(26.8.) Die Höchste Eisenbahn, Uebel & Gefährlich, 20 Uhr

Felix Weigt, Max Schröder, Moritz Krämer und Francesco Wilking sind zusammen Die Höchste Eisenbahn, diese lässig bis gelangweilt wirkende Indie-Pop-Truppe, die zuletzt als Support-Band von Element Of Crime auf der Bühne im Stadtpark stand. Ihre Musik: jungenhaft verspielt, melodisch, traumtänzerisch. Ihre Texte: naiv und schlau zugleich. Am Freitag erscheint das neue Eisenbahn-Album „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“. Grund genug für ein kleines Releasekonzert, das auf der Dachterrasse des Uebel & Gefährlich stattfindet – und längst ausverkauft ist. Kein Grund zur Traurigkeit: SZENE HAMBURG verlost Gästelistenplätze. (EBH)

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze. Schickt eine E-Mail mit dem Betreff „Eisenbahn“ bis morgen, 24.8., 15 Uhr an verlosung@vkfmi.de

Die Höchste Eisenbahn
Nebel & Gefährlich
Feldstraße 66
26.8., 20 Uhr

Foto: Sonja Stadelmaier

(27.8.) Müssen alle mit Festival, Bürgerpark Stade, 12 Uhr

Es ist die Sommersensation: Fraktus, die erste Techno-Boyband Deutschlands, kommt nach Stade. Ja, genau: Die Rede ist von Bernd Wand, Torsten Bage und Dickie Starshine (vormals Schubert). Die drei nimmermüden Pioniere ihres Genres werden mit ihrem aktuellen Album „Welcome To The Internet“ im Bürgerpark aufschlagen, ihre schimmernden Bühnenanzüge auspacken und eine Show der Superlative bieten, mit allem Pipapo. Und damit nicht genug: Vor diesem funkelnd-futuristischem Alleskönner-Trio werden im Rahmen des „Müssen alle mit“-Festivals, das in diesem Jahr schon zum vierten Mal stattfindet, noch Parcels, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fatoni, Isolation Berlin und Trümmer auftreten. Und nach Fraktus gibt’s auch noch was: nämlich Tocotronic (Foto). Die Rockband um Frontmann Dirk von Lowtzow wird das Festival mit gewohnt wuchtigen Gitarren und schlauen Worten beschließen. (EBH)

Müssen alle mit Festival
Bürgerpark Stade
27.8., Einlass 12 Uhr

(28.8.) Wolf Alice, Knust, 21 Uhr

Der Bandname des Londoner Quartetts ist zwar in erster Linie eine Reminiszenz an eine Kurzgeschichte der Britin Angela Carter, er klingt aber gleichzeitig auch ein wenig nach Mogelpackung, nach Wolf im Schafspelz. Und tatsächlich: Von der zierlichen Erscheinung der Frontfrau Ellis Rowsell sollte man sich nicht täuschen lassen, denn Wolf Alice haben keine Angst vor Krach. Furchtlos streifen die jungen Musiker durch die Geschichte der Gitarrenmusik, verknüpfen mühelos Indie-Rock, Folk, Shoegaze und Grunge miteinander, haben außerdem ein Gefühl für die große Pop-Geste und schrecken nicht einmal vor Stadion-Rock zurück. (KGR)

Knust
Neuer Kamp 30
28.8., Knust, 21 Uhr

Foto: Emily Cheng

(27.8.) Too Slow To Disco, Mojo, 23 Uhr

Die „Too Slow to Disco“-Compilations, die Marcus Liesenfeld als DJ Supermarkt zusammengestellt hat, haben sich zuletzt vom Geheimtipp zum Überraschungserfolg gemausert, die dazugehörige Partyreihe ist mittlerweile eine etablierte Veranstaltung, die durch verschiedene Hamburger Clubs zieht. Immer noch aktuell dürfte der Fokus der jüngsten Ausgabe des Samplers sein, der sich auf die Disco-Szene von Los Angeles in den Siebziger Jahren konzentrierte und dabei große Namen und kaum bekannte Künstlerinnen cool kombinierte. (FR)

