Verlosung: 2×2 Karten für das Hamburger Stadtgeflüster

Das Hamburger Stadtgeflüster startet mit seinen Freilicht-Theatervorstellungen in die neue Saison

Hamburger Stadtgeflüster

Foto: Hansephoto

Der Nachtwächter „Jan Ellerbrook“ lädt seine Gäste im inzwischen 14. Jahr ein, ihn auf eine spannende, musikalische und unterhaltsame Zeitreise durch die Hamburger Geschichte zu begleiten. Dabei wird das Publikum während der Veranstaltung vielen bedeutenden Persönlichkeiten aus der Vergangenheit Hamburgs in natura begegnen. Piraten, Auswanderer, Ratsherren und einiges mehr an Protagonisten sind Teil dieser inszenierten Führung.

Die Startuhrzeit ist immer dem Sonnenuntergang angepasst – und wechselt somit monatlich zwischen 19 und 20:30 Uhr. Die Gäste werden vom singenden Nachtwächter am „Michel“ Portal Nr. 4 abgeholt und sind von der ersten Minute an hautnah dabei und mitten im Geschehen, wenn „Ellerbrook“ sie durch die Vergangenheit führt und auf seine Zeitgenossen trifft.

Ein deftiges Matjesbrötchen nebst einem kühlen Bier sind außerdem inbegriffen.

Der Gesang am Schluss ist in diesem Jahr durch einen Chorleiter zweistimmig einstudiert worden.

Außerdem erwartet die Gäste zum Saisonauftakt ein Sektempfang am Michel.

Infos zu Terminen und Buchungsmöglichkeiten unter hamburger-stadtgeflüster.de und

T 730 581 68

/ Fotos: Hansephoto|Gerd Grossmann

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Karten für das Hamburger Stadtgeflüster für einen Termin Ihrer Wahl. Einfach eine Mail senden an verlosung@vkfmi.de, Betreff Hamburger Stadtgeflüster, Einsendeschluss 12. Mai 2017, 12 Uhr. Viel Glück!

Verlosung: 2×2 Karten für Red Bull Flying Illusion am 5. Mai

Breakdance-Weltmeister, HipHop-Beats gemischt mit den Aufnahmen eines 34-köpfigen Symphonieorchesters und 3D-Projektionen als Bühnenbild – das klingt nach einer bombastischen Tanzshow.

Zwölf Urban Dance-Tänzer liefern sich in der Barclaycard Arena ein Battle, in dem nur die besten Moves zählen. In dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse treten die „Flying Heroes“ gegen die „Dark Illusions“ an, das Licht der Liebe gegen die totale Finsternis. Mit ihrem tänzerischen Können überwinden sie die Schwerkraft und lassen die fast akrobatischen Bewegungen ganz mühelos aussehen.

Nach einer langen Europatournee freut sich der Gründer Vartan Bassil auf das kommende Heimspiel: „Es war schön, mit Red Bull Flying Illusion andere europäische Länder zu bereisen und zu sehen, wie begeistert auch dort das Publikum von unserer Show ist. Aber nun ist es Zeit, nach Deutschland zurückzukehren, wo alles seinen Anfang nahm.“

/ HED / Foto Ruud Baan RedBull Content Pool

Barclaycard Arena
5.–6.5.17, 20 Uhr

Wir verlosen 2×2 Karten für die Show am 5. Mai 2017 um 20 Uhr. Einfach eine Mail senden mit dem Betreff Flying Illusion an verlosung@vkfmi.de.  Einsendeschluss: 4. Mai, 18 Uhr

Verlosung: 1×2 Tickets fürs Holsten Brauereifest am 12. Mai

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Das Holsten Brauereifest öffnet seine Tore für das große Festival-Opening mit Fünf Sterne deluxe, Megaloh & Jomo! Ihr könnt Karten für den 12. Mai 2017 gewinnen!

