(8.3.) Lesung: Die Unglückseligen, Literaturhaus, 19.30 Uhr

Die Molekularbiologin Johanna ist getrieben von der Suche nach dem Geheimnis der Unsterblichkeit. Moralische Diskussionen haben sie von ihren Mitmenschen entfremdet. Johanna ist einsam, aber von der Relevanz ihrer Forschungen überzeugt. Als sie auf den Naturforscher Johann Wilhelm Ritter trifft, werden ihre Ansichten auf die Probe gestellt: Ritter wurde im Jahr 1776 geboren. Er ist unsterblich und todunglücklich. Thea Dorns neuer Roman „Die Unglückseligen“ ist eine Reise in faustische Abgründe und eine spannende Abhandlung über Wissenschaftsethik zwischen Erkenntnisdrang und romantischer Verklärung. Dass es dabei auch mit dem Teufel zugeht, versteht sich. Als bissiger Kommentator mit altertümlichem Sprachgestus begleitet er das Geschehen. Allein wie Thea Dorn dabei unterschiedliche Facetten der deutschen Sprache einzusetzen weiß, ist eine Entdeckung wert. Bei der Lesung im Literaturhaus kann man sich davon mit eigenen Ohren überzeugen. (BIE)

Foto: Karin Rocholl

Literaturhaus
Schwanenwik 38
Lesung: 8.3., 19.30 Uhr

(7.3.) Konzert: Boy & Bear, Uebel & Gefährlich, 21 Uhr

Wir setzen euch auf die Gästeliste

Neo-Folk-Bands gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Gute Neo-Folk-Bands jedoch sind nicht ganz so zahlreich vorhanden. Eine von ihnen ist Boy & Bear aus Australien. Das sind fünf Jungs mit Groove und Gefühl und jeder Menge 1-A-Mitsing-Nummern im Programm. Wer Mumford & Sons, Fleet Foxes und Band Of Horses mag, der mag auch diese Gruppe und freut sich vielleicht über unsere Verlosung von 2×2 Tickets für ihren anstehenden Hamburg-Auftritt, in dessen Rahmen sie ihr neues Album “Limit Of Love” vorstellen.

Uebel & Gefährlich
Feldstraße 66 (St. Pauli)
7.3., 21 Uhr
Ticket: 24,40 Euro

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze für das Konzert am 7.3.. Schickt eine E-Mail mit dem Stichwort „Boy & Bear“ und eurem Vor- sowie Nachnamen bis 3.3. (18 Uhr) an verlosung@vkfmi.de

(7.3.) Blattkritik Salon: Der St. Pauli Code, HoppundFrenz, 19 Uhr

Hamburg ist Medienstadt. Große Verlage bestimmen aber nicht mehr allein die Branche. Besonders der Lokaljournalismus ist so dynamisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr – egal ob On- oder Offline, regional oder hyperregional. Der fünfte Blattkritik Salon diskutiert deshalb unter dem Titel „Der St. Pauli Code– Perspektiven der Lokalberichterstattung in Hamburg“, welche Medien unsere Stadt eigentlich braucht oder wie die Gentrifizierung in Stadtteilen wie St. Pauli nach neuer Kommunikation verlangt.

Charlotte Parnack von Die Zeit Hamburg, Lars Haider vom Hamburger Abendblatt, Dennis Imhäuser (Eimsbütteler Nachrichten) und die Macher von Stadtlichh debattieren mit. Journalist und Salonleiter Michael Hopp hostet das Event zusammen mit Urs Spindler, der 2015 die Indiecon, ein Festival für unabhängige Magazine, mit ins Leben gerufen hat. Ein Blick in die publizistische Gegenwart und Zukunft Hamburgs, bei dem wir von der SZENE HAMBURG beim nächsten Mal aber definitiv mitdiskutieren wollen! (AW)

HoppundFrenz Redaktion
Fettstraße 19a
7.3., 19 Uhr

(7.3.) Live: Will Hoge, kukuun, 20 Uhr

“Will Hoge ist schon lange im Geschäft, doch selten hat er so unverschämt gut geklungen (…). Ein Muss für all jene, die gutes Songwriting und ehrliche, handgemachte Musik zu schätzen wissen”, schreiben die Kollegen bei countrymusicnews.de. Schnöden Country macht der Grammy-nominierte Americana-Songwriter genau deshalb nicht. Dank Einflüssen aus Pop und der rotzigen Attitüde von Rockmusik lässt sich Will Hoge nicht so leicht in eine Schublade pressen. Eines aber wird beim Hören seiner zehn Alben schnell klar: Er erzählt in seinen Songs gerne Geschichten oder erhebt kritisch das Wort.

Als im Sommer letzten Jahres eine Debatte über den Gebrauch der Konföderierten-Flagge im Süden der USA ausbrach, begab der Sänger sich unverzüglich ins Studio, um mit dem Song „Still a Southern Man“ die überalterten Werte und die engstirnige, blinde Gefolgschaft der Südstaaten anzuprangern. Für drei intime Clubkonzerte kommt Hoge jetzt nach Deutschland und macht dabei auch Halt in Hamburg im kukuun. Hört euch an, was er zu singen hat! (AW)

kukuun
Spielbudenplatz 21-22
7.3., 19 Uhr Einlass
Tickets: 25,70 Euro

(6.3.) Konzert: !!!, Headcrash, 20 Uhr

„Wer sagt eigentlich, dass das Equipment einer Indierock-Band nur aus Gitarre, Bass und Schlagzeug zu bestehen hat? Dieses Korsett passt jedenfalls der 1996 im kalifornischen Sacramento gegründeten Band mit den drei Ausrufezeichen als Namen nicht, die zur Freude von Google und aller Radiomoderatoren auch unter dem lautmalerischen „Chk Chk Chk“ bekannt ist.

