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Wohnungsbau in Hamburg: „Jedes Jahr eine neue Kleinstadt“

Die steigenden Mietpreise sind – neben Covid-19 und dem Klimawandel – das brennende Thema der Stadt. Wir sprachen mit der Stadtsoziologin Prof. Dr. Ingrid Breckner über die bisherige Entwicklung, Erfolge und Misserfolge und die Schwierigkeit, Bauen und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bekommen

Interview: Marco Arellano Gomes

 

 

SZENE HAMBURG: Frau Prof. Dr. Ingrid Breckner, wann haben Sie zuletzt in Hamburg eine Wohnung gesucht?

Prof. Dr. Ingrid Breckner: Das ist schon lange her. Das war, als ich nach Hamburg zog, also im Jahr 1995.

Da sahen die Preise fürs Wohnen wahrscheinlich anders aus, oder?

Ja, aber es war schon damals nicht einfach, eine Wohnung zu finden. Der Wohnungsmarkt war angespannt. Ich bin dann durch Freunde und Zufall an meine erste Hamburger Wohnung gekommen.

Die Miet- und Kaufpreise steigen in Hamburg seit Jahren. Von 1999 bis 2019 sind die durchschnittlichen Nettokaltmieten von 5,70 Euro/m² auf 8,66 Euro/m² gestiegen. Bei Neuvermietungen sind es 13,40 Euro/m². Ist Wohnen ein Luxusgut geworden?Lukas, Gratulation zu zwei Silbernägeln und einem Bronzenagel. Mit welcher Idee hast du abgeräumt?

Es gibt im Bereich der mittleren Einkommen viele Menschen, die die gestiegenen Wohnkosten in der Stadt nicht mehr bezahlen können oder bei denen die Mietbelastung 40 bis 50 Prozent des Einkommens ausmacht. Eigentlich gelten 30 Prozent des Einkommens als verträgliche Mietbelastung.

Warum ist das Wohnen in den Städten so teuer geworden?

Das hat mehrere Ursachen. Ein zentraler Punkt ist die Verknappung des Bodens und die damit einhergehenden Steigerungen der Bodenpreise. Die machen einen hohen Anteil der Kosten beim Wohnungsbau aus. Ein weiterer Grund ist, dass Investitionen in Immobilien spätestens seit der Finanzkrise als lukrativ angesehen werden, um Vermögenswerte aufzubauen. Ein dritter Grund für die Anspannung im preisgünstigeren Segment ist der Rückgang des Anteils von Sozialwohnungen, infolge geringen Neubaus und auslaufender Belegungsbindungen binnen 15 bis 30 Jahren. Hamburg hatte mal 40 Prozent Sozialwohnungen. Heute sind wir bei knapp über zehn Prozent. Dabei ist ein großer Prozentsatz der städtischen Bevölkerung darauf angewiesen.

Wie viele Menschen betrifft das in Hamburg?

In Hamburg haben etwa 50 Prozent der Einwohner einen Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Ist das für eine wohlhabende Stadt nicht ein Armutszeugnis?

Die Entwicklungen der Löhne und Wohnkosten laufen seit Jahren auseinander. Dadurch rutschen viele in die Kategorie hinein, in der man einen Wohnberechtigungsschein bekommen kann.

 

Politische Maßnahmen

 

Über das „Bündnis für das Wohnen“ ist es in Hamburg zumindest gelungen, knapp 10.000 Baugenehmigungen pro Jahr zu erteilen. Ein zentrales Element hierbei ist der sogenannte Drittelmix. Reicht das, um die Entwicklung zu korrigieren?

Das dürfte wahrscheinlich nicht reichen. In einzelnen Projekten wird der Drittelmix daher auch nicht mehr angestrebt, sondern ein Halbmix von bis zu 50 Prozent.

Ist das „Bündnis für das Wohnen“ ein Erfolg?

Es ist eine Strategie, die das Bundesland Hamburg mit privaten Bauherren, Genossenschaften und Mietervereinen verfolgt, um die ehrgeizigen Ziele im Wohnungsneubau zu erreichen. Die Stadt alleine würde es sicher nicht schaffen, weil sie dann eigene Wohnungsunternehmen aufbauen müsste, die sie überhaupt nicht hat. Insofern ist die Stadt darauf angewiesen, Kompromisse auszuhandeln.

