(21.5.) Berries HipHop & Beyond, Turmzimmer, 24 Uhr

Seit knapp zwei Jahren veranstalten Hanno Stecher and Dominik Djialeu aka Stitch & Tchuani die Partyreihe „Berries HipHop & Beyond“, und sie sind ganz schön herumgekommen. Von der Homebase Berlin ging es in der Vergangenheit bereits nach Lissabon und Beirut. Mit großem Erfolg: Das Time Out-Magazin kürte „Berries“ zu einer der besten Parties der Stadt. Nun wird auch Hamburg mit der treibenden Mischung aus HipHop, Trap und Grime erobert. Im Gefolge der Gastgeber Stitch & Tchuani sind die HipHop Locals Tutku und Chi. Als besonderes Schmankerl performt die in Berlin lebende US-Rapperin Breezy live. Das Turmzimmer freut sich und wir sind sicher, man sieht sich immer mindestens zweimal im Leben. (DAK)

Uebel & Gefährlich
Feldstraße 60
21.5., 24 Uhr

(20.5.) Minifestival: Horst Blau geht Tauchen, Fundbureau, 18 Uhr

Von Abtauchen keine Spur: Zu ihrem eintägigen Festival schmeißen sich die Jungs und Mädchen von Horst Blau (verantwortlich auch für das Skandaløs-Festival im vergangenen August) so richtig in Schale. Dabei stehen zunächst fünf Stunden Allerlei mit Theater, Lesung und Livemusik auf dem Programm, ehe von 23 Uhr bis in die Morgenstunden zu bassbewummerten Beats getanzt wird. Wer in Badehose und Schnorchel auftaucht (ha!), muss trotzdem Eintritt zahlen, bekommt aber Style-Punkte ohne Ende. (FR)

Fundbureau
Stresemannstrasse 114
20.5., 18 Uhr

(20.5.) Nur Fliegen ist schöner, Zeise Kinos, 20 Uhr

Männertraum: Freiheit, Frauen und Absinth

Mit 50 Jahren steckt Michel mitten in der Midlife-Crisis. Genervt vom Job und gelangweilt vom Leben sehnt er sich nach großen Abenteuern. Als er per Zufall über das Bild eines Kajaks stolpert, ist er fasziniert von der Idee, mit dem Schiffchen auf große Exkursion zu gehen. Einfach los, ins Ungewisse reisen, so wie sein großes Vorbild Charles Lindbergh, der Luftpost-Pionier! Ehefrau Rachelle (Sandrine Kiberlain) lässt Michel seine Jungenträume leben, setzt ihn mit nachsichtiger Belustigung am Fluss ab. Michel ist selig. Doch die große Reise endet schon nach vier Kilometern. Michel strandet bei einem idyllischen Landgasthof, der wie aus Raum und Zeit gefallen wirkt. Hier, bei der liebeshungrigen Witwe Laetitia, der schönen, liebeskranken Mila und zwei schrägen Typen im permanenten Absinth-Rausch, bleibt er mit seinem Kajak hängen …
„Nur Fliegen ist schöner“ soll eine „Anti-Stress-Komödie“ sein und Regisseur Bruno Podalydès gibt selber den Michel. (MAS)

Zeise Kinos
Friedensallee 7-9
20.5., 15 + 20 + 22.20 Uhr

(20.5.) Premiere: Happy Birthday, Henry!, Die 2te Heimat, 19.30 Uhr

Das Leben, die Liebe und ein guter Haarschnitt

Wer „Henry, Friseur ohne Grenzen“ in der 2ten Heimat bereits gesehen hat, kann sich freuen, denn im Mai kommt die Fortsetzung des Stücks auf die Bühne. Frisch von seiner Auszeit in Südfrankreich zurück in Hamburg, will Henry seinen 70. Geburtstag groß feiern. Doch bevor es dazu kommt, findet seine älteste Stammkundin Greta eine Liste mit seinen Wünschen für den Ablauf des Festes und kommt dadurch ins Erzählen. Geschichten, die zu Herzen gehen, mal bissig, mal komisch – wie das Leben und die Liebe eben sind. Zum Plaudern lädt die 2te Heimat auch nach dem Stück in geselliger Runde ein. Denn, wenn der Bühnenvorhang gefallen ist, öffnet sich ein anderer und gibt lange Tafeln frei, an denen die Zuschauer bei einem Drei-Gänge-Menü und dem ein oder anderen Glas Wein den Abend gemütlich ausklingen lassen können. (HED)

Die 2te Heimat
Max-Brauer-Allee 34
20.5., 19:30 Uhr

Foto: Ulrike Schacht

(17.5.) Moby Dick, Thalia Theater, 20 Uhr

“Ich kenne das Buch gut und auch die Beweggründe Herman Melvilles. Und hatte meine Bedenken, doch auch das Vertrauen in das Theater mit all der vielen Information über den Walfang, den Gesellschaftlichen Aspekten und den teilweisen Längen im Roman klarzukommen. Und dann das: Was für ein tiefes, großes und seelisch kraftvolles Ganzes habe ich nicht nur gesehen, nein – erlebt gestern Abend!! Mehr kann sich ein Autor nicht wünschen, als so umgesetzt zu werden.”

