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Ratsherrn: Zeit für Märzen

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Es ist Ende September und während im Süden das Oktoberfest gefeiert wird, zelebriert Ratsherrn mit dem Märzen sein eigenen Festbier

 

Das herrlich süffige Festbier von der Hamburger Stadtbrauerei Ratsherrn ist wieder da! Maßkrug und Lederhose? Braucht das Ratsherrn Festbier nicht. Hier sorgen bereits der ausbalancierte Malzkörper und der feine Hopfen-Touch für beste Festzelt-Stimmung! Gleich in drei Eigengastronomien, im „Alten Mädchen Braugasthaus“ in der Sternschanze, in der „Ratsherrn Bar Mühlenkamp“ in Winterhude sowie im „DAS LOKAL“ in Eimsbüttel lädt Ratsherrn zum gemeinsamen Schunkeln ein. Holen Sie sich jetzt Festzelt-Feeling nach Hause: das Märzen gibt es natürlich auch in der Flasche.


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Der Herbst ist da: Zehn Tipps für kühle Tage

Es ist Herbst, die Tage werden kürzer, draußen ist es nass und kalt und der sogenannte Herbstblues setzt ein. Hier kommen zehn Tipps, um aus dieser Jahreszeit einen goldenen Herbst zu machen

Text: Felix Willeke & Henry Lührs

 

Ausflug zum Kürbisparadies Hof Adolf

 

Auf dem Hof Adolf gibt es Kürbis satt (Foto: unsplash/Alexas Fotos)

Auf dem Hof Adolf gibt es Kürbis satt (Foto: unsplash/Alexas Fotos)

Der Herbst bringt nicht nur Schmuddelwetter und viel Laub, sondern auch den Kürbis und alles, was dazugehört. Das große, orange Fruchtgemüse macht sich nicht nur gut in der eigenen Wohnung, auch die Kürbissuppe ist ein absolutes Herbst-Highlight. Ganz zu schweigen von den vielen verschiedenen Grusel-Grimassen, die sich zu Halloween in die Kürbisse schnitzen lassen. Umso besser, dass es in und um Hamburg verschiedene Kürbishöfe gibt.

Der Hof Adolf vor den Toren der Stadt bietet in seinem Kürbisparadies 200 verschiedene Sorten an. Aber auch viele selbsterzeugte und regionale Kürbisprodukte wie Sekt, Marmeladen oder Öl locken auf den Hof. Schnitzvorlagen und Schnitzwerkzeug für die Grusel-Party liegen für die Besucher bereit. Bis Ende Oktober ist das Kürbisparadies jeden Tag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Hof Adolf, Im Dorf 8 (Braak); hof-adolf.de


 

Gemütliches Filme-Gucken gegen den Herbstblues

 

Der Filmraum in Eimsbüttel, ein Programmkino mit gemütlicher Atmosphäre (Foto: filmRaum)

Der Filmraum in Eimsbüttel, ein Programmkino mit gemütlicher Atmosphäre (Foto: filmRaum)

Nirgendwo lässt sich ein verregneter, kühler Herbsttag besser verbringen als in einem muckeligen Kino. Neben den großen Blockbuster-Kinos gibt es in Hamburg aber auch die kleinere, gemütliche Variante. Der Filmraum im Herzen von Eimsbüttel erinnert mit seinem Kinosaal eher an ein zweites Wohnzimmer.

Das kleine Programmkino setzt auf alten Kino-Charme und Filme fernab des Mainstreams. Arthouse-, Spiel- und Dokumentarfilme laufen hier in Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Seit über 10 Jahren hat sich der Filmraum im Viertel, aber auch in ganz Hamburg als wichtiger Kulturraum etabliert. Für den Klönschnack danach lohnt sich die heiße Schokolade oder der Chai Tea im Herz und Bauch Cafe gegenüber.

