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Entspannen: Das Café May in Eimsbüttel

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer montags und freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Das Café May in Eimsbüttel

Text: Johanna Zobel

 

Kaffee, heiße Schokolade und Kuchen sind von Haus aus schon ein Garant für Gemütlichkeit. Im Café May gibt’s die warmen und süßen Sünden in absoluter Wohlfühlatmosphäre. Insgesamt gibt es acht Café May-Standorte in Hamburg. In Eimsbüttel, unweit der Apostelkirche, befindet sich einer davon. In gleich mehreren Räumen gibt es hier Sitzgelegenheiten – und die sind so was von gemütlich! Statt auf harten Holzstühlen oder wackligen Plastikhockern ein wundes Hinterteil zu riskieren, darf man sich hier in unfassbar bequeme Sofas schmeißen. Die erinnern ein wenig an die Polstermöbel von Oma und Opa, sorgen aber auch gerade deswegen für eine vertraute und gemütliche Zeit. Das nasse Januar-Grau und die vorbeigehenden Menschen können durch die großzügige Glasscheibe beobachtet werden. Mit einem wärmenden Kakao in der Hand ist das auch gleich viel schöner!

Entspannung im Januar


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Entspannen: Das Coffee to Fly

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer montags und freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Das Coffee to Fly

Text: Markus Gölzer

 

Tage, die eigentlich Nächte sind. Menschen, die selten lachen und niemals singen. Schockfrost als Gemütszustand. Der Januar in Hamburg ist eine düstere Angelegenheit. Da hilft nur eine Traum-Traumreise. Nichts wie ab Richtung Flughafen. Dann abgebogen gen Nordosten, schon ist man im Coffee to Fly. Das Ausflugslokal liegt direkt am Flughafengelände, von seiner Aussichtsplattform genießt man einen spektakulären Blick auf die Runways 15 und 33. In Griffweite starten Flugzeuge unter dramatischem Getöse, nehmen einen mit auf einen inneren Kurztrip an exotische Strände oder wo immer man sich hinträumen will. Dazu einen Toast Hawaii. Fast hat man Mitleid mit den Menschen hinter den kleinen Kabinenfenstern. Müssen sie doch die beengten Strapazen einer Fernreise auf sich nehmen, während man sich selbst warm eingepackt an frischer Winterluft auf der Holzterrasse breitmacht. Eigentlich bedauerlich, dass in acht Wochen schon wieder Frühlingsanfang ist. Aber nur eigentlich.

Entspannung im Januar


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Entspannen: Das Literaturhaus Hamburg

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer montags und freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Das Literaturhaus Hamburg

Text: Ronja Güldner

 

Lust auf eine literarische Auszeit? Dann ab ins Literaturhaus Hamburg. In der weißen Villa am Alsterufer lässt es sich mit Leichtigkeit dem kräftezehrenden Alltag entfliehen und in Bücherwelten eintauchen. Mit dem prunkvollen und zugleich verträumten Ambiente wird das Literaturhaus zu einem edlen Entspannungsort. Unter glänzenden Kronleuchtern und verschnörkeltem Stuck können Literaturbegeisterte zudem Lesungen brandneuer Werke lauschen und sich inspirieren lassen. Für diskussionsfreudige Gemüter bietet sich ein Besuch des regelmäßig stattfindenden „Philosophischen Cafés“ an. In der hauseigenen Buchhandlung „Samtleben“ können Besucher:innen weiter stöbern und ihren neu entdeckten Lesestoff gleich mit nach Hause nehmen. Eine leckere Stärkung gibt es im Literaturhauscafé. Und wer seine Gedanken nach einem Leseabend noch weiter schweifen lassen will, kann seinen Besuch mit einem kleinen Spaziergang am Alsterufer verbinden.

Entspannung im Januar


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Entspannen: Das Passage-Kino

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer Montags und Freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Das Passage-Kino

Text: Marco Arellano Gomes 

 

Die kalte Jahreszeit ist die Kino-Hochsaison. Und kaum ein Kino in Hamburg versprüht so viel Charme und Eleganz wie das Passage-Kino in der Mönckebergstraße. Schon der mit Teppich versehene Gang zu den Haupttüren zelebriert mit den links und rechts hinter Fensterscheiben liebevoll angebrachten Filmpostern die Kinokultur. Vollends wohlig wird einem, wenn man das großzügige, im Art-déco-Stil gestaltete Foyer betritt. Der zweigeschossige Vorraum glänzt mit goldenen Tapeten mit Jugendstil-Elementen, seiner stilvollen Bar und ledernen Lounge-Sesseln. Intern wird der Raum, in Anlehnung an Stanley Kubricks „The Shining“, als „The Goldroom“ bezeichnet. Zwei Tresen versorgen die Gäste (auch hier ganz klassisch) mit Coca-Cola, Popcorn und diversen anderen Snacks. Hinter dem Tresen befinden sich freundliche, gut gelaunte Mitarbeiter, die die Kinokultur ebenso lieben wie die Gäste.

