Verlosung: Gewinnt 3×2 Tickets fürs Surf & Skate Festival

Pralle 10 Jahre gibt es das Surf & Skate Festival in Hamburg bereits. Das Jubiläumsfestival vom 15. bis 18. Juni in Hamburg wartet mit dem bis dahin größten Musikprogramm auf. Ein Jahrzehnt schicke Festivalpräsenz muss schließlich gefeiert werden. Beginnend mit einem würdigen Open-Air-Auftakt am Freitag auf dem MLOVE Future City Campus am Bakenhöft direkt an der Elbe wird anschließend bis in die frühen Morgenstunden auf dem legendären Partyschiff, der MS Stubnitz weitergefeiert. Kunst, Film, Workshops und kreative Aussteller erwarten euch zusätzlich an diesen Tagen.

 

Programm-Highlights

DONNERSTAG // 15.6. 20:00 -22:30 Surf & Skate Movie Night im Savoy Filmtheater Proximity (US, 2017, 55min, Taylor Steele) OV We Skate In Iran (CH, 2017, 20min, Benjamin Aryani) OmU

FREITAG // 16.6. MLOVE Future City Campus 16:00 – 22:00 Konzerte / DJs / Live Acts 16:00 – 22:00 Surf & Skate Street Art Vernissage 22:00 – 06:00 Party MS Stubnitz LINE-UP FREITAG: Kollektiv Ost (3000 Grad), Sascha Funke, Heimlich Knüller, Sutsche, Robert Etzold, Mononoid, SCHAEFER & SØN, Epikur, Disco Jogger

SAMSTAG // 17.6. MLOVE Future City Campus 12:00 – 20:00 Workshops, Brand Village, Surf & Skate Street Art 13:00 – 15:00 Iriedaily Miniramp Skate Contest „Warm Up“ 15:00 – 18:00 Iriedaily Miniramp Skate Contest 12:00 – 22:00 Konzerte / DJs / Live Acts 23:00 – 06:00 O’Neill Party im Mojo Club LINE-UP SAMSTAG: Pool, Sion Hill, Jules Ahoi & The Deepsea Orchestra, VIKJA, AKVA, ACID PABLO & TONI LINE-UP O’NEILL PARTY: Afrob Soundsystem, Die Boys, Shorty Banks

SONNTAG // 18.6 MLOVE Future City Campus 12:00 – 20:00 Workshops, Brand Village, Surf & Skate Street Art 12:00 – 22:00 Konzerte / DJs / Live Acts LINE-UP SONNTAG: Extrawelt, Petar Dundov, SHI

Tagestickets gibt es ab 10 Euro, das Ticket für alle Tage kostet 34,50 Euro. Mehr Informationen unter www.surf-skate-festival.de/hamburg/

Wir verlosen 3×2 Tickets für das Surf & Skate Festival in Hamburg vom 15.-18. Juni 2017. Einfach eine Mail senden an verlosung@vkfmi.de, Betreff Surf & Skate, Einsendeschluss 13.6.17, 10 Uhr

/REM / Fotos: Surf&Skate Festival

Neu im Kino: Loving. Lieben! Und Lieben lassen

Lieben und lieben lassen – es könnte ja so einfach sein. War es aber nie, und ist es bis heute nicht, wie wir gerade heute wieder in Diskussionen über die gesetzliche Gleichstellung Homosexueller erleben können.

Loving

Ihre Liebe als Stein des Anstoßes: Mildred und Richard

„Loving“ behandelt dagegen eine Zeit, in der die gleichgeschlechtliche Ehe noch undenkbar war. In den 50er Jahren war es in manchen Staaten der USA noch verboten, als Weißer eine schwarze Frau zu heiraten, und umgekehrt. Dieser Problematik widmet sich das Drama von Jeff Nichols („Take Shelter“) aus der sehr persönlichen Sicht von Mildred und Richard Loving. Als sie schwanger wird, macht er ihr ohne zu zögern einen Antrag. Obwohl die sogenannte interracial marriage im Staat Virginia illegal ist. Noch während der Schwangerschaft werden die beiden verhaftet. Der Beginn eines Kampfes, der den Liebenden alles abverlangt.

