Unaufrichtige Lobhudelei war im 17. Jahrhundert unter französischen Adeligen ein Must-have. Um sich zwischen den Artgenossen geschmeidig zu bewegen, brauchte es jede Menge Höflichkeitsfloskeln. Genau die lehnt Alceste ab, Molière Titelheld in der 1666 uraufgeführten Komödie „Der Menschenfeind“ – bekanntlich steckt eine große Portion des Autors in der Titelfigur. Alceste, so sein Name, hält sich lieber an die Wahrheit. Deshalb gerät er auch mit seiner Geliebten, der deutlich jüngeren Célimène, häufig aneinander – nicht zuletzt wegen ihres Hangs zu oberflächlichen Vergnügungen. André Szymanski und Maja Schöne verkörpern das ungleiche, kampfeslustige Paar. Regisseurin Jette Steckel arbeitet mit der Übersetzung ihres Vaters Frank-Patrick Steckel; ihre Inszenierung hatte im August Premiere bei den Salzburger Festspielen.
Theater
24. September 2026
Theatervorschau der Menschenfeind
Jette Steckels Inszenierung hatte im August Premiere bei den Salzburger Festspielen

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