandiosen Gag. Müssen wir nur noch einen Tornado finden, der auch fliegt.

Hamburger Comedy Pokal, 8. bis 11. Juli 2022; hamburgercomedypokal.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2022. Das Magazin ist seit dem 22. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Den Kopf frei kriegen: Fünf Orte zum Entspannen

Entspannung, einfach nur Entspannung. Bitter nötig in dieser Zeit. SZENE HAMBURG-Autor:innen erzählen, wo sie derzeit besonders gut durchschnaufen können

 

Ordentlich Wind um die Ohren

 

Text: Rosa Krohn

Erholung am Klütjenfelder Hauptdeich in Wilhelmsburg (Foto: Rosa Krohn)

Erholung am Klütjenfelder Hauptdeich in Wilhelmsburg (Foto: Rosa Krohn)

Ich bin sicher nicht die einzige, bei der ein Großteil der letzten zwei Jahre pandemiebedingt zu Hause stattfand. Als Studentin wurde der sonst recht lange Fahrweg zur Uni durch den, nun ja, erheblich kürzeren Gang zum eigenen Schreibtisch ersetzt. Das war zwar durchaus bequem, doch gab es Tage, an denen musste ich buchstäblich nicht ein einziges Mal meine Wohnungstür öffnen. So beschloss ich eines Tages während der zähen Tage im Lockdown: mindestens einmal raus, jeden Tag. Denn, wie sehr einem die Decke auf den Kopf fällt, hat man bis zur Dämmerung nicht einmal das Haus verlassen, muss ich hier wohl gar nicht schildern. Den Vorsatz habe ich seitdem nicht mehr gebrochen. Teils waren es schöne Tagesausflüge, wenn die Zeit das erlaubte. Aber oft reichte die nur für einen Spaziergang im eigenen Viertel. Und so war es für mich ein großes Glück, dass es zwei Minuten von meiner Haustür entfernt einen Deich gibt.

Von Anfang an bedeutete der Klütjenfelder Hauptdeich für mich nicht nur – seinem Zweck folgend – Schutz vor Sturmfluten, sondern Zuflucht an stressigen Tagen. Einmal den Blick über die Elbe in die Weite des Hafens schweifen lassen, sich den heftigen Wind da oben um die Ohren wirbeln lassen, runterkommen, abschalten. An warmen Tagen im Sommer bietet der Deich sich ebenso gut dafür an, sich mit einem guten Buch in sein warmes Gras zu legen. In den Lockdowns wurde der Deich essenziell, brachte mich, eine Person, die Joggen zutiefst verabscheute, schließlich sogar dazu, die Runde joggend zu drehen. Das mache ich bis heute. Ja, es gibt Tage, da mag ich nicht. Gerade im Winter ist es kalt, oft grau und es kostet Überwindung, sich aufzuraffen. Doch wann immer es gelingt und ich doch eine Runde über den Deich jogge oder einfach nur spaziere, werde ich stets mit einem freien Kopf belohnt, mit dem sich die Dinge leichter verrichten lassen. Ist so vieles ungewiss und unstet in den letzten Monaten – der Deich hat mich noch nicht hängen lassen.

 

Natur Pur

 

Text: Felix Willeke

Zu jeder Jahreszeit entspannend: der Wohldorfer Wald (Foto: Felix Willeke)

Zu jeder Jahreszeit entspannend: der Wohldorfer Wald (Foto: Felix Willeke)

Hamburg ist grün, das wissen mittlerweile alle. Was den meisten dabei aber noch nicht klar ist: Hamburg ist zu fast zehn Prozent ein Naturschutzgebiet. Dabei ist es egal, ob Norden, Süden, Osten oder Westen, in der Stadt gibt es 36 geschützte Gebieten. Orte, an denen fast überall Entspannung garantiert ist. Einer dieser entspannten Orte ist der Wohldorfer Wald. Nur wenige Gehminuten von der U-Bahn-Station Ohlstedt entfernt liegt das fast 300 Hektar große Naturschutzgebiet. Ein riesiges Areal, an denen man selbst an den schönsten Tagen oftmals keiner Menschenseele begegnet – erst recht im Winter. Ein idealer Ort für alle, die dem Trubel der Stadt entkommen wollen. Hier können Kinder durch das Unterholz flitzen, Eltern die frische Luft genießen oder bei einem Kaffee am Mühlenteich entspannen. Auch mit dem Rad lässt sich das Gebiet auf den vielen Wegen bestens erkunden.

