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Y’akotos Hood #5 – Papaye

Die Sängerin und Songschreiberin lebt mittlerweile in Paris. In Hamburg war Barmbek ihre Basis.

Mit uns hat Y’akoto Ausflüge zu ihren fünf Lieblingsplätzen gemacht und erzählt, was daran so besonders ist. Hier kommt Tipp Nummer 5: Papaye.

Vor ein paar Jahren habe ich zu einem Freund gesagt: „Ich würde gerne mal wieder richtig gut afrikanisch essen gehen – aber wo?“ Er meinte nur: „Geh doch zu Papaye!“ Das Restaurant lag nur fünf Minuten von meiner damaligen Wohnung entfernt, also bin ich einfach mal hin. Der Betreiber kommt aus demselben Land wie ich, aus Ghana, und macht richtig tolles Essen. Der Jollof Rice (gekochter Reis mit Tomatensauce; Anm. d. Red.) ist ein klassisches afrikanisches Gericht, das ich hier immer wieder bestellt habe, genauso wie die Plantains (frittierte Kochbananen; Anm. d. Red.) – aber eigentlich kann man im Papaye alles essen. An Sonntagen gibt es auch mal ein Guinness dazu. Das Restaurant ist übrigens nur einer von vielen afrikanischen Läden in Barmbek. Es gibt hier z. B. auch gute Friseure, die sich mit schwarzen Haaren auskennen. Stormarner Straße 1

Protokoll: Erik Brandt-Höge

Foto: Ana Maria Arevalo

Papaye: Stormarner Straße 1 (Barmbek).

Y’akoto Live: 21.4.18, 20 Uhr, Gruenspan


 

Februar-Ausgabe SZENE Hamburg

 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, März 2018. Das Magazin ist seit dem 24. Februar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

 

Y’akotos Hood #4 – Hamburger Meile

Die Sängerin und Songschreiberin lebt mittlerweile in Paris. In Hamburg war Barmbek ihre Basis.

Mit uns hat Y’akoto Ausflüge zu ihren fünf Lieblingsorten gemacht. Lest hier, was die Sängerin mit der Hamburger Meile verbindet.

Hamburg ist nicht nur Schanze, sondern auch Ghetto. Viele Hamburger können sich das Leben im Zentrum ja auch gar nicht leisten. Mir ging es genauso. Ich habe auch nie so getan, als würde ich es mir leisten können. Also kam ich nach Barmbek. Barmbek ist echt, irgendwie roh. Hier gibt es nichts Künstliches. Und die Meile ist ein Ort, der mich in den Blues getrieben hat. Hier auf der Brücke stand ich nachts schon oft, habe auf die Straße geguckt und Musik gehört. Wenn ich gerade an einem Album gearbeitet habe, kam ich teils um vier Uhr morgens aus dem Studio und direkt hierher. Nachts sieht es hier extrem cool aus, wenn überall die Lichter an sind. Aber: Die Meile macht auch vieles drum herum kaputt. Sie bewirkt, dass die kleinen Läden in der Gegend sich nicht mehr halten können.

Protokoll: Erik Brandt-Höge

Foto: Ana Maria Arevalo

Hamburger Meile: Hamburger Straße 27.

Y’akoto Live: 21.4.18, 20 Uhr, Gruenspan


Februar-Ausgabe SZENE Hamburg

 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, März 2018. Das Magazin ist seit dem 24. Februar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Y’akotos Hood #3 – Osterbekkanal

Die Sängerin und Songschreiberin lebt mittlerweile in Paris. In Hamburg war Barmbek ihre Basis.

Mit uns hat Y’akoto Ausflüge zu ihren fünf Lieblingsplätzen gemacht und erzählt, was daran so besonders ist. Hier kommt Tipp Nummer 3: Der Osterbekkanal.

Barmbek ist in meinen Augen voll unterbewertet. Klar, jeder kennt den Stadtpark, aber nicht viele wissen von anderen schönen Ecken wie dieser. Hier kommen viele Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen zusammen, weshalb ich mich hier auch sehr wohlfühle. Im Gegensatz zum Elbstrand, wo die Altonaer Hipster-Werber barfuß Beck’s trinken, hängt hier einfach nicht nur eine Sorte Mensch ab. Am Osterbekkanal gibt es natürlich auch Hipster, aber eben auch türkische Familien, die sich ein Picknick aufbauen, viele Afrikaner, einfach eine Mischung von Menschen. Und Wasser finde ich sowieso sehr charmant. Wasser bricht das Stadtbild immer ein bisschen auf. Meine Wohnung war sehr nah am Kanal. Bei gutem Wetter ein echter Lieblingsort.

