Beiträge

„Fahr ein schöneres Hamburg“ auf dem Kultursommer

Fitte Beine, besseres Klima und mehr Sicherheit: Fahrradkampagne „Fahr ein schöneres Hamburg“

 

Hamburg will Fahrradstadt werden und die Anfänge sind gemacht. Inzwischen wissen wir alle: das Rad ist das perfekte Verkehrsmittel um die Stadt zu entdecken und schnell, unkompliziert und umweltbewusst von A nach B zu kommen. Perfekt auch, um den Kultursommer zu genießen und von einer Veranstaltung zur nächsten zu radeln. So entfällt auch die lästige Parkplatzsuche und der Besuch des Kultursommers ist gleich viel entspannter. Mit der Kampagne “Fahr ein schöneres Hamburg” macht die Stadt momentan auf den eingeschlagenen Weg hin zur fahrradfreundlichen Stadt aufmerksam.

 

Fahrradinfrastruktur

 

Tattoo- Fiete, Fahrrad-Testimonials wie der Blödel-Barde Otto, die “lächelnde Kreuzung”, der ÖPNV-Knoten und Fahrradparkhaus Kellinghusenstraße und Hamburgs erste „Protected Bikelane“ im südlichen Harburg, all diese Projekte stärken die städtische Fahrradinfrastruktur und werden über die Kampagne bekannt gemacht. Mit Spaß Radfahren lernen und dabei sicher ans Ziel kommen, können derweil Kids diesen Sommer ab dem 22. Juli auch beim Erlebnis-Parcours „Fiete und der Schatz der Speichenstadt“.

Im Kultursommer ist aktuell das Fahrradfahren sehr empfehlenswert. Die vielen Bekannten und auch unbekannteren Locations lassen sich im Rahmen des Kultursommer Hamburgs prima als Fahrradtour mit Kultur-Highlights planen. Tschüss Parkplatzsuche, hallo Kulturrausch!

 

Kultursommer-Reporterin Daphne war schon etwas mit dem Bike unterwegs:

Mehr radfreundliche Informationen zu den Aktionen gibt es auf fahrrad.hamburg


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Nachhaltigkeit: Was tust du fürs Klima?

Brennende Wälder und Meere voller Plastik: Die junge Generation hat das zu tragen, was ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern verbockt haben. Klimaschutz spielt für sie eine zunehmend große Rolle – Mission „Welt retten“

Umfrage: Ilona Lütje

 

Tim, 26, Trainee im Lebensmittelgroßhandel

tim-klima-hamburg

Die wohl einschneidendste Veränderung in meinem Leben war die Umstellung zu einer veganen Ernährung vor mehr als eineinhalb Jahren. Sie ist mein Beitrag für mehr Tierwohl, aber auch für eine bessere Zukunft in Bezug auf den Umweltschutz.

Darüber hinaus trage ich meine Klamotten, bis sie durch sind, und versuche nur neue zu kaufen, wenn ich sie tatsächlich benötige. Ich weiß aber auch, dass ich vor allem im Punkt Reisen, insbesondere beim Fliegen, noch Potenzial habe, CO2-Ausstoß einzusparen.

 

Lisa, 25, Studentin

lisa-klima-hamburg

Ich ernähre mich seit meiner Kindheit vegetarisch. Seit einigen Jahren verzichte ich auf alle tierischen Produkte, nicht nur bei Lebensmitteln. Das mache ich für die Tiere und für die Umwelt. Gut für die Gesundheit ist die vegane Ernährung zum Glück auch.

Ansonsten fahre ich in Hamburg Fahrrad oder Bahn, ein Auto habe ich nicht. Ich versuche, keine neuen Klamotten zu kaufen. Wenn es wirklich notwendig ist, dann nur aus nachhaltiger Produktion oder Secondhand.

 

Laura, 23, Hebammenauszubildende

laura-klima-hamburg

Um einen Teil zum Klimaschutz beizutragen, achte ich generell auf eine nachhaltige Lebensweise. Dazu gehört, mein Konsumverhalten zu hinterfragen und anzupassen. Wenn ich Dinge neu kaufe, dann möglichst von kleineren Firmen, die vielleicht sogar einen sozialen Ansatz verfolgen. Ansonsten finde ich fast alles, was ich brauche in den Kleinanzeigen oder in Tauschgruppen über soziale Netzwerke. So weit es geht, kaufe ich Bio-Lebensmittel und verzichte auf Produkte von problematischen Großkonzernen.

Ich muss aber sagen, dass das nicht immer so einfach ist: Im Alltag habe ich oft keine Zeit, bei kleinen Händlern zu kaufen, geschweige denn das Geld. Im Rahmen meiner Möglichkeiten gebe ich aber mein Bestes, um das Klima zu schützen.

 

Lia, 15, Schülerin

lia-klima-hamburg

Ich trenne Müll und achte darauf, nirgendwo welchen liegen zu lassen. Meine Freunde und ich kaufen nur Obst aus der Region. Außerdem esse ich kaum Fleisch, benutze wiederbefüllbare Trinkflaschen und keine Plastiktüten. Und ich fahre viel Fahrrad.

 

Annelie, 30, Studentin

annelie-koencke-hamburg-klima

Nachdem ich vor vier Jahren das erste Mal einen Kleidertausch besuchte, trat bei mir erstmals ein richtiger Nachhaltigkeitsgedanke ein. Mir wurde bewusst, wie viele Ressourcen allein durch die ständige Neuanschaffung von Kleidung einer jeden Person verschwendet werden, weshalb ich meine Kleidung seither nur noch secondhand oder über Kleidertauschbörsen besorge.

Ich würde mir wünschen, dass sich der allgemeine Konsumgedanke von „was will ich“ zu „was benötige ich wirklich“ verändern würde – das würde in der Masse schon viel Verschwendung vermeiden.

 

Fabio, 26, Management-Student

fabio-klima-hamburg

An vielen Stellen im Alltag versuche ich, nachhaltiger zu leben: Ich spare Energie, ich fahre Fahrrad, setze auf Reparatur statt Neukauf und ernähre mich vegetarisch. Dies gibt mir das Gefühl, etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun. Allerdings ist mir auch bewusst, dass sich solche Kleinigkeiten weniger positiv auf meinen ökologischen Fußabdruck als auf mein Gewissen auswirken.

Genau wie jeder Mensch mit einem mittleren bis hohen Lebensstandard nutze ich weit mehr Ressourcen als mir eigentlich zustehen. Um einen positiven Beitrag zu leisten, will ich selbst Produkte, Services oder Lösungen entwickeln, die einen echten positiven Impact haben.


