#seeforfree 2026: Freier Eintritt in 49 Hamburger Museen am 31. Oktober

Nachdem der Aktionstag #seeforfree in den letzten Jahren bis zu 77.000 Besucherinnen und Besucher zählte, können sich Kulturinteressierte in diesem Jahr auf weitere spannende Ausstellungen freuen, mit freiem Eintritt zu insgesamt 49 Museen
Das Museum für Kunst und Gewerbe ist eines von 49 Museen und Gedenkstätten, in die es am 31. Oktober freien Eintritt gibt
Das Museum für Kunst und Gewerbe ist eines von 49 Museen und Gedenkstätten, in die es am 31. Oktober freien Eintritt gibt (©Mediaserver Hamburg, Julia Schwendner

In Hamburg steht der 31. Oktober nicht nur für den Reformationstag oder Halloween. In der Hansestadt freuen sich viele Jahr für Jahr auf die Aktion #seeforfree, die an diesem Tag kostenlose Kunst und Kultur für alle anbietet. Die teilnehmenden Museen, Ausstellungshäuser sowie Lern- und Gedenkorte bieten ein vielfältiges Programm mit Führungen in mehreren Sprachen, ferner werden Aktionen und Führungen auf Chinesisch, Dänisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Plattdeutsch und in Deutscher Gebärdensprache angeboten. Zudem gibt es viele Angebote für Kinder und Familien sowie Mitmachaktionen. Ziel des von der Bürgerschaft beschlossenen Aktionstags ist es, Brücken zwischen Religionen und Weltanschauungen zu schlagen und alle Hamburger:innen einzuladen, die vielfältigen Museen in Hamburg bei freiem Eintritt zu besuchen. „Museen sind Orte, an denen wir nicht nur Geschichte und Kunst erleben, sondern auch uns selbst begegnen. Mit seeforfree möchten wir am Reformationstag alle einladen, sich auf Unbekanntes einzulassen und nicht nur die Welt, sondern auch uns selbst mit anderen Augen zu sehen. Museen schaffen genau diese Möglichkeit: Sie regen an, neugierig zu bleiben, miteinander ins Gespräch zu kommen und unsere Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ob in den großen Häusern, die internationale Meisterwerke zeigen, oder in den kleineren Sammlungen, die besondere Geschichten erzählen – die Vielfalt der Hamburger Museumslandschaft zeigt, was uns als Stadt ausmacht: Offenheit, Neugier und die Freude am gemeinsamen Entdecken“, so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. 

Grundlage ist ein Bürgerschaftsbeschluss von 2018, der staatlichen Museen am Reformationstag freien Eintritt ermöglicht. Inzwischen beteiligen sich zunehmend auch private Häuser – 2026 sind es insgesamt 49 Ausstellungsorte. Koordiniert wird der Aktionstag vom Museumsdienst Hamburg im Auftrag der Behörde für Kultur und Medien.

Veranstaltungen in diesem Jahr

zu den zahlreichen Führungen während des Aktionstages zählt unter anderem das Montblanc Haus. Besucherinnen und Besucher können während des Aktionstages mehrere Führungen durch die Dauerausstellung „Inspire Writing“ wahrnehmen, die die Entstehungsgeschichte der Marke erzählt, mit originalen Handschriften von Ikonen wie Frida Kahlo und Ernest Hemingway sowie einem Blick hinter die Kulissen der Schreibgerätefertigung.

Die Gedenkstätte des Konzentrationslagers und der Strafanstalt Fuhlbüttel, bittet ebenfalls zahlreiche konstenlose Führungen an. Die Ausstung im ehemaligen Torhaus thematisiert die Geschichte der Gefangenen und ihrem Widerstadt. Die Rundgänge wird mit den Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) geleitet. Neben der Gedenkstätte Fuhlsbüttel öffnet auch das ehemalige Frauenaußenlager des KZ Neugamme in Hamburg für öffentliche Kurzführungen durch die Ausstellung seine Türen.

Auch das Museum der Arbeit bietet Führungen durch die zahlreichen Ausstellungen des Hauses an, wie etwa durch „Nachrichten – News“. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie Nachrichten entstehen, wer entscheidet, was berichtet wird, und wie sich Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen lassen.

Mitmachaktionen bei #seeforfree

Neben den zahlreichen Führungen finden auch einige Workshops und Mitmachaktionen statt. Unter anderem gibt es am Energieberg im Rahmen von #seeforfree eine Halloween-Veranstaltung für die ganze Familie: An diesem schaurigen Nachmittag im Freien sind verschiedene Aktionen und kleine Überraschungen geplant.

Das Kunsthaus Hamburg lädt mit dem offenen Workshop „A Ritual for…“ dazu ein, darüber nachzudenken, welche Rituale unseren Alltag und unser Zusammenleben prägen. Aus verschiedenen Materialien können dabei Kärtchen gestaltet werden, die sich verschenken, mitnehmen und tauschen lassen. Außerdem bietet das Museum der Arbeit in der eigenen Zukunftswerkstatt die Möglichkeit, gemeinsam Protestschilder zu basteln. Hier können die Pappschilder frei gestaltet werden, ganz gleich, was die Besucherinnen und Besucher gerade bewegt und für welchen politischen Protest sie die Schilder gestalten wollen.

In diesen Museen gibt es in diesem Jahr freien Eintritt

  • Achilles-Stiftung Glasmuseum
  • Altonaer Museum
  • Archäologisches Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg
  • Bergedorf Museum
  • Botschaft der Wildtiere
  • Bucerius Kunst Forum
  • Computer-Museum der Universität Hamburg
  • Deichtorhallen Hamburg
  • denk.mal Hannoverscher Bahnhof
  • Deutsches Hafenmuseum (im Aufbau) – Standort Schuppen 50A
  • Deutsches Maler- und Lackierer-Museum
  • Deutsches Zollmuseum
  • Deutsches Zusatzstoffmuseum
  • FC St. Pauli Museum
  • Film- und Fernsehmuseum Hamburg
  • Freilichtmuseum Rieck Haus
  • Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule
  • Gedenkstätte Bullenhuser Damm
  • Gedenkstätte Fuhlsbüttel
  • Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
  • Gefängnismuseum Hamburg
  • Geschichtsort Stadthaus
  • Gipsabguss-Sammlung der Universität Hamburg
  • Hamburger Kunsthalle
  • Helmut-Schmidt-Forum
  • Historische S-Bahn Hamburg
  • HSV-Museum
  • Informationszentrum Energieberg Georgswerder
  • Jenisch Haus
  • KomponistenQuartier Hamburg
  • Kunsthaus Hamburg
  • Kunstverein Harburger Bahnhof
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme
  • Mahnmal St. Nikolai
  • Medizinhistorisches Museum Hamburg
  • MONTBLANC HAUS
  • Museum am Rothenbaum – MARKK
  • Museum der Arbeit
  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Parabel. Zentrum für Kunst in Hamburg
  • Retro Spiele Club
  • Sammlung Falckenberg
  • Stiftung Hamburg Maritim
  • Universitätsmuseum Hamburg
  • Urbaneo – Junges Architektur Zentrum
  • vor—gänge museum für alternative stadt
  • WasserForum
  • Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
  • Woods Art Institute
  • Zaubermuseum Bellachini

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