Müggenkampstraße 45 (Eimsbüttel); filmraum.net


 

Herbstliches Basteln und kreatives Gestalten

 

Im Herbst ist Zeit für Kreativität (Foto: unsplash/Vladimir Proskurovskiy)

Im Herbst ist Zeit für Kreativität (Foto: unsplash/Vladimir Proskurovskiy)

Wenn es draußen früher dunkel und kühler wird, ist es Zeit, um drinnen wieder kreativ zu werden. In Hamburg gibt es dazu zum Glück viele Möglichkeiten, Veranstaltungen und Workshops. In der Diele in Ottensen dreht sich am 30. Oktober 2021 zum Beispiel alles um die Trockenblume. Mit Floristentape und Basteldraht werden bei einem Workshop Kränze für das eigene Wohnzimmer hergestellt.

Bei der Veranstaltung „Malen, Basteln, Werkeln“ im Bucerius Kunst Forum werden am 7. November neue künstlerische Wege mit Materialien aus dem Haushalt erforscht. In der Kreativwerkstatt Hamburg Ottensen gibt es am 19. November eine Einführung in die Kunst des Plisseefaltens. Kugeln im Origami-Stil werden hierbei aus dem individuellen Lieblingspapier gefaltet. Aber auch in den eigenen vier Wänden lässt es sich natürlich wunderbar kreativ werden. Viele Anleitungen, zum Beispiel zum Thema Upcycling, gibt es auf Youtube.


 

Entspannen in den Wellnessoasen von Hamburg

 

Entspannen, das geht im Kaifu Sole (Foto: Bäderland Hamburg)

Entspannen, das geht im Kaifu Sole (Foto: Bäderland Hamburg)

Die Herbst- und Wintermonate können gerne mal richtig stressig werden. Der Urlaub ist ausgeschöpft und die Ferien wieder in weiter Ferne. Bei Studierenden rauscht das Wintersemester rein und die ersten Abgaben oder Vorträge stehen an. Aber auch auf der Arbeit steigt der Druck durch Fristen zum Jahresende. Kaum etwas sorgt für mehr Entspannung, als im Spa die Seele baumeln zu lassen. Orientalische Wellness gibt es zum Beispiel im Hamam Hafen Hamburg auf St. Pauli. Auf die Besucher wartet ein großer Wellnessbereich mit Kissenlandschaft, beheizten Marmor Podesten, Körperpeelings und Seifenschaummassagen. Individuelle Behandlungen gibt es hier bereits ab 35 Euro.

Natürlich finden sich auch in anderen Teilen der Stadt viele weitere Wohlfühloasen. Klassische und beliebte Anlaufstellen sind zum Beispiel das Meridian Spa in Poppenbüttel oder die Kaifu Lodge und Kaifu Sole in Eimsbüttel. Aber auch das Aspira in Uhlenhorst bietet neben verschiedenen Spa-Bereichen mehrere beheizte Innen- und Außenpools, die auch in den Herbst- und Wintermonaten geöffnet sind.

Seewartenstraße 10 (St. Pauli); hamam-hamburg.de


 

Schlemmen bei den Genuss-Touren Hamburg

 

Auf den Genuss-Touren Hamburg gibt es viele kulinarische Highlights (Foto: Jérome Gerull)

Auf den Genuss-Touren Hamburg gibt es viele kulinarische Highlights (Foto: Jérome Gerull)

Der Herbst ist da – kein Grund, sich drinnen zu verstecken. An der frischen Herbstluft lässt sich die Hamburger Gastro Szene ideal bei der Genuss-Tour Hamburg erforschen. Während der kulinarischen Entdeckungsreise durch Hamburgs Stadtteile kommen die Besucher in den Genuss der leckersten Pizza, des besten Burgers oder der gemütlichsten Bar.

Die Tourguides haben außerdem immer jede Menge Insidertipps parat. In Kooperation mit Urban Gurus werden alle Teilnehmenden dazu eingeladen, Hamburg kulinarisch zu entdecken und satt und zufrieden zurückzukehren. Gebucht werden können die Touren in vielen verschiedenen Vierteln wie Speicherstadt und Hafencity oder Altona und Ottensen.

genusstouren-hamburg.de


 

Sterne gucken und mehr

 

Einen Blick in die Sterne gibt's im Planetarium Hamburg (Foto: Jan-Rasmus Lippels)

Einen Blick in die Sterne gibt’s im Planetarium Hamburg (Foto: Jan-Rasmus Lippels)

Draußen hängen die Wolken tief und drinnen funkeln die Sterne. Das geht nicht? Doch und zwar bestens im Planetarium Hamburg. Egal ob Geschichten für die Kleinen, Wissen für alle oder spektakuläre Shows für die Größeren, das Planetarium bietet die ganze Bandbreite. Ab dem 1. November kommen sogar noch mehr Besucher:innen in den Genuss der Shows, denn das Haus stellt auf die 2G-Regel um.

