Das Schöne bei Erstlingswerken ist ja, dass man nie so recht weiß, was einen erwartet. So auch beim Debüt von Louise K. Böhm, die zwar schon jede Menge geschrieben hat und auf ihrem Insta-Channel @louschreibt_ auch gerne mit Literaturtipps um sich wirft, aber eben noch kein eigenes Buch verantwortet hat – zumindest bis jetzt. Doch dass sie ordentlich was auf dem Kasten hat, belegt Louise K. Böhm mit „Kaskaden“ mit beeindruckender Leichtigkeit. Im Zentrum des Romans steht Jojo, die zum Studieren in die Stadt gezogen ist, sich dort aber wie eine Fremde fühlt – zumindest bis eines Tages Jakob in ihr Leben tritt. Doch als plötzlich ihre alte beste Freundin Yara auf der Bildfläche erscheint, wird Jojo zurück in all die verdrängten Gefühle ihrer Vorstadtvergangenheit geboostet, von denen sie dachte, sie längst tief in ihrem Inneren begraben zu haben. Ein wirklich mitreißend geschriebener Roman über eine unkaputtbare Kindheitsfreundschaft mit zwei Protagonistinnen, in denen sich alle irgendwie wiedererkennen.
Literatur
28. Juli 2026
Literaturkritik: Kaskaden
Freundinnenschaft für immer

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