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Die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt

Viele zieht es in der Vorweihnachtszeit nach draußen, nicht weil es etwa schön ist oder des Public Viewing zur Wüsten-WM ruft, sondern weil das Treffen mit Freund:innen und Familie auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazugehört. Hier kommen zehn Märkte in und um Hamburg, die auch abseits der großen Klassiker einen Besuch wert sind

 

Adventsmesse Koppel 66

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Direkt bei Künstler:innen kaufen und Handwerk erleben, das geht am besten auf der Adventsmesse der Koppel 66 (©Michael Marczock)

Am 25. November ist es wieder so weit: Die Adventsmesse in der Koppel 66 öffnet wieder ihre Türen. An den vier Adventswochenenden präsentieren in diesem Jahr 55 Aussteller:innen jeweils freitags bis sonntags, von 11 bis 19 Uhr, ihre handgefertigten Taschen, Schmuck, Skulpturen, Leuchten, Schuhe, Textilwaren und vieles mehr. Auf drei Stockwerken und in den zwölf Ateliers der Koppel 66 finden die Besucher:innen Inspiration und vielleicht auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk. Zur Eröffnung am 26. November verleiht die Koppel um 15.30 Uhr ihren Förderpreis, mit dem besondere handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten der Gastaussteller:innen honoriert werden. 14 Tage später, am 10. Dezember, findet ab 12 Uhr eine Kunst-Design-Tombola statt, zu der ausgewählte Unikate der Aussteller:innen verlost werden. Und jeden Sonntagnachmittag begleitet Livemusik die Besucher:innen über die Messe. Der Eintritt kostet 3 Euro pro Person (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt)

🎄 Adventsmesse Koppel 66: An den vier Adventswochenenden, Freitag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 19 Uhr in der Koppel 66

 

Barmbeker Weihnachtsmarkt

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Ökologisch und voller schöner Schätze: der Öko-Weihnachtsmarkt am Museum der Arbeit (©Markt&Kultur)

Kleiner aber oho, so könnte man den Barmbeker Weihnachtsmarkt beschreiben. Der kleine Markt auf der Piazzetta-Ralph-Giordano unweit des U- und S-Bahnhof Barmbek ist ein echter Nachbarschaftstreff. Hier gibt es klassisch Glühwein und Bratwurst, aber auch der Spanferkelburger macht richtig satt. Dazu kommt allerlei Süßes von Crêpes über Mandeln bis zur klassischen Weihnachtsbäckerei. Wer nicht gerade einen Weihnachtsbaum shoppen geht, kann es sich in einer der beiden behaglichen Scheunen gemütlich machen – einer der kleinen klassischen Weihnachtsmärkte eben.
Ein besonderes Highlight im Stadtteil erwartet die Besucher:innen am ersten Adventswochenende: Gleich um die Ecke, vor dem Museum der Arbeit, ist vom 25. bis 27. November wieder Zeit für den ökologischen Weihnachtsmarkt. Hier gibt es ein großes Angebot an bestem Kunsthandwerk und leckerstem Bio-Essen. Wer nicht darauf warten will, kann ab jetzt bis Weihnachten immer von Freitag bis Sonntag (jeweils 16–21Uhr) Glühwein beim Kleinen Onkel des LüttLiv genießen.

🎄 Barmbeker Weihnachtsmarkt: Piazzetta-Ralph-Giordano, 17. November bis 30. Dezember, Mo–Sa 12–21 und So 12– 20 Uhr 
🎄 Ökologischer Weihnachtsmarkt
: Museum der Arbeit, 25. bis 27. November, Fr. 14–18, Sa 10–19 und So 19–18 Uhr

 

Bergedorfer Weihnachtsmarkt

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Der Bergedorfer Weihnachtsmarkt, das ist skandinavisches Winterfeeling pur (©Bergedorfer Weihnachsmarkt)

Bergedorf ist bei vielen Hamburger:innen völlig zu Unrecht nicht so richtig präsent, dabei hat der Stadtteil im Südosten eine wunderschöne Altstadt und bringt mit einem schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt nordisch, kuschliges Feeling in die kalte Adventszeit. Von der Fußgängerzone bis zum Schloss Bergedorf gibt es vom 21. November bis 30. Dezember Lagerfeuer, rote Holzhütten und viel Gemütlichkeit. Denn der Bergedorfer Weihnachtsmarkt verwandelt alles in ein skandinavisches Weihnachtsmärchen. Dabei geht es auch kulinarisch nordisch zu. So gibt es von Lussebulle (weiche Brötchen mit Safran) über Æbleskiver (kleine dänische Lebkuchenpfannkuchen) und Risalamande (dänischer Milchreis mit Mandel) bis hin zu Köttbullar und norwegischem Flammlachs nahezu alles, was das Herz begehrt. Und wer ein bisschen genauer hinschaut, entdeckt versteckt im Tannenwald die Villa Kunterbunt, hier können Kinder basteln, backen und spielen.