Tatsächlich wurden seit dem Jahr 2011 etwas mehr als die Hälfte der genehmigten Wohneinheiten fertiggestellt. Ist das Bündnis eine Mogelpackung?

Das mag auf dem ersten Blick so aussehen, aber die baurechtliche Feststellung und Genehmigung ist nur ein Aspekt beim Wohnungsbau, ein anderer ist der Bau selbst. Der hängt von vielen weiteren Faktoren ab. In der jüngeren Vergangenheit waren das Lieferengpässe durch Corona, Holzknappheit sowie gestiegene Bodenpreise. Da kann es passieren, dass ein Bauherr sagt: „Ich warte noch ein bisschen, bis sich die Situation beruhigt, um nicht teurer bauen und entsprechend mehr Miete verlangen zu müssen.“

Was kann Hamburg noch tun, um der Mietpreisentwicklung entgegenzuwirken?

Es gibt die Möglichkeit des Vorkaufsrechts. Dieses können Städte vor allem in sozialen Erhaltungsgebieten wahrnehmen, in Hamburg gibt es 16 davon. Das Problem mit dem Vorkaufsrecht ist bloß, dass die Städte nicht genug Geld haben, um dieses in großem Maßstab wahrzunehmen. Und es stellt sich die Frage, ob man bei den derzeit überhöhten Preisen Vorkaufsrechte überhaupt wahrnehmen sollte. Man setzt hier immerhin Steuergelder ein – und befeuert im ungünstigsten Fall zusätzlich die Preisentwicklung.

Klingt nach einem Teufelskreis. Was kann noch getan werden?

Alle Formen, die Wohnfläche zu reduzieren, helfen natürlich auch. Es gibt zunehmend neue Gemeinschaftswohnformen, die weniger Platz brauchen. Da hat dann nicht jeder ein privates Gästezimmer, sondern es gibt ein gemeinschaftliches.

Up in the air: In Hamburg dürfte in Zukunft mehr in die Höhe gebaut werden, wie hier in der östlichen HafenCity; Illustration: Hosoya Schaefer/Chipperfield

Up in the air: In Hamburg dürfte in Zukunft mehr in die Höhe gebaut werden, wie hier in der östlichen HafenCity; Illustration: Hosoya Schaefer/Chipperfield

Wie sieht es denn mit dem Mietpreisdeckel aus?

Der Mietpreisdeckel ist in Berlin gescheitert, weil das Land diesen eingeführt hat. Laut Verfassungsgericht darf dies aber nicht auf Landesebene beschlossen werden, sondern nur auf Bundesebene. Es bräuchte also einen bundesweiten Mietendeckel. Nachdem wir gesehen haben, wie schwer in der Pandemie einheitliche Entscheidungen auf Bundesebene zu treffen waren, befürchte ich, dass eine solche bundeseinheitliche Regelung so schnell nicht zustande kommt.

Wie steht es zumindest um die Mietpreisbremse?

Die Mietpreisbremse hat sich als nicht sonderlich schlagkräftig erwiesen, weil es zu viele Schlupflöcher gibt, um sie zu umgehen. Da müsste man nachjustieren, aber das ist wohl politisch nicht mehrheitsfähig.

Was ist mit Enteignungen?

An Enteignungen stellt das Grundgesetz sehr hohe Anforderungen. Ich bezweifle auch, dass Enteignungen bei großen Wohnungseigentümern durchsetzbar sind. Die Initiativen betonen ja ausdrücklich, dass sie keine generelle Enteignung wollen, sondern nur partielle – speziell im Falle der großen, spekulativen Wohnungsunternehmen. Aber auch da muss der Staat sehr genau nachweisen, warum eine Enteignung denkbar und möglich ist. Ich halte das für kein geeignetes Instrument.

 

Der Markt

 

Nun wollen zwei große Immobilienunternehmen, Vonovia und Deutsche Wohnen, fusionieren.

Da sieht man, wie hart bereits darum gekämpft wird, wer im Wohnungsmarkt die Oberhand hat. Auf der einen Seite private Immobilienbesitzer und auf der anderen Seite kommunale, föderale und nationale Institutionen.