Nicht zuletzt dank Robert Kennedy wurden die Lovings zum Gegenstand einer Gesetzesänderung, dank der sich die Geschichte der USA maßgeblich verändern sollte. Ein Präzedenzfall, aus dem Nichols allerdings kein Justizdrama macht, sondern eine Liebesgeschichte, die ganz ohne Kitsch auskommt.

Mildred und Richard sind keine Bürgerrechtler. Sondern einfache Menschen, mit dem einfachen Traum, ihr Leben miteinander zu verbringen. Eine Liebe, die glaubwürdig wird durch das würdevoll zurückhaltende Spiel von Joel Edgerton und Ruth Negga, die für ihre Performance eine Oscar-Nominierung erhielt.

„Sagen Sie dem Richter nur, dass ich meine Frau liebe“, sagt der wortkarge Richard seinem Anwalt in einer anrührenden Szene. Davon gibt es einige im Film, verpackt in wunderschöne Landschaftsbilder. Die Kamera schweift über die endlosen Weiten Virginias, und man beginnt zu ahnen, was es bedeutet, wenn Menschen durch irrationale Gesetze von ihrer Heimat getrennt werden.

„Loving“ ist ein Film, der seine durchaus aktuelle politische Aussage sozusagen auf natürlichem Weg vermittelt: Wo das individuelle Glück illegalisiert wird, hat die Gesellschaft ein menschliches Problem. Damals wie heute.

/ Karin Jirsak

Regie: Jeff Nichols. Mit Joel Edgerton, Ruth Negga, Marton Csokas. Ab 15.6.17 im Kino

Preview im Abaton Kino am 13.6.17, 20 Uhr

Serie: Altona. Das Künstler-Kombinat. Der Hausbesuch Teil 6

Im Eschelsweg hat sich über 16 Jahre hinweg ein Ort entwickelt, der Musiker, Tonstudios und kreative Werkstätten unter einem Dach vereint. Letzter Teil unseres Hausbesuches: Musikproduzent Philipp Schwär

/ von Regine Marxen. Foto: Philipp Jung

 

2. Stock. Philipp Schwär. Oben angekommen

 

„Bevor du überhaupt einen Rechner aufstellst, musst du eine Couch und Lampen hinstellen. Sich wohlzufühlen in einem Studio, finde ich unheimlich wichtig“, sagt Philipp Schwär (31). Das sieht man seinem kleinen Studio im zweiten Stock an. Eine Menge Deko-Kram ist hier zu finden. Kassettenhüllen, Bilder – und eine Couch. Die stammt noch aus den H.O.M.E Studios, wo Philipp seine ersten Jahre in Hamburg verbracht hat.

Franz Plaza ließ ihn damals in seinem Studio unterkommen. Eine super Zeit, aber nach vier Jahren, genauer 2012, war die Zeit gekommen: Er wollte sein eigenes Ding machen und kam im Eschelsweg  unter. Erst in einem der Studios im Zwischengeschoss; vor zwei Jahren zog er schließlich in den zweiten Stock. „Ich habe mich also hochgearbeitet“, lacht er. „Das ist hier echt alles Mega. Die Lage, die Leute. Wir haben hier einen großen Aufnahmeraum und helfen uns gegenseitig, was das Equipment angeht. Und weil das funktioniert, sind wir teilweise besser ausgestattet als das größte Studio. In diesem Haus gibt es alles, was du brauchst. Oder jemals brauchen wirst.“

Das Soll an Karriere ist erreicht: Philipp lebt von der Musik. Von echter Musik. 

Künstlerisch hat Philipp sich vor 10 Jahren entschieden, sich voll aufs Produzieren zu konzentrieren. Dieses Band-Ding ist nichts für ihn. „Da spielst du oft immer die gleichen 20 Song über Jahre. Hier habe ich immer unterschiedliche Sachen. Gerade eben habe ich einen Track für einen Straßen-Rapper gemixt, danach mache ich eine romantische Ballade für einen österreichischen Singer/Songwriter, danach mache ich ein bisschen Filmmusik. Das ist ganz viel Unterschiedliches.“

Was ihn an Musik interessiert, ist der Song, nicht die Form.

