Bereits seit 2011 präsentiert Baila España herausragende Positionen der zeitgenössischen spanischen Tanzszene in Deutschland und nun das erste Mal in Hamburg beim Festival Baila España im MARKK. Das vom Instituto Cervantes initiierte Festival macht das deutsche Publikum mit einer Vielzahl spanischer Künstlerinnen und Künstler bekannt und macht dabei die Vielfalt aktueller choreografischer Sprache sichtbar. Am 27. September im MARKK präsentiert die Künstlerin Laila Tafur »Maja y Bastarda«.

Laila Tafur studierte Choreografie in Reykjavík, Lissabon und Barcelona. Zudem ist sie preisekrönte Tänzerin. Ihr bisheriges Schaffen brachte sie zu Zusammenarbeiten mit Jérôme Bel, Janet Novás und Xavier Le Roy. Ihre künstlerische Arbeit verbindet Tanz, Erinnerung und eine kritische Auseinandersetzung mit kultureller Überlieferung.

Ausgehend vom Flamencotanz ist die zentrale Frage der Tanzperformance »Maja y Bastarda« das Wie hinter der Weitergabe von Tanztraditionen und die Frage, wer darüber entscheidet, welche Formen als legitime Kunst gelten. Was sind die Grenzen zwischen Volkskultur und zeitgenössischer Kunst? Den Flamenco verstehe Tafur dabei nicht als festgeschriebene Tradition, sondern als lebendige Praxis in ständiger Veränderung. Was in der Performance entsteht, ist eine Kollision von traditionellen und zeitgenössischen Bewegungsformen. „Von Tablao bis zum Theater, von der Disko bis zur Höhle entsteht eine hybride choreografische Collage, in der sich unterschiedliche Zeiten, Orte und kulturelle Einflüsse überlagern. Tafur richtet dabei den Blick auf Tänze und Bewegungsformen, die in unterschiedlichen historischen und sozialen Kontexten als minderwertig, unernst oder „unrein“ abgewertet wurden.“ heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