Der Immobilienmarkt ist nicht gerade ein Musterbeispiel für Transparenz, oder?

Es gibt tatsächlich ein Defizit in der Transparenz über den Bodenbesitz. Die Stadt weiß zwar durch ihr Grundstückskataster sehr wohl, wer die Eigentümer sind. Diese Informationen sind allerdings nicht öffentlich zugänglich. Niemand will die Immobilienbesitzer in die Hände von Protestgruppen liefern. Hierbei spielt auch der Datenschutz eine Rolle. Das ist eine Abwägung zwischen dem Schutzbedürfnis von Eigentümern und dem öffentlichen Informationsbedürfnis.

In Hamburg gibt es etwa 720.000 Wohnungen, davon sind 440.000 in Privatbesitz, 130.000 in städtischer Hand und ebenfalls um die 130.000 gehören Baugenossenschaften. Der Großteil also ist in Privatbesitz. Liegt da das Problem?

Grundsätzlich spricht nichts gegen einen hohen Prozentsatz privaten Wohnungseigentums, nur gibt es unterschiedliche Qualitäten von privat. Es gibt diejenigen, die eine Immobilie gekauft haben, um von den Mieteinnahmen zu leben und sich für das Haus verantwortlich fühlen. Und es gibt auf der anderen Seite des Spektrums Investoren, die eher aus Spekulationsgründen Immobilien erwerben, um bei einem Wiederverkauf gute Renditen zu erzielen.

Wie kann man Letzteres unterbinden oder zumindest reduzieren?

Die Politik geht zunehmend dazu über, Erbbaurechte zu vergeben, also städtischen Boden zu verpachten, statt zu verkaufen. Das ist sinnvoll, denn wenn Städte ihren Boden verkaufen, haben sie keine Interventionsmöglichkeit mehr. Das hat man beispielsweise im Gängeviertel gesehen, wo ein internationaler Investor das Objekt gekauft hat und dann sechs Jahre lang nichts unternahm. Erst nach der künstlerischen Besetzung hat sich die Stadt dazu bereit erklärt, das Grundstück zurückzukaufen.

 

Gute Beispiele und Möglichkeiten

 

Gibt es Städte, die Hamburg als Vorbild dienen können?

Wien wird gern genannt. Dort wurde in den vergangenen 100 Jahren der größte durch die Kommune steuerbare Bestand an Wohnimmobilien aufgebaut. Diese Immobilien sind nicht alle im Eigentum des Landes und der Stadt Wien, sondern auch von Bauträgern, die die Wohnungspolitik des Landes Wien mittragen.

Hat Hamburg diese Steuerungsmöglichkeit nicht in Bezug auf die SAGA?

Es ist ein Glück, dass die SAGA nicht verkauft worden ist. Das stand ja schon mal zur Debatte. Im Unterschied zu vielen anderen Städten, die ihren kommunalen Wohnungsbestand veräußert haben, um Schulden zu tilgen, wie beispielsweise Dresden oder Berlin, hat Hamburg rechtzeitig die Bremse gezogen. München kauft inzwischen wieder Wohnungen zu hohen Preisen zurück.

Ziemlich beliebt bei Mietern sind Genossenschaften, weil die Mieten dort vergleichsweise moderat steigen. Wie schaffen die das?

Genossenschaften planen von vornherein für den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und kümmern sich um die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen. Das führt dazu, dass ein Gebäude eine hohe Lebensdauer erreicht. Genossenschaften entstanden vor allem im Kaiserreich als kollektive Nothilfeeinrichtung, als der Wohnraum knapp war und der Zuzug in die Städte zunahm.

Das erinnert doch stark an die gegenwärtige Situation?!

Es gab in den vergangenen Jahren in der Tat einen sehr starken Zuzug in Städte, wodurch Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt ganz klar aus dem Gleichgewicht kamen. Bis 2019 wuchs Hamburg jährlich um 20.000 Menschen. Das ist jedes Jahr eine neue Kleinstadt.

Wenn es in Hamburg einen Zuzug von 20.000 Menschen gibt, dann reichen doch weder die Genehmigung von 10.000 noch der tatsächliche Bau von etwa 5.000 Wohneinheiten aus.

