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Hamburger Ferienprogramm: SalutDeluxe Summercamp

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Von den Besten lernen: HipHop meets Klassik beim SalutDeluxe Summercamp

Klassik trifft auf Rap, Etüden auf Freestyle und Konzertsaal auf Clubkultur. Vom 10. bis 17. August 2022 erwartet Kinder und Jugendliche bei SalutDeluxe ein spannendes Summercamp zum krönenden Abschluss der Hamburger Schulferien.

Auf dem Programm stehen Workshops wie Breakdance & HipHop, Graffiti oder Drum&Rhythm. Bei allen Workshops steht ein Übersetzer-Team bereit, um die Teilnahme auch für ukrainische Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.

Musikpädagogisches Angebot

Der Verein SalutDeluxe wurde 2020 mit Unterstützung der Haspa Musik Stiftung gegründet. Initiatoren und Gründer sind der Rapper Samy Deluxe und die Frontfrau und Geigerin Angelika Bachmann von dem Klassik-Quartett Salut Salon. Ziel des Vereins ist es, in einem geschützten Raum Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Welten zusammenzubringen und sie unabhängig von ihrem sozialen Background und ihrer musikalischen Vorprägung anzuregen und zu inspirieren.

„Wer verschiedene Milieus kennenlernt und diverse Einflüsse zulässt, ist weniger anfällig für ausgrenzendes Verhalten‟, erläutert Samy Deluxe. „Samy und ich haben unabhängig voneinander immer wieder festgestellt, wie groß das Thema Rassismus auch in der Musik ist. Warum zum Beispiel sind People of Color so extrem unterrepräsentiert in den Orchestern? Warum wird Afrodeutschen eher Hip-Hop als Klassik zugetraut? Das ist absurd. Damit wollen wir aufräumen“, ergänzt Angelika Bachmann.

SalutDeluxe richtet sich an Kinder und Jugendliche ab dem Schulalter. Besonderes Augenmerk liegt darauf, dass sich Coaches, Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen. Nach dem Prinzip „each one teach one‟ sollen sich die Kinder und Jugendlichen auch untereinander Wissen und Fähigkeiten vermitteln.

Weiteres Highlight im Sommerprogramm von SalutDeluxe: das Kinderkonzert „Mozart“ auf ukrainisch und russisch. Hier spielen die Pianistinnen Olga Shkrygunova (Salut Salon) und
Oksana Poleshook zwei- und vierhändig auf dem Klavier und erzählen über Mozart, einen der berühmtesten Komponisten der Welt. Zu hören sind seine allerersten Werke mit dem Cembalo-Klang, und es gibt ein Treffen mit der Königin der Nacht und der Zauberflöte. Für Bewegung sorgt ein Stopp-Tanz während des Konzertes.

Mehr Infos und Anmeldung unter: salutdeluxe.hamburg


SalutDeluxe e.V.
Volkmannstraße 6
22083 Hamburg

Eingang: Biedermannplatz 19, 22083 Hamburg


Talente an die Waterkant – das ist das Motto der Haspa Musik Stiftung. Seit 2008 unterstützt die Stiftung den Nachwuchs auf seinem musikalischen Weg und fördert vielfältige Musikprojekte.

„The Mystery of Banksy“ – Street-Art-Superstar in Hamburg

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„The Mystery of Banksy“ zeigt für vier Monate im ehemaligen Galeria Kaufhof in der Mönckebergstraße 150 Werke des international gefeierten Street-Art Künstlers.

Egal ob „Girl with a Balloon” oder „The Flower Thrower” – seine Bilder sind weltweit bekannt. Dabei sorgt er mit seinen Kunstwerken und Aktionen regelmäßig für Aufsehen: zum Beispiel ließ er eines seiner bekanntesten Werke sich selbst zerstören, während es eigentlich gerade für Millionen versteigert werden sollte. Mit „The Mystery of Banksy – A Genius Mind“ kommt jetzt eine Ausstellung über den Ausnahmekünstler nach Hamburg in das Gebäude des ehemaligen Galeria Kaufhof in der Mönckebergstraße.