Für die Zeit vor oder nach der Show gibt es außerdem im Erdgeschoss das Café Schmidtchen im Planetarium, im Foyer die Ausstellung „Mensch, Kosmos!“ mit Bildern des Hubble-Teleskops und ganz oben die fast schon legendäre Aussichtsplattform. Für alle mit Tickets zu einer Veranstaltung ist die Plattform im Preis enthalten, alle anderen Zahlen ein bis zwei Euro für einen der schönsten Blicke über die Stadt.

Linnering 1 im Stadtpark (Winterhude); planetarium-hamburg.de


 

Kunst, Kunst, Kunst

 

TOYEN: Die neue Welt der Liebenden; (Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2021/Katrin Backes, Sylvain Tanquerel)

TOYEN: Die neue Welt der Liebenden; (Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2021/Katrin Backes, Sylvain Tanquerel)

Über 80 Museen gibt es in Hamburg, dazu kommen unzählige Galerien und Pop-up-Räume, es spricht also nichts dagegen, den Herbst ins Zeichen der Kunst zu stellen. Sei es die aktuelle Toyen-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle, die hochgelobte Ausstellung „Tom Sachs Space Program: Rare Earths“ in den Deichtorhallen (noch bis zum 10. April 2022) oder die wechselnden Ausstellungen im KuBaSta im Münzviertel.

Aktuell untersuchen Student:innen der HAW das menschliche Verhältnis zu Landschaft und Naturdarstellungen im Lichte der globalen Umweltveränderungen zeichnerisch in der Ausstellung „Landschaft als Metapher“. Los geht es im KuBaSta am 15. Oktober mit einer Vernissage, vom 16. bis zum 28. Oktober ist täglich von 18 bis 21 Uhr geöffnet.

KuBaSta Repsoldstraße 45 (Hammerbrook); xpon-art.de


 

Raus ins Laub

 

Damwild, einfach schöne Tiere im Niendorfer Gehege (Foto: unsplash/Zhengyu Lyu)

Damwild, einfach schöne Tiere im Niendorfer Gehege (Foto: unsplash/Zhengyu Lyu)

Spaziergänge im Sommer, das können alle. Aber es gibt fast nichts schöneres als ein Spaziergang an einem Herbstmorgen, wenn der Tau noch über der Wiese liegt und der Morgennebel die Sonne in ein leicht milchiges Licht taucht.

Egal ob Damwild im Niendorfer Gehege beobachten, Galloway Rinder im Höltigbaum oder Heidschnucken in der Fischbeker Heide, neben der morgendlichen Frische gibt es in den Parks und Naturschutzgebiet in und um die Stadt herum noch viel mehr zu entdecken. Die Loki-Schmidt-Stiftung und die einzelnen Parks bieten darüber hinaus auch noch Führungen und Workshops an.


 

Herbstzeit ist Apfelzeit

 

Äpfel gibt es in Hamburg regional und saisonal immer im Herbst (Foto: unsplash/Matheus Cenali)

Äpfel gibt es in Hamburg regional und saisonal immer im Herbst (Foto: unsplash/Matheus Cenali)

Mittagspause, der Körper verlangt nach Vitaminen, da kommt der frische Apfel gerade recht. Noch besser ist er, wenn er nicht nur frisch, sondern auch selbst gepflückt ist. Und wie es die Natur will, hat Hamburg das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands direkt vor der Tür. Im Alten Land ist aktuell noch Zeit für die Apfelernte und auf Höfen wie dem Herzapfelhof Lühs kurz vor Jork kann man täglich selbst zum Pflücken vorbei kommen. Noch bis Ende Oktober 2021 hängen hier Sorten wie Jonagold oder Topaz an den Bäumen. Zum Pflücken braucht man eine Pflückkarte, die man bei der Anmeldung vor Ort bekommt.

