Sich mitteilen, verstanden werden und dazugehören: Das ist die Grundlage für Teilhabe und Freundschaften. Der Hamburger Kita-Träger Elbkinder setzt mit dem Projekt „Unterstützte Kommunikation für alle“ seit zehn Jahren darauf, Kommunikation für alle Kinder zugänglich zu machen – nicht nur in Integrationskitas. Unterstützte Kommunikation kombiniert gesprochene Sprache mit Gebärden und METACOM-Symbolen – mitten im Kita-Alltag. Die visuellen Kommunikationsmittel helfen Kindern, Sprache besser zu verstehen und sich auszudrücken. Davon profitieren besonders Kinder, die sich sprachlich noch nicht oder nur eingeschränkt ausdrücken können, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder, die Deutsch erst lernen. Viele Kinder nutzen die zusätzlichen Verständigungsformen im Kita-Alltag ganz selbstverständlich. Die Gebärden und Symbole kommen überall zum Einsatz: beim Essen, Spielen, Singen oder im Morgenkreis. So lernen Kinder und pädagogische Fachkräfte gemeinsam einen alltagsnahen Wortschatz. „In unseren Familiengruppen schaffen die Gebärden eine gemeinsame Sprache für die Kinder von eins bis sieben Jahren“, berichtet Manuela Öhlmann, Leiterin der Elbkinder-Kita Hospitalstraße. Was 2016 als Pilotprojekt in acht Elbkinder-Kitas begann, ist heute in vielen Einrichtungen fest verankert. Bislang wurden Fachkräfte aus 79 Kitas geschult und entwickeln den Ansatz weiter. „UK für alle ist viel mehr als eine Methode: Sie macht sichtbar, was jedes Kind zu sagen hat“, sagt Franziska Sterner, pädagogische Fachberatung bei den Elbkindern.
Elbkinder: Wenn das Herz mit den Händen spricht