🎄 Bergedorfer Weihnachtsmarkt: Von der Alten Holstenstraße bis zum Bergedorfer Schloss, vom 21. November bis 30. Dezember täglich 11–21 Uhr

 

Fleetinselweihnachtsmarkt

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Glühwein zwischen Elbe und Alster, das ist der Fleetinselweihnachtsmarkt (©Fleetinselweihnachtsmarkt)

Viele kennen die Fleetsinsel an der Stadthausbrücke vorm Biertrinken im Rheinischen Hafen oder weil sie mal im Steigenberger Hotel abgestiegen sind. Doch nicht nur zu Weihnachtszeit ist dieser Platz zwischen Alster und Elbe einer der schönsten der Stadt. Vom 21. November bis kurz vor Silvester ist hier der Fleetweihnachtsmarkt zu Hause. Die perfekte Alternative für alle diejenigen, denen die Weihnachtsmärkte am Rathaus oder Jungfernstieg zu trubelig sind. Neben Klassikern wie Glühwein gibt es auf der Fleetinsel auch zwei Segel-Oldtimer aus dem Museumshafen Oevelgönne, die im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen. Während die Erwachsenen den Anblick der Segler bei einem Becher Glühwein genießen, kommen die Kinder bei einer Fahrt mit dem Kinderkarussell auf ihre Kosten.

🎄 Fleetinselweihnachtsmarkt: Fleetinsel an der Stadthausbrücke, 21. November bis 30. Dezember, Mo–Do 12–21, Fr–Sa 12–22 und So 12–21 Uhr

 

Harburger Weihnachtsmarkt

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Punsch in historisch-malerische Kulisse auf dem Harburger Weihnachtsmarkt (©WAGS Hamburg Events GmbH)

Auch Harburg hat zu Weihnachten eine historisch-malerische Kulisse zu bieten. Direkt vor dem 1892 erbauten Harburger Rathaus gibt es rund um die große Weihnachtstanne einen der größten Weihnachtsmärkte im Süden der Stadt. Hier duftet es nach Punsch, Schmlazgebäck und gebrannten Mandeln. Dazu gibt es täglich ein kleines Konzert, wenn der Sound der Turmbläser allabendlich über Markt schallt. Für die Kleinsten wird er Märchenhaft, wenn am 6. Dezember der Nikolaus vorbeischaut und die „Harburger Märchentanten“ die Kinder mit ihren Geschichten begeistern. Dazu gibt es natürlich auch allerlei Aktionen und verschiedenste Kunsthandwerker:innen und Vereine präsentieren sich auf dem Markt.

🎄 Harburger Weihnachtsmarkt: Auf dem Rathausplatz, 17. November bis 29. Dezember, Mo–Sa 11–21.30 und So 13–21.30 Uhr (Totensonntag 17 bis 21.30 Uhr & am 24./25.12. geschlossen)

 

Niendorfer Weihnachtsmarkt

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Hyggeligkeit am Tibarg: der Niendorfer Weihnachtsmarkt (©unsplash/Roman Kraft)

Wem Bergedorf zu weit ist, der findet in diesem Jahr auch wieder am Tibarg viel Hyggeligkeit. Die zur Weihnachtszeit von roten Holzhütten und skandinavischen Riesen-Tipis gesäumte Fußgängerzone am U-Bahnhof Niendorf-Markt lädt mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten zum Verweilen ein: Es gibt Deftiges, wie Germknödel, herzhafte Buchweizen Crêpes und leckere Bratwurst vom Schwenkgrill. Für die Süßen gibt es Schmalzkuchen, Nüsse und gebrannten Mandeln. Neu im Angebot sind 2022 die Dinkel-Pfannkuchen von „Goldmädchen“. Auch für die Kleinen ist am Tibarg so einiges geboten. Das Highlight ist dabei schon traditionell das nostalgische Kinderkarussell. Doch auch im neuen Wichtelwald gibt es einiges zu entdecken. Weihnachtsgeschenken stöbern können.