Obwohl er seine Identität geheim hält, gilt er längt als internationaler Star der Kunstszene und seine Werke werden in renommierten Auktionshäusern versteigert. Für 8,89 Mio Euro wurde sein bislang teuerstes Werk unter den Hammer gebracht. Mit „The Mystery of Banksy –A Genius Mind“ soll Banksy der breiten Öffentlichkeit jetzt wieder zugänglich gemacht werden.

Banksy im Kaufhof

Vom 3. Juni bis 3. Oktober 2022 gibt es im Untergeschoss des ehemaliges Galeria Kaufhof in der Mönckebergstraße mehr als 150 Kunstwerke, darunter Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke, zu bestaunen. Getreu dem Banksy-Motto „Copyright is for losers“ ist „The Mystery of Banksy” weder vom Künstler autorisiert, noch in irgendeiner Form beeinflusst. Mit einer sogenannten „Blockbuster-Ausstellung“ soll das Gesamtwerk des Künstlers in noch nie dagewesener Form präsentiert werden.

Im Ticket enthalten ist eine Multimedia-Führung, die die Besucher ganz einfach auf ihren Smartphones abrufen können. Die gesamte Ausstellung ist bilingual, barrierefrei und rollstuhlgerecht.

mystery-banksy.com


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Hamburger des Monats: Esche Geschäftsführer Andreas Fleischmann

2016 wurde die Esche in Altona eröffnet. Mit kostenlosen Graffiti- und HipHop-Kursen bietet sie Jugendlichen seitdem kreative Freiräume – die momentan schmerzlich vermisst werden. Geschäftsführer Andreas Fleischmann hat das Jugendkunsthaus mit seinem Team konzipiert und aufgebaut

Interview & Foto: Matthias Greulich

 

SZENE HAMBURG: Andreas, Glückwunsch zu fünf Jahren Esche. Stimmt es, dass du vor der Eröffnung Angst hattest, dass keine Jugendlichen zu euch in den Eschelsweg kommen?

Andreas Fleischmann: Das war tatsächlich so. Zum Glück wurden unsere Kurse von Beginn an gut angenommen. Ein Grund des Erfolgs war, dass wir uns genau angeschaut hatten, welche Angebote es in Altona gab. Die richteten sich meist an Sechs- bis 14-Jährige. Also haben wir etwas Weiterführendes gemacht. Relativ früh war klar: Wir wollen eine Art Jugendkunstschule aufbauen, wie es sie besonders in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend gibt.

Warum habt ihr euch Jugendkunsthaus genannt?

Wir wollten den Begriff Schule lieber rauslassen, um die Kids nicht zu verschrecken. Die Idee ist: Wir sind für alle offen und die Kurse für die Jugendlichen kostenlos. Du musst es dir vorstellen wie eine coole Volkshochschule nur für Jugendliche.

Euer Ziel in der Esche ist es, Freiräume für Jugendliche zu schaffen. Gibt es davon zu wenig?

Ich glaube, es gibt noch zu wenig kreative Freiräume. Der Stellenwert kultureller Bildung könnte in Hamburg höher sein. Nach dem ersten Lockdown lag der Schwerpunkt der Lockerungen in den Schulen bei den sogenannten Kernfächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch.

Doch auch kulturelle Bildungsangebote, in denen man zum Beispiel lernt, sich vor einer Gruppe zu präsentieren, ein selbstbewusstes Auftreten zu üben und seine ganz eigene Ausdrucksform zu finden – warum ist das weniger wichtig als Mathematik? Die Jugendlichen brauchen dringend selbstbestimmte Freiräume, in denen sie sich austauschen und ausprobieren können.

 

Jugendliche für Kunst begeistern

 

Füllt ihr mit der Esche eine Lücke aus?

Wichtig war uns, niemandem im Stadtteil Konkurrenz machen. Wir machen kein Töpfern, denn das gibt es im HausDrei, keine Holzwerkstatt, die es damals in der MOTTE gab und keinen Comic-Kurs, denn den gibt es in der GWA St. Pauli.

