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Veranda Music: „Das war ein Befreiungsschlag“

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Bald wohl wieder an der Arbeit von Eigenkompositionen: Nicolai von SchwederSchreiner (2. v. r.) und Veranda Music (©Stefan Schmid)

Sänger und Gitarrist Nicolai von Schweder-Schreiner von Veranda Music über das aktuelle Album der Hamburger Indie-Pop-Band, Vergleiche und Zukunftsmusik

Interview: Erik Brandt-Höge

SZENE HAMBURG:  Nicolai, „Unter Einfluss“, erschienen Ende 2021, ist euer fünftes Album – und das erste seit 14 Jahren. Verständlich, seid ihr doch hauptberuflich nicht mit Veranda Music beschäftigt. War es schwierig, Zeit und Ideen für neue Songs zu finden? 

Nicolai von Schweder-Schreiner: Das Album schwebte die ganze Zeit in der Luft, ein bisschen wie Guns N’Roses’ „Chinese Democracy“ vielleicht. Dass das nicht weiterging, war schon nervig, keine Ahnung, woran so was dann genau liegt. Ich hätte gern eine Managerin gehabt, die uns an der Hand nimmt und sagt, wie es weitergeht. Zeit und Ideen hätte es dann schon gegeben, aber vorher war eben immer alles von allein da, diesmal nicht.

Vergleiche und eine Art Greatest-Hits-Album

Für das Album habt ihr unter anderem Songs des verstorbenen Hamburger Sängers und Songschreibers Tobias Gruben interpretiert, einst Kopf der Band Die Erde …

… dabei ging es vor allem um eine Handvoll extrem guter Stücke, die wir teilweise schon mit arrangiert und gespielt hatten und die bis dahin quasi niemand gehört hatte, also kein Denkmal oder Konzept im Sinne von „Die Rolling Stones spielen Jacques Brel“ oder so, was sicher toll wäre! Wir wollten das extra nicht thematisieren, weil es davon ablenkt, dass Songs wie „Moni“, „Denk Nicht“ oder „Der Dan“ eine unvergleichliche Wucht haben, so eine Qualität zwischen Leonard Cohen und Michael Jackson.

Bei uns klingt es vielleicht eher wie eine Mischung aus Adeles „Rolling in the Deep“ und Joan As Police Woman. Wir wollten das einfach für uns vereinnahmen, damit die Leute das hören und sagen: „Wow, ‚Moni‘, wie wunderschön, Hammer, oder ‚Das Leben Leichter‘, wie genial.“ Mehr nicht. Im direkten Kontakt hat das gut geklappt, bei der Presse haben es bisher vor allem ein deutsches Lifestyle-Blatt und ein Herrenmagazin erkannt. Als Vergleich wurde da zum Beispiel Rio Reiser genannt, was ich durchaus super und richtig finde.

Noch ein kurzer Ausblick: Wird man womöglich weitere 14 Jahre auf das nächste Veranda Music-Album warten müssen? 

Ich glaube nicht. Das war jetzt ein Befreiungsschlag. Der Plan ist zumindest, im Frühling ein paar bereits vorhandene Skizzen auszuarbeiten, diesmal wieder nur Eigenkompositionen. Die Aufnahmen selbst gehen bei uns ja zum Glück immer relativ schnell. Außerdem hatte das Label eigentlich noch eine Art Greatest-Hits-Album geplant. Muss ich direkt mal fragen, wie es damit aussieht. Cover und Titel stehen jedenfalls schon!

„Unter Einfluss“ ist im November 2021 auf Staatsakt erschienen

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