🎄 Niendorfer Weihnachtsmarkt: Am Tibarg, 23. November bis 24. Dezember, immer Mo–So 11–21 Uhr

 

Santa Pauli

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Geil, lecker und erotisch, das ist Santa Pauli (©Marius Röer)

St. Pauli ist anders und deswegen ist es auch nur logisch, dass es hier keinen der üblichen Weihnachtsmärkte gibt. Auf Santa Pauli, „Hamburgs geilstem Weihnachtsmarkt“, gibt es nicht nur ein StripZelt und Pornokaraoke. Hier wird auch Süßes mit Namen wie „Rotlicht-Ferkelei“ verkauft, es gibt anzüglichen Naschkram und wer will, kann auch das ein oder andere Spielzeug fürs Schlafzimmer erwerben. Das Highlight ist dabei aber die Atmosphäre selbst: Zwischen Stage Operettenhaus und Davidwache ist der Spielbudenplatz mit Holzspänen ausgelegt, was für warme Füße sorgt und die wohl beste Feuerzangenbowle der Stadt wärmt von innen. Besonders kuschelig wird es Jahr für Jahr auf dem Winterdeck auf der Bühne vorm Operettenhaus. Hier gibt es Glühwein und die traditionellen Apfelpunschsorten „Bordsteinschwalbe“ und „Nussknacker“.

🎄 Santa Pauli: Auf dem Spielbudenplatz, 14. November bis 23. Dezember, Mo–Mi 16–23, Do 16–24, Fr–Sa 13–1 und So 13–23 Uhr

 

Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche

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Gemütlich und einfach schön: der Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche (©Arne Buchholz & Stephan Bohn)

1894 erbaut, ist die Apostelkriche einer der Fixpunkte für die Menschen in Eimsbüttel. Nicht verwunderlich also, dass man hier zur Weihnachtszeit auch einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt finden kann. Hell erleuchtet strahlt die Kirche Abend für Abend im Viertel und lädt täglich ab der Mittagszeit auf seinen kleinen Markt. Hier gibt es neben allerlei Kunsthandwerk auch Musik, Lesungen und natürlich viel zu Essen und zu Trinken. Darunter die Klassiker wie Glühwein und Bratwurst, aber auch Flammkuchen, Waffeln, vegane Spezialitäten, gebrannte Mandeln, Schmalzgebäck und süßen, heißen Punsch. Für die Kinder ist dabei natürlich auch gesorgt.

🎄 Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche: 17. November bis 22. Dezember, Mo–Mi 14.30–21, Do–Fr 14.30–22, Sa. 12–22 und So 12–22 Uhr

 

Winter Pride

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Anders und gerade deswegen the place to be: der Winter Pride (©Ahoi-Events)

Weihnachtsmärkte sind bunt und weit mehr als nur Last Christmas! Wer das nicht glaubt, kann sich bei der Winter Pride auf St. Georg überzeugen lassen. Neben einer bunten Glitzerdeko gibt es hier nicht die übliche Weihnachtsmusik, auf der Winter Pride sorgen jeden Freitag- und Samstagabend DJs für beste Weihnachtsstimmung. Dabei präsentieren sich hier viele Vereine und Gruppen aus der lesbisch-schwulen Community. Diese stehen von Montag bis Donnerstag auch für Gespräche bereit. Die größte Besonderheit bei der Winter Pride sind sicherlich die Miethütten. Drei Hütten warten täglich auf den Einzug kleiner und großer Gruppen zwischen 10 und 40 Personen. In diesem Sinne: Cheers!

🎄 Winter Pride: Lange Reihe/Ecke Kirchenallee, 21. November bis 20. Dezember, Mo–Do 12–22, Fr–Sa 12–24 und So 12–22 Uhr

 

Raus aus der Stadt: Weihnachten in Lüneburg

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Authentisch und ein echter Klassiker: der Historische Christmarkt in Lüneburg (©Mathias Schneide)

Auch südlich von Hamburg weihnachtet es. Besonders lohnt sich ein vorweihnachtlicher Ausflug nach Lüneburg. Einer der schönsten Weihnachtsmärkte Norddeutschlands wartet am Lüneburger Rathaus auf die Besucher:innen. In stimmungsvoll-winterlicher Atmosphäre gibt es allerlei Kunsthandwerk, duftende Lebkuchen und leckeren Glühwein. Natürlich dürfen auch Karussells und der Weihnachtsmann nicht fehlen. Ein besonderes Highlight sind die täglichen Weihnachtslieder, die vom Trompeter vom Turm des Alten Rathauses den Platz erfüllen.
Aber Weihnachten in Lüneburg wäre nichts ohne die reiche Historie der Stadt. So lädt der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt e.V. auch 2022 am 3. und 4. Dezember wieder zum Historischen Christmarkt rund um die alte St. Michaeliskirche. 200 Mitwirkende in historischen Gewändern entführen die Besucher:innen in das Lüneburg des 16. Jahrhunderts. Fern ab von Lichterflut, Lärm und Kommerz gibt es hier Esskastanien, Schmalzbrot und Renaissance-Bratwurst.