Deshalb hört er alles – und produziert die unterschiedlichsten Künstler wie Milliarden, Fayzen oder Tim Bendzko. „Ich finde alles irgendwie geil, so lange es eine gute Energie hat. Und ich muss es mit den Leuten, mit denen ich arbeite, zwölf Stunden in einem Raum aushalten können.“

Das sei mindestens genauso wichtig wie die Musik selber: Die Vibes miteinander.

Philipp ist zufrieden dort, wo er jetzt ist. Räumlich und beruflich. „Das Soll an Karriere ist für mich erfüllt. Ich kann davon leben, dass ich echte Musik mache. Nicht von Werbe-Tracks oder so, sondern von echter Musik von echten Künstlern. Ich habe Tageslicht, kreative Leute, die alle irgendwie was anderes machen. Guten Kaffee. Und einen Balkon.“

Philipp Schwär ist oben angekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vier Macher, eine Mission: Restart für BalconyTV Hamburg

Ein Balkon, ein Mikrofon, eine Band. Und ein guter Song. Das sind die Zutaten für BalconyTV. Rund zwei Jahre lang lag das in über 50 Städten weltweit verbreitete Online-Musik-Format in Hamburg brach. Dann kamen Liv Thamsen und ihre Crew und erweckten es zu neuem Leben: Restart für BalconyTV Hamburg

Ein Jahrzehnt Balkon-Musik: 2016 wurde BalconyTV zehn Jahre alt. Eigentlich eine fixe Idee von drei Studenten in Dublin, entwickelte sich das Video-Format im Netz rasch zu einem Erfolg. Denn das Konzept ist simpel wie liebenswert: Eine Band spielt einen Song, im Anschluss folgt ein kurzes Interview. Die Aufzeichnung ist ein One Shot, ungeschnitten, gerade heraus, authentisch. Und das ganze findet auf einem Balkon statt, mit Blick auf die Stadt, in der die Aufzeichnung stattfindet. Musik zum Kennenlernen und Entdecken, perfekt für den Einsatz im Netz und in den sozialen Medien.

In über 50 Städten in 29 Ländern weltweit hat dieses Format ein Zuhause, oder besser einen Balkon gefunden. Von Anfang an mit dabei: Hamburg. Bis es 2015 zu einem Break kam.

 

Vier für den Erfolg: Restart für BalconyTV Hamburg

 

BTV Hamburg

Vier Köpfe, ein Gedanke: Und im Herzen Musik: Jan-Hendrik Paulsen (Kamera, links), Göran Weinbrandt (Ton, rechts) Susan Penack (Moderation, 2. v. li.) und Liv Thamsen.

Was war geschehen? Das, was man Leben nennt. Jene, die BalconyTV im damaligen kukuun ins Leben riefen, wurden älter, hatten neben dem Job immer weniger Zeit, das Projekt voranzutreiben. Denn, neben besagtem Balkon braucht es vor allem eines: Menschen, die musikbegeistert sind, die Bock haben auf Bands und Menschen, und zwar so sehr, dass sie das Ganze ehrenamtlich am Laufen halten.

Wer bei BalconyTV mitmacht, arbeitet aus purer Leidenschaft. Aus Spaß an dem Format. So wie Liv Thamsen (29).

Nach dem Master-Studium aus Berlin kommend stellte die freie Video-Redakteurin und Wahl-Hamburgerin vor rund drei Jahren fest, dass BalconyTV in Hamburg pausierte. Und war sofort Feuer und Flamme. „Ich hatte einfach Lust, etwas Neues aufzuziehen. Und hörte mich bei Freunden und bei Musikern um, ob ihnen das Format fehlen würde.“ Die Zustimmung war von Anfang an riesig. Quasi ein Selbstläufer, lacht sie.

