(6.5.) Stummfilmtage: Der Mann mit dem Laubfrosch, Metropolis Kino, 20 Uhr

Fast die Hälfte aller Filmproduktionen in den 1910er- und 20er-Jahren waren Kriminal- und Detektivgeschichten, auch wenn sie vom eher engstirnigen Bildungsbürgertum als gefährlicher Schund abgetan wurden. Das Metropolis Kino zeigt in seinen Stummfilmtagen bis 18. Mai knapp 20 Krimis aus jener Zeit, häufig mit Live-Musikbegleitung. Den Auftakt macht „Der Mann mit dem Laubfrosch“ von Gerhard Lamprecht (1928). Begleitet wird die schwarzweiße Mord-Geschichte von Robert Masou (Kontrabass), Beatrice Gamza (Gitarre), Frank Posiadly (Trompete) und Hans-Christoph Hartmann (Saxophon). (MAS)

Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
6.5., 20 Uhr

(5.5.) EGO-Air, Ballinstadt, 14 Uhr

Diynamic Himmelfrei

Vor 10 Jahren gründeten Adriano Trolio und Mladen Solomun die Hamburger Diynamic-Dynastie. Mittlerweile hat sich das Label zu einem Globalplayer für elektronische Musik entwickelt. Erste Gelegenheit dieses Jubiläum in Hamburg zu feiern, ist auf der Veddel. Auch in diesem Jahr heißt es „kein Mai ohne EGO-Air“, wenn die nach dem eigenen Ex-Klub benannte Freiluftveranstaltung gleich mit mehreren Aushängeschildern der House-Familie zu Gast ist. Neben Big-Boss Solomun, stehen Kollektiv Turmstraße und Organisatorin Magdalena (Foto) an den Plattenspielern. Der Sommer kann kommen! (OMA)

BallinStadt – Auswanderermuseum Hamburg
Veddeler Bogen 2
5.5., 14 Uhr

(5.5.) Kommando Himmelfahrt: Geisterbahn, Kampnagel, 19.30 Uhr

Geisterbahn HamburgDas Kommando Himmelfahrt, bekannt für großformatige Musiktheaterproduktionen, baut mit „Geisterbahn“ zum ersten Mal eine begehbare Installation auf Kampnagel. Doch der Geist der freien Gruppe, Zukunftsvisionen und Mythen zu untersuchen und diese zurück auf die Gegenwart zu projizieren, bleibt erhalten. Mit musikalischer Unterstützung vom Ensemble Resonanz und Friedrich Liechtenstein widmen sie sich dem französischen Radikalaufklärer, dem ebenso verrufenen wie visionären Arzt-Philosophen Julien Offray de la Mettrie (1709-1751). (HED)

Kampnagel
Jarrestraße 21
5.5., 19.30–21.30 Uhr, Einlass alle 30 Min.

(2.5.) Tausend neue Töne, Grüner Jäger, 19.30 Uhr

Jeden Song beim Konzert mitzuträllern, ist das eine, was Live-Gigs so schön macht – ganz neue Musik zu entdecken, ist das andere. “Tausend neue Töne” ist ein Format, das uns an ungehörte, aber sehr hörenswerte Musik heranbringen will. Dieses Mal sind Patient Patient aus Paderborn mit ihren selbst ernannten Dreamy Rock Tunes dabei, Last Night Venture aus Kopenhagen spielen abgespacten Psychedelic Post Rock und ähnlich wie die Dritten im Bunde, Tragwyte aus Hamburg. Eins ist versprochen: Im Grünen Jäger werden ganz neue Töne angeschlagen – tausende. (AW)

Grüner Jäger
Neuer Pferdemarkt 36
2.5., 19.30 Uhr
Ticket: 5 Euro

(4.5.) Love & Rockets, Prinzenbar, 24 Uhr

Dieser Mai klotzt mit Feiertagen wie kein zweiter Monat und das kommt vor allem dem Nachtleben zugute. Partyperlen am Mittwoch? Kein Problem, wenn am Tag darauf Himmelfahrt gefeiert wird. Das dachten sich auch Love & Rockets Drum ’n’ Bass und haben sich die Prinzenbar für eine dicke Ladung britischen Bums gebunkert – genauer gesagt tiefer Halftime und Minimal Drum ’n’ Bass, der euch von den fittesten Protagonisten der Szene hierzulande kredenzt wird: Survey aus Berlin oder Love Charles, Steyr und Benzin von Hoch10. Lasst die Bass-Rakete in der Prinzenbar steigen! (AW)

Prinzenbar
Spielbudenplatz 19
4.5., 24 Uhr

(3.5.) Alice Phoebe Lou, Knust, 21 Uhr

Superstar der Fußgängerzone

Wenn man es clever anstellt, dann kann man heutzutage als Musiker bekannt werden, ohne auch nur einmal sein Zimmer zu verlassen. Es scheint jedoch, dass junge Musiker lieber wieder den unbequemen Weg gehen wollen und ihre Karriere einfach auf der Straße starten. Zu ihnen gehört auch die 22-jährige Alice Phoebe Lou, die seit 2013 öffentliche Orte in ihrer Wahlheimat Berlin bespielt und mit Gitarre und rauchiger Stimme regelmäßig Hunderte von Passanten in ihren Bann zieht. Die Südafrikanerin, die bisher alle Angebote großer Plattenlabels abgelehnt hat, ist in der Hauptstadt bereits eine lokale Berühmtheit. Höchste Zeit also, dass auch andere Städte in den Genuss ihrer großartigen Performance kommen! (KGR)

