Literaturkritik: Wer möchte nicht im Leben bleiben

Leerstellenlektüre
(©Claassen Verlag)

Gerade erst veröffentlicht worden und somit noch ganz „frisch“ ist Helene Bukowskis Buch „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ – und das hat es in sich. Denn Grundlage dafür ist die Biografie einer Pianistin aus Neubrandenburg, die sich 1985, mit gerade mal 24 Jahren, das Leben genommen hat. Bukowski ist dem Leben dieser Pianistin, die Christina heißt, nachgespürt, hat versucht, in ihre Seele zu gucken und sogar einen Dialog mit ihr zu führen. Das ist ungewöhnlich, aber packend – und verdichtet sich im Verlauf der Lektüre zu einer ungemein intimen Angelegenheit. Beeindruckend ist vor allem die Art, mit der es Bukowski gelingt, die Musik lesbar zu machen, wie sie Worte für das findet, was man durch sie nur fühlen kann. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist auf jeden Fall kein Buch, das man „mal so eben wegliest“, sondern eines, das einen beschäftigt und noch lange nachhallt. Weil es einer jungen Frau ein Leben schenkt, das bereits verwelkt ist. 

Diese Kritik ist zuerst in der SZENE 04/26 erschienen.

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