Literaturkritik: „Anton und Alma“ 

Dana Vowinckels zweiter Roman erzählt von Anton und Alma: Eine große Liebe zwischen Ost-Berlin und New York, die an politischen Konflikten zu zerbrechen droht
„Anton und Alma“ erzählt eine politische Liebesgeschichte zwischen Ost-Berlin und New York
„Anton und Alma“ erzählt eine politische Liebesgeschichte zwischen Ost-Berlin und New York (©Suhrkamp)

Die titelgebenden Anton und Alma lernen sich zunächst bei einem Schüleraustausch in Frankreich kennen, treffen Jahre später jedoch in Berlin wieder aufeinander und werden ein Paar – obwohl sie aus zwei vollkommen unterschiedlichen Welten stammen. Er ist der Sohn eines jüdischen Akademikerfamilie, sie ist bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater im trostlosen Osten Berlins groß geworden. Doch ihre Liebe scheint stärker zu sein als die sozialen Unterschiede – zumindest am Anfang. Denn als Anton für seine Masterarbeit nach New York zieht, wird das zur Belastungsprobe für die Beziehung. Und als die Hamas im Oktober 2023 Israel angreift und daraufhin der Gaza-Krieg beginnt, wirken sich auch die politischen Unruhen auf die Beziehung aus. Beide müssen sich die Frage stellen, ob sie unter diesem Umständen noch zu retten ist. Dana Vowinckels zweiter Roman ist zwar eine Liebesgeschichte, aber verhandelt parallel einige große Themen der Gegenwart. 

Diesse Kritik ist zuerst in SZENE HAMBURG 10/26 erschienen 

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