Knust
Neuer Kamp 30
3.5., 21 Uhr

(4.5.) ObenUntenAlles, Uebel & Gefährlich + Terrace Hill, 24 Uhr

Warum nicht den folgenden Feiertag buchstäblich nehmen und mit dem Fahrstuhl in die beiden höchsten Traditions-Clubs der Stadt düsen? Am Abend vor Himmelfahrt lohnt es sich besonders. Das Motto ObenUntenAlles wird im Uebel & Gefährlich wörtlich genommen. Für einmaligen Eintritt geht’s ins Turmzimmer, in den Ballsaal des Bunkers sowie zum benachbarten Terrace Hill, wo ein umfassendes elektromusikalisches Programm geboten wird. Unvollständige Highlights: Molle aka Mollono.Bass, Schaefer & Søn, Benet Rix (Foto), Pauls Büro, Chris Kistenmacher, FABS#, Tom Eye und viele mehr. (OMA)

Uebel & Gefährlich und Terrace Hill
Feldstraße 60
4.5., 24 Uhr

(3.5.) Pantha du Prince, Laeiszhalle, 21.30 Uhr

Seinen Künstlernamen hat Hendrik Weber aka Pantha du Prince einst im Traum aufgegabelt, erzählt er gern – ein bedeutender Teil seines musikalischen Schaffens dürfte ebenfalls aus ähnlichen Sphären stammen. Der Techno-Musiker, Neo-Romantiker, Komponist und Glocken-Arrangeur experimentiert gerne und äußerst begabt, schichtet Klänge übereinander und baut sich blühende Soundwelten zusammen.

Als Stipendiat des Musicboard Berlins hat er nun drei Monate in der Villa Aurora in Los Angeles verbracht, die einst zu Exilzeiten von Lion Feuchtwanger und seiner Frau bewohnt und zum Künstlertreffpunkt verwandelt wurde. Als Ergebnis veröffentlichte er bereits im Februar die EP „Winter Hymn“, nun folgt das Album „The Triad“, ein Gemeinschaftswerk mit dem Panda-Bear-Gitarristen Scott Mou und Schlagzeuger Bendik Hovik Kjeldsberg. Ein paar Glocken sind geblieben, Gesangsspuren erstmalig dazugestoßen, noch mehr Klangdetails, als man es sowieso von ihm gewohnt ist – so heißt es – wurden in Kleinstarbeit dazugeschichtet.

Im Rahmen des 2. Internationalen Musikfest Hamburgs präsentiert er sein 6. Album live in der Laeiszhalle. Das dürfte höchst angenehm unter gleich mehrere Hautschichten kriechen. (MME)

Laeiszhalle
Johannes-Brahms-Platz
3.5., 21.30 Uhr

(1.5.) Wolfmother, Große Freiheit, 19 Uhr

Rudel aus der Garage

Beständig gute Mucke bei wechselnder Besetzung: Die australische Stonerrockband erlebte seit ihrer Gründung diverse Aus- und Einstiege, eine Auflösung und Neugründung. Trotzdem schafft es der lockenköpfige Leitwolf Andrew Stockdale – Songwriter, Sänger und einzige personelle Konstante – immer wieder, grandiose Alben abzuliefern. Zuletzt: „Victorious“ (2016) eine garagige Platte, für die sich Stockdale mit seinem Instrumentarium ins stille Kämmerlein zurückzog, bevor er gemeinsam mit Ian Peres (Bass, Gitarre) und Vin Steele (Gitarre) das Album einspielte. Dass die Band mittlerweile eher Soloprojekt als Rudel ist, tut dem Ergebnis keinen Abbruch. Die Wolfsmutter knurrt, zeigt Zähne und schüttelt ihr Fell genauso schön wie früher. (LEN)

Große Freiheit 36
Große Freiheit 36
1.5., 19 Uhr

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze. Schreib einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Wolfmother“ bis 29.4. an verlosung@vkfmi.de

(1.5.) St. Patrick’s Zine Library, Sammlung Falckenberg, 12 Uhr

Ein Muss für alle Zine-Fans und Unterstützer des unabhängigen Publizierens: Heute ist die St. Patrick’s Zine Library zu Gast in der Raymond-Pettibon-Ausstellung (Abb: No Title (homo americanus), 2015). Die Library ist eine mobile Sammlung von Zines, Fanzines, Minicomics, Zeitungsformaten und Selbstverlegtem und basiert auf der Sammlung des Künstlers Patrick Rieve. Bereits Anfang der 1990er-Jahre startete er mit den Schwarzmarkt Comix und widmet sich bis heute dem Genre. Um 14 Uhr führt er durch 30 Jahre persönliche Zine-Geschichte. Die Pettibon-Schau ist ebenfalls geöffnet (SD)

Sammlung Falckenberg
Wilstorfer Str. 71
1.5., 12–17 Uhr