Protokoll: Erik Brandt-Höge

Foto: Ana Maria Arevalo

Y’akoto Live: 21.4.18, 20 Uhr, Gruenspan


 

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 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, März 2018. Das Magazin ist seit dem 24. Februar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Y’akotos Hood #2 – Zinnschmelze

Die Sängerin und Songschreiberin lebt mittlerweile in Paris. In Hamburg war Barmbek ihre Basis.

Mit uns hat Y’akoto Ausflüge zu ihren fünf Lieblingsplätzen gemacht und erzählt, was daran so besonders ist. Hier kommt Tipp Nummer 2: Die Zinnschmelze.

Als ich neu in Barmbek war, habe ich nach Orten gesucht, wo man gut abhängen kann. Wo immer ein paar Leute zusammenkommen. Und dieser Platz gehört definitiv dazu, direkt am Barmbeker Bahnhof. Im Sommer ist es hier richtig schön, Skateboardfahrer kommen, auch Tänzer, es ist jederzeit was los. Außerdem habe ich eine Schwäche für die alten Backsteinhäuser, die ehemaligen Fabriken. Davon gibt es hier ja reichlich. Sieht ein bisschen aus wie in Brooklyn oder Detroit. Irgendwann hätte ich gerne mal ein Loft in der Zinnschmelze. Und bis dahin gehe ich ins Café Lütt Liv. Die machen ziemlich gute Salate!

Protokoll: Erik Brandt-Höge

Foto: Ana Maria Arevalo

Zinnschmelze: Maurienstraße 19; www.zinnschmelze.de

Y’akoto Live: 21.4.18, 20 Uhr, Gruenspan


 

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 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, März 2018. Das Magazin ist seit dem 24. Februar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Y’akotos Hood #1 – Schmidtchen Barmbek

Die Sängerin und Songschreiberin lebt mittlerweile in Paris. In Hamburg war Barmbek ihre Basis.

Mit uns hat Y’akoto Ausflüge zu ihren fünf Lieblingsplätzen gemacht und erzählt, was daran so besonders ist. Hier kommt Tipp Nummer 1: Das Schmidtchen.

„Ich bin aus Geldmangel nach Barmbek gezogen, konnte mir die Schanze nicht mehr leisten. Und diese Rotklinkergegend mochte ich sofort, vor allem dieses damals noch total unaufgeregte Café. Hier saß ich immer und habe geschrieben. Ich habe Espresso aus guten Maschinen getrunken und an Konzepten gearbeitet, zum Beispiel an Storys für Videos. Manchmal habe ich auch einfach Mails beantwortet. Für solche Sachen bin ich immer gerne raus gegangen. Im Café ist man ja alleine, aber doch nicht alleine. Als das Schmidtchen noch ganz neu war, kam ich oft her. Mittlerweile ist es mir zu voll. Barmbek wird ja jetzt cool.”

Protokoll: Erik Brandt-Höge

Foto: Ana Maria Arevalo

Schmidtchen Barmbek: Friedrichsberger Straße 66 (Barmbek), www.schmidt-und-schmidtchen.de

Y’akoto Live: 21.4.18, 20 Uhr, Gruenspan

 


 

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Bedrohte Räume #21: Der „Lange Jammer“ von Barmbek

Eine Stadt verspielt ihr historisches Erbe.

Neulich spazierte ich kreuz und quer durch Barmbek, dem Lotto King Karl Hamburgs. Dort, wo ich als Kind meine Mutter von der AOK abholte, nachdem ich „Gitarre“ bei Guilio Guilietti hatte. Guilio Guilietti. Verheißungsvoller konnte der Name des italienischen Gitarrenlehrers kaum sein und doch war es Guilio Guilietti, der meine Liebe zur Musik fast auf dem Gewissen gehabt hätte. Wäre da nicht meine Freundin Hedda aus der Hebebrandstraße 8 gewesen, die genau da lebte, wo damals die armen Leutchen wohnten: Bei Oma im „Langen Jammer“, 40 Quadratmeter, ohne Klo und Dusche, dafür mit Kaninchen. Hedda wusste, wenn ich meine alte Gitarre bei Onkel Hans im Hühnerstall versteckte, bräuchte ich nie wieder zu spielen. Denn Onkel Hans würde das Ding sofort schrotten. Sie sollte Recht behalten. Die Gitarre war und blieb, auch nach dem krassesten Anschiss des Jahrhunderts, für ewig verschollen. Ich war frei.

Erst viel später, als ich mit Hedda und ihrem Pinscher Wastel meine erste Band gründete, bemerkte ich, was für irre Häuschen das waren, in denen Hedda wohnte. Überall trällerten die Vögel, die Eingänge waren dick verrankt und alles war hobbitartig verwunschen. Diese alten Gesindehäuser boten uns ein dörfliches Idyll, in denen die Zeit stehen geblieben war. Für uns waren sie Übungsraum, Zuhause und Museum in einem. Sie waren Zeitzeugen. Erinnerung. Unser.

