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Bestes italienisches Restaurant: Casa di Roma

Stammitaliener mit Leidenschaft: Das Casa di Roma ist Testsieger in der Kategorie Italien

 

Text: Frank Sill 

Wer einmal da war, kommt sicher wie­der. So wie ich – seit Jahren Wiederho­lungstäter. Wenn ich Lust auf richtig gute italienische Küche habe, ist das Casa di Roma erste Wahl. Die Speisen sind von hoher Qualität und jedes Mal auf dem gleich hohen Niveau zubereitet. Einer der Gründe, warum man besser vorher einen Tisch reservieren sollte. Das Restaurant ist sehr familiär geführt, dies spürt man sofort.

Egal ob Stammgast oder Neuling: Jeder wird herzlichst be­grüßt, der Service ist unglaublich zuvor­kommend und freundlich. Auf jeden Wunsch wird Rücksicht bei der Zube­reitung genommen. Wir entscheiden uns heute für die gegrillten Calamarreti (15,90 Euro), die sehr scharf angebraten, angenehm gewürzt und butterweich sind. Die Burrata (14,90 Euro) ist wie sie sein muss: Nach dem Anschnitt zerfließt sie cremig über die sehr frischen Och­senherztomaten.

Die Penne mit Garne­len (19,50 Euro) in einer frischen und leichten Tomatensoße sind auf den Punkt zubereitet. Unser Highlight und unbedingt zu empfehlen: die Kalbsleber (21,90 Euro) mit frischem Salbei. Die Köche beherrschen ihr Handwerk. Das Casa di Roma ist ein Ort für fröhliche Gespräche und schöne Flirtmomente. Und das sehr stilvolle Ambiente lädt dazu ein, bei einem Dessert oder Es­presso auch noch etwas länger sitzen zu bleiben.

Casa di Roma 
Lange Reihe 76 (St. Georg), Telefon 040 280 30 43,
Mo-So 11.30-24 Uhr 


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Bestes französisches Restaurant: Brasserie La Provence

Savoir-vivre im Norden: Die Brasserie La Provence ist Testsieger in der Kategorie Frankreich

 

Text: Dagmar Ellen Fischer

Wer je in Südfrankreich war, weiß es: Sich nicht in die Provence zu verlieben, ist fast unmöglich. Seit 14 Jahren lockt in Ottensen die Brasserie La Provence mit einer Nachbildung südfranzösischer Lebensart. Die Inhaber importieren maßgebliche Bestandteile vom Original und machen in diesem Sehnsuchtsort vergessen, dass man in der norddeutschen Großstadt sitzt. Der zum Wein des Monats gekürten Empfehlung sollten selbst erfahrene Weintrinker tunlichst folgen – es gibt garantiert Neues zu schmecken, wie zum Beispiel den sensationellen Weißwein Château de Saint Martin (9 Euro).

Die klassische Zwiebelsuppe (11 Euro) kommt ohne Geschirr aus, sie wird in einem kleinen Brot serviert. Fisch gibt es als gebratene Rotbarbenfilets (15 Euro) oder als Gratin aus frischem Kabeljau mit Kartoffeln und Gemüse-Brunoise im Glas (14 Euro). Auf das berühmte Malheur mit dem weichen Kern im Schokoladenkuchen versteht sich die französische Küche konkurrenzlos gut (10 Euro).

Filmplakate, Chansons und eine dezente Beleuchtung lassen südländisches Lebensgefühl zu – na ja, jedenfalls unter den Gästen – im oft bis auf den letzten Platz ausgebuchten, geräumigen Restaurant. Dass die wenigsten Preise auf der Website mit jenen auf der Rechnung übereinstimmen – wen interessiert’s, von französischem Laisser- faire ist die Rede, nicht von deutscher Gründlichkeit. Wer also wollte der Brasserie ihren Titel als bester Franzose Hamburgs streitig machen?

Brasserie La Provence 
Eulenstraße 42 (Ottensen),
Telefon 040 30 60 34 07,
Di – Sa ab 18 Uhr 


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Bestes Restaurant in der Kategorie International: Salt & Silver

Lateinamerikanisches Soulfood: Das Salt & Silver Restaurant ist Testsieger in der Kategorie International

 

Text: Hannah Stollmeyer

Während wir an unseren spritzigen Cozy Nights aus Crémant, Apfelsaft, Zimt und Hibiskus (7 Euro) nippen, erklärt uns die freundliche Bedienung, dass das Salt & Silver eine neue Karte habe. Spoiler-Alarm: Das Restaurant direkt über dem Hafen hat immer noch eine der besten lateinamerikanischen Küchen Hamburgs. Mit feinsten regionalen und saisonalen Produkten bereitet das junge, hippe Team eine köstliche Ceviche aus rohem Adlersch (16 Euro) mit reifer Avocado und fruchtiger Mandarine für uns zu.