Ein Ort zum Träumen

Jeder der drei Kinoräume ist individuell gestaltet und technisch auf der Höhe der Zeit. Eine große, mit rotem Teppich ausgelegte edle Treppe führt in die oberen beiden Säle: das „Hanse“ mit 218 Sitzplätzen und das niedliche „Studio“ mit 33 Sitzplätzen. Besonders imposant ist das mit Holzverzierungen und sehr bequemen Sitzen ausgestattete Kino 1 mit 379 Sitzplätzen. Das älteste, 1912 erbaute, Kino Hamburgs wird seit 2007 vom Schwaben Heinz Lochmann geführt – ein Kinoliebhaber, der sowohl auf kleine, feine Kinos als auch auf Multiplexe („Traumpalast“) setzt. Leitgedanke des Neubesitzers Lochmann war es, einen „Ort zum Träumen“ zu schaffen. Das ist gelungen, nicht zuletzt aufgrund des außergewöhnlichen Filmprogramms. Hier wird Wert auf gute Filme gelegt – unabhängig davon, ob es sich um Arthouse oder Blockbuster-Filme handelt. Also dann: Licht aus, Film ab!

Entspannung im Januar


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Entspannen: Das Katers Köök

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer montags und freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Das Katers Köök

Text: Erik Brandt-Höge

 

Sie lebten wild im Wald, wurden verletzt auf der Straße aufgelesen, eine von ihnen gar aus einem Farbeimer gerettet: die Katzen und Kater aus Katers Köök. Das vegane Deli und Katzencafé im Schanzenviertel wurde das neue Zuhause von namentlich Liffey, Mellow, Keshia, Rebell, Avicii und Newman. In kleinen Holzhöhlen, auf Wandtreppchen und der langen, die Decke des Ladens zierenden Kratzskulptur hat das Samtpfoten-Sextett sichtlich seinen Spaß – und die Gäste drum herum auch. Ab und an kommen Liffey und Co. von sich aus auf sie zu. Sie wollen schmusen, spielen oder einfach nur in ihrer Gesellschaft einschlafen.

Katzen, Kuchen und Merch

Es ist ein unheimlich liebevolles und eben enorm entspannendes Miteinander. Wer Katzen und Kater mag, kommt in Katers Köök voll auf seine Kosten. Wer sie noch nicht mag, hat nach einem Besuch vielleicht ein neues Lieblingstier. Und klar, die Vierbeiner sind hier die Highlights – aber danach kommt auch gleich das kulinarische Angebot. Für jede Tageszeit ist was dabei, vom deftigen Frühstück über hausgemachte Kuchen und Torten bis zu Burgern und Backfischbrötchen. Und wer von Katers Köök gar nicht genug bekommen kann, kriegt im Merch-Shop des Cafés auch noch Shirts, Pullis und Mützen.

Entspannung im Januar


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Entspannen: Die Bartholomäus-Therme

Der Stress und die Anstrengungen des vergangenen Jahres sind noch deutlich spürbar, da braucht es zu Beginn von 2023 nicht noch mehr davon. Deswegen präsentiert SZENE HAMBURG in den ersten drei Wochen des Jahres immer Montags und Freitags Orte, an denen es sich gut entspannen lässt. Heute: Die Bartholomäus-Therme

Text: Marco Arellano Gomes 

 

Historisch. Imposant. Erholsam. So lässt sich die Bartholomäus-Therme im Komponistenviertel zusammenfassen. Das im Jugendstil erbaute Gebäude liegt ein wenig versteckt in der Bartholomäusstraße/Ecke Beethovenstraße. Doch die Suche lohnt sich! Schon von außen macht das Gebäude einiges her. Innen wurde das Erdgeschoss vor Kurzem erst „behutsam und der Historie folgend gestalterisch modernisiert“ und erstrahlt entsprechend in neuem Glanz. Aufwendige Lichtinstallationen und sanfte Klänge erzeugen täglich ab 17 Uhr eine entspannte Wohlfühlatmosphäre. Das Wasser ist wohlig-warm (32 Grad). Hier kann man seelenruhig und ungestört (Kinder haben keinen Zugang!) in dem 12 mal 22 Meter großen Becken seine Bahnen ziehen und anschließend wieder seine Liege aufsuchen.

