„Spiegel“-Autor ist Philipp Oehmke schon lange, ist bei den Kollegen sogar Leiter des Kulturressorts. „Spiegel“-Bestseller-Autor ist er aber erst seit drei Jahren, nachdem er sein gefeiertes Debüt „Schönwald“ veröffentlicht hat, einen vielschichtigen Gesellschafts- und Familienroman. Ein ähnliches Kaliber ist nun der Nachfolger „Papenburg“, in dem es auch in erster Linie um den großen Begriff „Familie“ geht. Im Zentrum des Buches steht Emilia Papenburg, die das Gefühl hat, am aufgeladenen Konstrukt der Familie gescheitert zu sein – wie schon ihre Eltern. Emilias Ehe ist gescheitert. Ihr Mann Benni hat sich für seine individuelle Freiheit und gegen familiäre Verpflichtungen entschieden. Emilia hat sich daher entschieden, mit ihren Kindern in New York einen Neuanfang zu machen. Ohne Familie. Aber geht das überhaupt? Ist es möglich, sich von seiner Familie loszusagen? Oder begleitet einen die Familie auch dann, wenn die Bande längst zerrissen scheinen?
Diese Kritik ist zuerst in SZENE HAMBURG 08/26 erschienen.Literaturkritik: „Papenburg“