Wer es nicht schafft, ins Alte Land zu fahren und trotzdem alte und regionale Apfelsorten probieren will, die zum Teil auch für Allergiker:innen in Frage kommen, der geht am besten zu Judith Bernhard und Eckart Brandt vom Boomgarden Projekt. Sie stehen mit ihrem Verkaufsstand noch bis zum 15. November immer montags von 12 bis 16 Uhr auf dem Burchardplatz vor dem Chilehaus.

Herzapfelhof Lühs, Osterjork 102 (Jork); herzapfelhof.de


 

Einfach Lesen

 

Herbstzeit ist Lesezeit (Foto: unsplash/Matias North)

Herbstzeit ist Lesezeit (Foto: unsplash/Matias North)

Während beim Discounter die Spekulatius schon wieder ausverkauft sind und die ersten Einzelhändler:innen sich auf Weihnachten vorbereiten, laden die Herbsttage zum Lesen ein. Am Anfang vom Lesen steht immer noch das Buch und Buchläden gibt es in Hamburg reichlich: Von den großen Buchhandlungen bis zu den kleinen Lieblingsläden um die Ecke wie die Buchhandlung Ulrich Hoffmann in Barmbek oder der Buchladen Osterstraße in Eimsbüttel. Hier gibt es beste Beratung auf dem Weg zum neuen Lieblingsbuch.

Doch wer noch mehr bedarf hat, der kann sich vom 2. bis 6. November 2021 auf Kampnagel in die Welt der Krimi-Ligatur entführen lassen. Beim 14. Hamburger Krimifestival warten rund 40 Autor:innen, darunter Nele Neuhaus oder Sebastian Fitzek, auf die Literaturfans.


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Herbst-Oasen: Stimmungsaufheller in Hamburg

Es wird früher dunkel, immer kälter – und die Stimmung schon mal schlechter: Der Herbst ist da. Ein Herbst-Blues muss aber nicht aufkommen. Die Stadt bietet allerhand Orte, die von jetzt auf gleich stimmungsaufhellend wirken

Interview: Erik Brandt-Höge

Hygge Brasserie & Bar

Klein Dänemark in Nienstedten

Wer das Hygge betritt, weiß, warum das Wort Gemütlichkeit bedeutet (Foto: Nina Struve/Hygge)

Wer das Hygge betritt, weiß, warum das Wort Gemütlichkeit bedeutet (Foto: Nina Struve/Hygge)

Klar, eine Reise nach Dänemark lohnt sich immer. Schließlich gibt es dort diese kleinen, süßen, supergemütlichen Häuschen mit Kamin, in denen man sich von jetzt auf gleich geborgen fühlt. Genau dieses gute Dänemark-Gefühl gibt es aber auch in Hamburg, genauer: in Nienstedten. Die Hygge Brasserie & Bar bietet dort ein Wohlfühl-Ambiente der besonderen, weil eben dänischen Art. Fachwerk, Hängelampen, Ledersessel und -sofas, Kaminfeuer – alles da. Zudem eine feine Auswahl an Weinen und Cocktails sowie Essen aus aus hochwertigen, regionalen Zutaten.

Baron-Voght-Straße 179 (Nienstedten); hygge-hamburg.de

Komet

Versteckter Schuppen

Feiern auf dem Kiez ohne Touristen und Junggesellenabschiede, das Komet (Foto: Erik Brandt-Höge)

Feiern auf dem Kiez ohne Touristen und Junggesellenabschiede, das Komet (Foto: Erik Brandt-Höge)

Keine fünf Gehminuten weg vom Kiez-Gewimmel liegt ein kleiner, feiner Laden namens Komet. Etwas versteckt und deshalb nicht von Junggesellenabschiedssuffis überlaufen, können hier (aktuell nach 2G-Regel) die Abende und Nächte in alten Kinosesseln verbracht oder zu Blues, Soul, Rockabilly und Italo-Pop durchgetanzt werden. Zwischen Discokugel, gerahmten Filmstars an den Wänden und LeuchtGlobus finden übrigens auch regelmäßig Schallplattenauktionen statt.