Frei nach dem Motto „Wir legen noch einen drauf“ lädt Holsten vom 12. bis 14. Mai zum 7. Brauereifest ein. Auf dem dreitägigen Spektakel erwartet die Besucher dabei nicht nur ein echtes Star-Line-Up, sondern am „neuen“ Sonntag auch kulinarische Leckerbissen.

Gestartet wird wie letztes Jahr schon mit dem Opening-Konzert am Freitag Abend.

Dafür steht niemand geringeres als die Hip Hop Kombo Fünf Sterne Deluxe auf der Bühne. Davor heizt der Berliner Rapper Megaloh der Menge ein.

Und für alle Musikbegeisterten, die es Freitag nicht schaffen, geht es am Samstag bei freiem Eintritt weiter. Dort mischen sich Acts wie Le Fly und Tonbandgerät mit frischgezapftem Holsten und interaktiven Ritterspielen.

Gekrönt wird das lange Wochenende dieses Jahr vom „Holsten Handgemacht“. Unter diesem Titel stürmen am Sonntag circa 30 Handels-und Designstände die Bühne, unter ihnen auch sechs regionale Craft Beer-Brauer.

Hier können sich die Besucher nach der klassischen Brauereiführung von hauseigenen und neuen Bier-Kreationen inspirieren lassen und mit leckerer Verpflegung vom Foodtruck stärken.

/Beitragsbild: Bergmann-Gruppe.net – Thomas Panzau

Gewinne 1×2 Karten fürs Festival-Opening am 12. Mai mit Fünf Sterne deluxe! Wie? Sendet uns eine Mail mit dem Betreff „Holsten Brauereifest“ an verlosung@vkfmi.de. Einsendeschluss: 10. Mai 2017, 10 Uhr. Teilnahme ab 18 Jahre.

 

Premiere im Theater Das Zimmer: „Per Anhalter durch die Galaxis“

Der Sinn des Lebens ist „42“! Hamburgs kleinstes Theater spielt den Kult-Streifen „Per Anhalter durch die Galaxis“. Premiere ist am 4. Mai. Regisseur Jan Holtappels erzählt, warum der depressive Roboter ethische Grundsatzfragen aufwirft

Nach eurem letzten Stück „Misery“, steht jetzt ein Science-Fiction-Klassiker auf dem Programm. Setzt ihr vermehrt auf Unterhaltung?

Jan Holtappels: Der Anhalter wird oft unterschätzt und schnell als Komödie abgetan. Doch die Geschichte ist sehr tiefgründig und hat viele philosophische Ansätze, die existentielle Fragen aufwerfen wie „Wenn die Erde zerstört ist, was macht der Mensch ohne Erde?“ oder „Was mache ich hier überhaupt?“ und natürlich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Kontext ist zwar sehr humorig und leicht, aber inhaltlich ist das schon ein Brocken.

Geschätzt gibt es ja bis zu 40 Rollen und unterschiedliche Welten. Wie setzt ihr das um?

Uns war schnell klar, dass wir die Geschichte niemals eins zu eins umsetzen können. Auf der Suche nach einer Form, die für uns funktioniert, sind wir daran hängengeblieben, dass der Anhalter ganz zuerst ein Hörspiel war.

Deshalb werden bei uns fünf Radiosprecher die Geschichte in einer Livesendung als Hörspiel produzieren. Die Zuschauer werden als Studiogäste dabei zu sehen, wie sich die Sprecher an diesem Stück abarbeiten müssen.

Es entstehen zwei Welten, die Welt des Anhalters und parallel diese Studiosituation, die sich an einem gewissen Punkt vermischen.

Das Hörspiel lief bereits 1978 auf BBC. Warum zeigt ihr gerade jetzt das Stück?

Wir sehen den aktuellen Bezug in der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine. In dem Stück gibt es einen depressiven Roboter, was ja ein emotionaler Zustand ist. Wir haben uns viel mit der Frage beschäftigt, ab wann ist es keine Maschine mehr und fängt an, ein Mensch zu sein?