 Sondermagazin SZENE HAMBURG NACHHALTIGKEIT, 2021. Das Magazin ist seit dem 7. Mai 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Hamburger Klimapolitik: Auf Betriebstemperatur

Hamburg präsentiert sich gern als moderne und klimafreundliche Stadt. Kürzlich wurde die Hafenmetropole sogar als „Green City of the Year“ aus­gezeichnet. Aber ist das gerechtfertigt? Wie grün ist Hamburg wirklich?

Text: Marco Arellano Gomes

 

Diesmal gab es keine Großdemo, keine Bühnen, keine 100.000 Menschen auf den Straßen, kein Fettes Brot – und auch keine Greta. Der siebte globale Klimastreik der Umweltbewegung Fridays for Future am 19. März war verhältnismäßig leblos, leise und leer. Doch dann, nur wenige Tage später, am 6. April, kam die Überraschung: Mitten auf der Mönckebergstraße malen einige der Anhänger mit umweltfreundlicher, weißer und grüner Markierungsfarbe eine überdimensionale, zuvor genehmigte und selbst für den schrägsten Vogel aus luftiger Höhe unübersehbare Botschaft auf den Asphalt: „WIR ALLE FÜR 1,5°C“. 60 Meter lang und etwa drei Meter breit ist der Schriftzug.

Die Presse war vor Ort, Fotografen ließen Drohnen steigen – und es dauerte nicht lang, bis sich auch der Erste Bürgermeister blicken ließ. Vom Rathaus sind es keine 400 Meter. Im schwarzen Mantel und mit weißer FFP2-Maske schaute Peter Tschentscher auf den Schriftzug, sprach mit den Schülern und Studenten, posierte für die Kameras, gab Interviews und zeigte sich solidarisch. Auch die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank war da, und ihre Parteikollegen, die Senatoren Tjarks und Kerstan. Nur wie der Senat das mit Farbe aufgetragene Ziel tatsächlich erreichen will, bleibt offen.

 

Das 1,5 Grad-Ziel

 

Das Pariser Abkommen, sieht vor, dass die globale Klimaerwärmung durch Einsparung der CO2-Emissionen auf 1,5 Grad begrenzt wird. Schon jetzt gibt es durch den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) und die Erhöhung der Temperaturen um durchschnittlich etwa 1,2 Grad Celsius mehr Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Luftverschmutzung sowie ein Verlust der Artenvielfalt – und zwar weltweit. Das Jahr 2020 war eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die traurige Erkenntnis: Das alles ist unser Werk. Die Zeit drängt, doch Covid-19 hält die Welt in Atem. Dabei sprach UN-Generalsekretär António Guterres mit Blick auf das Klima unlängst von einer „Alarmstufe Rot“.

Im Hamburger Rathaus herrscht höchstens „Alarmstufe Rot-Grün“. Zwar stieg in Hamburg die durchschnittliche Temperatur nach Angaben des Hamburger Klimaberichts im Zeitraum 1881 bis 2013 um etwa 1,4 °C. Nur scheint dies nicht jeden im kühlen Norden zu stören. „Hamburg hat seit 2011 im Klimaschutz viel erreicht und leistet einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens“, sagte Tschentscher bei der Vorstellung des Hamburger Klimaplans im Dezember 2019. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) pflichtete ihm ebenso bei wie die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

 

Die Hamburger Klimapläne

 

Bereits 2007 hatte Hamburg ein erstes Klimaschutzkonzept beschlossen, 2013 folgte der „Masterplan Klimaschutz“, 2015 der Klimaplan, 2019 dessen Fortschreibung und Anpassung. Die Linke sprach von einem „Klimaplänchen“, die CDU von einer „grünen Luftpumpe“. Im 137-seitigen Klimaplan verpflichtet sich der Senat, die CO2-Emissionen Hamburgs bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 55 Prozent zu reduzieren und bis 2050 um mindestens 95 Prozent zu senken. Konkret bedeutet das eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von rund 20,7 Millionen Tonnen (1990) auf 9,3 Millionen Tonnen (2030).

Der Klimaplan führt fein säuberlich vier Sektoren auf, die bei der Reduzierung der CO2-Emissionen entscheidend sind: 1) Private Haushalte (Ziel: -66,9 %), 2) Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (-67,4 %), 3) Industrie (-45,4 %), und 4) Verkehr (-44,6 %). Zum Erreichen der Ziele werden vier Transformationspfade skizziert: Wärmewende, Mobilitätswende, Wirtschaft und Klimaanpassung. Etwa 400 Maßnahmen werden einzeln aufgeführt. Rund zwei bis drei Milliarden Euro will die Stadt dem Koalitionsvertrag zufolge hierfür in die Hand nehmen. Weitere Mittel sollen von Bund und Unternehmen kommen. Zudem werden die Maßnahmen von einem gesetzlichen Rahmen flankiert (Klimaschutzgesetz). Klingt alles gut. Aber was heißt das konkret?

Die gute Nachricht: Die CO2-Emissionen in der Hansestadt sind seit 2012 rückläufig. Fast 400.000 Tonnen wurden bereits pro Jahr eingespart – und das, obwohl Hamburg eine wachsende Stadt sei, wie Tschentscher immer wieder gern betont. Die CO2-Emissionen pro Kopf konnten von 12,5 (1990) auf 8,9 Tonnen (2018) gesenkt werden. U- und S-Bahn fahren schon bald mit 100 Prozent grünem Strom. Die Busflotten werden bis 2030 auf emissionsfreie Antriebe umgestellt. Bei der Fernwärme will Hamburg bis 2028 aus der Kohle aussteigen, die Windenergie soll angekurbelt, die energetische Sanierung der öffentlichen und privaten Gebäude gefördert und neue U- und S-Bahn-Linien (U5, S4) sowie -Stationen gebaut werden. Ach ja: Hamburg soll auch Fahrradstadt werden, plastikfreie Stadt und Klimahauptstadt. Grüner wird’s nicht! Oder etwa doch?

 

Kritik vom BUND e. V.

 

Bürgermeister Tschentscher ist von den eigenen Klimaplänen überzeugt, aber damit „steht er ziemlich allein da“, sagt Dr. Wolfgang Lührsen, stellvertretender Vorsitzender beim Hamburger Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), gelernter Physiker und Mitglied beim Zukunftsrat und Nachhaltigkeitsforum Hamburg. „Hamburg muss sich das Ziel setzen, bereits 2035 klimaneutral zu sein“, so Lührsen, „nicht erst 2050“. Schon jetzt hinke Hamburg den eigenen Plänen hinterher. Statt der erforderlichen sieben Millionen Tonnen CO2 hat Hamburg bis 2017 erst 4,3 Millionen Tonnen CO2“ eingespart, wie der BUND e. V. nachweist.

