Theater Vorschau: „Tanzende Idioten“

„Tanzende Idioten“ auf Kamnagel von Thorsten Lensig ist ein berührender Abschied vom Leben
eNeuster Wurf von Thorsten Lensing: „Tanzende Idioten“
eNeuster Wurf von Thorsten Lensing: „Tanzende Idioten“ (©Armin Smailovic)

An ein bestimmtes Theater wollte sich Regisseur Thorsten Lensing bislang nicht binden. Nur in freien Produktionen kann er so akribisch und in maximaler Unabhängigkeit arbeiten, wie er es braucht. Und mit einem von ihm jeweils handverlesenen Ensemble: Ursina Lardi, Sebastian Blomberg, André Jung, Karin Neuhäuser und der Schlagzeuger Willi Kellers spielen in seinem jüngsten Stück „Tanzende Idioten“.

Den Titel entnahm er, wie die meisten Texte des Dramas, Werken des US-amerikanischen Schriftstellers Denis Johnson, ergänzt um Originalzitate der NASA-Kommunikation anlässlich der Apollo-Missionen zum Mond. Dort, im Weltall, vollzieht sich das Sterben der Protagonistin Goldie, nachdem ihr auf der Erde noch Zeit blieb, sich von Liebgewonnenem zu verabschieden. Ein 165 Minuten langer Abend über die Nähe zum Tod, der nie peinlich oder langatmig ist, sondern sehr berührend. 

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