Doch die Häuser hießen nicht „Langer Jammer“, wenn es nicht wieder diese miese Hamburgensie gäbe, die einmal mehr den Profit über die Erinnerungskultur stellt. Die historischen Häuser aus dem 19. Jahrhundert stehen zwar unter Denkmalschutz, doch ihre Eckgrundstücklage ist einfach zu verlockend, als dass sich der Hamburger Senat für ihren Erhalt ausspräche. Sie wissen ja, kaum entdeckt und schon verhökert, so heißt es bei GNTM und auch bei unseren Verantwortlichen heute. Und, ob sie nun Scholz, Tschentscher, Stapelfeldt oder Steffen heißen, seit einiger Zeit packt mich bei Politikern mit Zischlaut im Nachnamen die geistige Flucht.

Der Senat setzt sich wieder gnadenlos über den Denkmalschutz hinweg und opfert auch dieses bauliche Erbe Hamburgs. Vandalen handeln bereits im Sinne der geplanten Zerstörung. Eine saftige Rendite beim Verkauf von begehrten städtischen Grundstücken wird dem Erhalt vorgezogen. Die ECE (Slogan: „Urbane Marktplätze der Zukunft!“) plant aktuell, die Hälfte der intakten Häuserzeilen abzureißen und den Rest zu entkernen, um einen schicken „Tagungsort“ draus zu machen. Dabei ist gerade der bescheidene Zuschnitt der historisch wertvollen Wohnungen so wichtig. Es gäbe ja längst Interessenten, die sich um das Heil der Häuser bemühen wollen, doch von Senatsseite wird abgeblockt. Komm schon, Du Herr Scholz, nur einmal, bevor Du gehst …

Und so trotte ich an der Fuhlsbüttler Straße Richtung Steenkoppel entlang und wieder zuckt die Faust in der Tasche. Denn, während Willi-Bredel-Gesellschaft, Denkmalschutzverein und Geschichtswerkstatt beharrlich eine Erinnerungskultur fordern, ist dieser Ort für mich das Versteck vor Guilio Guilietti. Doch für die Stadt ist es nur ein sogenanntes Potenzialgebiet.

Eure Raumsonde 

Andrea

Beitragsbild: Ana Maria Arevalo


Who the fuck is…

Andrea Rothaug Szene Hamburg Stadtmagazin

Foto: Katja Ruge

 

 

Andrea Rothaug ist eine musikalische Raumsonde mit Hang zum Wort, Kulturmanagerin, Autorin, Dozentin, Veranstalterin, Präsidentin. Was diese Frau so alles treibt, erfahren Sie auf Ihrer Website

 


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Barmbek Spezial: Fische Faerber

Nach 73 Jahren ist Schluss für Ursula Faerber mit dem Fischverkauf an der Fuhlsbüttler Straße. Ein Hotelneubau bedeutet das Aus eines legendären Stadtteilladens.

Die weißen Schälchen in der Auslage sind prall gefüllt, da passt nichts mehr rein, jeder weitere Klecks Mayonnaise wäre zu viel. Nordseekrabben-, Shrimps-, Räucherlachs- und natürlich Heringssalate, dazwischen Rollmöpse und Senfhappen. Helle und dunkle Cremefarben, dicht an dicht. Das Stillleben hinter der blitzblanken Scheibe ist ein schimmerndes Fischemosaik. Direkt daneben, am Schaufenster, die großen Stücke: fangfrischer Lachs. „Schmeckt alles“, sagt Ursula Faerber auf die Frage nach einer Empfehlung, „kann man alles gut essen“. Es ist kurz nach zwei am Nachmittag, die 80-Jährige lehnt am Tresen, die lange Plastikschürze über den Wollpulli geschnürt, den Blick zum Eingang. Das Mittagsgeschäft ist gemacht, der Laden fast leer. Zum vorletzten Mal hat Faerber heute zwischen Fischküche und Räucherraum zu tun. Morgen ist Schluss mit dem Fischgeschäft. Ob Faerber will oder nicht.