Der Zuzug ist in den letzten beiden Jahren zumindest etwas zurückgegangen. Das kann aber auch mit Corona zusammenhängen. Dadurch, dass so viel Wohnungsbestand im bezahlbaren Segment fehlt, denke ich, dass man da mit Sicherheit nachlegen muss. Das hängt aber von vielen weiteren Faktoren ab, wie den Wanderungsbewegungen, der wirtschaftlichen Entwicklung, den Alters- und Haushaltstrukturen.

Hamburg gilt als Single-Hauptstadt. Welche Rolle spielt das bei den Mietpreisen?

Das spielt durchaus eine Rolle. Wenn immer mehr Menschen alleine in einer Wohnung leben, dann wird mehr Wohnraum pro Person verbraucht, weil jeder nun mal ein Badezimmer, eine Küche und einen Schlafraum hat. Das Single-Dasein betrifft in Hamburg immerhin 50 Prozent aller Haushalte, wobei nicht alle Singles alleine wohnen.

 

Modernisierung und Verdrängung

 

Über einen wichtigen Aspekt haben wir noch nicht gesprochen: Modernisierungen. Es ist vielen unbegreiflich, wie man zulassen konnte, dass Vermieter sich die hohen Investitionen zu großen Teilen mit Steuergeldern fördern lassen und im Anschluss acht Prozent der entstandenen Kosten auf die Miete aufschlagen – und zwar ohne zeitliches Limit. Wer hat sich denn solchen Irrsinn ausgedacht?

Das ist schon ein Stück weit verrückt. Eigentlich rechnet man ja damit, dass pro Jahr mindestens fünf Prozent der Mieteinnahmen für Instandhaltung aufgewendet beziehungsweise angespart werden. Viele Immobilienbesitzer blieben aber lange Zeit untätig oder kauften mit den Ersparnissen weitere Immobilien, die ebenfalls nicht modernisiert wurden. Als dann genug Anreize da waren, schlugen sie alle zu, brachten die Wohngebäude auf den aktuellen Standard – mit entsprechend hohen Modernisierungskosten und -forderungen. Eigentlich hätte man die Summe der unterlassenen Instandhaltung von den Modernisierungskosten abziehen müssen. Dem Mieter hätte auch nur der Anteil berechnet werden dürfen, der tatsächlich eine Verbesserung darstellt…

… stattdessen fühlen sich die betroffenen Mieter verzweifelt. Ältere Menschen sehen sich gezwungen, an den Rand der Stadt ziehen.

Ja, für diese Menschen bedeutet das den Verlust ihres Zuhauses, ihres Freundeskreises, ihres vertrauten Wohnumfeldes. Die müssen sich komplett neu orientieren. Das ist eine große Belastung.

Durch den „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ verpflichtet sich der Senat, die Grünflächen der Stadt beim Wohnungsbau stärker zu schützen. Erschwert das nicht den Wohnungsbau?

Als der Naturschutzbund (NABU) diese Idee erstmals vorbrachte, empfand ich es als absurde Konfrontationsstellung. Die Verhandlungen sind aber ein wichtiger Schritt, um Wohnen und Umwelt gemeinsam zu denken. Es hat ja niemand etwas davon, wenn man eine Wohnung hat, aber keine saubere Luft atmen kann.

 

Nachverdichtung

 

Nicht wenige sehen Nachverdichtungen kritisch. Wie sehen Sie das?

Die entscheidende Frage ist, wie nachverdichtet wird. In welchen Gebieten? Auf welche Weise? Und in welchem Ausmaß? Hamburg hat viele Einfamilienhaus-Gebiete. Das sind Flächenfresser. Je nachdem wie die Grundsteuerbemessungen ausfallen, werden einige überlegen, ob man nicht zwei oder dreigeschossig bauen kann. An den Magistralen und am Hafen gibt es viele unterausgenutzte Grundstücke. Viele Gebäude in der Stadt wird man auch abreißen müssen. Es gibt also noch Möglichkeiten zum Wohnungsbau.

Was halten Sie von der Idee, in die Höhe zu bauen?

