Von Mai 2023 bis April 2026 wurden 31 wohnungslose Menschen in ihrem Bestreben eine eigene Wohnung in Hamburg und Umgebung zu finden, unterstützt. Das Team unter der Leitung von Nikolas Migut, dem ersten Vorsitzenden des Vereins, begleitete wohnungslose EU-Bürgerinnen und EU-Bürger in der Hansestadt von der ersten Antragstellung bis zur Anschlusswohnung.
Als neuer Ansatz wurden übergangsweise Wohn-, Monteur- und Hostelzimmer angemietet, in denen die Projektteilnehmenden bis zu einem Jahr wohnen konnten, bevor sie sich um eine eigene Wohnung bemühten. Als Vorbild diente dem Verein „Housing First“, ein international bekannter Ansatz eines US-amerikanischen Soziologen, der aber häufig Menschen ausklammert, die keinen Zugang zu staatlichen Leistungen haben. „Homes for Homeless“ ist vor allem als Vorreiter für andere Träger gedacht, um weiteren Projekten auf die Sprünge zu helfen. Zu Beginn war in Planung 20 Menschen in das Programm aufzunehmen, daraus wurden aber schnell 31. 20 Teilnehmende blieben drei Monate in Begleitung und 13 sogar für jeweils sechs Monate. Am Ende konnten, von besagten 13 Personen, sieben in einen Job vermittelt werden und sechs fanden durch das Angebot weiterführenden Wohnraum. Mit dem Vorgängerprojekt „Hotels for Homeless“ wurden damit seit November 2020 insgesamt über 149 Menschen aus der Wohnungslosigkeit geholt. Neben allen Erfolgen gab es leider auch zwölf Teilnehmende, die das Projekt nicht mit dem gewünschten Erfolg abschließen konnten. An seine Grenzen stieß das Vorhaben dennoch: neben Problemen mit dem Mietrecht, wurde den Veranstaltenden schnell klar, dass eine reine Symptombekämpfung nur kurzfristig Erleichterung schaffe. Aus diesem Grund soll sich das nächste Hilfsangebot mit Armutsprävention beschäftigen. StrassenBLUES e. V. wird mit „StrassenHILFE“ in den benachteiligten Stadtteilen Hamburgs aktiv und unterstützt Menschen, damit diese erst gar nicht ihre Wohnungen verlieren.