Mojo
Reeperbahn 1
27.8., 23 Uhr

(26.+27.8.) Johannes Oerding, Stadtpark Freilichtbühne, 19 Uhr

Das letzte Jahr hätte für Johannes Oerding kaum besser laufen können. Platz 3 in den Charts und Platinveredelung für sein viertes Studioalbum („Alles brennt“), eine Echo-Nominierung, zwei ausverkaufte Tourneen und insgesamt wahnsinnige 150 Shows. Eigentlich Zeit für eine Erholungspause, möchte man meinen. Doch der spielwütige Wahl-Hamburger hat offensichtlich noch nicht genug und will dieses Jahr noch einmal mit seinen – meist weiblichen – Fans „die ganze Gefühlspalette durchleben“, wie er sagt. Und bei denen werden seine eingängigen Texte zu seichten Gitarrenklängen mit Sicherheit auch wieder für brennende Smartphone-Lichter sorgen. (UT)

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze. Schickt eine E-Mail mit Betreff „Oerding“ bis zum 24.8. an verlosung@vkfmi.de

Stadtpark Freilichtbühne
Saarlandstraße 71
26.+27.8., 19 Uhr

Foto: Andreas Oetker-Kast

(26.8.) Schmiddlfinga, Freundlich + Kompetent, 20 Uhr

Bock auf feinste Beats aus Sankt Pauli? Dann rein in die Sneakers und ab mit euch ins Freundlich & Kompetent, denn dort erwartet euch heute Abend Schmiddlfinga himself, zweifelsohne einer der geilsten Typen der Hamburger HipHop-Szene. Den meisten wird er als Teil der mitreißenden Combo „Le Fly“ bekannt sein, die, genau wie er, für eine Mischung allerbester Tanzmusik steht – eine Mischung aus brillantem Wortwahnsinn, Rock, Reggae, Funk und Punk. Was das Herz begehrt! (IV)

Freundlich + Kompetent
Hamburger Str. 13
26.8., 20 Uhr

(25.8.) El Olivo – Der Olivenbaum, Holi Kino, 19 Uhr

Alma ist Anfang 20, wütend auf die ganze Welt und legt sich mit jedem an, der ihr über den Weg läuft. Nur zu ihrem geliebten Großvater hat sie eine innige Verbindung. Seit die spanische Familie vor Jahren gegen dessen Willen seinen Lebensinhalt, den 2.000 Jahre alten Olivenbaum, verkauft hat, spricht er nicht mehr und seine Gesundheit verschlechtert sich zunehmend. Doch nicht nur das; seitdem scheint es, als liege ein Fluch auf Almas ganzer Familie: Ihr Vater ist geschieden und arbeitslos, die Familie kämpft um ihre Existenz. Zeit für Alma, etwas zu tun. Sie will den alten Baum, an dessen Seite sie gemeinsam mit ihrem Großvater ihre schönsten Kindertage verbrachte, zurückholen und den Opa damit heilen. Das Problem: Der Baum steht mittlerweile im Atrium eines großen Energiekonzerns in Düsseldorf. Ohne lange zu zögern und mithilfe einer kleinen Lüge überredet Alma ihren Onkel Alcachofa und ihren Kollegen Rafin, in einem Lkw Richtung Deutschland aufzubrechen. Keiner von ihnen ahnt im Geringsten, wie schwierig sich ihr Vorhaben noch gestalten wird. “El Olivo” von Regisseurin Icíar Bollaín kommt jetzt ins Kino. (Sarah Hamidy)