Die neue Thermen-Bar bietet den Gästen allerhand Genussmittel – bis hin zu speziell auf die Dampfbäder abgestimmte Pflegeanwendungen zur Reinigung und Pflege der Haut. Zwei Sprudelliegen und einige Massagedüsen fördern zusätzlich die Entspannung. Wer Dampf ablassen will, dem sei auch der Besuch eines der beiden Dampfbäder empfohlen: Ob Blüten-Dampfbad bei 40° C oder Eukalyptus-Dampfbad bei 45° C – hier bleibt keine Pore verschlossen. Eine Tageskarte kostet 13 Euro, inklusive Sauna 21,30 Euro. Die regulären Öffnungszeiten sind von 10 bis 22 Uhr.


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Entspannen wie auf Bali: Neues vabali spa bei Hamburg

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Für einen Urlaub wie auf Bali muss man in Norddeutschland ab Sommer 2022 nicht mehr weit reisen. In Glinde bei Hamburg eröffnet am 26. Juni das neue vabali spa

13 Saunen, drei Dampfbäder, ein Laconium, zwei Pools und fünf Entspannungsbecken, ein großer Naturschwimmteich und zahlreiche Ruheräume, das ist das vabali spa in Glinde bei Hamburg. Nur vier Kilometer außerhalb der Stadtgrenze erstreckt sich über 36.000 Quadratmeter ein magischer Ort, umgeben von grünen Wiesen und charaktervollem alten Baumbestand in unmittelbarer Nachbarschaft der bekannten Golfanlage Golf Gut Glinde. Die Wellnessoase mit Hotelanschluss gleicht einem kleinen balinesischen Dorf, das seine Gäste in eine fernöstliche Welt entführt. Über 500 Liegen und 60 Wasserbetten stehen für Erholungssuchende bereit. 

Die zweigeschossige Spa-Anlage bietet für bis zu 500 Gäste Platz zum Entspannen, Wohlfühlen, Genießen und Kraft tanken. Sie besticht dabei durch ihre imposante Architektur und Inneneinrichtung aus erlesenen authentisch-balinesischen Materialien. 

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Natürlich entspannend: das vabali spa bei Hamburg, geöffnet ab Juni 2022 (Foto: vabali spa)

Vorfreude und einzigartige Entspannung

Geschäftsführer Sonja Braun und Cornelius Riehm freuen sich, dass es jetzt losgeht: „Der große Zuspruch im Vorfeld macht uns stolz und wir freuen uns auf unsere zukünftigen Gäste, denen wir ein unvergleichliches Entspannungserlebnis garantieren.“ 

Einzigartig und neu im vabali spa Hamburg: Erstmalig gibt es in der Anlage einen Naturschwimmteich, der eigens für die Wellnessoase angelegt wurde. Ein Bambussteg führt direkt zu dem in den Teich eingelassenen Entspannungsbecken. Mehrere Sonnenterrassen, verschiedene Saunahäuser und Day Beds in balinesischem Stil sowie eine am Ufer gelegene Seesauna machen das Wellnessangebot komplett. Eine wohltuende Massage und ein Besuch im asiatisch-mediterranen Restaurant runden das Spaerlebis ab und machen das Urlaubsgefühl perfekt. Die Anlage bietet ihren Gästen Entspannung und Erholung auf höchstem Niveau zu einem erschwinglichen Preis. 

Das Hotel

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Nach der Wellness im Hotel den Weekender ausklingen lassen, das geht im vabali spa in Glinde (Foto: vabali spa)

Das vabali spa & hotel Hamburg bietet erstmalig die Möglichkeit, die vabali Wellness-Reise perfekt abzurunden. Im Stile unserer Sauna und Wellness-Anlagen führt das Hotelkonzept die Wärme und Atmosphäre einer Reise nach Bali weiter: Indonesische Holzmöbel mit geschnitzten Intarsien, hochwertige Schramm-Kingsize-Doppelbetten und geräumige Duschen in leuchtenden Farben laden zum Verweilen und Entspannen ein und erinnern an eine Reise nach Fernost.