Erichstraße 11 (St. Pauli); komet-st-pauli.de

Tropen-Aquarium Hagenbeck

Exotischer Kurzurlaub

Große Haie, kleine Fische und vieles mehr gibt es im Tropenaquarium bei Hagenbeck (Foto: Hagenbeck)

Große Haie, kleine Fische und vieles mehr gibt es im Tropenaquarium bei Hagenbeck (Foto: Hagenbeck)

Haien und Rochen ganz nah kommen, ohne sich dabei auch nur ansatzweise in Gefahr zu begeben: kein Problem – zumindest nicht im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Durch die Sichtscheibe des Großen Hai-Atolls, einem 30 Meter langen Becken, können die genannten sowie viele weitere Meeresbewohner wie im Kino bestaunt werden. Neben dem Großen Hai-Atoll gibt es im Tropen-Aquarium unter anderem einen Krokodilsee, eine sattgrüne Dschungellandschaft und Hamburgs einzigen Wasserfall. Insgesamt sind im Tropen-Aquarium mehr als 14.300 exotische Tiere äquatorialer Gebiete zu Hause.

Lokstedter Grenzstraße 2 (Lokstedt); hagenbeck.de

Holthusenbad

Relaxen de luxe

Draußen Wind und Regen, drinnen im Holthusenbad relaxen (Foto: Bäderland)

Draußen Wind und Regen, drinnen im Holthusenbad relaxen (Foto: Bäderland)

Lust auf etwas Gesundes? Auf Tiefenentspannung? Auf Unterhaltung? Und nicht zuletzt auf hohe, teils sehr hohe Temperaturen? Das Holthusenbad bietet all das in seiner Saunalandschaft. Und zwar en masse. Nicht eine, nicht zwei, nicht drei, nein: ganze neun Schwitzangebote gibt es – von 45 °C bis 100 °C, von ruhig bis erlebnisreich. Unter anderem können in der Mediensauna (Foto) bei 90 °C-Aufgüsse ebenso genossen werden wie die dazu gelieferten Filme und Musiken.

Goernestraße 21 (Eppendorf); baederland.de

zeise kinos

Ab in den Sessel – und eine andere Welt

Eines der schönsten Programmkinos der Stadt, das zeise Kino (Foto: Jan Brandes)

Eines der schönsten Programmkinos der Stadt, das zeise Kino (Foto: Jan Brandes)

Kinos gibt es allerhand in der Stadt. Schöne Kinos auch. Besonders schöne sind die zeise kinos. In den Ottensener Zeisehallen, wo einst Schiffsschrauben produziert und in alle denkbaren Länder exportiert wurden, trifft heute Industrie-Charme auf moderne Glas-Stahl-Architektur. In den drei Kinos mit mehr als 523 Plätzen werden nationale wie internationale Top-Filme gezeigt, darunter viele Premieren mit Regisseuren, Schauspielern und Teams als Gästen. Auch Singer und Poetry Slams sowie Lesungen und Konzerte werden veranstaltet. Einmal in die gemütlichen Samtsessel gefallen, schon kann eine andere, faszinierende Welt erlebt werden. Übrigens können die Säle samt Film für ein Wunschkino auch gemietet werden.

Friedensallee 7–9 (Ottensen); zeise.de

Yu Garden

Oase südchinesischer Bauart

Das Yu Garden ist eine chinesische Oase mitten in der Stadt (Foto: Marc Sill)

Das Yu Garden ist eine chinesische Oase mitten in der Stadt (Foto: Marc Sill)

Schon gewusst: Hamburg und Shanghai sind Partnerstädte. 2006 wurde dieser Partnerschaft ein regelrechtes Denkmal im Hamburger Stadtbild gebaut: der Yu Garden. Das Teehausensemble nach südchinesischer Bauart ist außen wie innen ein absoluter Hingucker. Neben traditioneller chinesischer Küche wie gerösteter Ente mit Wokgemüse und Hoisin-Soße können hier zahlreiche Tees der Extraklasse genossen werden. Rund 13.000 Kilometer entfernt von Shanghai ist der Yu Garden eine Hamburger Oase, in der eine ferne Kultur durch ihre Küche kennengelernt werden kann.