Lührsen fordert eine deutliche Überarbeitung des Klimaplans. Hamburg könnte Vorreiter sein, wenn die Stadt denn wirklich wollte, statt sich mit nichtwissenschaftlich untermauerten Titeln wie „Europäische Umwelthauptstadt“ oder „Green City of the Year 2021“ zu schmücken. „Alle Parameter bis hin zum ökologischen Fußabdruck sind tiefrot – und zwar seit langer Zeit. Wir verbrauchen dreimal so viel Ressourcen, wie die Erde verkraftet, aber das will keiner hören.“

 

hamburg-klima-moenckebergstraße-c-baumgartner-fridays-for-future

Bürgermeister Peter Tschentscher im Gespräch mit Sprecher Florian König und weiteren Fridays for Future­-Mitgliedern (Foto: Baumgartner / Fridays for Future)

 

Die bisherigen Erfolge entpuppen sich bei näherer Betrachtung auch nicht als das Werk Hamburgs: Der Großteil der CO2-Einsparungen in Hamburg geht auf den auf Bundesebene beschlossenen Energiemix zurück, also darauf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in ganz Deutschland beim Strommix laut Fraunhofer ISE schrittweise von 8,5 Prozent (2003) auf inzwischen 50,5 Prozent (2020) gesteigert wurde. Die beiden wichtigsten Bereiche – die Solarenergie und die Windenergie – wachsen zu langsam und werden durch bürokratische Hindernisse (auf Bundesebene) gebremst. Sie stellen „nur etwa sieben Prozent der Endenergie zur Verfügung. Im Ministerium von Herrn Altmaier sitzen einige Windkraft-Verhinderer“, erklärt Lührsen.

Hamburg als Stadtstaat kann sich ohnehin nicht allein mit Energie versorgen. Daher schmiedet es fleißig Bündnisse mit den benachbarten Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Norddeutsche Energie Wende (NEW 4.0) nennt sich das bislang größte Projekt, an dem 60 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beteiligt sind. Es sieht vor, die Modellregion bis 2035 mit 100 Prozent regenerativem Strom zu versorgen. Bislang handelte es sich aber nur um „Studien und Absichtserklärungen“, so Lührsen, „doch mit dem nun gestarteten und vom Bund mit 52 Millionen geförderen ‚Nordddeutschen Reallabor‘ kann durchaus einiges gebaut werden.“

 

Verzicht, Verlust, Verbot

 

Unter den zehn größten Klimasündern Europas sind noch immer neun Kohlekraftwerke, sieben davon stehen in Deutschland. Auch Hamburg hatte ein solches Werk. Es stand in Moorburg an der Süderelbe. Im Dezember 2020 wurde es vom Netz genommen. Der Senat plant an gleicher Stelle einen Elektrolyseur, um aus Windkraft gewonnenen Strom in Wasserstoff umzuwandeln. Kein leichtes Unterfangen. Der Bau könnte sich als kostspielig und risikoreich entpuppen. Die Produktion und der Transport von Wasserstoff seien zudem relativ verlustreich, gibt Lührsen zu bedenken.

„Wir werden nicht umhinkommen, den Energiebedarf zu verkleinern, da wir in Deutschland höchstens die Hälfte bis ein Drittel des heutigen Verbrauchs allein mit erneuerbaren Energien bestreiten können“, sagt Lührsen. Ein Satz mit gesellschaftlichem Sprengstoff. Energieumsatz verkleinern? Das klingt nach Verzicht, Verlust, Verbot. Nichts, womit man Wählerstimmen gewinnen kann. Aber ist die Gleichung von immer mehr Wachstum, immer mehr Konsum nicht von vornherein eine Lüge gewesen, basierend auf den feuchten Laissez-faire-Träumen liberaler Ökonomen? Muss die soziale Marktwirtschaft nicht neu gedacht werden? In Zeiten einer Pandemie scheinen die Kräfte der Gesellschaft aufgebraucht zu sein. Klimakrise? Systemfrage? Nicht das auch noch!

 

hamburg-moenckebergstraße-klima-c-schneider-fridays-for-future

Florian König von Fridays for Future beim Auftragen der umwelt­freundlichen Aqualina Markierungsfarbe (Foto: Schneider / Fridays for Future)

 

Hamburg will Wachstum und fördert es auch: Knapp 10.000 Wohnungen werden Jahr für Jahr gebaut. Dem fallen auch Bäume und Grünstreifen zum Opfer. Dabei sind Bäume das beste Mittel der Natur, um CO2 zu binden und abzubauen. So gar nicht zu der ach so grünen Stadt passt auch, dass in vielen Wohnimmobilien – insbesondere in den beliebten Altbaugebäuden – Heiz-Ungetüme ihr Unwesen treiben: Nachtspeicher, Ölheizung und so manch alte Gasheizung vermiesen jede Umweltbilanz. Nicht viel besser sieht es bei der Sanierung von Bestandsgebäuden aus: „Die Sanierungsrate ist mit 0,6 Pro- zent pro Jahr viel zu niedrig“, so Lührsen. „Die Quote müsste bei zwei bis vier Prozent pro Jahr liegen.“

 

Was tun?

 

Die zwei wichtigsten Stellschrauben für Hamburg sind Lührsen zufolge der Verkehrs- und der Gebäudesektor. Doch beide Bereiche wurden bislang eher halbherzig angegangen. So steigt die Anzahl an angemeldeten Pkw in Hamburg kontinuierlich (Stand 1. Januar 2021: 799.434 Pkw). Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs stieg zwar, aber nur moderat von 18 Prozent (2008) auf 21 Prozent (2017). Große Verkehrsprojekte wie die neue U-Bahnlinie U5 seien begrüßenswert, der Effekt wird allerdings viel zu spät zu spüren sein. „Das Auto hat in Hamburg nach wie vor eine hohe Priorität“, erklärt Lührsen. In Oberbillwerder, dem großen Stadtentwicklungsprojekt der Zukunft, ist ein Stellplatzschlüssel von 0,6 vorgesehen. Ein modernes Anreizsystem für eine ernst gemeinte Mobilitätswende sieht anders aus. Es werde auch nicht reichen, von Verbrennern auf E-Autos zu wechseln. Das Ziel müsse lauten: weniger Autos.

 

Radeln für die Umwelt

 

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, lässt sich zwar oft und gerne mit seinem Drahtesel abbilden, aber das ändert nichts daran, dass Hamburg im Vergleich zu anderen Städten in puncto Radverkehr hinterherhinkt. Der Anteil des Radverkehrs in Hamburg liegt mit nur 15 Prozent abgeschlagen hinter Städten wie Münster (29 %), Freiburg (26 %), Bremen (25 %), München (2 0%) – und Berlin (16 %) zurück. „Ich würde mich total freuen, wenn ich mit meinem Fahrrad nicht über löchrige Pisten fahren und in jeder zweiten Ecke die Angst haben müsste, von einer Autotür erschlagen zu werden“, sagt Florian König, einer der Sprecher von Fridays for Future in Hamburg. König studiert Physik an der Uni Hamburg und ist seit zwei Jahren bei der Umweltbewegung aktiv. Er war dabei, als Bürgermeister Tschentscher auf der Mönckebergstraße vorbeischaute, um den 1,5 Grad-Schriftzug zu betrachten.