Jedes der komfortablen Zimmer hat seine individuelle Note und unterscheidet sich in Größe, Ausstattung und Stil. Mit seinem fernöstlichen Charakter und den 80 individuell gestalteten Hotel-Zimmern & Suiten, dem großzügigen Wellness-Bereich sowie der asiatisch-mediterranen Kulinarik sind wir für Kurztrips, Weekender oder Longstay Urlauber ein perfektes Ausflugsziel. Gäste können im benachbarten Golf Gut Glinde auch sportlich auf ihre Kosten kommen.

Vabali Spa Hamburg: In der Trift 1, 21509 Glinde

Eröffnung am 26. Juni 2022

vabali.de/hamburg

Runterkommen: 5 Spaziergänge ins Hamburger Umland

Vielen fällt in dieser Zeit die Decke auf den Kopf und ein Spaziergang in der Stadt gleicht einem Slalomlauf, wobei Abstand halten nicht immer möglich ist. Sich breitmachen und durchatmen geht hervorragend an diesen fünf Orten

 

Klövensteen

Von der Kreuzkröte geküsst

 

Kürzer als viele denken: 36 Minuten braucht man mit der S1 vom Hauptbahnhof bis nach Rissen. Und für die, die nicht wissen, wo Rissen liegt: Es ist der letzte westliche Hamburger Stadtteil vor Schleswig-Holstein. Und liegt direkt am Klövensteen, der sich über 513 Hektar bis ins benachbarte Bundesland erstreckt. Ein Mischwald wie er im Buche steht. Wer hier spazieren geht, läuft auf Moos, Sand oder Mulch und kleine, dichtbewachsene Pfade schlängeln sich durch das Gehölz. Man kommt an Teichen vorbei und gelangt auf Lichtungen. Natürlich sind auch gut ausgebaute Wanderwege vorhanden und Hamburgs größtes zusammenhängendes Reitwegenetz.

 

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Abstand ist hier kein Problem: das Schnaakenmoor im Klövensteen

 

Ein besonders schönes Fleckchen liegt im Südwesten: das Schnaakenmoor. Hier treffen Binnendünen auf Feuchtwiesen und Heidegräser, Kanäle ziehen sich durch das Hochmoor und in den unterschiedlichen Gräsern und Pflanzen hocken der Moorfrosch, die Kreuzkröte und Sumpfschrecke. Stundenlang kann man durch das rund 100 Hektar große und wunderschöne Naturschutzgebiet streifen, immer wieder Neues entdecken und zwischendurch am Bach die Picknickdecke ausbreiten – durchatmen und den Rest der Welt vergessen.

/ HED

 

Boberger Dünen

Natur pur mit Mindest­abstand

 

Ein Geheimtipp sind die Boberger Dünen schon lange nicht mehr: Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung im Hamburger Südosten ist weitläufig, sehenswert und an Wochenenden durchaus rege besucht. Dennoch ist der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ohne Weiteres einhaltbar. Eine Dünenlandschaft gibt es hier tatsächlich noch – wenn auch längst nicht in dem Ausmaß einstiger Zeiten. Sie lässt eine abgesagte Fahrt an die Nordseeküste zwar nicht verschmerzen, wer aber den Sand an den Füßen entlang rinnen spürt, dem stellt sich immerhin eine Prise Strand-Feeling ein.

 

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Dünen mitten in der Stadt? In Hamburg ist alles möglich

 

Jetzt einfach nach hinten auf die Dünenlandschaft fallen lassen, den mitgebrachten Apfelsaft aus dem Rucksack ziehen und die Sonne genießen: Das flenst! Einen Badesee gibt es hier auch. Ob dieser in absehbarer Zeit für Gäste nutzbar sein wird, ist hingegen fraglich. Zumindest kann man ihn ruhigen Schrittes umrunden und dabei den Anblick des funkelnden Wassers genießen.

Wer ausgedehntere Wanderungen schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten: Vier Wanderwege stehen zur Auswahl. Für Radtouren ist die Boberger Niederung ebenfalls bestens geeignet: Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, sieht auch mehr von der beeindruckenden Landschaft. Das Areal umfasst immerhin satte 350 Hektar. Wie auch immer man dieses Naturschutzgebiet erkundet: Nach dieser Tour dürfte jeder groggy sein.