Feldbrunnenstraße 67 (Rotherbaum); yugarden.de

Adolf-Jäger-Kampfbahn

Bierchen, Bratwurst, Fußball

Fußball wie früher, das ist Altona 93 (Foto: Erik Brandt-Höge)

Fußball wie früher, das ist Altona 93 (Foto: Erik Brandt-Höge)

Die Leidenszeit von Fußballfans und -spielern ist vorbei, sie sind wieder vereint. Tausende sind zurück in den Stadien und live dabei, wenn etwa der HSV und St. Pauli versuchen, in der 2. Bundesliga voranzukommen. Ein paar Nummern kleiner, deshalb aber nicht unspannender, sind die Spiele von Altona 93 auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Bierchen, Bratwurst und ziemlich ansehnlichen Fußball gibt es nämlich auch hier – und das zu ziemlich fairen Preisen.

Griegstraße 62 (Ottensen); altona93.de

Hamburger Tierschutzverein

Gassigehen mit Tierheim-Hunden

Ehrenamtlich mit Hunden Gassi gehen? Jap, das geht beim Hamburger Tierschutzverein (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Ehrenamtlich mit Hunden Gassi gehen? Jap, das geht beim Hamburger Tierschutzverein (Foto: Hamburger Tierschutzverein)

Schon mal in die Augen eines Tierheim-Hundes geguckt, wenn er aus seinem Gehege herauskommt, einen Spaziergang im Grünen macht, herumtollt und überall schnüffelt, wo es etwas zu schnüffeln gibt? Das ist das pure Glück! Und eben dieses färbt auf denjenigen ab, der den Spaziergang ermöglicht. Das Gassigehen ist eine enorm dankbare Aufgabe und nur eines der zahlreichen Ehrenämter, die man beim Hamburger Tierschutzverein ausüben kann. Nach einer Schulung sowie Probespaziergängen wird ein Gassi-Geh-Ausweis erworben – damit können die Hunde ausgeführt werden. Voraussetzung ist zudem ein Mindestalter von 18 Jahren. Aktuell sucht der Verein speziell für die Gassi-Zeiten unter der Woche Unterstützung.

Süderstraße 399 (Hamm-Süd); hamburger-tierschutzverein.de

Kaffee Stark

Gemütlich, gemütlicher, Stark

Auf der Suche nach einem gemütlichen Café für jeden Anlass, dann ab ins Café Stark (Foto: Erik Brandt-Höge)

Auf der Suche nach einem gemütlichen Café für jeden Anlass, dann ab ins Kaffee Stark (Foto: Erik Brandt-Höge)

Rausgekämpft aus dem Gewühl auf der Wohlwillstraße und reingekommen ins Kaffee Stark, schon ist Entschleunigung angesagt. Uriges Holzmobiliar, allerhand warm-leuchtende Kunst an den Wänden, Kissen en masse: So geht Café- und Bar-Spaß. Es gibt Kaffee, Kuchen, Snacks und Kaltgetränke, und es ist immer gemütlich, immer entspannend. Und übrigens auch immer vegan.

Wohlwillstraße 18 (St. Pauli); kaffeestark.de

Blankeneser Leuchtturm

Pötte gucken

Durchs Treppenviertel an die Elbe, selbst im grauen Herbst wunderschön (Foto: Erik Brandt-Höge)

Durchs Treppenviertel an die Elbe, selbst im grauen Herbst wunderschön (Foto: Erik Brandt-Höge)

Immer und immer wieder bombastische Bilder: Wenn die ganz großen Pötte langsam in den Hamburger Hafen einfahren. Gerade die halbe Welt umschippert, sind die XXL-Containerschiffe ihrem Zielort schon sehr nah, wenn sie den Leuchtturm Unterfeuer Blankenese passieren. Der hat eine Aussichtsplattform, von der aus Besucher die Riesen auf dem Wasser besonders gut beobachten und fotografieren können. Selbst bei Regen und im tiefsten Nebel empfehlenswert.