🎄 Lüneburger Weihnachtsmarkt: rund ums Lüneburger Rathaus, 23. November bis 31. Dezember, Mo-Sa 10–20 und sonntags ab 11 Uhr
🎄 Historischer Christmarkt Lüneburg: St. Michaeliskirche zu Lüneburg, 3. Dezember von 12 bis 19 Uhr und 4. Dezember von 11 bis 17 Uhr

 

🎄🎄 PS: Noch mehr Weihnachtsmarkt-Tipps, gibt’s bei unseren Kolleg:innen vom Genuss-Guide Hamburg! 🎄🎄


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#seeforfree 2022: Freier Eintritt in über 30 Museen

Bei #seeforfree gibt es auch in diesem Jahr am Reformationstag freien Eintritt in über 30 Hamburger Museen

Text: Felix Willeke

 

Auch am 31. Oktober 2022 heißt es in Hamburg wieder #seeforfree. Zum diesjährigen Reformationstag gibt wieder es freien Eintritt in über 30 Hamburger Museen, damit sind es 2022 so viele wie nie zuvor. „Alle sind eingeladen, Kunst und Kultur zu entdecken und bei Führungen in verschiedenen Sprachen, Mitmachangeboten für Kinder oder Lesungen tiefer in Hamburgs vielfältige Museumslandschaft einzutauchen. So machen wir den Tag der Reformation in Hamburg zu einem echten Tag der Auseinandersetzung mit unserer Welt“, sagt Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.

Klassiker und viel Neues

Bei #seeforfree sind 2022 natürlich die großen und etablierten Häuser wie die Hamburger Kunsthalle, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Museum für Hamburgische Geschichte und das Museum für Kunst und Gewerbe. mit dabei. Dazu bietet der Aktionstag 2022 aber auch viel Neues. Darunter unter anderem das Universitätsmuseum, dass die bewegte Vergangenheit der Hamburger Universität erzählt. Ebenso neu dabei ist das vor—gänge. museum für alternative stadt, dass eine Ausstellung zur historischen Hamburger Innenstadt und zum aktuellen sozio-kulturellen Projekt Gängeviertel zeigt. Und in diesem Jahr wohl einmalig mit dabei ist die Artstadt, die Kreative Zwischennutzung des ehemaligen Karstadt Sport Gebäudes am Hamburger Hauptbahnhof.

Ein vielfältiges Begleitprogramm

Bei #seeforfree kommen die Besucher:innen nicht nur bei freiem Eintritt in die Museen, die Häuser bieten auch eine Reihe spezieller Führungen an. So gibt es im Altonaer Museum und im Museum für Bergedorf und die Vierlande Führungen auf Ukrainisch und Russisch. Das Museum der Arbeit bietet neben englischen auch französische und spanische Highlight-Führungen. Dazu kommen reguläre Führungen, Rundgänge auf Plattdeutsch, für blinde und seheingeschränkte Menschen sowie Angebote in Gebärdensprache.

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Mining Photography zeigt im Museum für Kunst und Gewerbe den ökologische Fußabdruck der Bildproduktion – zu sehen bei freiem Eintritt im Rahmen von #seeforfree (©Museum für Kunst und Gewerbe)

Diese Museen sind 2022 bei #seeforfree mit dabei:


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Kunst in Hamburg: Juni 2022

Ob Ausstellungen, Gallerien oder das klassische Museum: Hamburg steckt voller Kunst. Hier kommen fünf Ausstellungen, Museen und Festivals, die sich im Juni 2022 besonders lohnen

Text: Katharina Stertzenbach & Felix Willeke

Museum für Hamburgische Geschichte – Stadtgeschichte pur

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Museum für Hamburgische Geschichte: Ein Haus voller Stadtgeschichte (Foto: Sinje Hasheider)

Das Museum für Hamburgische Geschichte zählt zu den größten stadthistorischen Museen Europas. Nicht nur Tourist:innen können hier viel Neues über Hamburgs Geschichte erfahren.

Das Ausstellungsangebot dabei umfangreich wie vielfältig: Bei einem konstruierten Rundgang kann man die Stadtgeschichte erkunden und es gibt Einblicke in historische Wohnräume. Außerdem ist Hamburg ist eine Stadt der Kreativen, Künstler, Musiker und Schauspieler, das beweist die Ausstellung „Mode, Musik, Kunst und Theater“.