Diese Besucherin und viele andere waren laut Kommentaren auf der Thalia-Seite schon einmal begeistert von der Hamburger Inszenierung von “Moby Dick” – vom Ensemble, von den Szenen, in denen sie energetisch im Chor sprachen und von der Leidenschaft. Regisseur Antú Romero Nunes hat das Buch von Herman Melville auf die Bühne gebracht. Premiere war schon im September 2013, die mitreißende Geschichte wird aber bis heute zu vereinzelten Terminen gezeigt. An diesem Dienstag zum Beispiel. (AW)

Thalia Theater
Alstertor
17.5., 20 Uhr
Tickets: 7,50 bis 38 Euro

(19.5.) Pudel im Exil: Kero Kero Bonito, 21 Uhr, Gängeviertel

Pudel im Exil # II

Kero Kero Bonito (ケロケロボニト) ist zwar ein Trio aus London, ihre musikalischen Einflüsse liegen aber im Dancehall, der Videogame-Musik und im J-Pop, wobei das „J“ für Japan steht, wie ihr sicher erkannt habt. Klebrig süßer Pop und essentielle Fragen à la „Wie viele Shrimps musst du essen, bevor sie deine Haut pink machen?“ kommen am Ende dabei heraus. Mangamäßig bunt wird’s also im Gängeviertel. Musikalisch Farbe bekennen nach dem Gig die üblichen Verdächtigen aus dem Pudel-Kosmos. Kaugummi gefällig? (AW)

Gängeviertel
Valentinskamp 34
19.5., 21 Uhr

(17.5.) Album-Release: Me Succeeds, Häkken, 21 Uhr

Man mische House und Hip Hop mit Experimental und Pop – und schon kommt die Musik von Me Succeeds heraus. Me Succeeds, das sind Mona Steinwidder, die dem Projekt ihre zarte, einnehmende Stimme leiht, und Lorin Strohm, der den Sound des Duos aus Loops von YouTube-Clips oder auch Soundschnipseln vom Smartphone kreiiert. Die Produktionen wirken intim, lassen einen mit der Musik schweben. Am Dienstag feiern Me Succeeds ihren Release von “Into randomness” und ihr solltet mitschweben. (AW)

Häkken
Spielbudenplatz 21-22
17.5., 21 Uhr
Tickets: 8 Euro

Foto: Maximilian Bartsch

(19.5.) Syrien: Introspektiven, W3, 19 Uhr

Wie kann man Krieg im Film verarbeiten? Politisch Stellung beziehen, wenn freie Meinungsäußerung nicht möglich ist? Die W3, Werkstatt für internationale Kultur und Politik in Ottensen, führt im Rahmen der Reihe „Syrien sehen“ Kurzfilme aus dem Bürgerkriegsland vor. So zeigt das Künstlerkollektiv Masasit Mati in einem satirischen Puppenspiel die Unterdrückungsstrategien des Assad-Regimes, Khaled Abdulwahed benutzt Graffiti-Motive als Zeugen der syrischen Revolution und Jala Maghout lässt eine Krähe metallene Munition stehlen und an einen fernen Ort bringen. In Anwesenheit der Regisseure soll über Kunst im Krieg diskutiert werden. (MAS)

W3
Nernstweg 32-34
19.5., 19 Uhr

Foto: “The Syrian People Know Their Way” / flickr.com/photos/3aref

(16.5.) Musikfest: Felix Kubin + Ensemble Resonanz, Laeiszhalle, 19.30 Uhr

Felix Kubin kleidet sich nicht nur als käme er aus einer avantgardistischen Parallelwelt, auch seine Musik klingt so. Der Hamburger Künstler bewegt sich zwischen elektronischem Experimental-Pop und Avantgarde-Klassik und legt eine ausgeklügelte Live-Performance hin, die Seinesgleichen sucht. „Falling Still“ heißt die am Montag und der Zustand des endlosen Fallens setzt der Ausnahmemusiker nicht etwa mit Unsicherheit und Aussichtslosigkeit gleich, sondern mit Lösgelöstheit und grenzenloser Freiheit. Mit Hilfe von Streicherensemble, Knabenchor, Percussionisten und Live-Elektronik werden Traumaufzeichnungen oder Interviews mit Astronomen und Experten des Unterbewusstseins zu Musik aus einer anderen Welt. Dabei kommen ihm seine andersweitigen Projekte zugute: Neben dem Komponieren extravaganter Stücke entwickelt Kubin Hörspiele fürs Radio und schreibt surreale Texte. Mit so vielen Facetten wird die Show sicher – ganz unavantgardistisch formuliert und dennoch treffend – der Hammer. Und das beste: Ein paar Karten gibt es noch und für Studenten unter 28 Jahren sogar nur für einen schmalen Zehner. (AW)

Laeiszhalle
Johannes-Brahms-Platz
16.5., 19.30 Uhr
Tickets: 20,37 Euro

Foto: Greg Holm

(18.5.) “Zeit für Zorn”, Schanzenzelt, 20 Uhr

Türsteherlesung? Jepp! „Zeit für Zorn“ zelebriert die bizarren und seltsamen Begegnungen im Hamburger Nachtleben aus Sicht der Türsteher Viktor Hacker, Henning Geisler und Mark Büttner. Seit sechs Jahren lesen sie die witzigsten, skurillsten und unglaublichsten Geschichten aus ihrem Arbeitsalltag auf dem Kiez vor. Und zum Glück- das Bühnenprogramm soll nicht klischeeartig zeigen, wie hart die Männer im Nehmen sind, sondern einfach unterhalten. Dieses Mal im Zelt im Schanzenpark.

Bajazzo Schanzenzelt
Schanzenpark
18.5., 20 Uhr
Ticket: 9,30 Euro

Foto: Bildwald