Zentimeterarbeit in Altona: Neue Sternbrücke erfolgreich an ihren Zielort bewegt  

Nach tagelanger Vorbereitung und Präzisionsarbeit steht die neue Sternbrücke an ihrem Bestimmungsort über der Max-Brauer-Allee. Der 3.700 Tonnen schwere und 108 Meter lange Stahlkoloss markiert eines der spektakulärsten Infrastrukturprojekte Hamburgs der letzten Jahre
Es ist soweit: Die neue Sternbrücke hat in der Nacht zu Freitag, den 31.7. ihren neuen Bestimmungsort erreicht
Es ist soweit: Die neue Sternbrücke hat in der Nacht zu Freitag, den 31.7. ihren neuen Bestimmungsort erreicht (©Carlotta Maas)

Jahrelang wurde darüber diskutiert, nun ist es Realität: Die alte Sternbrücke ist Geschichte, und der neue Stahlkoloss steht an Ort und Stelle. Das Mammutprojekt „Neue Sternbrücke“ in Hamburg-Altona steuerte diese Woche auf seinen Höhepunkt zu. Nachdem das historische Bauwerk abgerissen wurde, musste das imposante Nachfolgemodell an seinen endgültigen Platz bewegt werden. Ein Rückblick auf eine logistische Meisterleistung mit kleinen Hindernissen.

Bereits am 24. Juli hatte mit dem Abriss des alten Bauwerks die heiße Phase der Arbeiten begonnen. Den anschließenden Transport der 21 Meter breiten Neukonstruktion übernahm das auf Schwerlasten spezialisierte Unternehmen Mammoet: Auf einem Spezialfahrzeug mit 1.000 Rädern wurde die Brücke am Mittwoch, dem 29. Juli, zunächst rund 50 Meter seitwärts von ihrem Montageplatz auf die Max-Brauer-Allee geschoben.

Ein besonderes Detail befindet sich an der Unterseite des Bauwerks: Hunderte installierte Leuchten sorgten für ein dynamisches Farbspiel. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, diente die Beleuchtung nicht nur der optischen Aufwertung, sondern soll Verkehrsteilnehmern beim Durchfahren vor allem eine verbesserte Sicht bieten.

Der finale Transport an die eigentliche Zielposition startete am Donnerstag, dem 30. Juli, um 10:45 Uhr im Schneckentempo. Zur Mittagszeit musste das Vorhaben jedoch vorübergehend unterbrochen werden. Grund dafür waren unvorhergesehene Verzögerungen bei der Vorbereitung einzelner Streckenabschnitte.

Um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten der Schwerlast-Experten einzuhalten und ein durchgängiges Arbeiten in den Nachtstunden zu gewährleisten, legte das Team eine mehrstündige Pause ein. Wie Bahn-Projektleiterin Janna Widmaier betonte, handelte es sich dabei nicht um eine dramatische Verzögerung: Der eigentliche Einhub in die Endposition war ohnehin für die Nachtstunden vorgesehen und konnte im Anschluss wie geplant durchgeführt werden.

Und nun steht, beziehungsweise schwebt das Bauwerk an neuem Ort und Stelle. Ab Ende August sollen täglich rund eintausend Züge über sie rollen. Wie sich die Bauarbeiten bis dahin entwickeln bleibt abzuwarten. 

Abonniere unser
"Heute in Hamburg"
Update per E-Mail oder WhatsApp!

Die spannendsten Events in der Stadt und das Neueste aus der Hamburger Gastro- und Kulturszene. Wir halten dich auf dem Laufenden. 😃

👉 Stattdessen via Messenger abonnieren

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Abonniere unseren Newsletter!

Erhalte jeden Tag die besten Empfehlungen für deine Freizeit in Hamburg.

Unsere Datenschutzbestimmungen findest du hier.

#wasistlosinhamburg
für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf