Unter dem Motto „Sound of Connection“ drehte sich bei der diesjährigen Award Show alles um Begegnung, Austausch und Vernetzung. Die Gäste wurden dazu eingeladen, mit mindestens einer Person ins Gespräch zu kommen, die sie bisher noch nicht kannten. Denn genau darum geht es: Verbindungen schaffen – zwischen Kunstschaffenden, Branche und Publikum.
In ihrer Eröffnungsrede betonte Andrea Rothaug, Geschäftsführerin von RockCity Hamburg, die gesellschaftliche Bedeutung solcher Begegnungen. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen in ihren eigenen digitalen und gesellschaftlichen „Bubbles“ leben, brauche es Räume für echten Austausch. Musik könne dabei Menschen zusammenbringen und neue Perspektiven eröffnen.
Preisgeld und ein Jahr intensive Förderung
Die diesjährigen Preistragenden sind CHINYERE, LOMA REQS, NVCHT, schluma und SHITSHOW. Neben einem Preisgeld von jeweils 2.500 Euro der Haspa Musik Stiftung profitieren sie von einem individuell zugeschnittenen Förderprogramm. Über zwölf Monate hinweg begleiten RockCity Hamburg und die Haspa Musik Stiftung die Nachwuchs Acts mit Coachings, Beratungsangeboten sowie Auftrittsmöglichkeiten bei Festivals und Veranstaltungen. Dazu zählt unter anderem ein Auftritt, ausgewählter Künstlerinnen und Künstler im Rahmen des Reeperbahn Festivals vom 16. bis 19. September 2026 in einer Haspa-Filiale. Ergänzt wird das Programm durch zusätzliche Medienpräsenz und zahlreiche Möglichkeiten, wertvolle Kontakte in der Musikbranche zu knüpfen.
Hamburgs vielfältige Musikszene unterstützen
„Was KRACH+GETÖSE jedes Jahr besonders macht, ist die Vielfalt der Künstlerinnen und Künstler. Die diesjährigen Preistragenden zeigen eindrucksvoll, wie kreativ, bunt und facettenreich die Hamburger Musikszene ist. Genau diese Vielfalt möchten wir mit der Haspa Musik Stiftung fördern und sichtbar machen. Dass dieser Ansatz wirkt, zeigen auch die vergangenen 18 Jahre: „Seit dem Start des Awards wurden 90 Acts ausgezeichnet, mehr als 121.000 Euro Preisgeld vergeben und über 4.000 Bewerbungen gesichtet“, sagt Janna Prüßner, Geschäftsführerin der Haspa Musik Stiftung.
Unter dem Motto „Talente an die Waterkant“ fördert die Stiftung seit 2008 musikalische Nachwuchstalente und vielfältige Musikprojekte in der Metropolregion Hamburg.
Wie wichtig diese Unterstützung ist, wurde im Verlauf des Abends mehrfach deutlich. Viele Nachwuchsmusizierende stehen heute vor großen Herausforderungen: prekäre Arbeitsbedingungen, steigender Druck durch Social Media, neue Vermarktungswege und die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz verändern die Branche spürbar. Sichtbarkeit zu erlangen und gleichzeitig künstlerisch unabhängig zu bleiben, wird immer schwieriger. Für RockCity-Geschäftsführerin Andrea Rothaug ist der Award deshalb weit mehr als eine klassische Preisverleihung: „KRACH+GETÖSE ist ein Statement für langfristigen Künstler:innenaufbau und Teamwork.“ Erst das Zusammenspiel von RockCity Hamburg, der Haspa Musik Stiftung und zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Branche machen diese Form der Förderung möglich.