Während das Museum vol ist mit historischen Exponaten, ist auch das Gebäude selbst ein Denkmal der Hamburger Geschichte. Der Architekt Fritz Schumacher ließ es von 1914 bis 1922 erbauen. Damit gehört es neben der Davidwache, dem Wasserturm im Stadtpark, der heute das Planetarium beheimatet, zu den bekanntesten Bauten des Architekten und Stadtplaners.

Außerdem entstand ein des Museums an der Stelle der ehemaligen Bastion Henricus, daran erinnert heute noch der Name der heutigen Museumsgastronomie „Die Bastion“. Ab 2014 wird das Haus umfassend renoviert, ein Besuch lohnt sich trotzdem immer. Zum Beispiel für die Ausstellung „Mittel.Macht.Geld“, die das Museum gemeinsam mit der mexikanischdeutschen Kuratorin Yolanda Gutierrez und dem ruandischen Fotografen Chris Schwagga im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022 vom 20. Mai bis 15. August präsentiert.

Streik! – Fotogeschichten von Arbeitskämpfen

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Streik auf dem Hamburger Rathausmarkt 1983 (Foto: Michael Meyborg)

Vom 21. Mai bis zum 3. Oktober 2022 kann die Fotogeschichte der Streiks im Museum der Arbeit erkundet werden. Basis der Ausstellung sind Streiks, die mit den jeweiligen Strukturkrisen der führenden regionalen Branchen verbunden sind: das Zechensterben in den 1960er-Jahren und die Stahlkrise ab den 1980er-Jahren im Ruhrgebiet (Besetzung Rheinhausen), wie auch die Werftenkrise in Hamburg („HDW-Besetzung“). In der Ausstellung wird vor allem der mediale Umgang und die öffentliche Wahrnehmung von Arbeiterstreiks betrachtet.

Außerdem werden die weniger bekannten „wilden Streiks“ der sogenannten Gastarbeiter ab 1969 beleuchtet. Schließlich gibt die Ausstellung auch einen Überblick über die internationale Streikgeschichte, wie zum Beispiel mit dem Streik bei Ford im Jahr 1973.

Behind the Scenes: Fotografien von Christoph Irrgang, Dennis Brudna und Anna Gripp

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Ein Blick hinter die Kulissen (Foto: Christoph Irrgang)

Vom 20. Mai bis 14. August 2022 kann in „Behind the Scenes“ im Phoxxi an den Deichtorhallen im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg ein Blick hinter den Umzug der F.C. Gundlach Sammlung geworfen werden. Denn dieser steht im Fokus von Kuratorin Sabine Schnakenberg. Anlass des Standortwechsels ist die Sanierung des Gebäudes. Der Hamburger Fotograf Christoph Irrgang begreift den Umzug der Sammlung F.C. Gundlach als künstlerische Herausforderung, die er fotografisch dokumentiert. Anhand begrifflicher Gegensätze wie hell/dunkel oder innen/außen hält er in seinen Werken besondere Details der Sammlung und des Umzugs fest.

Ergänzt wird Irrgangs analytische-fotografische Arbeit von der Hamburger Fotofachzeitschrift „Photonews Zeitung für Fotografie“. Die „Photonews“-Redakteur:innen Anna Gripp und Denis Brudna haben die Paris Photo, die weltweit größte Messe für Fotografie, mit ihren Kameras begleitet. Natürlich nicht ohne Grund: Die Paris Photo war für F.C. Gundlach von größter Bedeutung, weil er dort Networking mit wichtigen Persönlichkeiten der Fotobranche betrieb und schließlich dort auch fotografische Kunst kaufte.

blurred edges Festival – ein Kaleidoskop

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Die experimentelle Performance „DARK WEB“ von Frauke Aulbert und Michiko Saiki eröffnet am 3. Juni 2022 im Künstlerhaus FAKTOR das blurred edges Festival (Foto: Gerhard Kühne)

Mehr als zwei Wochen lang Kunst, Konzerte, Performances, Musiktheater, Lectures, Multimedia Performances und Klanginstallationen, dass ist das blurred edges Festival. Mit 55 Veranstaltungen in 17 Tagen und an 32 Orten in Hamburg ist das Festival ein Kaleidoskop aus Komposition, freier und Konzept-Improvisation, Klanginstallationen und Performances. Egal ob monomedial oder multimedial, solo oder in größeren Ensembles: Hier kommt die Vielfalt der freien Musikszene Hamburgs zusammen. Den Auftakt macht am 3. Juni das Duo aus Frauke Aulbert und Michiko Saiki mit ihrer Performance „DARK WEB“.