Stattdessen bieten wir Graffiti-Kurse, Breakdance, HipHop, Gesang, Songwriting und einen Zeichen- und Malkurs für die Älteren – inklusive Mappenvorbereitung. Wir wollen die Jugendlichen nachhaltig für Kunst begeistern. Deshalb bieten wir Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse an. Wir wollen die künstlerische Entwicklung begleiten, machen hier aber keinen Spitzensport.

Wen erreicht ihr?

Jugendliche aus dem Stadtteil, aber auch von weiter her, da wir mit der S-Bahn vom Bahnhof Königstraße gut zu erreichen sind. Einige kommen zu uns, die man nicht durch einen Flyer erreicht, weil wir viel mit Schulen und Jugendeinrichtungen im Viertel kooperieren. Wir richten uns in erster Linie an junge Menschen, die sich keine Mal-, Tanz- oder Gesangsschule leisten können – sind aber offen für alle!

Haben die Kinder und Jugendlichen Schwellenangst?

Das kommt schon vor. Man darf nicht vergessen: Es sind Jugendliche, die in der Pubertät stecken. Die kommen hier rein und sind noch nicht Teil der Tanzgruppe und kommen in den Tanzraum, wo sich alle kennen. Die sind aufgeregt und blass. Einige drehen auch auf der Stelle wieder um.

 

„Each one, teach one“

 

Die Jugendlichen sollen hier also nicht abhängen?

Wir wollen die Kinder zum Machen bewegen. Zum kreativ werden. Zum Selber-was-schaffen. Das haben wir aus dem HipHop: „Each one teach one.“ Diese Methode ist super wichtig. Dass sich die Kids auch gegenseitig etwas beibringen. Das ist hier kein Frontalunterricht, man erschafft etwas gemeinsam. Die Jugendlichen, die anfangs blass in einen Kurs gingen, tanzen uns ein halbes Jahr später voller Stolz die neue Choreo vor.

Ihr sprecht in normalen Zeiten jede Woche 200 Jugendliche an. Wie war es zwischen den Lockdowns, wie ist es jetzt?

Im September waren wir schon fast wieder bei den alten Besucherzahlen. Wir hatten noch einen zusätzlichen Graffiti- und Tanzkurs dazu genommen, weil die Anzahl der jeweiligen Kursteilnehmer durch unser Hygienekonzept kleiner wurde. Aus unserem Förderkreis haben wir Spenden bekommen, um die zusätzlichen Kurse bezahlen zu können. Jetzt bleibt uns nur die Möglichkeit, digital Kontakt zu halten.

Schade, dass du nicht sehen kannst, was sonst hier los wäre. Wir haben normalerweise alle zwei Monate einen Auftritt mit einem Kurs. Altonale, Kampnagel, Mädchenspektakel – alles 2020 ausgefallen. Da wollen wir wieder hin und da werden wir auch wieder hinkommen. Gesang und Songwriting machen wir momentan über Zoom weiter. Bei den Tanzkursen haben wir Videos gemacht. Die Videos können es aber nicht ersetzen, im Tanzraum gemeinsam zu proben.

Sobald wir wieder loslegen können, geht es weiter. Wir scharren mit den Füßen. Die Jugendlichen. Wir vom Team und die freischaffenden Künstler, die in einer schwierigen Situation sind.

Du hast fünf Jahre Esche erlebt. Was waren die schönsten Momente – und gab es auch mal Stress?

Die schönsten Momente waren für mich immer die Sommer- und Winterfeste. Die haben Meilensteine markiert und wir sahen, welche Früchte unsere Arbeit trägt. Zum Glück habe ich auch den Kontakt zu den Jugendlichen und sitze nicht nur im Büro und organisiere. Aber was in den Kursen geprobt und gemacht wird, sehe ich dann erst richtig auf den Festen. Das ist für mich superschön.