/ MAG

 

Friedhof Ohlsdorf

Paradies für die Lebenden

 

Der Ohlsdorfer Friedhof darf ruhig mal ein bisschen angeben: Er ist nicht nur beliebte letzte Ruhestätte der Hamburger Prominenz und Hamburgs größte Grünanlage, sondern mit rund 390 Hektar Fläche auch der größte Parkfriedhof der Welt. Die überwältigende Größe garantiert auch eine gigantische Vielfalt – hier findet wirklich jeder das perfekte Stückchen Grünfläche zum Durchatmen. Geschichtsexperten können die vielen historischen Gräber und Mausoleen bestaunen (die im Übrigen auch sehr fotogen sind), Hobbybotaniker sich der Rhododendronblüte im Mai erfreuen und kleine Entdecker den Naturlehrpfad erforschen.

Kerzengerade Alleen und verschlungene Pfade führen vorbei an Blumengärten, Waldstücken, Tümpeln und Seen. Wer hin und wieder etwas vom Pfad abweicht, entdeckt alte, moosbewachsene Grabplatten, die von der Natur langsam zurückerobert werden. Neben der großen landschaftlichen Palette birgt die schiere Fläche des Ohlsdorfer Friedhofs noch einen ganz anderen Vorteil: Entzerrung. Da kann es schon mal vorkommen, dass man beim Streifzug über den Friedhof eine gute halbe Stunde keinem anderen Besucher begegnet.

 

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Nicht nur letzte, auch sonst prima Ruhestätte: der Friedhof Ohlsdorf

 

Dass die Besucher hier zur Ruhe kommen, wollte schon Friedhofsgründer Wilhelm Cordes, und gestaltete die Anlage nicht nur als Paradies für die Toten, sondern besonders für die Lebenden. Die vielen verschiedenen Friedhofsteile lassen sich am besten bei einem langen Spaziergang ohne festes Ziel erkunden, zur Sicherheit sollte man sich am Eingang aber doch eine Karte abstauben – sonst verliert man schnell die Orientierung. Wer möglichst viele Highlights abklappern will, kann auf den asphaltierten Straßen auch mit dem Fahrrad durch die Anlage fahren.

/ SHE

 

City Nord

Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein – und das fast allein

 

Wo kann man noch entspannt spazieren, zwanglos fotografieren und gedanklich philosophieren, ohne im ewigen Slalom um die entgegenkommenden Mitmenschen zu tänzeln? Unser Tipp: die City Nord. Hier ist am Wochenende niemand. Na gut: fast niemand, abgesehen von den wenigen dort ansässigen Bewohnern, einigen verirrten Städtern und unzähligen vorbeisausenden Fahrradfahrern. Wochentags befindet sich die Mehrheit der über 30.000 Beschäftigten, die hier normalerweise rein- und rauspendeln, im Homeoffice. Die City Nord, seit Jahren als karg, menschenfeindlich und von vorgestern tituliert, entpuppt sich nun als idealer Ort für ausgedehnte und entspannte Spaziergänge.

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70er-Charme in der City Nord

Architektonisch sind die Protzbauten aus den 60er und 70er Jahren imposant, fotografisch sind sie hochgradig interessant. Schilder informieren über die Entstehung und Besonderheiten der einzelnen Bürogebäude und veranschaulichen die funktionalistische Idee, die der City Nord zugrunde liegt. Im Fokus steht die, damals zukunftsweisende, heute anachronistisch anmutende Trennung von Arbeit und Wohnen. Das sieht und fühlt man nach nur wenigen Schritten. Es ist, als sei man in einer anderen Stadt, einer anderen Zeit, einer anderen Welt gelandet.

Einige Gebäude stehen unter Denkmalschutz, andere werden erneuert, abgerissen oder durch Neubauten ersetzt. Die City Nord: Das sind 120 Hektar zum Abschalten, Entdecken, Erlaufen und Erforschen. Eine Zeitreise in eine längst vergangene Epoche der Architektur und Großmannssucht.

Wer tiefer in die Geschichte dieses Stadtteils eintauchen will, dem sei der Bildband „City Nord“ der Autorin Sylvia Soggia und des Fotografen Thomas Duffé empfohlen. Dieser bietet erhellendeEinblicke in das Innere der unternehmerischen Schaltzentralen. Spätestens dann wird klar, dass manch architektonische Sünde in „Europas Modellstadt der Moderne“ nicht nur von außen sichtbar ist.

