Der Einsatz gegen rechtsextreme Gewalt kann viele Formen annehmen – welche künstlerischen das sein können, wird derzeit in der Kunstklinik mit der Doppelschau „Drei Steine“ und „Gedenkstätten der NS-Verbrechen“ sichtbar. Beide Projekte positionieren sich klar gegen jede Form von Hass und Ausgrenzung. So befasst sich der Grafikdesigner, Illustrator, Trickfilmer, Comiczeichner und Aktivist Nils Oskamp bei „Drei Steine“ in einer Mischung aus Graphic Novel-Bildern, performativen Leseelementen und politischer Kulturarbeit mit seiner eigenen Biografie, und erzählt davon, wie er als Jugendlicher gegen rechtsextreme Gewalt und Holocaust-Leugnung einstand – und durch seine Zivilcourage selbst in Schwierigkeiten geriet. Ergänzt wird das Ganze durch die Präsentation „Gedenkstätten der NS-Verbrechen“ mit Texten von Nils Oskamp und Fotografien von Maria Zarada, deren Familie während des Holocaust verfolgt und ermordet wurde. Das Projekt über die Visualisierung und historische Kontextualisierung der Orte dieser schweren Verbrechen versteht sich dabei explizit als kreativer Beitrag zur Erinnerungskultur – und soll, so die Idee, langfristig auch im Schulunterricht eingesetzt werden, um deutlich zu machen: Eine kritische Beschäftigung mit Vergangenheit und Gegenwart kann eine bessere Zukunft in Aussicht stellen.
Dieser Artikel ist zuerst in der SZENE HAMBURG 09/2026 erschienen.