8. Triennale der Fotografie – Fotokunst

Fotografie als Währung: 8. Triennale der Photographie ©unsplash

Seit dem 20. Mai 2022 läuft mit der 8. Triennale der Fotografie die größte Fotoschau der Stadt mit 20 Ausstellungen und dem Thema „Currency“. Nach der Festivalwoche vom 2. bis 6. Juni, gibt es noch bis zum 18. September Ausstellungen im Rahmen der Triennale. Darunter die bereits erwähnten im Phoxxi an den Deichtorhallen und im Museum für Hamburgische Geschichte. Dazu kommen Ausstellungen wie „Fluid“ in der kulturreich Galerie. Diese zeigt noch bis zum 6. Juni 2022 junge fotografische Positionen zu Gender Expressionm. Unter anderem mit dabei: die Hamburger Fotografin Leonie Marie Hübner.

SZENE HAMBURG hat zudem im Vorfeld der 8. Triennale der Fotografie mit der neuen künstlerischen Leiterin Koyo Kouoh über die Triennale-Vorbereitung in Zeiten der Pandemie, über Machtstrukturen und die Wirkkraft der Bilder gesprochen.


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Top 10: Events über Ostern in Hamburg

Ostern 2022 findet nicht mehr im kleinsten Kreis und mit nächtlicher Ausgangssperre statt, deswegen gibt es auch wieder mehr zu Erleben. Die besten Events in Hamburg gibt’s hier:

Freitag, 15.04. | Theater | Don Carlos | Ernst Deutsch Theater

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Sebastian Eggers als Don Carlos (mitte) und Hannes Hellmann als König Philipp II. (rechts) am Ernst Deutsch Theater (Foto: Oliver Fantitsch)

Drei Stunden spanischer Hof, das ist Don Carlos im Ernst Deutsch Theater. Regisseurin Mona Kraushaar bringt Schillers Klassiker auf die Bühne. Während Sebastian Egger als Kronprinz Don Carlos mit dem Liebeskummer ringt, spielt Hannes Hellmann einen König zwischen verletztem männlichen Ego und der Macht des Einzelnen. Im Stück wird dabei nicht weniger als die Zukunft Europas verhandelt. Durch die aktuellen Ereignisse hat dieses Thema nur noch mehr an Relevanz gewonnen. Noch bis zum 16. April ist die Inszenierung an der Mundsburg zu sehen.

Don Carlos im Ernst Deutsch Theater
15. & 16. April 2022, jeweils 19:30 Uhr

Freitag, 15.04. | Nachtleben | Friday I’m in love | Molotow

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Molotow: Getanzt wird immer (Foto: Erik Brandt-Höge)

Tanzverbot an Karfreitag? Gibt‘s auf‘m Kiez nicht! Deswegen lädt das Molotow ab 23 Uhr auch zu einem „Feuerwerk aus 60 Jahren Rock’n’Roll und Pop“. Bei Friday I’m in love legen die DJ‘s Axelmania und Jet Boy alles auf, was das Tänzer:innenherz begehrt. Der Eintritt kostet 5 Euro für alle Floors und das Ganze ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Friday I’m in love
15. April 2022, 23 Uhr

Samstag, 16.04. | Musik | Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull | Birdland

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Steht bei Dan Goothall’s – Artful Earful mit auf der Bühne: Die Hamburgerin Sandra Hempel (Foto: Natascha Protze)

Altehrwürdig und ein Klassiker, das ist das Birdland in Hamburg. Seit 1985 gibt es im Kellerclub in der Gärtnerstraße besten Jazz, so auch am Ostersamstag. Bei „Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull“ geben sich fünf außergewöhliche Künstler:innen die Ehre. Neben dem Posaunisten Dan Gottshall sind unter anderem die Hamburger Gitarristin Sandra Hempel und der Kieler Pianist Buggy Braune mit von der Partie. Das Konzert ist eine 2G-Plus-Veranstaltung und kostet 19,90 Euro.

Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull
16. April 2022, Einlass 19 Uhr und Beginn 20:30 Uhr

Samstag, 16.04. | Sonstiges | Osterfeuer | Ganz Hamburg

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2022: Die Osterfeuer sind zurück in Hamburg (Foto: pixabay/floerio)

Egal ob im eigene garten, bei Freunden oder am Elbstrand: Das Osterfeuer gehört zu Ostern wie das Eiersuchen. Dieses Jahr ist es auch wieder möglich, denn die Kontaktbeschränkungen wie 2021 gibt es nicht mehr. Neben den traditionsreichen Feuern in Blankenese gibt es noch viele weiter öffentliche, zum Beispiel im Strandbad Farmsen oder an der Kreuzkirche in Stellingen.

