Unter dem Leitmotiv „Hamburg blüht auf. Und lädt zum Bleiben ein.“ bietet das Event der Hamburger Sommergärten kostenlose Natur- und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum an. Die Aufenthaltsqualität der Innenstadt soll so für Besuchende, Einkaufende und Berufstätige spürbar und nachhaltig erhöht werden. Was im Jahr 2018 als Initiative von lediglich zwei Quartieren begann, hat sich mittlerweile als fester Bestandteil des Stadtsommers etabliert und erreicht in diesem Jahr mit der bislang umfangreichsten Beteiligung eine völlig neue Dimension im Hamburger Veranstaltungskalender.
Die Besuchenden der Innenstadt erwartet in diesem sechswöchigen Zeitraum ein abwechslungsreiches visuelles Programm, das die urbanen Plätze gestalterisch aufbricht. Am Neuen Wall werden farbenfrohe Blumenskulpturen aufgestellt, während die Alsterpromenade am Ballindamm durch ein weitläufiges Meer aus Lampions gestaltet wird. Hinzu kommen großformatige Kunstinstallationen, die den Luftraum der City füllen und neue Perspektiven auf die Architektur eröffnen. Neben dem optischen Aspekt erfüllt das Projekt auch eine wichtige ökologische Funktion im städtischen Raum. Ein wesentlicher Teil der temporären Begrünung besteht aus insektenfreundlichen Pflanzen, die Wildbienen und anderen Fluginsekten mitten in der dicht bebauten Stadt als wertvolle Nahrungsquelle dienen. Neben bewährten Elementen der vergangenen Jahre versprechen die Organisatoren für 2026 neue gestalterische Akzente, die pünktlich zur Eröffnung präsentiert werden. In einigen Quartieren wird das Angebot zudem durch ein begleitendes Rahmenprogramm und wechselnde Aktionen für alle Altersgruppen ergänzt.
Sommer Sonne Sommergärten
Durch den Beitritt des neugestalteten Rathausquartiers kooperieren neun Business Improvement Districts(BIDs) flächendeckend für dieses gemeinsame Sommerprojekt. Zum Verbund gehören die Quartiere Ballindamm, Dammtorstraße, Mönckebergstraße, Neuer Wall, Nikolai-Quartier, Gänsemarkt, Hohe Bleichen/Heuberg, das Passagenviertel sowie das neu hinzugekommene Rathausquartier. Bei den BIDs handelt es sich um privat initiierte Zusammenschlüsse von lokalen Grundeigentümern, die sich für die Entwicklung, Sauberkeit und Attraktivität ihrer jeweiligen Standorte einsetzen. Die Sommergärten dienen hierbei als anschauliches Praxisbeispiel dafür, wie privates Engagement und die Gestaltung des öffentlichen Raums effektiv ineinandergreifen können, um einen Mehrwert für die Allgemeinheit zu schaffen.
Das Event hat sich damit längst von einer reinen saisonalen Dekoration zu einem festen und strategischen Faktor für die zukunftsfähige Innenstadtentwicklung gewandelt und ist fester Bestandteil des Hamburger Sommers. Es demonstriert, wie urbane Zentren abseits des reinen Handels gleichzeitig als Wirtschafts-, Lebens- und Erlebnisraum funktionieren können. Der Zugang zu allen beteiligten Bereichen, Straßen und Installationen ist während des gesamten sechswöchigen Zeitraums kostenfrei zugänglich.
Dieser Artikel ist zuerst in SZENE HAMBURG 07/26 erschienen.