 

Everyday For Future

 

Florian König ist froh, dass die Aktion trotz Pandemie so viel Aufmerksamkeit erlangen konnte, doch auch er zeigt sich enttäuscht vom Hamburger Klimaplan: „Die Zielsetzung des Senats ist mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nicht vereinbar. Es gilt, die Erwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen – und zwar bis spätestens 2035. Hierzu müssen die CO2-Werte viel stärker reduziert werden.“ Der Klimaplan sei zu wenig ambitioniert. Noch könne man den Plan anpassen, bald sei es dafür zu spät.

Fridays for Future hat das anerkannte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie damit beauftragt, eine Studie zu erarbeiten, um Wege aufzuzeigen, den notwendigen Wandel tatsächlich noch zu erreichen. Das Ziel, die Erderwärmung bis 2035 auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei zwar hochgradig ambitioniert, aber durchaus noch erreichbar – wenn man direkt damit beginnen würde, so das Fazit der Studie. König macht sich keine Illusionen: „Die Klimakrise ist eine kommunikative Herausforderung, der wir als Gesellschaft vielleicht noch nicht ganz gewachsen sind. Es ist auch deutlich geworden, dass es in der Exekutive an Mut fehlt, um voranzugehen und dem Rat der Wissenschaft zu folgen.“

Wie schwer die Umsetzung ist, zeigt nicht zuletzt die Pandemie. Wie unter einem Brennglas wird das grundlegende Dilemma sichtbar: Wenn nicht einmal eine unmittelbare Gefahr, bei der die eigene Gesundheit und das eigene Leben bedroht sind, ohne Murren und Widerstand Verhaltensänderungen nach sich zieht, wie soll das dann bei einem Thema gelingen, dessen Konsequenzen erst Jahrzehnte später erfahrbar werden? Oder zugespitzter: Wenn nicht mal 1,5 Meter möglich sind, wie sollten es dann 1,5 Grad sein?

Der Schriftzug „Wir alle für 1,5 °C“ darf derweil weitere vier Monate die Mönckebergstraße zieren. Die berühmte Einkaufsmeile bleibt also noch einige Wochen grün. Im August muss die Klimabotschaft dann wieder weichen. Erst kommt das Green, dann das Washing.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2021. Das Magazin ist seit dem 29. April 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Fahrradstadt Hamburg: In sechs Gängen zum Ziel

Das ambitionierte Ziel, die Verkehrswende zu schaffen, ist nicht im Singlespeedmodus zu erreichen. Nun ist Hamburg dabei, einige Gänge hochzuschalten

Text: Matthias Greulich

 

Sechster Gang: Ungeplanter Rückenwind

 

In der Mobilitätsforschung wird von push-Maßnahmen gesprochen, die Menschen dazu bewegen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Das funktioniert mal besser, mal schlechter. Der größte Push-Moment der Stadt kam dann allerdings ungeplant: Im Frühjahr 2020 stieg die Mobilität auf zwei Rädern binnen weniger Wochen Corona-bedingt so stark an wie noch nie. Viele Städter holten in der Pandemie das Rad aus dem Keller, um mal rauszukommen. Andere, um mangels anderer Sportangebote fit zu bleiben. „Die Pegelmessungen haben für 2020 einen Anstieg von 33 Prozent im Radverkehr ergeben. Deshalb sind die tollen Werte aus 2020 für uns auch ein großer Ansporn, im Jahr 2021 genauso weiterzumachen“, so Verkehrssenator Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen).

 

Fünfter Gang: Sprechende Räder

 

Fiete und Fienchen sind zwei Räder, die sprechen können. Mit ihnen fahren Paula und ihr kleiner Bruder Ben durch den Stadtpark. In zwei Pixi-Büchern, die kostenlos unter anderem in Kitas verteilt wurden, lernen Kinder schon früh, wie viel Spaß es machen kann, in der Stadt auf zwei Rädern unterwegs zu sein.

Die Bilderbücher sind Teil der Imagekampagne „Fahr ein schöneres Hamburg“, die 2019 startete und auf drei Jahre angelegt ist. Es gibt innovative Events rund ums Zweirad. Im vergangenen Sommer radelten 1.500 Besucher zum 1. Hamburger Fahrradkino auf dem Heiligengeistfeld. Auf der Kampagnenwebsite sind alle Angebote der Stadt zum Fahrradfahren übersichtlich zusammengefasst.

 

Vierter Gang: Mobil ohne eigenes Rad

 

Mit der Fähre zur 260. Stadtrad-Station der Stadt: Seit April stehen nun auch rote Räder am Fähranleger Finkenwerder. 2009 wurden die ersten Stationen eingeweiht, bis 2022 sollen Stadträder an allen U- und S-Bahnstationen verfügbar sein. Momentan bekommen rund 3.100 Bikes einen QR-Code unterhalb des Lenkers und am Schutzblech des Hinterrads verpasst. Beim Scannen mit dem Smartphone geht das Entleihen damit schneller als über die Stadtrad-App.

Mit fünf Euro im Jahr ist das Angebot, das von der Deutschen Bahn betrieben wird, deutlich günstiger als in Städten wie Berlin, wo daue haft zehn Cent pro Minute fällig sind. In Hamburg fährt man in der ersten halben Stunde abgesehen von der Jahresgebühr umsonst. Wechselt man das Rad alle 30 Minuten, kann man den ganzen Tag für null Euro fahren.

Anders als die Stadträder mit ihren roten Rahmen erkennt man die Bikes von Swapfiets an den hellblauen Vorderreifen. Es sind Fahrräder im Abo, die praktisch sind, wenn man wenig Stress mit Reparaturen haben will. Swapfiets verspricht, einen „Swapper“ genannten Mitarbeiter bei Problemen vorbeizuschicken. Fährt das Rad dann immer noch nicht, soll es in spätestens 48 Stunden ausgetauscht werden. Das auf Hamburger Radwegen sehr präsente „Deluxe 7“ mit – man ahnt es – sieben Gängen, ist für 19,90 Euro im Monat zu haben, zusätzlich werden einmalig noch einmal 19,50 Euro fällig.

Der niederländische Anbieter will demnächst auch ein robustes E-Bike für monatlich 75 Euro in Hamburg ausliefern. Abholen kann man die Räder im Swapfiets-Laden in der Holstenstraße 167 oder sie werden vom Swapper vorbeigebracht.