Treppenviertel (Blankenese)


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Mit Schirm, Charme & Tradition

Wenn es draußen Herbst wird, kommen Regen und Sturm. Die perfekte Zeit für einen Besuch bei Schirm & Co.

Interview: Mirko Schneider

 

Über diesige Schietwettertage freut sich Carola Vertein besonders. „Unser Weihnachtsgeschenk wächst mit jedem Regen- tropfen“, sagt sie. Vertein ist Inhaberin von „Schirm & Co“, einem farbenfrohen Geschäft in der Innenstadt. Und sie ist ein bisschen sauer auf Journalisten. „Wir fertigen nur 250 Schirme im Jahr, die meisten reparieren wir. Aber ständig wird geschrieben, ich sei Schirmmacherin.“ Diese Kritik äußert sie mit ihrer robusten Stimme so herzlich, als wolle sie einem gleich Kaffee und Kuchen anbieten.

 

Schirme seit über 25 Jahren

 

Das Fachgeschäft bei Schietwetter:„Schirm & Co“; Foto: Jérome Gerull

Das Fachgeschäft bei Schietwetter:„Schirm & Co“; Foto: Jérome Gerull

1984 stieg Vertein in das seit 1876 bestehende, damals als „Schirm Eggers“ gegründete Familienunternehmen ein. Bis zu 20 Schirme bringt sie gemeinsam mit Meike Vertein pro Tag wieder in Form. Ob Griff, Stoff, Stahlstange oder Gestell – das Duo hat für fast jedes Problem die richtige Lösung. Ihre Stoffe bezieht sie aus Italien oder aus Fernost. Feingewebter Polyester ist Trumpf. Wer tatsächlich einen ganz neuen handgemachten Schirm möchte, kann diesen bedrucken lassen. Wohnmobil oder Eistüte sind nur zwei von unendlich vielen möglichen Motiven, die sich die Kunden ausdenken. Konkurrenz hat Carola Vertein in Hamburg gar keine und in Deutschland kaum. Nur eine Handvoll solcher Läden verteilen sich übers Land.

 

Regen muss genossen werden

 

Spricht Carola Vertein über Schirme, kommt einem unweigerlich der Titel der Filmromanze mit Hugh Grant in den Sinn: „Tatsächlich… Liebe“. Vertein rief schon beim Radio an, um sich über das Gejammere vom Schietwetter zu beschweren. Regen, sagt sie, könne der genießen, der aus seiner Konditionierung ausbreche und nicht scheu vor ihm flüchte. Erst recht mit einem guten Schirm. Die Sache mit den Schirmen ist also mehr Mission als bloßer Job.

Sorgt seit 1984 im Fachgeschäft „Schirm & Co“ dafür, dass die Hamburger bei Schietwetter trocken bleiben: Schirmherrin Carola Vertein; Foto: Jérome Gerull

Schirmherrin Carola Vertein; Foto: Jérome Gerull

Die Regenanbeterin fing sogar schon mal auf der Mönckebergstraße Passanten ab, um diesen ihre rote Visitenkarte in die Hand zu drücken. „Ihr Schirm ist kaputt. Hier ist unsere rote Karte. Kommen Sie doch zu uns“, sagte sie zu den verdutzten Spaziergängern.

Ein Schirm soll vor Regen und Wind schützen. Aber er ist auch ein Accessoire. Vom Boden bis zum Handgelenk müsse er bei locker hängenden Armen reichen. Dann passe er zum Träger. Das sei eine Frage des Stils, erklärt die Fachfrau.

Die galanten Männer, die früher mit einem solchen Schirm in der Hand eine Frau höflich fragten, ob sie eine Begleitung wünsche, vermisst Carola Vertein: „Bei einem tollen Schirm knistert so ein schönes Geräusch in der Luft, da springt der Funke über. Die Frau dachte dann: ‚Was für ein toller Mann‘. Dabei lag es nur am Schirm.“

 

Ein Accessoire das bleibt

 

So ein Accessoire macht also durchaus Eindruck. Und bleibt im Gedächtnis. Mit einer Kundin, die nach 35 Jahren in einem Harzer Friseursalon den in Kindertagen vergessenen Regenschirm wiederfand, kann sie noch heute mitfühlen. Liebevoll bearbeitete Vertein den vom Zahn der Zeit abgeschabten Griff, sodass die Kundin den Schirm ihrer Enkelin schenken konnte.