Im verdichteten städtischen Raum scheint es mir nicht verkehrt, zumindest in Richtung vier bis sechs Stockwerke zu denken. Das ist ja in Stadtteilen wie Eimsbüttel längst üblich – und schlecht wohnt man da ja nicht. Das muss man von Ort zu Ort diskutieren: An welcher Stelle sind welche Höhen möglich und passend? Wie wirkt sich das auf die Umgebung aus?

Ist eine Nachverdichtung angesichts der Pandemie nicht ohnehin fragwürdig?

Da müsste man sich anschauen, welche Möglichkeiten man hat, in Zukunft darauf zu reagieren. Als wir Professoren Studierende in einer Lehrveranstaltung fragten, wie sie mit dem Home-Learning zurechtkommen, haben sie geantwortet: „Sie haben wahrscheinlich einen Balkon! Wir sitzen in unserem 20-QuadratmeterZimmer und müssen darin kochen, arbeiten, essen und schlafen.“

Und haben Sie einen Balkon?

Ich habe einen Balkon, ja. (lacht)


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2021. Das Magazin ist seit dem 29. Juli 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Krach+Getöse: Karriereboost für Nachwuchstalente

Neue Runde für den Hamburger Musik-Nachwuchspreis – erneut mit kompetenter Fachjury und großem Supportprogramm

Text: Anna Meinke

 

Junge, ambitionierte Künstler und Bands gibt es wie Sand am Meer. Und alle sind sie talentiert, wunderbar und voller Ideen. Doch wer hat das gewisse Etwas? Wer ist originell und experimentierfreudig? Und wer hat vor allem den Mut, die eigene Musik weiterzudenken, die Kunst auf das nächste Level zu heben?

Genau solche Künstler wollen die Haspa Musik Stiftung und RockCity Hamburg e. V. erneut mit dem Musik-Nachwuchspreis Krach+Getöse küren und sie mit einer begehrten Förderung belohnen: Die fünf Gewinner erwartet ein Preisgeld in Höhe von 1.200 Euro sowie ein individuelles, krisentaugliches Supportprogramm über zwölf Monate. Und das ist noch nicht alles. Workshops, Coachings, Produktionen, Aufnahmen und Supports von und mit zum Beispiel Clouds Hill Recordings und JustMusic sollen die Nachwuchstalente auf ihrem Weg unterstützen.

 

Talente gesucht!

 

Die Highlights, einige heiß begehrte Booking-Slots für unter anderem das MS Dockville Festival, das Futur 2 Festival, das Reeperbahn Festival, Wutzrock und die Millerntor Gallery, müssen in diesem Jahr aufgrund der Pandemie leider entfallen. Für adäquaten Ersatz wird jedoch gesorgt – und der Rückenwind für die Karriere ist den Preisträgern sicher! Ausgewählt werden diese von einer Fachjury aus etwa Alice von Chefboss, Annett Louisan, Celina Bostic und Megaloh.

Interessierte Solo-Musiker, Bands und Kollektive aus Hamburg und der Metropolregion können sich vom 1. bis zum 29. April online bewerben. Angesprochen sind Künstler, die als Nachwuchs oder Semi-Profis in der Popmusik arbeiten und Bock haben auf Unterstützung und Perspektiverweiterung. Als besonderes Highlight des Ganzen werden die neuen Preisträger am 22. Juni in der digitalen Award Show bekanntgegeben.

Infos und Teilnahmebedingungen: krachundgetoese.de; rockcity.de; haspa-musik-stiftung.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2021. Das Magazin ist seit dem 27. MÄRZ 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Ratsherrn Brauerei: Matrosenschluck gewinnt Gold!

Die Preisträger der European Beer Stars wurden bekannt gegeben. Das Weizen IPA Matrosenschluck aus dem Hause Ratsherrn wurde mit Gold ausgezeichnet.

 

European Beer Star 2020

Seit 2004 werden beimEuropean Beer Star hochwertige Biere gekürt, die nach der traditionellen europäischen Brauart hergestellt werden. Auch in diesem Jahr gingen über 2000 Biere aus 42 Ländern ins Rennen um die jeweils drei Medaillen der 70 Kategorien. Auch eine Hamburger Brauerei ist unter den Gewinnern!