Für die fünfköpfige Band um Sänger und Songschreiber Nic Offer war es stets das erklärte Ziel, auch als sogenannte Indierock-Band ihr Publikum zum Tanzen zu bringen. Mit markerschütternden Bassläufen, funky Keyboards und pumpenden House-Beats ist das bisher bestens gelungen. Nach sechs Alben haben sich die mittlerweile in New York beheimateten Chk Chk Chk von jeglichen Erwartungen freigeschwommen, und ihre clever-vertrackten Arrangements sind auch nach 20 Jahren Bandgeschichte alles andere als vorhersehbar. Das Einzige, worauf man jetzt für das Konzert im Headcrash seine Oma verwetten könnte: Es wird heiß! (KGR)

Headcrash
Hamburger Berg 13
6.3., 20 Uhr
Tickets: 22,70 Euro

(5.3.) Party: Monaberry Labelnacht, MS Stubnitz, 23 Uhr

Aus Halle an der Saale kommen: Georg Friedrich Händel, Hans-Dietrich Genscher und das Label Monaberry. Die beiden Erstgenannten dürften der housigen Bassmusik eher abgeneigt sein, Monaberry hingegen fährt auf der Stubi ganz geschmeidiges Besteck auf: Die Label-Größen Super Flu, Bebetta (Foto) und Martin Waslewski zum Beispiel. Zusätzlich am Brett: Gregor Welz, Filtertÿpen, David Lenk, Maik Rankin und Just2Mates. Gute Laune, Hihat-Feuerwerk und zwingende Tanzerei sind vorprogrammiert. Warum dagegen wehren? Hinter der Baakenhafenbrücke beginnt schließlich der elektronische Strand. (MF)

Foto: Ina Peters

MS Stubnitz
Kirchenpauerkai 26
5.3., 23 Uhr

(5.3.) Nachtleben: Lost Places, Komet, 23 Uhr

“Der Komet – ein echtes Juwel alternativer Kiezkultur und Ort, an dem man in bester Gesellschaft kickern und ein gepflegtes Feierabendgetränk genießen kann” – und das in der Regel bei rockig-souligen Vinylklängen. Bis auf heute! Denn an diesem Samstag heißt es zumindest im Basement des Kometen: GET LOST! Für einen Fünfer könnt ihr euch bei der beliebten Partyreihe Lost Places so richtig schön zu Minimal, Synth und Dark Wave, Angst Pop und Electroclash gehen lassen und tanzen, bis euch die Sohlen brennen. (IV)

Komet
Erichstraße 11
5.3., 23 Uhr
Eintritt: 5 Euro

(5.3.) Party: BEAT’aholix, Kosmos St. Liederlich, 22.30 Uhr

Wer das Wochenende eigentlich am liebsten im Wohnzimmer verbringt, sein eigenes aber mit der Zeit zu langweilig findet, dem sei das Kosmos Sankt Liederlich in der Paul-Roosen-Straße 7 wärmstens empfohlen. In unmittelbarer Nähe zum Kiez sitzt man ganz gemütlich zwischen bunt zusammengewürfelter Einrichtung und angenehm entspannten Leuten. Heute haut die BEAT’aholix-Crew aka Supreme Frost, Bliss und Deep M bei ihrer ersten Indoor Session fetten Sound und ordentlich Bass auf die Plattenteller, sodass man sich nicht ganz wie auf dem heimischen Sofa fühlt. (KF)

Kosmos St. Liederlich
Paul-Roosen-Straße 7
5.3., 22.30 Uhr

(4.3.) Kunst: Frauen-Video-Power “Big Girls”, Frappant, 20 Uhr

Mariola Brillowska zeigt, wo in der aktuellen Filmproduktion von Künstlerinnen der Hammer hängt. Zwölf Videos, darunter viele ihrer Studentinnen aus Offenbach, sind im Frappant zu sehen. Darunter Deborah Schamonis Musikvideo “We don’t play guitars” für die Chicks on Speed, animierter Atommüll von Ilinco Hoepfner, Facebook-Spott von Katharina Duve oder aktuelles zum Syrienkrieg von Luise Omar in “Krieg im Frieden”.

Bunt, laut, respektlos und Lichtjahre von den Klischees feministischer Kunst entfernt, geht es dabei zu – und das wird schon bei der Eröffnung gefeiert. Mit der Band Club Vortuna, die zu einer Künstlergruppe gehört, die auf Spiegel Online schon mal als “Spice Girls von Wien” bezeichnet wurde, und einem Wiedersehen mit der legendären Show Radio Las Vegas, mit der Mariola Brillowska und Günter Reznicek viele Jahre lang beim FSK für surreale Unterhaltung sorgten. Ein Pflichttermin! (SD)

Frappant e.V.
Zeiseweg 9 (Altona-Nord)
“Big Girls”-Eröffnung: 4.3., 20 Uhr
Ausstellung bis 13.3.

(18.7.) Aftershowparty: WEIRD Boat, Docks, 22.30 Uhr

WEIRD-Boat #3 ist ausverkauft – zumindest Part 1 auf dem Wasser. Wenn das Boot zum dritten Mal, noch im Viervierteltakt schwankend, an den Landungsbrücken andockt, geht es unmittelbar im Docks weiter. Die Bootscrew, bestehend aus Miyagi und Manuel Meyer aka Zusammenklang, die zuletzt ihr zweites Album Different Places auf Oliver Schories Label SOSO veröffentlicht haben, sorgt im Club für entspannt-melodiösen Electro, während Bambi und Mikah sich in musikalisch deepen Gewässern tummeln.

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Docks
Spielbudenplatz 19 (St. Pauli)
18.7., 22.30 Uhr