Der Preis für das Deutschlandticket wird erneut angehoben. Das betrifft in Hamburg fast die Hälfte der Arbeiterinnen und Arbeiter. Im Ländervergleich liegt Hamburg sogar deutlich vor Berlin mit 30 Prozent und Bremen mit 17 Prozent. Die Hamburgerinnen und Hamburger sind folglich von den Preiserhöhungen besonders stark betroffen. Seit der Einführung des ursprünglichen “49-Euro Tickets“ ist dies die dritte Preisanpassung. Ab dem 1. Januar 2027 soll der Preis weiter von 63 Euro auf 66,80 Euro erhöht werden. Für das rabattierte Jobticket werden damit zukünftig 63,46 Euro fällig. Auch der Preis für das Semesterticket steigt auf monatlich 40,08 Euro. Ermittelt wurde diese Erhöhung durch die erneute Berechnung des Kostenindex durch das Unternehmen D-Tix, die unter anderem Energie-, Personal- und Betriebskosten miteinbezieht.
Durch die stärker ausfallende Inflation und die Deckelung der jährlichen Zuschüsse von Bund und Ländern bis 2030 bei jeweils 3 Milliarden Euro, müssen die Mehrkosten der Verkehrsunternehmen über den Ticketpreis ausgeglichen werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert, die fehlende Planbarkeit, während gleichzeitig andere Mobilitätsformen durch beispielsweise den “Tank-Rabatt“ staatlich entlastet werden.