Mindestens genauso gut schmeckt die geräucherte Lachsforelle mit Forellenkaviar, Avocado und Chili-Öl auf hausgemachter Maistortilla (15,50 Euro). Doch dann geht es erst richtig los. Für unsere Tacos de Pescado (ab 2 Personen 42,50 Euro) sammeln sich mehr und mehr Schälchen mit Soßen und frischen Zutaten um einen knusprig gebratenen Loup de Mer, der Catch of the day.

Dazu bekommen wir einen Korb mit warmen Tortillas, kleinen Teigfladen aus Maismehl, die wir nach Belieben mit Fisch, Korianderreis, milder Salsa Roja, Zwiebeln und Limettensaft befüllen und so unsere Tacos selbst kreieren. Am meisten überrascht und begeistert uns die Salsa Matcha auf Rapsöl-Basis mit geröstetem Sesam, Pinienkernen, Hasel- und Walnüssen und getrockneten Chilis – geschmacklich ist sie leicht rauchig und scharf, nussig und fruchtig.

Wir haben viel Spaß dabei zu sehen, wer es schafft mehr Zutaten gleichzeitig unterzubekommen und die aufmerksame Bedienung versorgt uns stetig mit frischen Tortillas, um neue Taco-Variationen auszuprobieren. Schweren Herzens und vollen Magens müssen wir leider irgendwann aufgeben. Am Ende überzeugt uns die neue Karte absolut. Wie gesagt, Spoiler-Alarm: Hier schmeckt es super!

Salt & Silver 
St. Pauli Hafenstraße 136-138 (St. Pauli),
Di–Sa 18–1 Uhr (Küche bis 22 Uhr) 

 


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Bestes Restaurant Veggie & Vegan: Das Tassajara

Essen mit Ommmm: Das Tassajara ist Testsieger in der Kategorie Veggie & Vegan

 

Text: Ilona Lütje 

Wer in Hamburg vegetarisch oder vegan essen möchte, hat das Tassajara garantiert auf dem Zettel. Schließlich gilt das Restaurant als eines der besten in der Stadt. Seit 43 Jahren wird hier die internationale Vollwertküche mit ayurvedischen und mediterranen Einflüssen serviert. Schon beim Betreten des kleinen Ladens im Souterrain der Eppendorfer Landstraße empfängt uns der Duft von exotischen Gewürzen und eine tiefenentspannte Atmosphäre. Uns liegt ein tiefes Ommmm auf der Zunge.

Bei einem frisch gepressten Saft des Hauses und einer Portion Pakora studieren wir die Karte. Das gebackene Gemüse kommt mit drei verschiedenen Dips auf den Tisch und ist die perfekte Einstimmung auf die Hauptgänge. Auf der einen Seite des Tisches landet dabei eines der Tagesgerichte: Der Thai-Wok (19,90 Euro) bringt schon allein durchs Aussehen auch den überzeugten Fleischliebhaber ins Schwärmen. Knackiges Gemüse und Tofu in einer samtweichen Currysoße werden von schwarzem Reis begleitet und umschmeicheln den Gaumen – Essen für Körper, Geist und Seele verspricht das Tassajara schließlich ja auch.

Das Gegenüber setzt auf Bewährtes und bestellt einen der Klassiker des Tassajara in der veganen Variante: Die Pilzwiese (13,90 Euro) kommt darum ohne Edelpilz-Käsesoße. Gebackene Kartoffeln liegen auf knackigem Salat und Gemüse und wurden mit frischen Champignons, Avocadocreme und Joghurt garniert. Die Gewürze sind fein und stimmig, alle Zutaten frisch, zucker- und fettfrei, und der Duft in der Nase verbreitet tiefes Wohlgefühl. So geht Essen mit Ommmm – ganz ohne Esoterik, dafür auf Gourmetniveau. Tipp: Eine Reservierung ist empfehlenswert, denn das Tassajara ist beliebt und jeden Abend voll.

Tassajara 
Eppendorfer Landstraße 4 (Eppendorf),Telefon 48 38 01,
Mo–Sa 11.30–23 Uhr 

 

 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Heimatküche: Das Lenz

Ausfahrt für Genießer: Das Lenz ist Testsieger in der Kategorie Heimatküche

 

Text: Andreas Daebeler 

Ab in den Norden. Dahin, wo Hamburg noch grün ist. Soll ja ziemlich gutes Essen geben im Lenz in Duvenstedt. Ist allerdings erst mal ein ziemlicher Ritt, mit jedem Kilometer im zähfüssigen Verkehr legen wir innerlich die Latte für die Küche höher. Als wir das klassisch, aber zugleich modern eingerichtete Restaurant betreten, ist außer unseren Plätzen nichts mehr frei. Den entspannten Wirt Lenz Leslie Himmelheber kann das nicht schocken. Er begrüßt uns persönlich und sehr herzlich. Ein Gastgeber alter Schule, wir starten prima gelaunt in den Abend.