Und natürlich gibt es immer mal wieder Stress. Meine Kollegin Tanja Brenner ist nicht umsonst Diplomsozialpädagogin. Wir haben auch Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen, die hier ihr Herz ausschütten. Solche Fälle gibt es immer.

esche.eu


SZENE-März-2021 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Februar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Samy Deluxe & Haspa Musikstiftung: „Eine super Synergie“

Zig aufstrebende Künstler haben bereits von der Förderung der Haspa Musikstiftung profitiert, u. a. die Mitglieder des DeluxeKidz e. V., der Kindern und Jugendlichen die Welt des HipHop näherbringt. Zum zehnten Geburtstag der Stiftung: Ein Gespräch mit DeluxeKidz-Gründer Samy Deluxe.

SZENE HAMBURG: Samy, erinnerst du dich an deinen ersten Förderer?

Samy Deluxe: Als Siebtklässler war ich ein halbes Jahr in England, dort hatte ich einen Privatlehrer, der einmal in der Woche Zeit mit mir verbracht hat. Ein derbe flashiger Dude, der schon die ganze Welt bereist hatte. In seinem Haus standen bestimmt hundert Instrumente, von Mandolinen bis zu den krassesten Riesentrommeln aus dem afrikanischen Dschungel. Mit ihm habe ich Musik gemacht und die Natur an der Küste bei Cornwall erkundet. Ich war damals ein kleiner Trouble-Jugendlicher. Dieser Typ hat Kreativität mehr geschätzt als Disziplin und es geschafft, dass ich viele Dinge für mich entdecken konnte, u. a. das Texten, Malen, Graffiti und einiges mehr.

Und was denkst du ist generell das Wichtigste bei der Unterstützung junger Künstler?

Erst mal sollte es um Spaß und Ausdruck gehen. Wenn ich als Mentor die Karriere von Nachwuchskünstlern mit zu verantworten habe, ist es mir allerdings auch wichtig, mein Wissen weiterzugeben. Leidenschaft ist gut, aber man kann keine Karriere starten, ohne zumindest die Eckpfeiler des Business zu kennen.

Du betreust seit 2013 die DeluxeKidz, pushst viele aufstrebende Talente. Was steckt hinter dieser Arbeit: innerer Drang? Pflichtbewusstsein?

Es war vor gut zehn Jahren, als ich mir Gedanken über meinen bisherigen Weg gemacht habe. Darüber, wofür ich stehe, und ob ich bisher mehr Gutes oder mehr Schlechtes in die Welt gebracht habe. Ich hatte dann tatsächlich einen großen Drang nach so einem Hands-on-Aktivismus und habe einen ersten Verein gegründet, der inhaltlich ähnlich lief wie die DeluxeKidz jetzt, der also auf HipHop-Workshops basierte. Zu der Zeit ging ich teilweise dreimal die Woche mehrere Stunden an Schulen. Meine Arbeit wurde später von Freunden weitergeführt. Es war also ein Win-win-Konstrukt.

Für die DeluxeKidz bekommst du auch von anderen Seiten Förderung, etwa von der Haspa Musikstiftung. Wie wichtig ist das für deine Arbeit?

Es ist eine super Synergie. Die Stiftung ermöglicht uns den Start in ein neues Theaterprojekt, in dem die Kidz mit Unterstützung unserer Coaches ihre Themen mit Tanz, Gesang, Rap, DJing, Beatbox und Graffiti auf die Bühne bringen werden. Es ist ja so: Um junge Leute zusammenzubringen und zu motivieren, etwas auf die Beine zu stellen, sind Sport und Musik die größten Schnittstellen. Beim Fußball braucht man nur einen Ball, Tore baut man sich schon irgendwie zusammen. Aber in der Musik braucht man eben mehr: Turntables, Mikrofone und so weiter. Und auch unsere Coaches müssen bezahlt werden. Das wäre ohne Unterstützer nicht möglich. Es ist deshalb cool, was die Stiftung für den Nachwuchs macht.

Interview: Erik Brandt-Höge
Beitragsbild: Romanus Fuhrmann

www.haspa-musik-stiftung.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2018. Das Magazin ist seit dem 29. Juni 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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