 

Dritter Gang: Bike+Ride

 

Die städtische P + R-Betriebsgesellschaft mbH macht nun auch in Fahrrädern. Sie ist dabei an allen U- und S-Bahnhöfen im Stadtgebiet neue Fahrradplätze zu schaffen. Die neuen Bike+Ride-Stationen sind gut auf die Bedürfnisse von Pendlern zugeschnitten. Es gibt überdachte kostenlose Plätze. Und wer sein teures E-Bike dort abstellt, kann den Akku im Schließfach verstauen und ebenso wie den Stellplatz abschließen. Kostet allerdings 126 Euro im Jahr. An der Kellinghusenstraße entsteht gerade das erste städtische Fahrradparkhaus mit 600 Plätzen. Es soll in diesem Frühjahr eröffnet werden, die Karte dazu gibt’s hier.

 

Zweiter Gang: Luft

 

Nicht an allen Tankstellen sind Radfahrer mit niedrigem Reifendruck willkommen. Eine charmante Idee ist es daher, dass auch an den silbernen Hightech-Toiletten der Stadtreinigung, die etwa am U- Bahnhof Feldstraße oder in Harburg Rathaus aufgestellt wurden, Luftstationen integriert sind. Und auch Kay Gätgens (SPD), passionierter Radler und Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel, braucht ebenso wie Mitarbeiter und Besucher keine Luftpumpe mehr mitzunehmen. Mittlerweile gibt es hamburgweit über 20 Stationen, da ist, hüstel, aber noch Luft nach oben.

 

Erster Gang: Radwege

 

Beim Bau neuer Radwege muss Hamburg auf dem größten Ritzel fahren. Es wird eine gewaltige Kraftanstrengung nötig sein, bis das Radwegenetz komplett umgebaut sein wird. Für den leidenschaftlichen Radfahrer Anjes Tjarks mag es sich anfühlen, als ob er den Waseberg mit Bleiweste hinaufradeln müsste. Dabei hört sich Tjarks’ Bilanz zunächst nicht schlecht an: 62 Kilometer Radwege hat Hamburg im Jahr 2020 neu gebaut oder saniert.

Insbesondere beim Veloroutennetz tat sich einiges. Die Koordinatorin der Mobilitätswende Kirsten Pfaue bilanzierte: „Wo früher hubbelige und enge Radwege waren, entstehen mehr und mehr breite und komfortable Angebote und echte Verbindungen.“ Zusätzlich ließ ihre Behörde drei Pop-up-Radwege anlegen: Beim Schlump, in der Max-Brauer-Allee und zwischen Sandtorkai und Brooktorkai wurde der Platz für Radfahrer mit gelber Farbe verbreitert. Zum ersten Mal sind in Hamburg „Kopenhagener Radwege“ geplant. Auf Teilstücken der Elbchaussee wird die Radspur „baulich vom Kfz-und Fußverkehr getrennt“.

Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020 wurden die Anstrengungen der Stadt von den 4.257 Befragten allerdings nicht honoriert. Hamburg bekam wie so oft in den Jahren zuvor ein schwaches Ausreichend (Durchschnittsnote 4,1) auf die Frage „Und wie ist Radfahren in Deiner Stadt?“. Die größten Kritikpunkte: Die Radwege seien häufig viel zu schmal und nicht vom Autoverkehr abgetrennt. Dadurch werde durch zu schnell fahrende oder falsch parkende Autos die Sicherheit der Radfahrer gefährdet. Tom Jakobi, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC Hamburg, kritisierte: „Obwohl in Hamburg punktuell Lichtblicke in Form von Protected Bike Lanes oder Kopenhagener Radwegen entstehen sollen, fehlen spürbare, hamburgweite Fortschritte. Wo wenig Verkehrsraum ist, wird bei Neuplanungen in der Regel nach wie vor zuerst an der Radwegebreite gespart, wie sich in der Umfrage bestätigt.“


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2021. Das Magazin ist seit dem 29. April 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Grüne Stadt des Jahres 2021: Hamburg gewinnt Nachhaltigkeitspreis

Hamburg wird für seine effizienten und klimakompatiblen Stadtstrukturen, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte und Grünflächen mit dem Green Good Design Award 2021 gekürt

Text: Isabel Rauhut

 
Das Europäische Zentrum für Architektur, Kunstdesign und Stadtforschung und das Chicago Athenaeum Museum haben Hamburg mit dem Good Design Award als „Grüne Stadt des Jahres“ 2021 ausgezeichnet.Der Good Design Award wurde 1950 von den Architekten Charles und Ray Eames sowie Eero Saarinen in Chicago gegründet und ist die älteste und renommierteste Auszeichnung für herausragendes Design weltweit. Jedes Jahr reichen Tausende von internationalen Designern und Herstellern aus über 50 Nationen ihre neuesten Designs ein, um die Innovation, die fortschrittliche Technologie, die Nachhaltigkeit sowie die Gesamtästhetik ihres Produkts vorzustellen.

 

Hamburg als Vorbild

 

Basierend auf den Designkriterien des ursprünglichen Good Design-Programms der 1950er Jahre, das vom Museum of Modern Art in New York eingerichtet wurde, holt Hamburg dank diversen, über die gesamte Stadt verteilten nachhaltigen Projekten den Pokal nach Hause. Besonders hervorgehoben wurde die HafenCity mit dem Nachhaltigkeits-Pavillon „OSAKA9“, der Energieberg Georgswerder, das GrünesNetzHamburg, die viele Dachbegrünung und das WÄLDERHAUS mit dem „Sience Center“ rund um das Thema Wald und Nachhaltigkeit.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Hamburg mit dem diesjährigen renommierten Green Good Design Award für die bemerkenswerten nachhaltigen Leistungen ausgezeichnet wird“, erklärt Kieran Conlon, Direktor des Europäischen Zentrums. „Hamburg ist bekannt als eine der besten Städte zum Leben. Von der Ökologisierung der Stadtteile bis zur Schaffung von Wohnraum, der mit hohen Umweltwerten vereinbar ist, hat sich Hamburg einen Namen als Pionier für nachhaltige Stadtentwicklung gemacht. Das Vorbild Hamburgs sollte andere Städte inspirieren, die besten Nachhaltigkeitspraktiken umzusetzen“, fügt Conlon hinzu.