Schnell war das Team zusammengetrommelt. Die Redakteurin und Autorin Susan Penack moderiert das Geschehen, Göran Weinbrandt übernimmt die Tonarbeiten und Jan-Hendrik Paulsen filmt und editiert die Videos. Und der Balkon? Der ist hoch über dem Spielbudenplatz zu finden, im Häkken.

Alle Beteiligten arbeiten neben ihrem normalen Job an diesem Format. Ohne Bezahlung. Ein reines Freizeit- und Lieblingsprojekt also. „Ich kannte die Videos schon aus meiner Zeit in Magdeburg, wo ich studierte und bereits ehrenamtlich für ein Musikmagazin arbeitete“ erinnert sich Susan. „Ich fand es schon immer cool. Und als mich Liv anrief, war ich sofort dabei. Das macht einfach Spaß. Ich meine, im Job, überall musst du performen. Hier sind wir ohne Druck unterwegs. Einfach, weil wir es wollen.“

Spaß, der auch Invest bedeutet. Zeit vor allem.

Den härtesten Job macht Liv. Sie ist verantwortlich fürs Booking, für die Produktion und die Vernetzung. Mindestens eine Stunde am Tag investiert sie in das Projekt. Mails beantworten, Bands anfragen, bestätigen. Oder absagen. „Das ist mit das härteste: Bands abzusagen, weil uns ihre Musik nicht gefällt.”

Denn das ist eine der maßgeblichen Regeln, die neben den gestalterischen Vorgaben den Inhalt von BalconyTV Hamburg bestimmt. „Genre und Stil sind uns komplett egal. Die Musik muss gefallen“, sagt Susan. „Sie muss es wert sein, dass wir für diese ein Video produzieren.“ Erlaubt ist, was gefällt. Was rockt, berührt, überrascht, Freude bereitet.

 

Auf dem Balkon kommen bei BalconyTV Hamburg vor allem Newcomer. Kraków Loves Adana waren da. Oder Hans Maria Richter.

 

Eine Wunschliste für Bands haben die Macher nicht. Obwohl: „Wir arbeiten an einer HipHop-Ausgabe . Da sind wir stark auf der Suche“, verrät Susan. Ob’s klappt? Bestimmt. Was auf jeden Fall sicher ist: BalconyTV Hamburg ist wieder am Start. Und damit ist das Netz und unsere Stadt um eine kleine musikalische Wundertüte reicher.

/Text: Regine Marxen / Fotos: BalconyTV Hamburg

BTV Hamburg

Hans Maria Richter auf dem Balkon. Bei uns tritt der Künstler am 14.6.2017 im Rahmen unserer Redaktionskonzerte auf. Tickets gibt es nur zu gewinnen. Foto: BalconyTV Hamburg

 

 

SZENE HAMBURG Redaktionskonzert: Hans Maria Richter

Weiter geht’s mit unseren Redaktionskonzerten. Dieses Mal mit Hans Maria Richter. Wir verlosen Gästeplätze und streamen das Konzert live auf Facebook!

„Aus den Kolonien“, „Himmel für alle“, „Die Ekstase der Möwen“: drei deutschsprachige Indie-Pop-Platten für die Ewigkeit. Samba haben in den 00er Jahren mit schnell glücklich machenden Melodien und Auf-den-Punkt-Texterei zahlreiche musikalische Perlen veröffentlicht.

Samba-Sänger Knut Stenert ist mittlerweile solo unterwegs. Als Hans Maria Richter (Debütalbum „Die Welt zu Gast beim Feind“; VÖ 9.6.) spielt er tolle, teils hittige Gitarrensongs und singt Samba-schlaue Geschichten über die moderne Gesellschaft dazu – demnächst auch bei uns in der Redaktion.

Wann?  Am 14.6.2017, 20 Uhr

Wo? Bei uns!

SZENE HAMBURG verlost 10×2 Gästelistenplätze für das Redaktionskonzert mit Hans Maria Richter. E-Mail mit Betreff „Richter“ bis 12.6.17, 10 Uhr,  an verlosung@vkfmi.de

/Text: EBH/ Beitragsbild: Andreas Hornoff