Was ist deine Meinung dazu?

Ich finde, dass der Roboter erst einmal nur so schlau sein kann, wie der Mensch, der ihn entwickelt hat.  Es kann sein, dass der Roboter in seinen Gedankengängen schneller ist und dadurch zeitlich auch eher zu einem Ergebnis kommt, aber er wird seinen Schöpfer, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt, nicht überrunden. Aber die Wissenschaft entwickelt sich weiter und irgendwann wird sich auch das ändern. Doch ein erschaffendes Wesen, mit einem Ich-Bewusstsein, das selbst Entscheidungen trifft und nicht mehr kontrollierbar ist, wirft viele ethische Grundsatzfragen auf. Ich finde das gefährlich, denn das menschliche Ermessen ist immer noch ein anderes als vom Computer errechnete Ergebnisse.

Aber der Roboter ist depressiv, was emotional und menschlich ist …

Die Gedanken des Roboters im Stück drehen sich meist um seine Depression und er muss das ständig äußern. Das hat was von einer Selbstbestätigung nach dem Motto: Ich bin depressiv, also bin ich emotional, also bin ich ein Mensch. Das kommt dem Menschen schon sehr nah.

Doch der Mensch muss auch die Konsequenzen aus seinem Handeln tragen, woraus sich die nächste Frage ergibt: Kann ein Roboter Verantwortung übernehmen? Ein komplexes Thema, das wir im Stück in unsere alltäglichen Gesellschaftsstrukturen einbauen, die wir überspitzt und humorvoll darstellen, wie Behördengänge.

Und, was ist der Sinn des Lebens?

Der Computer in dem Stück errechnet die Zahl 42 und behauptet, dass sei die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Und natürlich fragen sich alle, was das bedeuten soll? Aber man muss wissen, wie die Frage dazu lautet, dann wird die Antwort Sinn ergeben. Wir haben die Hausnummer 42 und 42 Plätze im Theater. Deshalb war für uns klar, das Stück wird gutgehen.

Theater das Zimmer, 4.5. (Premiere), 10., 14., 19.–20.5.

(6.5.) Verlosung: Dennis Durant, Spielbank Hamburg, 20 Uhr

Dennis Durant & Band stehen für „Soul, Funk and Party!“ Mit seiner geschmeidigen Soulstimme bieten er und seine achtköpfige Band Musik vom Feinsten, die jeden Saal zumTanzen bringt. Eine beeindruckende Show erwartet die Besucher an diesem Abend.

Einlass in die Lounge ab 20 Uhr – Livemusik ab 22.00 Uhr. Eintritt: 2,-€ (ab 18 Jahre). Der Preis beinhaltet das Live-Event und den Casinobesuch. Geöffnet: Lounge bis Veranstaltungsende, Casino bis 4 Uhr.

Spielbank Hamburg
6.5.17, 20 Uhr

Wir verlosen 2×2 Tickets für Dennis Durant & Band. Einfach eine Mail senden mit dem Betreff “SOUL“ an verlosung@vkfmi.de. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihr Alter an. Einsendeschluss: Freitag, 5. Mai 2017, 10 Uhr. Viel Glück!

Mission Musik – Lars Nemeth von Radiotape

Beim Shoppen, im Café oder in der Kneipe, beim Tätowierer: Musik läuft in fast allen öffentlichen Bereichen. Meistens dudelt sie beliebig vor sich hin. Oder nervt. Oder beides. Lars Nemeth will das ändern

Musik war immer da, sie ist der rote Faden in Lars’ Leben. In Oldenburg studierte er Musikwissenschaften, Politik und Anglistik, bevor es ihn vor rund zehn Jahren nach Hamburg trieb. Ein Magisterabschluss in Musikwissenschaften: Eigentlich ist das eine klassische Eintrittskarte ins Taxifahrerbusiness – oder in den Journalismus. „Das Volontariat schwebte über mir. Aber es kam dann anders.“ Er entdeckt das gerade frisch gegründete Webradio ByteFM und steigt ein ins Radio-Geschäft, arbeitet als Redakteur, Moderator, Redaktionsleitung,  wechselt schließlich zu QUU FM und setzte dort unter anderem das Projekt FC St. Pauli FM um. „Radio für den Verein. Das war ein tolles Projekt“, schwärmt er. Das Volontariat verwirft er.