 

Ausgestellte Nachhaltigkeit

 

Die Ausstellung „Green Good Design 2021“, die vom Europäischen Zentrum und dem Chicago Athenaeum organisiert wird und vom 14. bis 30. Mai 2021 im Contemporary Space Athens in Griechenland stattfindet, stellt auch Hamburger Projekte aus. Zusammen mit 150 anderen „Green Good Design Award“-Gewinnern von 2021 wird Hamburg zudem in einem kommenden Buch mit dem Titel „Green Good Design“ vorgestellt, das von der Metropolitan Arts Press veröffentlicht wird.

europeanarch.eu


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Nicht alles ist Corona: 10 Hamburger Good News

Pandemie, Proteste, politische Unruhen: 2020 hat Hamburg und die Welt mit voller Härte getroffen. So schwer das letzte Jahr auch war, es gab auch schöne Momente und Highlights, die vielleicht etwas untergegangen sind. Hier sind 10 Hamburg Good News, die die Laune heben

Text: Felix Kirsch

 

 

Hamburg ist schönste Stadt Deutschlands

Das digitale Reisemagazin Travelbooks hat entschieden

Auch wenn Hamburg in Zeiten der Pandemie kaum oder gar keine Touristen in der Stadt begrüßen darf, so konnte die Stadt sich trotzdem über einen Tourismus-Titel im Jahr 2020 freuen. Die Seite Travelbooks.de kürte die Elbmetropole zur schönsten Großstadt 2020. Mit knapp 28 Prozent der Stimmen setzte sich Hamburg gegen München und Dresden auf dem Treppchen durch.

 

Forellen kehren zurück in die Alster

Erfolgreiche Zucht Hamburger Angelvereine

Sie sind zurück: Die Forellen können wieder im Norden begrüßt werden. Genauer gesagt, im kleinen Bruder der Elbe, der Alster.

Seit mehr als zehn Jahren versuchten Hamburgs Angelvereine durch Besatzung kleiner Zuchtforellen einen gesunden Bestand der Lachsartigen in der Alster anzusiedeln. Bis 2020 vergeblich. Zu schwer und zu weit war der Weg bis in die Nordsee und zurück, die Salmoniden schafften es nicht, ohne geeignete Fischtreppen ihrem Drang nachzuschwimmen und in ihre Heimatgewässer zurückzukehren.

Fischereiverband und Angelvereine kümmerten sich um saubere und hindernisfreie Gewässer. Dann wurden junge Forellen ausgesetzt und siehe da: Im Herbst wurden die ersten ausgewachsenen Forellen in der Alster gesichtet, gefangen und dokumentiert.

 

Jungfernstieg wird autofrei

Die Stadt hat entschieden

Ende September 2020 wurde es amtlich: Autos haben in Zukunft nichts mehr am Jungfernstieg verloren. Hamburgs Touristen-Hotspot wird also in Zukunft ohne schicke Karossen und rasende Flitzer auskommen. Eine gute Nachricht für die Umwelt! Und auch im Bereich des Fahrradverkehrs hat die Hansestadt etwas für das grüne Gewissen getan.

Seit September 2020 können Radfahrer zwischen Gustav-Falk-Straße und Bogenstraße am Schlump einen kurzfristig installierten Radweg, einen sogenannten Pop-up-Radweg nutzen. Autofahrer müssen sich hinten anstellen, denn der Fahrradweg klaut den Karosserien eine ganze Spur. Wie lange der Pop-Up-Radweg bleiben kann, ist derweil noch unklar.

 

100 % selfmade

Der FC St. Pauli produziert umweltfreundliche Trikots

Natürlich darf der Hamburger Kiezklub in dieser Auflistung nicht fehlen, denn schließlich sind es die Jungs und Mädels vom Millerntor, die stets dafür sorgen, dass auch abseits des Fußballs wichtige Themen und Probleme behandelt werden. So widmete sich der FC St. Pauli im Jahr 2020 dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Nachdem bekannt wurde, dass die Braun-Weißen die fünfjährige Partnerschaft mit dem Sportartikelhersteller Under Armour beendeten, beschlossen die St. Paulianer kurzerhand, die Nähmaschine selbst in die Hand zu nehmen und fortan die eigenen Trikots selber zu produzieren. Natürlich fair, nachhaltig und umweltbewusst. Daumen hoch dafür.

 

Hamburg ist Veganer-Stadt Nummer eins in Deutschland

Das Food-Magazin Chef’s Pencil veröffentlicht Studie

Das Food-Magazin Chef’s Pencil hat Hamburg zur vegansten Stadt Deutschlands erklärt! Eine Studie des Magazins kommt zu dem Ergebnis, dass vegane Ernährung in Hamburg besonders beliebt ist.

In Deutschland sowieso – im internationalen Vergleich wird die Elbmetropole nur von Edinburgh und Portland geschlagen. Als Maßstab diente dem Magazin vor allem das Suchvolumen zu veganen Restaurants in den einzelnen Städten via Google.

Neue Urinale am Hauptbahnhof

Die Stadt geht gegen Gestank vor

Wer kennt ihn nicht? Den berühmten „Walk of stink“ am Südeingang des Hamburger Hauptbahnhofs. Doch damit ist zumindest vorerst Schluss. Die Stadt spendierte zwei Tage vor Weihnachten ein komplett neues Urinal. Auch auf der Reeperbahn sollen die Urinale ausgetauscht werden. Besser für das Stadtbild und die Nase.

 

Molotow kehrt zurück zum Spielbudenplatz

Der Kiez-Club zieht im Sommer 2021 um

Der Hamburger-Kultmusikclub Molotow kehrt an seinen alten Standort, den Spielbudenplatz zurück. Dank der Unterstützung der Stadt kann der subversive Klub voraussichtlich im Sommer 2021 an die alte Wirkungsstätte zurück.

Das Molotow musste 2013 aus den einsturzgefährdeten Esso-Häusern ausziehen und ließ sich zunächst an der Holstenstraße nieder. Zuletzt bezog das Molotow eine Örtlichkeit am Nobistor.

 

Eiland: Neue Insel für Hamburg

Neue 600 Hektar Sand im Wattenmeer

Hamburg wird um eine Exklave reicher. Rund um die zu Hamburg gehörende Insel Neuwerk soll im Wattenmeer der Nordsee eine weitere Insel entstehen. Da das künstliche Eiland im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer entstehen soll, wird es also auch offiziell Hamburger Gebiet.

Die Insel soll eine knapp 600 Hektar groß sein und aus Sand aufgeschüttet werden. Damit wäre die neue Insel also größer als Nigehörn, Scharhörn und Neuwerk zusammen, die zusammen den Stadtteil Hamburg-Neuwerk bilden.

 

Neues Naturschutzgebiet nahe Duvenstedt

Der Hamburger Senat genehmigt Schutz des Auenwald- und Wiesenareals

Und auch innerhalb der eigenen Grenzen entsteht Neues: Der Hamburger Senat genehmigte ein 31 Hektar großes Naturschutzgebiet nahe Duvenstedt. Das Auenwald- und Wiesenareal steht nun offiziell unter Schutz und bildet in Zukunft einen optimalen Rückzugsraum für die heimischen Arten. Im Auenwald- und Wiesenareal sind unter anderem Fischotter und Eisvögel beheimatet.