/ MAG

 

Wandse

Von der Mündung bis zur Quelle

 

Jeder weiß: Hamburg hat mehr Brücken als Venedig. Die dazugehörigen Kanäle, Bäche und Flüsse eignen sich hervorragend für lange Spaziergänge, im Hamburger Osten zu empfehlen: die Wandse. Der rund 20 km lange Fluss entspringt bei Siek in Schleswig-Holstein und schlängelt sich auf seinem Weg bis zur Mündung durch einige botanische Highlights.

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Im Eilbek Park wird die Wandse zum Eilbekkanal

Erster Halt ist das Naturschutzgebiet Höltigbaum, ein ehemaliger Militärübungsplatz, der heute nicht nur eine große Vielfalt an Fauna und Flora beherbergt, sondern auch flauschige Galloway- und Highlandrinder. Über die Hamburger Stadtgrenze hinweg fließt die Wandse anschließend durch Rahlstedt, wo sie kurz unter dem hiesigen Einkaufszentrum verschwindet. Ab hier zieht sich die Wandse entlang einer grünen Ader vorbei am Friedhof Tonndorf, durch den Botanischen Sondergarten Wandsbek und den Eichtalpark bis zur S-Bahn-Station Friedrichsberg. Hier, im Eilbek Park, wird die Wandse zum Eilbekkanal und fließt durch den Kuhmühlenteich schließlich in die Außenalster.

Die gesamte Strecke von der Mündung bis zur Quelle wird zwar hin und wieder von Straßen unterbrochen, wer Kondition hat, kann sie aber trotzdem gemütlich mit dem Fahrrad abklappern. Für einen ausgiebigen Spaziergang lohnt sich der Streckenabschnitt zwischen den Bahnstationen Friedrichsberg und Tonndorf oder Rahlstedt.

/ SHE

 

FAQs: Spaziergänge in Hamburg

 

Welcher Spaziergang ist der Schönste?

Das kommt ganz darauf an, was euch gefällt: Wenn ihr Lust habt auf Wald und Moor, dann ist ein Spaziergang durch Klövensteen genau das Richtige für euch. Wenn ihr hingegen auf der Suche nach ein bisschen Urlaubs-Feeling seid, empfehlen wir euch die sandige Dünenlanschaft der Boberger Dünen. Und wer auf seinem Spaziergang Architektur bestaunen möchte, der sollte sich in der City Nord umschauen.

Welcher Spaziergang ist im Herbst am schönsten?

Wenn sich im Herbst die Blätter färben, solltet ihr euch einen Spaziergang durch Hamburgs bunte Wälder nicht entgehen lassen. Zum Beispiel durch das Waldgebiet Klövensteen mit seinen gut ausgebauten Wanderwegen, die euch sicher durch das Gehölz führen. Auch das Naturschutzgebiet Höltigbaum beherbergt eine große Vielfalt an Flora und Fauna.

Wie lange dauern die Spaziergänge?

Grundsätzlich könnt ihr in jedem Gebiet zwischen längeren und kurzen Routen wählen. Wer ausgedehntere Wanderungen schätzt, kommt in den Boberger Dünen voll auf seine Kosten: Vier Wanderwege stehen zur Auswahl. Für Radtouren ist die Boberger Niederung ebenfalls bestens geeignet. Auch im Schnaakenmoor kann man stundenlang durch das rund 100 Hektar große und wunderschöne Naturschutzgebiet streifen.

Welche Tiere und Pflanzen begegnen einem auf den Spaziergängen durchs Hamburger Umland?

Auf einem Spaziergang durch Klövensteen begegnen euch mit etwas Glück Moorfrösche, Kreuzkröten und Sumpfschrecken. Hobbybotaniker können sich bei einer Tour durch den Friedhof Ohlsdorf im Mai an der Rhododendronblüte erfreuen und bei einer Runde durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum kommt ihr an den flauschigen Gallowayrindern vorbei.

Wie erreicht man die Spaziergang-Routen im Hamburger Umland?

Viele Naturschutzgebiete sing gut mit Bus uns Bahn zu erreichen. 36 Minuten braucht man mit der S1 vom Hauptbahnhof bis nach Rissen, wo man aussteigt, wenn man dem Waldgebiet Klövensteen einen Besuch abstatten möchte. Auch die Boberger Dünen sind nicht weit weg von der S-Bahn-Station Mittlerer Landweg. Und der Friedhof Ohldorf liegt nur ein paar Minuten fußläufig von der Bahn-Station Ohlsdorf entfernt.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2020. Das Magazin ist seit dem 30. April 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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