„Ich bin ein „Try and Error“ -Typ. Man muss Dinge einfach machen. Ich habe schnell gemerkt: Wenn man nur da sitzt und wartet, passiert nichts. Dann kommt kein Ball zu dir. Du musst selber spielen.“

Das tut er, intuitiv. Er entwickelt Radioformate und –konzepte; die Nische, die das Webradio gegenüber den Formatradios öffnet, ist seine. Er erkennt und nutzt sie, um sich auszuprobieren und immer wieder neue Musik kennenzulernen und zu platzieren. „Ich selber komme aus der Gitarrenmusik, aber im Studium entdeckte ich die schwarze Musik. Und seitdem  weiß ich: Ein guter Song muss Soul haben. Eine Seele! Und es gibt viel gute Musik da draußen.“

Und die will gehört werden. Auch live. 2012 ruft Lars zusammen mit Björn Köcher die Sofar Sound Hamburg ins Leben, übernimmt die Teamleitung, das Booking und ist verantwortlich für Kooperationen. Ehrenamtlich. Als Lohn winken musikalische Inspiration und der direkte Kontakt mit den Künstlern. Und der Austausch mit anderen Musik-Vernarrten. Denn jeder, der sich um ein Ticket für die Sofar Sounds bewirbt, erfährt erst vor Ort, welche Bands spielen werden. Eine musikalische Wundertüte, auf die man sich einlassen muss.

Musik ist keine Tapete

Der richtige Song zur richtigen Zeit, davon ist Lars überzeugt, kann die Welt ein bisschen besser machen.

Aber in Zeiten von auswechselbaren Playlists verkommt sie zunehmend zum Hintergrundrauschen. Seit fast vier Jahren bastelt er an einer Idee, die das ändern könnte. Wie wäre es, wenn man Geschäften und Dienstleistern mit Kundenverkehr zu guter und vor allem auf den Laden und sein Gäste abgestimmter Musik verhilft? Wenn man diesen ein Alleinstellungsmerkmal bietet, eine musikalische DNS? „Musik ist keine Tapete. Ich will sie ein wenig in den Vordergrund holen, ohne dass sie das Geschehen dominiert.“

Auf der Suche nach der perfekten Playlist

Das war die die Geburt von Radiotape. Zwei Jahre lang sammelte er Musik, selektierte, archivierte und recherchierte einen beachtlichen Fundus an Künstlern. Genreübergreifend. „Punks, Popper, Technoide, das kann alles friedlich zusammen existieren heute. Das mischt sich. Man kann heute alles zusammen spielen.“ Blogs wie White Tapes und Spinnup Germany helfen bei der Recherche, aber die besten Empfehlungen kommen von Freunden und Bekannten. „Es gibt so viel Musik da draußen, man kann einfach nicht alles kennen.“ Zusammen mit seinem Schulfreund Tim entwickelte er parallel eine webbasierte App, feilte an Front- und Backend.

Das Prinzip ist schnell erläutert: Der Kunde erhält eine nicht statische Playlist mit unterschiedlichen Tracks, die je nach Öffnungszeiten, Kundschaft oder Anlass variieren. Selektiert und kuratiert von Radiotape. Sieben Läden in Hamburg, unter anderem das Kaffeekontor in der Schanze oder Hamburg City Ink in Eimsbüttel, und einen in Köln hat das Team bereits auf der Liste.