 

Hamburg bekommt Naturkundemuseum

Das Wirtschaftsministerium investiert in Biodiversität

Hamburg bekommt wieder ein Naturkundemuseum! Das hat das Wissenschaftsministerium der Hansestadt beschlossen. Ab 2021 sollen das Hamburger Centrum für Naturkunde und das Bonner Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig zum „Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels“ fusionieren und die biologische Vielfalt, die Artendiversität und dessen Schutz untersuchen. Ein zentraler Bestandteil wird dann auch ein neues Hamburger Naturkundemuseum mit dem Schwerpunkt auf die Hamburger Ökologie.


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Lilly: „Du darfst anders sein“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Wir fischen sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Lilly begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Mir wurde immer gesagt, als blondes Mädchen hast du’s ja nicht so mit Mathe, du solltest mal lieber ins Marketing gehen. Das habe ich tatsächlich erstmal gemacht. Um dann recht schnell zu merken, dass es gar nicht so meins ist. Mittlerweile bin ich Informatikerin, also mache Programmierung und so’n Kram. Hättest du nicht gedacht, oder?

Ich arbeite in einer Agentur und studiere nebenbei. Es ist eine gute Zeit zum Lernen, glaube ich. Im Sommer habe ich das Jagen für mich entdeckt. Wenn man sich mal damit befasst, bekommt man einen ganz anderen Blick auf Mensch und Tier, obendrein sehr viel Respekt gegenüber der Umwelt und ein Bewusstsein für den Fleischkonsum. Ich esse wirklich wenig Fleisch und wenn, für den Genuss. Wenn du aber alle drei Monate auf die Jagd gehst und ein Tier erlegst, hast du davon theoretisch monatelang was. Es wird 95 Prozent davon verwertet und du weißt, wo es herkommt.

Bislang bin ich nur mit einem Jäger mitgegangen und habe nicht selbst geschossen, will nächstes Jahr aber meinen Jagdschein machen. Manchmal bin ich eben ein kleiner Weirdo. Trotzdem: Jagen ist mal was anderes und eine Tradition, die verfällt. Was für ein Baum ist das? Welcher Vogel singt da? Das sind alles Sachen, die sollte man nicht so versickern lassen. Daher hat mich das Jagen interessiert. Es ist wie bei der IT: Keiner will’s machen, deshalb mache ich das.

 

Ist doch alles chico

 

Vielleicht hätte ich in meinem Leben ein bisschen früher auf mich selbst hören sollen. Ich habe zwar früh gecheckt, was ich will und was nicht, aber mit 13, 14 denkt man sich seinen Teil und geht trotzdem mit der Menge mit. Ab 20 merkt man dann: ‘Ach ganz ehrlich, ich mach’s auf meine Art.’ Und plötzlich erkennst du, dass das auch gut klappt.

Überprüf einfach ab und zu deinen eigenen Kompass, hör auf dein Bauchgefühl und deine Moral und dann sollte das Grundlegendste im Leben schon klar gehen. Ich finde, du darfst auch anders sein als das Gros, darfst andere Musik hören, einen anderen Job machen, anders aussehen. Solange du ein guter Mensch bist, ist doch alles Chico.“


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Shopping: 5 nachhaltige Adressen in der Sternschanze

Besonders in der Sternschanze gibt es einige Läden, die sich einem ökologisch-nachhaltigen Lebensstil verschrieben haben. Einen Mix aus fünf klimaschonenden Adressen hat SZENE HAMBURG hier gesammelt:

 

GLORE HAMBURG

 

Im bunten und vielfältigen Karoviertel findet sich seit Mai 2010 die Hamburger Filiale von Glore, einem Unternehmen, das sich auf Bio- und Fairtrade-Mode spezialisiert hat. Das Sortiment richtet sich sowohl an Frauen und Männer und wird nach hohen ethischen Ansprüchen ausgesucht.

Jedes Kleidungsstück wurde fair gehandelt und ökologisch nachhaltig produziert, einen Extrastempel gibt es noch für Stücke die vegan sind, also keinerlei tierische Bestandteile beinhalten.

Glore Hamburg
Marktstraße 31

 

LOCKENGELÖT

 

Schränke und Kommoden aus Ölfässern, Leuchten aus LPs, Eierbecher aus Skateboards und Kleiderleisten aus Büchern – Lockengelöt praktiziert Upcycling in seiner schönsten Form. Die Teile sehen nicht nur extrem stylish aus, sondern schenken Dingen, die sonst auf dem Müll gelandet wären, ein neues Leben.

Lockengelöt
Marktstraße 114

 

MERIJULA STORE

 

Merijula ist eine moderne und nachhaltige Lifestylemarke aus Hamburg. Kleidung und Accessories sind fair und nachhaltig produziert und leben von ihrem bunten und ungewöhnlichen Look.

Die einzelnen Buchstaben des Namens stehen für Werte, für die die beiden Founder Sarah und Julian einstehen: Magic, Education, Respect, Independence, Justice, Unity, Love, Art.

Merijula Store
Wohlwillstraße 24

 

GRÜNE FLORA

 

Das Team der grünen Flora macht sich regelmäßig auf die Suche nach neuen, ungewöhnlichen Pflanzen und verkauft nur regionale Blumen, die gerade Saison haben. Schön und nachhaltig!

Grüne Flora
Schulterblatt 79

 

MIMULUS NATURKOSMETIK

 

Eine besondere Auswahl an Naturkosmetik findet man in diesem stilvollen kleinen Laden mitten in der Schanzenstraße. Nicht nur die großen Marken, sondern auch kleine weniger bekannte Label und andere Schätze werden in das Sortiment aufgenommen, wie zum Beispiel plastikfreie Bio-Zopfgummis oder recycelbare Zahnbürsten für Kinder.

Nicht nur sind die Produkte biozertifiziert, aus nachhaltigem Handel und/oder vegan, man macht sich auch viele Gedanken um die Vermeidung von Plastikmüll und die Schonung von Tier und Umwelt. So ist unter einigen Produkten ein kleines Schild an das Regal geklebt, „No bad waste“, damit sofort ersichtlich ist, dass diese keinen oder nur recycelbaren Müll produzieren. Unbedingt mal reinschauen, sich beraten lassen oder einen Gutschein für eine besondere Person erstehen (die übrigens sehr niedlich bedruckt sind).

Mimulus Naturkosmetik
Schanzenstraße 39a


SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2020 SZENE HAMBURG KAUFT EIN! 2020. Das Magazin ist seit dem 19. November 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Jimmy Blum: „Bunt ist es am schönsten!“

Jimmy Blum liebt am meisten die Farbe Lila, ist sich aber darüber bewusst, dass diese Farbe alleine kein Umsatzbringer wäre. Deshalb setzt er auf bunt.

Interview: Frank Sill

 

Wenn man bei Jimmy in das Geschäft kommt, weiß man erst einmal gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. JIMMY Hamburg bedeutet ausgiebig Stöbern in einem bunten Mix von aktuellen Designs. Mode, Schuhe, Weine, Spirituosen, Schmuck, Geschirr aus Italien und einiges mehr präsentiert sich dicht an dicht in den Regalen.

