Volker, 66, seit sieben Jahren obdachlos; Foto: David Diwiak

StrassenBLUES: Home Street Home

Die Obdachlosenhilfe StrassenBLUES und ImmoScout24 wollen mit „Home Street Home“ Wohnraum für obdachlose Menschen in Hamburg sichtbar machen

Text: Marco Arellano Gomes

 

Der Obdachlosenhilfeverein StrassenBLUES hat ein neues Projekt am Start: „Home Street Home“ heißt es und hat zum Ziel, Wohnraum für obdachlose Menschen über das Immobilienportal ImmoScout24 sichtbarer zu machen. Gemeinsam mit der Treuhandstiftung DOJO Cares und weiteren Obdachlosenorganisationen wie One Warm Winter sorgt StraßenBLUES in Hamburg dafür, dass Angebot und Nachfrage zueinanderfinden. Vermieter können hierzu Wohnungsinserate für diejenigen bereitstellen, die diese dringend brauchen. Bei obdachlosen Menschen im Leistungsbezug (Arbeitslosengeld II) übernimmt das Jobcenter die Kosten der Unterkunft, die den Bemessungsgrenzen zufolge bis zu 50 Quadratmeter groß und maximal 500 Euro kalt kosten darf. Es gilt als unstrittig, dass obdachlose Menschen leichter in ein selbstbestimmtes Leben zurückfinden, wenn sie wieder eine feste Wohnung haben. „Als Marktführer für Immobilien in Deutschland möchten wir hier ansetzen und helfen“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24. Die Hoffnung ist, dass Menschen wie Volker, ehemaliger Tischler, 66, seit sieben Jahren obdachlos, wieder dauerhaft Wohnraum erhalten. „Wohnen ist ein Menschenrecht“, so Nikolas Migut, Gründer und Vorsitzender des Hamburger Vereins StrassenBLUES e. V. Unterstützt wird das Projekt von Prominenten wie Stefanie Giesinger, Joko Winterscheidt, die bei Zustandekommen eines Wohnverhältnisses und durch den Kauf von Möbeln unterstützen.

strassenblues.de


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