Das geht unter die Haut: Ein Stück Hamburger Subkultur als Tattoo

Im jungen Hamburger Tattoo-Studio „Tattoo Highlights“ sticht Gründer Alexander Demtschenko unter dem Alias „A-Dem“. Hier trifft präziser Realismus auf Hamburger Subkultur, Graffiti, Rap und eine ordentliche Portion Basketball
"Tattoo Highlights" gibt es erst seit 2023: Das junge Studio in Hamburg-Borgfelde, wenige Gehminuten vom Berliner Tor, hat sich schnell einen Namen gemacht © Tattoo Highlights, Foto 18: © Pascal Kerouche
"Tattoo Highlights" gibt es erst seit 2023: Das junge Studio in Hamburg-Borgfelde, wenige Gehminuten vom Berliner Tor, hat sich schnell einen Namen gemacht © Tattoo Highlights, Foto 18: © Pascal Kerouche

Nur zweimal im Jahr gibt es Termine bei dem beliebten Künstler „A-Dem“. Viele Kundinnen und Kunden nehmen den Weg aus anderen Städten auf sich, verbringen ein Wochenende in der Hansestadt und gehen mit einem Piece von A-Dem selbst oder einem seiner Artists wieder nach Hause. Die sieben Artists des Studios verbindet ihre Liebe und Spezialisierung für Realismus-Tattoos.

Paco Sanchéz tätoviert seit den 90ern Rap- und HipHop-Größen der Hamburger Szene © Tattoo Highlights, Foto 18: © Pascal Kerouche

Dennoch hat jeder sein eigenes Steckenpferd: Bei A-Dem ist es der Black-&-Grey-Realism, für den er bereits mehrere internationale Auszeichnungen gewonnen hat. Sein Kollege Paco Sánchez bringt dagegen seinen Hintergrund aus der Hamburger Graffiti- und Rap-Szene mit. Bonez MC, Gzuz oder Samy Deluxe gehören zu den bekannten Hamburger Künstlern, für die Paco bereits Cover-Artworks gestaltet hat. Diesen Style findet man auch heute noch in seinen Comic- und Character-Arbeiten. Eine weitere gemeinsame Leidenschaft des Teams ist Basketball und die NBA. Auch diese findet sich im Stil der Artists wieder.

Im Mittelpunkt steht die Kunst: Alle Artists kommen aus dem Zeichnen und Malen, ihr Tattoo-Handwerk baut darauf auf © Tattoo Highlights, Foto 18: © Pascal Kerouche

Genau diese Mischung macht „Tattoo Highlights“ besonders. Hier hängen Kunst, Tattoo, Basketball-, Rapkultur und Hamburger Geschichte nicht einfach nebeneinander. Das Studio in Borgfelde vermischt das alles und funktioniert dadurch fast wie eine kleine Galerie, in der man nebenbei auch einen Einblick in die Hamburger Subkultur bekommt. Dass die Szene längst nicht mehr nur lokal ist, zeigt auch A-Dems Kunden- und Kundinnenliste. Seine Arbeiten haben ihn bis nach Miami geführt, wo er unter anderem bereits ehemalige NFL-Profis tätowiert hat. Für Realism in Hamburg heißt es: Nächster Halt, Borgfelde!

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