Das Wichtigste für Carola Vertein, deren Lieblingsmodell der „Sturmtrotz“ mit Hamburger Schottenmuster ist: Es gibt Hoffnung auf eine Welt jenseits des Konsumkreislaufs. „Viele Menschen haben eine sehr emotionale Bindung zu ihrem Schirm. Er soll mindestens 40 Jahre halten. Sie möchten sich behütet und sicher fühlen.“ Einen Tipp für Schietwetter hat sie natürlich auch: Man könne den Regenabweiser einfach umfunktionieren. Zum Sonnenschirm. „Die haben ja alle UV- Schutz.“

schirmundco.de


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Top 5 – Was ist los an Halloween?

Halloween – Der 31.10. ist endlich ein gesetzlicher Feiertag! Also haben wir mehr Zeit für wilde Parties und wohlige Gänsehaut! Hier verraten wir euch, wie ihr die Zeit um den Tag der Toten herum am besten verbringt.

1) Für Kulturinteressierte: Día de los Muertos im MARKK

Das Markk (früher Völkerkundemuseum) bietet eine Performance der Choreografin Yolanda Gutiérrez. Die Dead Dance Zone ist Kunstinstallation und interaktiver Rundgang. Hier könnt ihr einen Blick darauf werfen, wie der Tod in verschiedenen europäischen und mexikanischen Traditionen verarbeitet wird.

Dead Dance Zone: 30.10.2018 16 Uhr im MARKK

2) Für Kleine: Halloween in Winterhude

In den vergangenen Jahren war Halloween in der Bücherhalle Winterhude ein Kracher. Auch 2018 ist wieder eine Party geplant. Wie es sich für eine Gruselfete gehört, bleibt die Ankündigung mysteriös. Was wird die Kinder erwarten? Am besten schnell anmelden, um es herauszufinden.

27.10.2018 18-21 Uhr, Bücherhalle Winterhude; geeignet für Kinder von 6-8 Jahren, Anmeldung erforderlich

3) Für Filmfans: Horrorkino im Savoy

Eine von Hamburgs feinsten Kinoadressen ist seit jeher das Savoy. Pünktlich zur dunklen Jahreszeit kommt das Remake des vierzig Jahre alten Slashers “Halloween” auch in die deutschen Kinos. Es lockt die hochkarätige Besetzung mit Stars wie Jamie Lee Curtis und vor allem: eine cineastisch anspruchsvolle Angstorgie im Originalton.

Tickets unter: https://www.savoy-filmtheater.de/

4) Für Nachteulen: Feiern im Grünen Jäger

Das neu eröffnete Horrorhaus Hamburg will eine stadtweite Anlaufstelle für Makabres und Kuriositäten werden. Zum Feiertag aller Horrorfans gibt sich die Crew im Grünen Jäger die Ehre. Wer es durch das Horrorlabyrinth ans Ziel schafft, wird mit Horrorshots belohnt.

26.10.2018 ab 21 Uhr im Grünen Jäger

5) Für Nerds: Verkleiden im Spielcafé

So genannte Pen-and-Paper-Rollenspiele rangieren im deutschsprachigen Raum irgendwo zwischen vollkommen unbekannter Nische und extrem freakigen Hobby, sind aber im Silicon Valley längst wieder angesagt. Wer Pen-and-Paper ausprobieren will, kann an Halloween im Würfel und Zucker in die Horror-Rollenspiele Final Girl und Call of Cthulhu hineinschnuppern. Einfach nur Brettspiele spielen oder gemütlich einen Tee schlürfen ist aber auch möglich: Wer verkleidet kommt, hat freien Eintritt und Zugang zu mehr als 1200 Gesellschaftsspielen.

31.10.2018 ab 15 Uhr, Brettspielcafé Würfel und Zucker, www.wuerfelundzucker.de

Text: Sabrina Pohlmann
Beitragsfoto: unsplash/Nicole Edelbrocks


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