Justin Steinfeld im Hannah Arendt Salon: „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“

Am 1. September wird zu Ehren Justins Steinfelds sein Roman „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“ im Hannah Arendt Salon vorgestellt
Lange verschollen und 2024 veröffentlicht: der Roman von Justin Steinfeld „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“
Lange verschollen und 2024 veröffentlicht: der Roman von Justin Steinfeld „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“ (©Maja Bechert)
Ein Bild des jüdischen Journalisten und Schriftstellers Justin Steinfeld (©Sammlung Weinke)

Justin Steinfeld (1886–1970) war ein bekannter jüdischer Autor und Journalist, der besonders am Anfang und in der Mitte des 20. Jahrhunderts wirkte. Er wuchs in Hamburg auf und gab die Zeitschrift „Die Tribüne“ heraus – ein Magazin zum Verständnis des Judentums, das noch bis 2012 veröffentlicht wurde. Außerdem gründete er das linke Theaterkollektiv „Kollektiv Hamburger Schauspieler“ und leitete einen Untersuchungsausschuss zum Altonaer Blutsonntag, einem gewaltsamen Aufmarsch von SA-Männern, durch das als links geltende Arbeiterquartier. Im Jahr 1933 saß er in Fuhlsbüttel in Schutzhaft, bevor Steinfeld nach Prag emigrierte. Später lebte und arbeitete er in Großbritannien, bis er 1970 starb. Sein bekanntester Roman ist „Ein Mann liest Zeitung“, welcher erst 1984 aus dem Nachlass des Autors veröffentlicht wurde. 

Zu Ehren des Schriftstellers findet am 1. September im Hannah Arendt Salon in der Sternschanze eine Vorstellung seines Romans „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“ statt. Der Roman wurde bereits 1955 geschrieben, das Manuskript gilt jedoch lange als verschollen. In der Edition Nautilus ist Steinfelds Werk nun erst vor zwei Jahren erschienen. „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“ verbindet die Genres Science-Fiction, Utopie, Satire und Politthriller und weist bis heute erschreckende Aktualität auf. In dem Roman erzählt Steinfeld die Geschichte eines geteilten Kontinents und der konfliktreichen Entscheidungen um das neue atomwaffenfähige Element Califa, kurz CLF. 

Die Lesung und das darauffolgende Gespräch zum Roman beginnt um 19.30 Uhr im Hannah Arendt Salon und wird von Detlef Gumbach, Katharina Picandet und Michael Weber geleitet. Die Veranstaltung findet in Kooperation des Jüdischen Salons am Grindel, der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und Edition Nautilus statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen. Verbindliche Anmeldungen bitte an info@salonamgrindel.de oder unter 0176 21 99 82 72. 

Lesung von Justin Steinfelds „Califa oder Die Liebe zu einer Starkstromtechnikerin“ am 1.9., 19.30 Uhr im Hannah Arendt Salon

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