„Sie standen bis draußen“

Keine Minute dauert der Fußweg vom Barmbeker Bahnhof bis zu Fische Faerber, dem weiß-blauen Kachelkasten am Beginn der Fuhlsbüttler Straße. Der ist Teil einer Ladenzeile, die einem Hotelneubau weichen soll. Direkt nach dem Krieg haben die Faerbers das kurze Stück vor der Bahnbrücke gepachtet, den Flachdachbau selbst hochgezogen und angefangen, Fisch zu verkaufen. Das war lukrativ. Stadtteilfachgeschäfte hatten einen guten Stand. Kunden honorierten, dass da jemand war, der sich spezialisierte, mit dem man auch reden konnte, und wenn es nur der Mittagsschnack über Backfisch und Kartoffelsalat war. Gutes Essen, gute Preise, Hamburger Tradition: Darauf konnte man sich einigen. Wird Fisch heute vorwiegend beim Discounter eingekauft, allenfalls an der Fischtheke im großen Supermarkt, hatten Institutionen wie Fische Faerber ein durchgehend großes Publikum. Ursula kam durch ihren Mann, den mittlerweile verstorbenen Bernd Faerber, in den 50er Jahren dazu, der Faerber-Hochphase. „Zwischen elf und eins standen sie damals bis draußen“, sagt Faerber jetzt und sieht eben dorthin, wo die Riesenschlange gewesen sein muss. Ob sie die Zeit vermisse? „Es war schön, aber man kann nicht zurück, und das würde ich auch nicht wollen.“ Außerdem: „Was ich hatte, kann mir keiner nehmen.“

Keine Chance für Schnörkel

Zugegeben, wer zu Faerbers geht, bekommt fürs Auge nicht mehr, als die Fassade verspricht. Einfachheit ist hier schick: schnell zu säubernde, helle Fliesen, schnörkellose Stehtische, Plastikblumen. Einzig die rotbraunen Klinker und die fachwerkhausdicken Balken an den Wänden versprühen etwas Gemütlichkeit. Was Modernes? Nicht mit Faerbers. Höchstens ach so hippe Food-Blogger würden hinter all dem kalkulierten Trash vermuten. Jeder andere sieht norddeutsche Schlichtheit und Funktionalität, es wirkt unaufgeregt und echt. Im Fokus stehen nun mal Fisch und hausgemachte Salate, und die sind gleichbleibend beliebt. Kaum vorstellbar für viele Stammkunden, dass das Essen vor der Nicht-Kulisse in Kürze nicht mehr möglich sein soll.

Kühler Schnack

Lieber einen Lachs in der Hand, als eine Taube auf dem Dach: Ursula Faerber präsentiert eines der letzten Stücke. Foto: Ana María Arevalo

„Was vorbei ist, ist vorbei, ist so, das war’s“, sagt Faerber, und sie hat noch mehr staubtrockene Phrasen parat: „Wenn’s hier nicht weiter geht, geht’s hier nicht weiter.“ Oder: „Wenn’s abgerissen wird, wird’s abgerissen. Damit muss man leben, meinen Nachbarn, links und rechts, geht es genauso.“ Hamburger Kühle. Aber auch: spürbare Schelte. Was sie von der Entscheidung der Stadt hält, die gesamte Ladenzeile einzustampfen und das Grundstück frei zu machen für ein Hotel, nämlich gar nichts, wird spürbar, wenn sie fortfährt: „Wir haben es erst in der letzten Oktoberwoche erfahren, da konnten wir nicht gegen angehen. Wir haben das hier ja nur gepachtet vom Staat, und der hat es an den Meistbietenden verkauft. Wir wurden gar nicht gefragt.“ Absurd: Weil Faerbers das Geschäft einst selbst bauten, sollen sie es nun auch selbst abreißen. Ausziehen und kaputtmachen. Aber da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, meint Faerber: „Wir streiten uns noch.“

Weiter auf dem Wochenmarkt

Die Routinen in Ursula Faerbers Leben werden sich ändern. Seit 40 Jahren lebt sie in Niedersachsen auf dem Land, hat drei Hunde, bleibt dank der täglichen Arbeit fit. Spätestens um acht war sie sechs Tage die Woche im Laden, sperrte um neun auf. Und sie machte alles alleine. Zuletzt hatte Faerber keine Mitarbeiter mehr, nur ihr Sohn half aus, allerdings nicht vor Ort, sondern auf den Wochenmärkten am Goldbekufer, in Hamm, in der Fabriciusstraße vor Edeka und an der Bramfelder Chaussee Ecke Berner Chaussee. Dort soll es auch weitergehen mit dem Fischverkauf, nur der Platz für die Vorbereitung der Fische fehlt fortan durch den Abriss des Ladens. Faerber: „Ich suche noch eine Räumlichkeit, darf gerne in Barmbek und nicht zu teuer sein.“ Wenn der Fisch für die Marktwagen flott gemacht wird, wolle sie noch mit anpacken, ansonsten sich aus allem raushalten. Könnte es sein, dass ihr dann doch etwas fehlt? Faerber zuckt mit den Schultern, scheinbar ungerührt: „Muss man erleben.“

Text: Erik Brandt-Höge

Fotos: Ana María Arevalo


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