Matrosenschluck mit Gold ausgezeichnet

Die Hamburger Brauerei Ratsherrn konnte die 66-köpfige Jury aus Bierexperten, Braumeistern, Fachjournalisten und Biersommeliers in der Blindverkostung überzeugen. Das blumig-herbe Weizen IPA Matrosenschluck gewann Gold in der Kategorie „New-Style Hefeweizen“. Durch die Corona-Pandemie musste die Preisverleihung dieses Jahr digital stattfinden.

Über die Ratsherrn Brauerei

Neben dem Gewinnerbier braut Ratsherrn auch Klassiker wie Pilsener und Zwickel oder Kreativbiere in der Mikrobrauerei. In Hamburg ist die Brauerei mittlerweile eine wirkliche Institution – 2012 in den Schanzenhöfen neu eröffnet, ist sie nun die größte Inhabergeführte Brauerei der Hansestadt.

Ratsherrn Brauerei 

 

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Krach+Getöse: Der Hamburger Musik-Nachwuchspreis

Der Hamburger Musik-Nachwuchspreis Krach+Getöse geht in die zwölfte Runde – mit ein paar spannenden Neuerungen

Text: Erik Brandt-Höge 

 

Die Frage aller Newcomer- Musiker-Fragen: Wie bloß eine Karriere starten? Reicht Youtube, um sich bekannt zu machen? Ist eine schnelle Unterschrift beim Major-Label gesund? Wie lange lohnt ein Einzelkämpfer-Dasein? Eine schlaue Antwort auf all das geben RockCity Hamburg e.V. und die Haspa Musik Stiftung mit dem Hamburg Music Award Krach+Getöse. Zum zwölften Mal verleihen sie in diesem Jahr den Preis an fünf talentierte Newcomer aus Hamburg und Umgebung. Denen winkt neben einem schicken Pokal ein Preisgeld in Höhe von 1.200 Euro und eine einjährige Bestenförderung, maßgeschneidert auf jeden einzelnen Künstler.

 

Workshops, Coachings und Support für Newcomer

 

Booking-Slots für unter anderem das MS Dockville Festival, Futur 2 Festival, Reeperbahn Festival, Wutzrock und die Millerntor Gallery fallen ebenso darunter wie Workshops, Coachings, Produktionen, Aufnahmen und Supports von und mit zum Beispiel Clouds Hill Recordings und JustMusic. Eine Fachjury bestehend aus etwa Ebow, Pamela Owusu-Brenyah, Philipp Schwär, Alin Coen und Deniz Jaspersen wählen die Sieger aus, die sich vom 18. März bis zum 22. April bewerben können. Das gilt für Solo-Musiker ebenso wie für Bands. Zudem schlagen 100 Musikexperten ihre Favoriten vor. Feierlicher Höhepunkt: Die Verleihung während einer abendlichen Gala am 19. Juni, 19 Uhr, im Nochtspeicher.

Übrigens: Dieses Jahr gibt es ein paar Krach+Getöse-Neuerungen. Gekürt werden jetzt auch Hamburgs spannendste Keimzelle „New Music“ (Nachwuchsprojekt) und das beste Musik-Projekt mit Einsatz für Toleranz, Vielfalt und Respekt. Und es wird erstmals einen Publikumspreis geben: Per Online-Voting wird das Nachwuchs-Konzert des Jahres ermittelt.

Alle Infos und Teilnahmebedingungen unter www.krachundgetoese.de 


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2020. Das Magazin ist seit dem 28. März 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Club Award – die besten Bühnen der Stadt

Das Hamburger Clubkombinat zeichnet die besten Musikbühnen der Stadt aus. Auch in diesem Jahr kann das Publikum für seinen Lieblingsladen abstimmen.

Text: Ole Masch

Neues Jahr, neue Runde. Am 24. Januar verleiht das Clubkombinat den Hamburger Club Award. Zum neunten Mal werden die begehrten Trophäen an (dann) ausgezeichnete Musikbühnenbetreiber und Veranstalter vergeben. Bereits Ende November startete die Bewerbungsphase für Kategorien wie Musikclub des Jahres, stärkste Newcomerförderung oder das beste Konzert. Eine Jury bestehend aus über 200 Personen der Hamburger Musik- und Medienwirtschaft, unter anderem von SZENE HAMBURG, wählt die Preisträger per Punktevergabe.