„Einer meiner Höhepunkte war, als mich ein Wirt ansprach und sagte: ,Ich hätte es nicht gedacht, aber du bist besser als der Algorythmus‘“, lacht er. „Was soll ich sagen: Die Musik, die wir zusammenstellen, hat eben Soul. Eine Seele.“

Und darum geht es doch am Ende. Dass das, was du tust, Herz und Seele hat. 

/ Text: Regine Marxen / Foto: Philipp Jung

Mehr Infos zu Radiotape gibt es unter www.radiotape.de

Exklusiv für euch: Der SZENE HAMBURG Radiotape-Stream. Jetzt online lauschen und freuen unter www.radiotape.de/szene. Nur im Mai!


Lars’ Musik-Empfehlungen zum …

Aufstehen: Deutschlandradio Kultur / Moderator: Dieter Kassel („mein absoluter Favorit“)

Chillen: Sticky Fingers

Feiern: David August

Sex: Rhye

LesBar: Das Buch der Wunder von Stefan Beuse

Sage und schreibe acht Jahre hat es Stefan Beuse gekostet, seinen Roman mit dem größenwahnsinnig anmutenden Titel „Das Buch der Wunder“ fertigzustellen. Acht Jahre für gerade mal 220 Seiten

Angesichts der gewagten Absicht des Autors ist der lange Entstehungsprozess allerdings der am wenigsten verwunderliche Aspekt seines Wunder-Buchs: Beuse verbindet Wissenschaft und Mystik miteinander, ohne dabei in Plattitüden abzurutschen.

Im Roman geht es um die Wahrnehmung anderer Welten und um das Überwinden der eigenen Ängste, die von der Suche nach sich selbst abhalten. Das mag für manch einen nach kitschigen Kalendersprüchen und Paulo-Coelho-Esoterik klingen. Allerdings sind in „Das Buch der Wunder“ Realismus und Phantastik, Wissenschaft und Unerklärliches so klug miteinander verwoben, dass der Plot auf dem schmalen Grat der Kitschvermeidung an keiner Stelle ins Taumeln gerät.

Den Leser erwartet die Geschichte von dem ungleichen Geschwisterpaar Penny und Tom. Penny steht auf der Seite der Phantastik. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ver-rückt, überdurchschnittlich empfänglich für Wunder und des Staunens fähig. Tom steht auf der Seite der Wissenschaft, er ist ein strikter Rationalist und will die Welt nur mit den Mitteln der Wissenschaft erfassen. Alles, was die sichtbare Welt übersteigt, irritiert ihn.

 

Irgendwann folgt man Beuse als Leser in fremde Sphären, ohne dass es einem absurd erscheint

 

Nach dem Tod des Vaters und einem tragischen Unfall springt der Roman zwölf Jahre in die Zukunft. Tom ist inzwischen erwachsen und erfolgreich in der Werbebranche tätig, er hat sich „ein unauffälliges Leben über die Ohren (gezogen) wie ein ängstliches Kind seine Decke.“ Bis ihn eines Tages mysteriöse Begebenheiten nach und nach mit seiner Selbstentfremdung konfrontieren…

Beuses Roman ist eine poetische Wucht. Die Erzählung besticht wieder und wieder mit scharfen Formulierungen, die es schaffen, Toms Prozess des Erwachsenwerdens oder die „Immer mehr“-Ideologie der Werbewelt prägnant auf den Punkt zu bringen. Die faszinierend unaufgeregte, fast dröge Sprache lässt dabei viel Raum für Unausgesprochenes, Unerklärliches, Geheimnisvolles, die den Reiz seiner Dialektik von Wissenschaft von Mystik ausmachen – und irgendwann folgt man Beuse als Leser in fremde Sphären, ohne dass es einem absurd erscheint.

