Jahrelang wurde darüber diskutiert, nun ist es Realität: Die alte Sternbrücke ist Geschichte, und der neue Stahlkoloss steht an Ort und Stelle. Das Mammutprojekt „Neue Sternbrücke“ in Hamburg-Altona steuerte diese Woche auf seinen Höhepunkt zu. Nachdem das historische Bauwerk abgerissen wurde, musste das imposante Nachfolgemodell an seinen endgültigen Platz bewegt werden. Ein Rückblick auf eine logistische Meisterleistung mit kleinen Hindernissen.
Bereits am 24. Juli hatte mit dem Abriss des alten Bauwerks die heiße Phase der Arbeiten begonnen. Den anschließenden Transport der 21 Meter breiten Neukonstruktion übernahm das auf Schwerlasten spezialisierte Unternehmen Mammoet: Auf einem Spezialfahrzeug mit 1.000 Rädern wurde die Brücke am Mittwoch, dem 29. Juli, zunächst rund 50 Meter seitwärts von ihrem Montageplatz auf die Max-Brauer-Allee geschoben.
Ein besonderes Detail befindet sich an der Unterseite des Bauwerks: Hunderte installierte Leuchten sorgten für ein dynamisches Farbspiel. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, diente die Beleuchtung nicht nur der optischen Aufwertung, sondern soll Verkehrsteilnehmern beim Durchfahren vor allem eine verbesserte Sicht bieten.
Der finale Transport an die eigentliche Zielposition startete am Donnerstag, dem 30. Juli, um 10:45 Uhr im Schneckentempo. Zur Mittagszeit musste das Vorhaben jedoch vorübergehend unterbrochen werden. Grund dafür waren unvorhergesehene Verzögerungen bei der Vorbereitung einzelner Streckenabschnitte.
Um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten der Schwerlast-Experten einzuhalten und ein durchgängiges Arbeiten in den Nachtstunden zu gewährleisten, legte das Team eine mehrstündige Pause ein. Wie Bahn-Projektleiterin Janna Widmaier betonte, handelte es sich dabei nicht um eine dramatische Verzögerung: Der eigentliche Einhub in die Endposition war ohnehin für die Nachtstunden vorgesehen und konnte im Anschluss wie geplant durchgeführt werden.
Und nun steht, beziehungsweise schwebt das Bauwerk an neuem Ort und Stelle. Ab Ende August sollen täglich rund eintausend Züge über sie rollen. Wie sich die Bauarbeiten bis dahin entwickeln bleibt abzuwarten.