Dazu kommt: Der Wohldorfer Wald ist umgeben von noch mehr Natur: Während sich im Norden mit dem Duvenstedter Brook das drittgrößte Naturschutzgebiet der Stadt anschließt, ist es im Süden nur ein Schritt über die Hauptstraße und man steht am Alsterlauf. Hier im Norden zwischen Duvenstedt und Poppenbüttel verläuft die Alster durch das Rodenbeker Quellental und vorbei am Hainesch-Iland, zwei weiteren Hamburger Naturschutzgebieten. Also auf geht’s: feste Schuhe an Winterjacke übergestreift und Mütze auf, es ist Zeit für einen Spaziergang in der herrlichen Wintersonne.

 

Romantik beim Container

 

Text: Erik Brandt-Höge

An der Brücke 10 am Alten Elbtunnel gibt es einen entspannten Blick auf die schönste Stadt der Welt (Foto: Jasmin Tran)

An der Brücke 10 am Alten Elbtunnel gibt es einen entspannten Blick auf die schönste Stadt der Welt (Foto: Jasmin Tran)

Ich wollte mal nach Wilhelmsburg, kam aber nie an. Lag daran, dass ich nicht wie zuvor mit den Öffis die Strecke vom Karoviertel bis zum Inselpark zurücklegte, in dem ich gerne joggte, sondern mit dem Rad unterwegs war. Die Radroute führte durch den Alten Elbtunnel, diese mehr als 400 Meter lange Fliesenröhre unterm Fluss. Heraus kam ich an einem schwarzen Container, auf dem stand: Brücke 10 am Alten Elbtunnel. Brücke 10? Da war doch was! Genau, die Fischbrötchenbude auf den Landungsbrücken. Nur herrschte rund um den neu entdeckten Container weit weniger Trubel als dort, wo Dutzende und Dutzende sich in die Barkassen schoben, um gemeinsam Richtung Elbstrand zu tuckern.

Der Container, wo es die gleichen Fischbrötchen gab wie gegenüber, war im Vergleich ein Ruhepol. Geradezu ein Ort der Romantik – denn der Blick von dort auf die Landungsbrücken war fantastisch. Auf der Containerseite tummelten sich keine alles und jeden knipsenden Touri-Trupps, sondern Pärchen, die sich mit ihren Rollmops-Snacks und Bierchen auf die Mauern setzten, schnackten, knutschten, die Stille genossen. Kann man so machen, dachte ich, kann man sogar öfter machen. Ende dieser Radtour. Seitdem komme ich regelmäßig zurück. Nichts gegen Wilhelmsburg, schon gar nichts gegen den Inselpark. Aber auf dem Weg dorthin lädt diese Station dazu ein, einfach mal nicht weiterzufahren.

 

Runde um Runde

 

Text: Erik Brandt-Höge

Der Eppendorfer park ist einer von vielen Erholungsorten in der Stadt (Foto: Erik Brandt-Höge)

Der Eppendorfer Park ist einer von vielen Erholungsorten in der Stadt (Foto: Erik Brandt-Höge)

Es gibt größere Parks als den Eppendorfer Park. Das Areal, direkt beim UKE gelegen, ist nur eine kleine, grüne Oase des Stadtteils. Aber sie reicht: für Dates, die hier ihre Runden drehen. Für Familien, die hier ihre Runden drehen. Für Jogger, die hier … ja, schon klar. Anwohner und Eppendorf-Besucher machen das Beste aus dem Stückchen Natur, das es hier gibt. Manche spannen eine Slackline zwischen den dicken Birken, andere nutzen die Wiesen zum Gruppensport, stellen ein Tablet auf und lassen Pamela Reif die Übungen vormachen.

Im Winter ist der Eppendorfer Park deshalb so empfehlenswert, weil in seinem Zentrum ein Teich ist. Einen See kann man die paar Liter Wasser schlichtweg nicht nennen. Immerhin: Sie sind genug, damit ein gutes Dutzend Menschen – bei ausreichenden Minusgraden versteht sich – mit oder ohne Schlittschuhen übers Eis gleiten kann. Entspannen geht nicht bloß an Orten, die gefühlt unendliche Weiten bieten. Entspannung geht auch da, wo jederzeit jede Menge möglich ist. Zum Beispiel im Eppendorfer Park.