„Das Buch der Wunder“ ist ein ungewöhnlicher Roman, der anfangs irritiert, weil er mit gängigen Lesegewohnheiten bricht. Hat einen jedoch Beuses Sog erstmal erfasst, wundert man sich eigentlich nur noch, warum man so oft in starren Denkmustern verharrt. / Text: Ulrich Thiele / Foto: Simone Scardovelli

https://www.mairisch.de/programm/stefan-beuse-das-buch-der-wunder/Stefan Beuse: „Das Buch der Wunder“
mairisch Verlag, 224 Seiten
18 Euro

Interview. Mando Diao: „Wir haben uns hinter Arroganz versteckt“

Am 12. Mai veröffentlicht die schwedische Rockband ihr neues Album „Good Times“. Kürzlich haben sie es im Molotow schon mal vorgespielt. Unser Musik-Ressortchef Erik Brandt-Höge hat mit der Band gesprochen

SZENE HAMBURG: Mando Diao, nennt doch mal drei Dinge, die ihr braucht, um eine gute Zeit zu haben.

Björn Dixgård: Tolle Musik.

Patrik Heikinpieti: Platz zum Tanzen.

Jens Siverstedt: Gras.

Klingt ja so mittelwild. Vor zehn Jahren hättet ihr womöglich noch ganz andere Sachen gesagt.

Jens: Ich nicht (lacht).

Björn: Doch, doch. Wir wären rock’n’rolliger gewesen in unseren Antworten. Damals waren wir teils sehr unsicher, haben uns hinter klischeehaftem Gerede versteckt, manchmal auch hinter Arroganz. Wir wollten uns einfach schützen.

Ist Rock’n’Roll für euch heute mehr mit Arbeit und Pflichterfüllung als mit reinem Vergnügen verbunden?

Björn: Gute Frage. Ich finde schon, dass wir immer noch einen rock’n’rolligen Lebensstil haben, auch das Gefühl für die Musik ist über die Jahre gleich geblieben. Was sich aber sicher verändert hat: Mit 25 konnten wir von allem, was mit Rock’n’Roll zu tun hat, einfach nie genug bekommen. Vielleicht auch, weil wir es gar nicht für möglich hielten, mit 30 immer noch Musik zu machen. Wir wollten alles mitnehmen, was wir kriegen konnten. Heute, da wir über 30 sind, wissen wir etwas besser damit umzugehen.

Was ist mit der Bühne? Viele etablierte Musiker sprechen davon, irgendwann geradezu süchtig geworden zu sein nach Applaus. Kennt ihr dieses Gefühl auch?

Björn: Klar! Aber auch das hat sich verändert. Früher war die Bühne für mich noch ein absoluter Ego-Shooter, heute erlebe ich sie eher als angenehmen Stimmungsheber und weniger Ich-bezogen. Eine Art Sucht ist dennoch geblieben. Die Energie, die da oben bei einem ankommt, ist einfach so intensiv und erfüllend, dass ich sie niemals missen möchte.

Mando Diao

Foto: Charli ljung

Noch mal zurück zu den Dingen, die ihr für „Good Times“ braucht. Einen Begriff habe ich da vermisst, nämlich: Zeit. Auch auf dem Album heißt es einmal sehr vergnüglich: „I have time, endless time“.

Jens: Wir haben ja auch Zeit.

Patrik: Und wenn nicht, haben wir in unserer Situation das Privileg, sie uns nehmen zu können.

Björn: Wobei Zeit ja sehr trügerisch sein kann. Weil sie sich immer anders anfühlt, mal länger, mal kürzer. Meine Meinung ist: Man sollte sich in Sachen Zeit nicht unter Druck setzen. Wenn ich zum Beispiel auf einen Rave gehe, stört es mich nicht, wenn ich erst bei Sonnenaufgang nach Hause komme. Andere machen sich da mehr Gedanken, sagen: „Oh, schon so hell, wir waren viel zu lange weg!“ Ich hingegen finde: Na und? Ist doch gut so! Alles richtig gemacht, weil beim Spaßhaben nicht so viel an die Zeit gedacht.