Holi Kino
Schlankreye 69
25.8., 19 Uhr

(25.8.) Alles was kommt, Studio-Kino, 17.45 Uhr

Mia Hansen-Løve ist ein Phänomen. Gerade mal 35 Jahre alt, hat sie bereits fünf vielbeachtete Filme gedreht. Zuletzt „Eden“, der die Geschichte von Daft Punk und ihrem Bruder erzählt, einem Pariser DJ. Ein ganz schön weiter Weg ist es von dort aus zu „Alles was kommt“ und in das bourgeois-intellektuelle Leben der Philosophielehrerin Nathalie (Isabelle Huppert), das nach und nach auseinanderfällt. Die Kinder sind aus dem Haus, der Verlag, bei dem sie seit Jahren Fachbücher veröffentlicht, stellt sich neu auf – und ihr Mann verlässt sie nach mehreren Jahrzehnten Ehe, weil er eine Geliebte hat, mit der er noch einmal neu beginnen möchte.
Und was macht Nathalie? Sie schaut nach innen, verlässt sich ganz auf sich, verzweifelt, aber nur ein ganz bisschen. Stattdessen ordnet sie ihr Leben neu und klopft es danach ab, was es noch zu bieten hat, auch bei ihrem ehemaligen Lieblingsschüler Fabien (Roman Kolinka), der sein Glück nicht an der Universität, sondern in einer alternativen Landkommune sucht. (SD)

Studio-Kino
Bernstorffstr. 93-95
25.8., 17.45 Uhr

(24.8.) G-Eazy, Freilichtbühne Stadtpark, 19 Uhr

Dem Rap ganz neue Facetten hinzufügen, nicht gehörte Pattern erfinden, den einen Beat, der alle anderen toppt – kein leichtes Unterfangen, auch dann nicht, wenn man G-Eazy heißt. Gerald Earl Gillum, so sein bürgerlicher Name, ist diesen Weg the hard way gegangen. Im kalifornischen Oakland war der heute 26-Jährige schon früh Teil der umtriebigen HipHop-Szene, als G-Eazy startete er seine Karriere im DIY-Modus. Sieben Mixtapes sorgten für Furore, sein MySpace-Profil ging durch das Dach, ebenso das Single-Debüt „Run around Sue“ anno 2011. Den 60s-Klassiker von Dion hievte G-Eazy in die Jetztzeit und ließ den Refrain von Greg Banks veredeln. Sein Album „These Things Happen“ schaffte es bis auf Platz 3 der US-Charts, sein aktuelles Album auf Platz 5. Mit „Me, Myself & I (feat. Bebe Rexha)“ hat der „James Dean des HipHop“ nun seinen ersten internationalen Hit im Gepäck. (INS)

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Gästelistenplätze. Schick eine E-Mail mit dem Betreff „G-Eazy“ bis zum 22.8. an verlosung@vkfmi.de

Freilichtbühne Stadtpark
Saarlandstraße 71
24.8., 19 Uhr

Foto: Bobby Bruderle

(24.8.) Hinter der Mauer ist das Glück, Winterhuder Fährhaus, 19.30 Uhr

Das Stück greift auf, was gerade in unserem Land immer öfter passiert: Nicht nur Stammtischparolen fordern ein Deutschland den Deutschen und fluten das Fremde mit einer Hasswelle. Der Autor Benjamin Lauterbach spinnt diesen Faden weiter und hat eine deutsche Zukunftsvision entworfen, in der die Bevölkerung komplett abgeschottet lebt, um das Reinheitsgebot zu wahren. Eine deutsche Familie lebt ein perfektes Leben in einem perfekten Ökosystem ohne Müll: Die Kinder sind strebsam, die Mutter kümmert sich um das Essen, der Vater dient dem Staat. Sie haben sich alle ganz doll lieb, dort, an diesem privilegierten Ort hinter der Mauer des Glücks, wo die Regierung dafür sorgt, dass man unter sich bleibt. Doch eines Tages taucht die Chinesin Frau Ting auf, die von ihrem Land beauftragt wurde, das Geheimnis des deutschen Glücks zu erforschen. Nicht nur sie ist ein Störfaktor, sondern auch ihre Gastgeschenke: Puppen und Autos aus Plastik, ein staubsaugender Roboter, deftige Speisen und Kleider aus Polypropylen. Begehrlichkeiten werden geweckt und die Mauer der Zufriedenheit beginnt zu bröckeln. Eine komödiantische Farce, die dem ernsten Thema mit groteskem Witz begegnet, denn Humor hat die Kraft das braune Gedankengut zu entlarven. (HED)

Komödie Winterhuder Fährhaus
Hudtwalckerstraße 13
24.8., 19.30 Uhr, noch bis 26.10.