 

Hoch über der Hektik

 

Text: Marco Arellano Gomes

Entspannt mit Blick auf den Hafen am Aussichtspunkt: Bei der Erholung (Foto: Marco Arellano Gomes)

Entspannt mit Blick auf den Hafen am Aussichtspunkt: Bei der Erholung (Foto: Marco Arellano Gomes)

Hier, direkt am Hotel Hafen Hamburg, ist der Name des Ortes Programm: „Aussichtspunkt Bei der Erholung“. Es sind nur einige Treppen zu besteigen, um zu dieser einzigartigen Plattform mit Panoramablick über den Hafen zu gelangen, bei der man sich ganz nebenbei von der Hektik und dem Trubel der Stadt erholen kann. Links im Hintergrund grüßt die Elphi, die gerade ihr fünfjähriges Bestehen feiert, direkt vor einem erstrecken sich die Landungsbrücken, und auf der rechten Seite sieht man im Hintergrund die Kräne, die die Container aus Übersee entladen, um die Kaufhausregale mit all dem Spielzeug, den Elektrogeräten und Fahrrädern zu füllen, die seit Monaten zuverlässig ausverkauft sind.

Wer der Fotografie zugeneigt ist (mit einer echten Kamera, nicht diesen Handy-Spielzeugen!), dem wird hier an klaren Wintertagen ein Lichtspektakel sondergleichen geboten: Wenn die Sonne im Stile von „Apocalypse Now“ hinter der Elbe verschwindet und die Skyline, während die Schiffe ein- und auslaufen, in ein rot-orange-vanille-farbenes Tableau färbt. Es ist unzweifelhaft eine der schönsten Aussichtsplattformen der Stadt, aus dem seltsamerweise ein Braukessel aus Messing herausragt: Astra. Was dagegen? Seit 2004 gibt es hier auch einen kleinen, knapp 600 Meter langen, feinen Wanderweg, der sinnigerweise „Bei der Erholung“ heißt. Sitzgelegenheiten sind vorhanden, bei den winterlichen Temperaturen allerdings nur mit Zeitung oder SZENE HAMBURG unterm Hintern zu empfehlen. Ach ja: Und unbedingt passend anziehen! Es kann zzzzzziemmmmlich fffffrosssssstig werden.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2022. Das Magazin ist ab dem 22. Dezember 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Kino und Kultur sind zurück im Schanzenpark

Gab es im letzten Jahr nur Open Air Kino im Schanzenpark, sind jetzt auch die Konzerte und Lesungen im Schanzenzelt zurück

Text: Felix Willeke

Sommer 2019, der Geruch von Bier und frischen Pommes weht über die Wiese vorm Hotel im Schanzenpark und im Zelt feiert das JazzLab seine Sommersause. Viele sehnen sich seitdem nach diesem Gefühl: Sommer, Sonne und Konzerte. Jetzt ist es wieder soweit. Neben dem Kino kehrt auch das Schanzenzelt 2022 zurück in den Schanzenpark.

Den Auftakt macht am 2. Juni 2022 der Kanadier Sam Vance-Law, unter anderem gefolgt von Pohlmann´s Nachtschicht (3. Juni), Zeit für Zorn – die Türsteherlesung (17. Juni) und einem Highlight am 28 Juni: Dann kehrt die Lesebühne Randale&Liebe wieder zurück. Die selbsternannte „Literatur-Band Deluxe“, bestehend aus den Slammer:innen Fabian Navarro, Paulina Behrendt, Hinnerk Köhn und David Friedrich. Was einen erwarten kann? „Wir lesen Texte vor, machen Quatsch und sind lustig“, so Hinnerk Köhn via Instagram. Das Ganze Programm gibt es unter schanzenzelt.de.

Open-Air-Schanzenkino

Neben dem Schanzenzelt hat auch das Open-Air-Schanzenkino schon Tradition. Auch hier gibt es gute Nachrichten: Auch 2022 wird es im Schanzpark wieder Filme unter freiem Himmel geben. Start für die cineastische Open-Air-Saison ist der 30. Juni 2022, bis zum 4. September 2022 gibt es dann Klassiker und neue Filme im Schanzenkino. Das Programm wird ungefähr einen Monat vor Start bekanntgegeben.


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