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Gastronomen verfassen erneut Brandbrief

Erneut haben Vertreter aus der Gastronomie einen Brandbrief an die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder verfasst. Die Branchenvertreter kritisieren die aktuellen Corona-Maßnahmen und die Verspätung der finanziellen Hilfen.

 

Die finanziellen Einbußen des aktuellen Lockdowns sollen durch die Bundesregierung mit Novemberhilfen ausgeglichen werden. Dieses Geld ist laut Brandbrief bis jetzt nicht bei den Gastronomen angekommen. Warum das Geld nicht geflossen ist, ist für die Gastronomen nicht nachvollziehbar, denn der Finanzminister habe klargestellt, dass das Geld vorhanden sei und der Bund es sich leisten könne.

Die Verfasser des Brandbriefs erkennen in der verlangsamten Umsetzung der Politik „eine systematische Verzögerungsstrategie“ und werfen der Regierung vor, hierdurch Geld sparen zu wollen. Hilfen würden zwar versprochen, aber so spät ausgeliefert, dass für einige Betriebe die Hilfen zu spät kämen. „Die Politik lässt die Gastronomen am lagen Arm verhungern“, heißt es in dem Brief. Dieses Vorgehen vernichte bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze.

 

Die Gastronomie fordert schnelle finanzielle Hilfe

 

Zudem seien die zugesagten Hilfen zu gering. Sie würden nur einen kleinen Teil der aufgelaufenen Verluste decken und viele Betriebe nicht mehr retten können, die in den vergangenen Monaten viel Geld in Hygienemaßnahmen investiert hätten.

Des Weiteren gehen die Gastronomen davon aus, dass der Lockdown über den November hinaus verlängert wird und fordern auch für diese Zeit eine finanzielle Entschädigung. „Wenn der Lockdown verlängert werden muss, müssen auch die Entschädigungen fortgesetzt werden“, steht in dem Brief. Ohne Unterstützung würden viele Betriebe nach dem Lockdown nie wieder öffnen können.

Unterzeichnet haben den Brief unter anderem Tim Mälzer (Bullerei), Mirco Silz (L’Osteria), Stephan von Bülow (Eugen Block Holding), Jan Kamp (Le Crobag), Yvonne Tschebull (Tschebull Restaurant) und viele weitere. /NF

Hier könnt ihr den Brandbrief lesen.

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