Erst mal ein Glas Champagner von Alfred Gratien für vernünftige 12,50 Euro. Der Service ist sehr aufmerksam. Durch eine Glasscheibe können wir in die Küche linsen. Für kleine Gäste steht ein Tritt mit drei Stufen parat. Schöne Idee. Regional, saisonal und bodenständig wird im Lenz gekocht, so heißt es. Wir denken sofort an Landgasthäuser, an leckeren Sonntagsbraten. Und starten mit sehr gutem Ziegenkäse nebst Riesengarnelen und Pinienkern-Marinade (16,50 Euro). Auch das klassische Carpaccio mit Parmesan (16,50 Euro) lässt einen großen Abend erahnen.

Dazu trinken wir einen perfekt passenden Chenin Blanc aus Südafrika (0,1 l 3,90 Euro). Wer lieber eine ganze Flasche auf dem Tisch stehen hat, findet auf der Karte eine ordentliche Auswahl an deutschen und internationalen Klassikern zu fair kalkulierten Preisen. Als Hauptgang landet die Vierländer Bio-Ente (36,50 Euro pro Person) auf dem Tisch, wo sie auch gleich kunstfertig tranchiert wird. Der Vogel ist ein Gedicht. Knusprig, wo es sein muss. Ansonsten zart und kein bisschen fettig. Geht nicht besser.

Da treten wir doch gern dem Fanklub für bodenständige, deutsche Küche bei. Der zur Ente gereichte Grünkohl kommt von einem Feld ganz in der Nähe des Restaurants und hat noch eine gute Portion Entenfett gesehen, was den Genuss endgültig in Richtung preisverdächtig abbiegen lässt. Glücklich und satt lassen wir uns dank Leslies Überredungskunst doch noch zu einer köstlichen Crème brûlèe (11,50 Euro) verführen. Was für ein süßer Schlussakkord. Als wir das Lenz verlassen, ist klar: Duvenstedt hat ab sofort auf unserer kulinarischen Landkarte einen festen Platz. Dieser Abend war jeden Kilometer wert. Wir kommen wieder. Sehr bald.

Restaurant Lenz 
Poppenbütteler Chaussee 3 (Duvenstedt), Telefon 60 55 88 87,
Mo-Sa 12-15 und ab 17.30, So ab 12 Uhr 

 

 


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Bestes Restaurant in der Kategorie Szene: Das Klinker

Die Hipster-Köche von Harvestehude: Das Klinker ist Testsieger in der Kategorie Szene

 

Text: Johannes Strate 

Wo man einst zwischen Trekkingsandalen und Outdoor-Schlafsäcken vielleicht nach den richtigen Zeltstangen fürs Festivalwochenende gesucht hat, ist jetzt zum Glück ein cooles, neues Restaurant: das Klinker. Direkt neben dem Holi Kino haben sich ein paar junge, hippe Köche niedergelassen, deren Konzept so einfach ist wie effektiv: Sie übersetzen regionale und nachhaltige Küche in die Moderne. Wir werden am Empfang lässig begrüßt und zu unserem Tisch gebracht. Man sitzt im Klinker sehr dicht bei seinen Nachbarn, was wir am Anfang etwas merkwürdig finden, sich am Ende aber als sehr nett herausstellen wird.

Wir bestellen Gin Tonic und Moscow Mule. Beides kommt zügig und zügig wird es auch getrunken, da wirklich gut und ungewöhnlich. Im Klinker, so der Kellner, bestelle man mehrere mittelgroße Zwischengerichte zum Teilen für die Mitte. Wir entscheiden uns für Pulpo mit Kürbis, Staudensellerie & Senf (18 Euro), Rindertatar „Istanbul“ mit scharfer Paste und Joghurt (19 Euro) und Rosenkohl (12 Euro). Alle drei Gerichte sind richtig gut; gerade der eigentlich hausmütterliche Rosenkohl, der gerade Renaissance feiert, sticht hervor. Er ist in einer Honigmarinade kross angeröstet und schmeckt hervorragend. Dazu runden wir das Ganze mit einem Glas Rosé und einem Tempranillo ab und kommen langsam mit den Nachbarn ins Gespräch.

Quasi als zweiten Gang teilen wir uns das Grilled-Cheese-Sandwich (14 Euro), was für mich das Highlight des Abends darstellt. Absolut unorthodox mit hausgemachtem Walnussbrot, Meerrettich und Kimchi-Mayonnaise zubereitet, bin ich von diesem klassischen „White Trash“-Gericht hellauf begeistert. Danach muss der Milchreis „Klinker“ (9,50 Euro) ran, begleitet von einem Glas Dessertwein. Passt gut! Mittlerweile sind einige Kinogäste von nebenan herübergekommen, es ist eine sehr gut durchmischte, lustige Runde. Gute Leute zwischen 12 und 75, entspannte Stimmung. Von der Playlist läuft Radiohead, auch damit fangen sie mich ein. Leider nimmt das Klinker keine Reservierungen an – also rechtzeitig da sein oder Geduld mitbringen. Fazit: Ein wirklich spannendes Restaurant und eine Bereicherung für Hamburg.

Klinker 
Schlankreye 73 (Eimsbüttel), Telefon 35 70 14 35,
Mo-Fr 18-24 Uhr 

 


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