 

Green Clubs und die „zerbrochene Gitarre“

 

Erstmals in diesem Jahr, wird der Preis für den Green Club des Jahres vergeben. „Die Einführung dieser Kategorie ist der Versuch, das Engagement der Clubszene für eine zukunftsfähige Entwicklung sichtbar( er) zu machen“, erklärt Clubkombinat-Geschäftsführer Thore Debor. „Es gewinnt derjenige, der die Fachjury in den sechs Handlungsfeldern Licht, Technik und Energie, Gastronomie & Catering, Reinigung & Hygiene, Produktion & Büro, Mobilität und besonderes Engagement zur Integration von Umweltthemen, überzeugt.“

Der Vorstand des Clubkombinats verleiht zudem einen Ehrenpreis an eine Person oder Institution, die sich besonders für die Hamburger Clubkultur und ihr Fortbestehen eingesetzt hat und den Negativpreis „Zerbrochenen Gitarre“, der auf Missstände in der Clublandschaft aufmerksam macht.

Und natürlich darf in diesem Jahr auch das Publikum selbst abstimmen und den beliebtesten Musikclub des Jahres küren. Auf den Seiten des Clubkombinats sind Hamburgs Clubgänger ab sofort aufgefordert, für ihren Lieblingsladen abzustimmen. Das Voting läuft bis 20. Januar. Vier Tage später folgt die große Preisverleihung mit einer Gala im Docks.


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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WohnSZENE – Wie viel dürfen Möbel kosten?

(Sponsored) Wie viel ein Möbel kosten darf, diese Frage löste neulich auf Sarah Ramroths Blog Wohn.glück spannende Diskussionen aus. Vor allem wenn es sich um kleinere Möbelstücke, wie ein Stuhl, Beistelltisch oder Regal handelt. Jetzt erklärt Sarah auf www.wohnfreude.de, warum sich ein Mix aus günstigen Trendteilen und teureren Designklassikern bezahlt macht.

Hej,

was ist der teuerste Betrag, den du je für ein Möbelstück ausgegeben hast? Kannst du dich noch daran erinnern? Ich habe mir vor kurzem einen Stuhl gegönnt, der eine spannende Diskussion ausgelöst hat: Wie viel darf ein Möbelstück eigentlich kosten?

Jedem von uns fällt bei der Frage nach hochpreisigen Möbeln als erstes die eigene Couch oder der Kleiderschrank ein. Ja, das sind natürlich Möbel, die einem gerne mal ein Loch ins eigene Bankkonto fressen, welches aber häufig gar nicht in Frage gestellt wird. Schließlich handelt es sich dabei um Möbelstücke, die benötigt werden. Aber was ist mit den anderen ,,kleineren“ Möbelstücken , die im ersten Moment nicht lebensnotwendig sind, wie zum Beispiel ein Stuhl, Beistelltisch oder Regal? Angenommen man hat sich unsterblich in eines davon verliebt, welches dann im ersten Moment gar nicht teuer erscheint, der Blick auf den Preiszettel einem allerdings einen Schlag in die Magengrube versetzt – ist es dann besser direkt einen Haken daran zu machen und nach günstigeren Alternativen zu schauen oder sich zu hinterfragen, warum besagter Stuhl oder das Regal eigentlich so teuer ist?

Text & Foto: Sarah Ramroth

 Dieser Text ist ein Auszug aus Sarahs Beitrag Neue Möbel? Die richtige Mischung macht’s. Weiter geht’s auf www.wohnfreude.de, das Hamburger Online-Magazin rund ums Bauen, Wohnen, Finanzieren mit freundlicher Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg eG.


Who the fuck is…

Sarah Ramroth gibt auf wohnglueck.hamburg und  @wohnglueckhamburg (Instagram) seit über einem Jahr praktische Einrichtungstipps und verbindet sie mit ihrer Liebe zu Hamburg. Einmal pro Monat berichtet sie über Hamburger Wohnthemen für www.szene-hamburg.com und www.wohnfreude.de.