Künstliche Flusswellen vor dem Dockland in Altona: Das Konzept Floating Wave

Bereits vor 15 Jahren hatte Gründer Felix Segebrecht das erste Mal die Idee, aus der später die Floating Wave geboren werden sollte. Eine stehende Surfwelle, die gezeitenunabhängig als Trainingsplatz für angehende und fortgeschrittene Wellenreiterinnen und Wellenreiter dient
Mit Blick auf den Hafen surfen: schon bald keine Zukunftsmusik mehr
Mit Blick auf den Hafen surfen: schon bald keine Zukunftsmusik mehr (©Floating Wave)

Schon von klein auf prägte Segebrecht eine besondere Verbindung zum Meer. Sein Großvater, von Beruf Kapitän, liebte die See und gab seinem Enkel diese Leidenschaft mit. Die Liebe zum Wassersport, sei es Segeln, Windsurfen oder Wellenreiten hielt schon früh Einzug in das Leben des Gründers. Grade für das Wellenreiten hatte er von Beginn an eine besondere Passion. Bei fast nichts anderem erlebe man das Meer so hautnah. Mit der Erschaffung der Surfwelle wolle er nun seine zwei Herzensthemen miteinander verbinden: den Wassersport und sein Bestreben ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen auf Augenhöhe, sinnstiftend und respektvoll zusammenarbeiten.

In etwa so wird die neue Attraktion im Hamburger Hafen aussehen (©Floating Wave)

Vor fast fünf Jahren begann Segebrecht dann, seine Idee in die Tat umzusetzen. Durch ein paar Zufälle und mit der Geschichte seines Großvaters im Hinterkopf, kam er auf die Idee, die Welle in einen Ponton im Hamburger Hafen zu setzen. Nun steht das Projekt kurz vor der Baugenehmigung. In ein paar Wochen könne man genaue Aussagen drüber treffen, wann die Eröffnung final stattfinde. Im Gegensatz zum offenen Meer ist das Surfen lernen auf der künstlichen Welle kinderleicht. Außerdem ist eine enge Zusammenarbeit mit Surfcoaches für ein modernes Schulungsprogramm vorgesehen. Ganz im Zeichen der Teilhabe ist auch eine Akustikanlage für blinde Surfende geplant, die ähnlich wie das Blindensignal an Ampeln funktioniert. Um möglichst nachhaltig zu arbeiten, wird gefiltertes Elbwasser für die Welle verwendet und chlorfrei gereinigt.

Finanziert wird das Ganze durch Banken und eine Handvoll Investoren, aber auch durch Eigenkapital des Gründers. Um die hohen Energie- und Finanzierungskosten zu decken, kostet die „Miete“ für einen von zehn Wellenplätzen 25 Euro für eine halbe Stunde und dementsprechend 50 Euro pro Stunde. Trotz dessen soll mit dem Projekt ein Raum geschaffen werden, an dem Menschen zusammenkommen können, unabhängig von sozialem Status. Der Eintritt für Zuschauende und das Aufhalten auf den Sitzgelegenheiten um das Becken herum ist in jedem Fall kostenfrei.

Floating Wave

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