Osterfeuer in Hamburg
16. April 2022, diverse Orte, Beginn meistens zum Sonneruntergang

Samstag, 16.04. | Nachtleben | Hip-Hop | Chief Brody

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Im Chief Brody gibt‘s zu Ostern was zum Tanzen (Foto: unsplash / Sam)

Auch im Kellerclub auf der Schanze darf zu Ostern natürlich getanzt werden. Im Fokus: Richtig guter Hip-Hop. Während sich Karfreitag Ticklish & Buzz-T die Ehre geben, gibt es am Ostersamstag von Dipped in Colors & Draft X was auf die Ohren. Los geht‘s um 23 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro und das Ganze ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Dipped in Colors & Draft X im Chief Brody
16. April 2022, jeweils 23 Uhr

Sonntag, 17.04. | Sonstiges | Street Food Festival | Landhaus Walter

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Es geht auch mexikanisch beim Street Food Festival am Landhaus Walter (Foto: unsplash)

Ostern kann man fein dinieren, brunchen oder einfach mal neues Ausprobieren. Viel Neues gibt es beim Street Food Festival am Landhaus Walter unter dem Motto „New Yorker Food Klassiker“. Von Süßem über mexikanische Leckerbissen bis zum klassischen Hot Dog ist für jede:n etwas dabei. Der Eintritt kostet 5 Euro, alle unter 12 Jahren kommen gratis rein.

Street Food Festival
17. April 2022, 11:30 bis 18:30 Uhr

Sonntag, 17.04. | Sonstiges | U96 mit Claude-Oliver Rudolph | Planetarium

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Führt als Nautilus durch die Jules Verne Experience: Claude Oliver-Rudolph (Foto: The Jules Verne Experience)

Jules Vernes Science-Fiction-Romane haben Millionen fasziniert. 150 Jahre nach der Erstausgabe von „20.000 Meilen unter dem Meer“ haben die Elektronik-Band U96 daraus ein bild- und klanggewaltiges Unterwasser-Erlebnis geschaffen. Schauspieler Claude-Oliver Rudolph entführt das Publikum als Kapitän Nemo an Bord der Nautilus in eine fantastische Unterwasserwelt – eine 360-Grad-Tauchfahrt in nie gehörte und nie gesehene phantastische Welten. Das 60-minütige Erlebnis kostet 14 Euro und ist für Menschen ab 10 Jahren empfohlen.

U96 mit Claude-Oliver Rudolph – 20.000 Meilen unter dem Meer
17. April 2022, 17:30 Uhr & weitere Termine

Sonntag, 17.04. | Nachtleben | Soul Allnighter | Mojo Club

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Ein Klassiker kehrt zurück: Der Soul Allnighter (Foto: unsplash/Vishnu R Nair)

Corona ist gefühlt schon fast vorbei. Höchste Zeit, das Nüske & Berge aus der Corona-Pause zurückkehren. Beim mittlerweile traditionellen und fast schon legendären Soul Allnighter legen die beiden wieder so lange auf, bis alle tanzen und jede Sohle qualmt. Am 17. April ab 22 Uhr darf also wieder bester Soul genossen werden, für 10 Euro Eintritt und natürlich unter 2G-Plus-Bedingungen.

Soul Allnighter
17. April 2022, 22 Uhr

Montag, 18.04. | Sonstiges | Kulturflohmarkt | Museum der Arbeit

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Flohmarkt geht immer (Foto: pixabay)

Feiertag, Zeit zum Stöbern, Feilschen und Entdecken. Am besten geht das auf einem der vielen Flohmärkte der Stadt. Ein guter alter Bekannter ist dabei der Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit. Am Ostermontag ist Start für die Saison 2022. Bei hoffentlich bestem Wetter lässt es sich auf dem Gelände nach Lust und und Laune verweilen, schlendern und echte Schätze entdecken.

Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit
18. April 2022, 9 bis 16 Uhr

Montag, 18.04. | Musik | Soulounge | Fabrik

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Soulounge in der Fabrik: Ein Live-Erlebnis für die Seele (Foto: Marcus May)

Wie kommt man am besten raus aus dem Osterwochenende? Mit Musik für die Seele! Genau das gibt es am Ostermontag in der Fabrik. Hier feiern Soulounge ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Alle, die die Band schonmal erlebt haben wissen, Soulounge ist ein ganz besonderes Live-Erlebnis – auch nach 20 Jahren. Einlass für das Konzert in der Fabrik ist um 19 Uhr, Konzertbeginn um 20 Uhr und die Tickets kosten 19 Euro im Vorverkauf. Auch dieses Konzert ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Soulounge in der Fabrik
18. April 2022, 20 Uhr


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Museum der Arbeit: Von der Vielfalt des Konflikts