Auch nicht ganz uninteressant: Liest man die Tracklist des Albums einmal chronologisch herunter, steht da: „Good Times“, „Shake“ „Money“. Über Geld müsst ihr euch aber sicher keine Sorgen mehr machen und denkt im Studio nicht zwingend an kommerziellen Erfolg – oder?

Björn: Im Studio machen wir uns tatsächlich so gut wie gar keinen Kopf darüber, wie andere das Album finden könnten. Da machen wir einfach, was wir wollen. Wenn wir aber damit fertig sind, konzentrieren wir uns schon darauf, mit unserer Arbeit auch Erfolg zu haben – deshalb führen wir auch dieses Interview. Wir wollen Werbung für uns und unsere Musik machen.

Und wenn die Werbung hinhaut, die Songs im Radio laufen und ihr sie dort hört: Inwiefern verändert sich da eure Stimmung?

Jens: Ich denke dann immer: Yeah, schon wieder 150 Dollar verdient! (lacht) Nein, natürlich nicht.

Björn: Wir haben da keine narzisstischen Auswüchse. Wenn etwas von uns im Radio läuft und wir es hören, fühlt sich das gut an, allerdings nicht mehr so speziell wie beim ersten Mal, Ende der 90er Jahre. Das war schon krass damals. Irgendwie … einfach cool. Noch etwas, das sich über die Jahre verändert hat (lacht). / Beitragsbild: Charli ljung

Mando Diao Good Times Das Album „Good Times“ erscheint am 12. Mai

Verlosung! 2×2 Tickets für Beth Hart in der Laeiszhalle

Beth Hart kommt nach Hamburg! Am 16. Mai 2017 rockt sie die Laeiszhalle.

Die letzten vier Jahre waren sehr erfolgreich für die Rockröhre Beth Hart. Im Mai 2013 erschien ‚Seesaw‘, das Nachfolge Album zum Top 20 Werk ‚Don’t Explain‘ (September 2011) mit Joe Bonamassa, welches so gleich wieder in die Top 20 Charts einstieg, im Juli kam sie dann nach Europa um Festivals in Frankreich, Italien, England, Skandinavien, Benelux und Deutschland (Bonn Kunst!Palast) zu absolvieren. Auch eine kleine Tour mit Joe Bonamassa stand auf dem Plan. Im Dezember 2013 spielte Beth vor ausverkauften Häusern in Hamburg, Berlin, Köln und Frankfurt.

Im April 2014 erschien dann das Doppel-Live Album ‚Live in Amsterdam‘ und die dazugehörige DVD/Blu-ray, die den gemeinsamen Auftritt mit Joe Bonamassa im königlichen Theater ‚Carré‘ in Amsterdam dokumentiert. Das Album schaffte es auf Platz 8 der deutschen Album Charts.

Ihr vorletztes Solowerk ‚Bang Bang Boom Boom‘ ist von 2012 und am 10.04. 2015 erschien mit ‚Better Than Home‘ endlich der Nachfolger, der so gleich auf Platz 11 in die Charts einstieg. Die anschließenden Tourneen in 2015 und 2016 waren von Erfolg gekrönt. Mit ihrem neuen Album Fire on the Floor geht sie jetzt erneut auf Tour./ Foto:  Mona Nordoy

Am 16.5.17, 20 Uhr, gastiert Beth Hart in der Laeiszhalle. Tickets ab 46 Euro gibt es über www.adticket.de

Wir verlosen 2×2 Tickets für das Hamburger Konzert am 16. Mai 2017. Einfach eine Mail senden an verlosung@vkfmi.de, Betreff Beth Hart, Einsendeschluss 10.Mai 2017, 10 Uhr. Bitte geben Sie bei Teilnahme an der Verlosung Ihren vollständigen Namen an.