Man muss aber keine Sorge haben, den Überblick zu verlieren, denn Jimmy unterstützt mit seiner sehr charmanten Art jede und jeden, das Richtige für sich oder seine Lieben als Geschenk zu finden. Jimmy verkauft nicht nur, sondern produziert zum Beispiel seine custom-made-Schuhe mit einer kleinen italienischen Manufaktur und pflegt sehr enge und faire Beziehungen mit seinen Herstellern und Lieferanten.

 

jimmy-hamburg-design-shop

Egal, ob Mode, Schuhe, Weine, Spiritousen, Schmuck und vieles mehr, es lohnt sich, bei JIMMY in Ruhe zu stöbern (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Lieber Jimmy, erkläre uns doch zu Anfang einmal das Konzept von JIMMY Hamburg.

JIMMY Hamburg ist der klassische Concept Store, wie man sich ihn eigentlich vorstellt. Ich habe hier alles, was mir auf meinen Reisen durch die Welt begegnet ist und mir gefällt.

Was ist das denn genau?

Ich biete Schuhe und Taschen, die ich selber produziere, an. Darüber hinaus verkaufe ich eine eigene Strickkollektion und auch eine Geschirrserie. Da ich ja halb in Italien wohne, bringe ich auch viele italienische Weine mit, der hier sehr gerne gekauft wird. Ebenso habe ich handgemachten Schmuck, zum Beispiel von meiner lieben Freundin Lisa aus Österreich. Eben einfach alles, was schön ist.

Du sagtest gerade, alles was schön ist, was sind denn deine Kriterien, nach denen du das beurteilst und deine Produkte und Mode aussuchst? Muss alles dir gefallen?

Dann wäre ich schon pleite. Meine Lieblingsfarbe ist Lila und die trägt sonst kaum ein anderer Mensch. Irgendwo habe ich auch immer etwas mit dieser Farbe an. Ich schaue mich natürlich überall nach den aktuellen Trends um und bin quasi auch mein eigener Fashion Scout und so entdecke ich auch die Produzenten.

Gehst du auch auf die üblichen Mode- und Trendmessen oder läufst durch die Innenstädte und lässt dich durch die Menschen auf der Straße oder Schaufenster inspirieren?

Ich gehe auch auf Messen, aber ehrlicherweise ist mir das häufig zu spießig dort. Da ich fast alle meine Produkte selber produziere, hole ich mir auf den Messen die eine oder andere Trendidee. Und ich reise in die Trendmetropolen auf der ganzen Welt und schaue mich um, was dort von den Hipstern getragen wird. Reisen ist Corona-bedingt gerade etwas schwieriger, aber Ideen habe ich zum Glück noch genug.

 

Nachhaltige Produktion

 

Du hattest es schon erwähnt, dass du unter anderem eine eigene Schuhkollektion hast, die sehr ausgefallen ist. Was ist das Besondere an deiner Schuhkollektion?

Meine Kollektion ist durchaus ausgefallen, aber man kann auch einen schlichten schwarzen Schuh bekommen. Das Besondere ist, dass ich sehr nachhaltig produziere. Ich produziere in einer kleinen Schuhmanufaktur in Umbrien und meine verwendeten Leder sind nahezu ausschließlich organisch gegerbt, also ohne Chemie hergestellt.

Alle Schuhe sind handgemacht und man kann sich den Schuh selber zusammenstellen. Du kannst dir die Farbe der Sohle und des Obermaterials aussuchen und dann dauert es bummelige drei Wochen und dann hast du deinen individuellen Schuh am Fuß.

 

jimmy-hamburg-design-shop-schuhe

Nachhaltig in Italien produziert: Die Schuhe bei JIMMY Hamburg (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Hattest du eigentlich schon immer so eine innige Beziehung zu Mode und den schönen Dingen des Lebens? Wurde es dir quasi in die Wiege gelegt?

Also in die Wiege wurde es mir nicht gelegt, ich habe es mir selber angeeignet. Als Schüler mit 15 Jahren habe ich angefangen, in einem Jeansladen in meiner Heimatstadt Lüneburg zu jobben. Nach der zwölften Klasse habe ich meine Schullaufbahn abgebrochen und habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen. Das war aber so überhaupt nicht meins, dass ich das tatsächlich nach vier Woche schon wieder beendet habe.

Nebenbei hatte ich allerdings immer noch in dem Jeansladen weitergearbeitet und die haben mir eine Ausbildung angeboten und meinten, dass ich danach ja auch noch studieren könnte. Somit habe ich dann meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht und dann Textilbetriebswirtschaft studiert.

 

Großstadtdschungel und Remmidemmi

 

Woher kommt deine innige Beziehung zu Italien?

Dort versuche ich den Großstadtdschungel und Remmidemmi, den ich hier in Hamburg habe, in unserem kleinen Bergdorf auszugleichen. Dadurch habe ich eben dann auch die ganzen kleinen Manufakturen und Produzenten, mit denen ich heute zusammenarbeite, kennengelernt.

Du produzierst deine eigenen Waren dann also alle in Italien?

Stimmt. Meine Kollektionen werden nachhaltig und fair für alle Beteiligten in Italien produziert und ich habe zu allen Produzenten einen sehr persönlichen Kontakt.

Die Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Wo stöberst du gerne hier in der Schanze mal anderweitig herum?

Das ist ja das Schöne, dass wir hier in der Schanze kein Konkurrenzdenken haben, sondern wir sind alle Nachbarn und Partner. Wir haben schon vor Corona gemeinsam Schanzen-Hopping ins Leben gerufen, um uns gegenseitig zu supporten und zu empfehlen. Meine erste Anlaufstelle sind immer die Wohngeschwister.

 

jimmy-hamburg-design-shop-geschenke

Viele kleine Geschenke zu Weihnachten warten bei JIMMY Hamburg in den Regalen (Foto: SZENE HAMBURG)

 

Worauf freust du dich am meisten in der Weihnachtszeit?

Natürlich aufs Weihnachtsgeschäft. Ich freue mich, dass meine Produkte so gut ankommen, dass sie unter dem Weihnachtsbaum landen. Und ich verspreche, dass sich für jedes Budget eine schöne und persönliche Geschenkidee bei mir im Geschäft findet.

Was kommt bei euch Heiligabend auf den Tisch? Habt ihr da ein Ritual?

Egal, wo wir sind, es gibt Gans bei uns. Selbst wenn wir in Italien sind, bringe ich meine Gans aus Hamburg mit. Das muss einfach sein.

JIMMY Hamburg
Schanzenstraße 5


SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2020 SZENE HAMBURG KAUFT EIN!, Dezember 2020. Das Magazin ist seit dem 19. November 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.