Kaum etwas in dieser Welt ist so omnipräsent wie Konflikte. Ob auf persönlicher, beruflicher oder politischer Ebene – sie finden überall statt. Das Museum der Arbeit widmet dem Thema nun eine Ausstellung

Text: Rosa Krohn

 

„Ein Konflikt ist eine von mindestens einer Seite als emotional belastend und/oder sachlich inakzeptabel empfundene Interaktion, die durch eine Unvereinbarkeit der Verhaltensweisen der Interessen und Ziele sowie der Annahmen und Haltungen der Beteiligten gekennzeichnet ist.“, so eine Definition aus der aktuellen Ausstellung „Konflikte“ im Museum der Arbeit. Seit dem 3. November 2021 setzt sich die Ausstellung mit diversen Fragen rund um dieses Thema auseinander: Wann entsteht ein Konflikt? Wann lohnt es sich, Stellung zu beziehen und wann, nach Kompromissen zu suchen? Wie lassen sich unnötige Konflikte vermeiden und verhärtete Fronten aufweichen? „Konflikte“ ist eine multimediale Ausstellung mit kreativ aufbereiteten Informationen, Geschichten, Installationen und Raumbildern. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Ausstellung beim Blick auf historische und aktuelle Konflikte speziell in Hamburg: Sei es der Streit um Wohnraum, die Auseinandersetzungen rund um den G-20- Gipfel oder die Fridays-For-Future-Demonstrationen.

 

Allgegenwärtigkeit von Konflikten

 

Demonstration gegen die Internationale Bau Ausstellung und Internationale Gartenschau in Hamburg 2013 (Foto: Daniel Nide)

Demonstration gegen die Internationale Bau Ausstellung und Internationale Gartenschau in Hamburg 2013 (Foto: Daniel Nide)

Konflikte sind ebenso häufig wie vielfältig. Sie sind der ständige Begleiter menschlicher Kommunikation und mal mehr und mal weniger zielführend wie konstruktiv. Auf persönlicher Ebene beeinflussen sie das Liebes- und Familienleben und somit unser Glück. Im Berufsleben bestimmen sie unseren Arbeitsalltag und unsere Karrieren. In politischen Fragen ist der Konflikt maßgeblich: Er führt zu konstruktiven Auseinandersetzungen, kann jedoch ebenso in Kriegen oder internationalen Krisen münden. Die heutige Zeit scheint zudem besonders konfliktreich zu sein: Politischer Extremismus, Shitstorms, Filterblasen und der voranschreitende Klimawandel sind Themen, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht. Durch das Internet und den ständigen Austausch in sozialen Medien können heute sämtliche Konflikte öffentlich ausgetragen werden. Hier setzt die Ausstellung an: Besucher sollen informiert, sensibilisiert und im Idealfall dazu angeregt werden, sich am gesellschaftlichen Geschehen und Diskurs zu beteiligen.

„Konflikte“ im Museum der Arbeit, 3. November 2021 bis 8. Mai 2022; museum-der-arbeit.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2021. Das Magazin ist seit dem 28. Oktober 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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#seeforfree: Kunst und Kultur kostenlos erleben

Mit dem Reformationstag am 31. Oktober hat Hamburg seit 2018 einen zusätzlichen Feiertag. Mittlerweile ist es gute Tradition, dass an diesem Tag die Hamburger Museen mit freiem Eintritt locken, so auch 2021

Text: Felix Willeke

 

Das Altonaer Museum, das Archäologisches Museum, die Deichtorhallen Hamburg, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, das Museum der Arbeit, … Diese Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen. Insgesamt 31 Museen sind bei „#seeforfree“ 2021 dabei und geben bei freiem Eintritt Zugang zu Kunst und Kultur. Mit dabei sind Highlights wie die aktuelle Ausstellung des MARKK „Hey Hamburg, kennst Du Duala Manga Bell?“ oder die Ausstellung des Dänen Adam Christensen im Harburger Bahnhof.

 

Corona-Maßnahmen

 

Fiel der Tag im letzten Jahr Corona-bedingt noch aus, nimmt die Pandemie in diesem Jahr nur noch wenig Einfluss auf #seeforfree. 2021 gibt es in 27 der 31 Museen freien Eintritt nach dem 2G-Modell. Das heißt, nur Geimpfte und Genesene kommen in die Museen (Ausnahme: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren). Damit fallen in diesen Häusern auch Einschränkungen wie Maskenpflicht oder Abstandsgebote weg. In drei der vier Museen mit Einlass nach 3G müssen vorher Zeitslots für den Einlass gebucht werden.

#seeforfree: 31. Oktober 2021, ab 10 Uhr


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