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Neuer Club: Aus Moloch wird die Anderswelt

Das Oberhafenquartier ist ständig im Wandel. Über fünf Jahre war das Moloch ein subkultureller Club-Stachel in der fortschreitenden Bebauung der HafenCity. Nun verkündete die Betreiber-Crew das Ende. Doch es geht spannend weiter. Für mindestens zehn Monate wird aus Moloch die Anderswelt.

Interview und Fotos: Ole Masch

Lange wurde gehofft, spekuliert, Gerüchte gestreut. Es folgte Abschiedsparty nach Abschiedsparty. Anfang September war es offiziell. Die Kerncrew des beliebten Underground Clubs Moloch, von Gästen liebevoll Mutti genannt, verkündete ihr „Closing ohne Closing“ und beendete damit nach fünf Jahren ein Projekt unzähliger legendärer elektronischer Nächte (und Tage). Man sei sich mit dem Gängeviertel, welches die Fläche verwaltet, nicht über die Modalitäten zur Fortführung einig geworden.

 

Neues Clubprojekt

 

Damit verliert Hamburg eines der innovativsten und mehrfach ausgezeichneten Clubprojekte der letzten Jahre – und gewinnt gleichzeitig etwas Neues. Wie das Gängeviertel mitteilte, geht im Oberhafen die Anderswelt an den Start: „Ein kollektiver, partizipativer und basisdemokratischer Ort für kulturelle und künstlerische Projekte und natürlich exzessive Clubkultur“.

Mehrere Wochen sei von zahlreichen Kollektiven und über 100 Beteiligten geplant, gebaut und entworfen worden. SZENE HAMBURG sprach mit Freya und Gwen vom Anderswelt-Kollektiv über das neue Kulturprojekt.

 

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Die Tür zur Anderswelt steht offen (Foto: Ole Masch)

 

SZENE HAMBURG: Freya und Gwen, wer genau macht die Anderswelt?

Freya: Es ist ein Projekt des Gängeviertel e. V., welches aus einem neuen internen Betreiber-Kollektiv und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern aus der subkulturellen Club- und Kreativszene besteht.

Wir als Kollektiv wollen einen Freiraum für Kunst und Kultur aller Art schaffen und sehen uns nicht nur als reinen Club-, sondern auch als Kreativbetrieb, den man in Form von Dekoration, Licht, Ton und Entertainment in zehn verschiedenen Welten erleben kann. Ein bisschen Hippie-Charme ist auch dabei (grinst).

Wofür steht der Name?

Freya: Anderswelt klingt so schön unkonventionell. Nach Utopie, nach Freiheit und nach Möglichkeiten. In unserem Fall durch Partizipation im Projekt in vielerlei Form, besonders bei der Gestaltung.

Die keltische Mythologie hinter dem Begriff haben wir erst danach entdeckt, finden sie aber auch sehr inspirierend – unsere erste Welt hatte diesen mystischen Look, die nächste wird ganz anders, versprochen!

 

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Arbeit im Kollektiv: neuer Außenbereich (Foto: Ole Masch)

 

Welche Veränderungen gibt es gegen­ über des Molochs?

Gwen: Musikalisch wollen wir ein breiteres Publikum ansprechen, das dennoch in die Location passt. Also Countrymusic wird es nie werden (lacht). Beim Opening hatten wir zum Beispiel das erste Mal eine reine Bassnight mit Trap, Grime und ordentlich Ghetto-Tech! Auch Psy-Trance, DnB, und eine Menge Live-Acts sind geplant.

Freya: Außerdem möchten wir die Diversität von Geschlechtern, Herkunft und so weiter zur Normalität werden lassen – das ist uns ein großes Anliegen.

Und räumlich?

Freya: Wie es bei uns aussieht? Kommt vorbei! Wir haben zwei neu gestaltete Floors und einen neuen Außenbereich, drei Bühnen, Installationen und interaktives Geschehen, das sich jeden Monat verändert und erweitert.

Es geht also auch draußen weiter?

Gwen: Ja! Wir hoffen, den goldenen Oktober nutzen zu können, um noch mal ein bisschen Festival-Feeling in den Herbst zu holen – ansonsten geht es im nächsten Frühjahr draußen weiter. Vielleicht überlegen wir uns auch noch was für den Winter, lasst euch überraschen!

 

„Die Anlagen sind der Shit und die Halle scheppert nicht mehr!“

 

Kämpft ihr für eine dauerhafte Nutzung?

Freya: Das ist geplant, ja. Wir sind in Gesprächen mit den entsprechenden Stellen wie Kreativgesellschaft oder Hafencity GmbH und generell daran interessiert, dass Hamburg wichtige subkulturelle Orte erhalten bleiben. Wie genau eine langfristige Nutzung der Fläche aussehen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Wann endet die aktuelle Betriebs­erlaubnis?

Freya: Im Juni 2020.

Das Moloch hatte immer wieder mit Lärmbeschwerden zu kämpfen. Wie geht ihr damit um?

Gwen: Wir haben ein paar Dinge an der Soundtechnik und den Einbauten so verändert, dass wir Lautstärke einsparen können, aber nicht auf besten Klang verzichten müssen. In anderen Worten: Die Anlagen sind der Shit und die Halle scheppert nicht mehr!

Außerdem hoffen wir auf die Akzeptanz eines Clubbetriebs, der auf ein Veranstaltungswochenende im Monat reduziert ist und kommunizieren so viel wie möglich mit unseren Nachbarn im Oberhafen.

Und wie öffnet ihr an diesen Wochen­enden?

Gwen: Die Winteröffnungszeiten – je nach Wetterlage ab Oktober oder November – sind: Freitag 24 Uhr – Samstag 11 Uhr, dann wieder Samstag 24 Uhr – Sonntag 22 Uhr. Ab dem Frühjahr werden wir wieder durchgängig drei Tage geöffnet haben. Das Ganze von September 2019 bis Juni 2020. Zehn Monate, zehn Parallelwelten.

 

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Die Discokugel dreht sich schon (Foto: Ole Masch)

 

Welche Gäste wünscht ihr euch?

Freya: Wie schon erwähnt, versuchen wir musikalische Vielfalt anzubieten, daher auch ein breiteres Spektrum an Gästen. Das kann auch mal bunt werden, aber so und nicht anders, soll es ja auch sein. Das gilt auch für unsere Clubpolitik: Generell wollen wir die größtmögliche Freiheit für jeden; und niemanden – abgesehen von Rassisten, Sexisten, Homophoben und andere – aufgrund von Äußerlichkeiten oder Verhalten ausschließen.

Wir haben während der Veranstaltungen ein Awarenessteam, Psy-Care und Deutschlands einzige reine Frauentürstehercrew, die sich um Wohlbefinden und Sicherheit kümmern. Aber allem voran schreien wir „Rave on, Hamburg!“.

Anderswelt: Stockmeyerstraße 43 (HafenCity), Anderswelt #Zwei, 11.-13.10., 24 Uhr


Szene-Oktober-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Oktober 2019. Titelthema: Neu in Hamburg. Das Magazin ist seit dem 28. September 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Golden Pudel Club wieder mit Café: Barboncino Zwölphi

Seit Ende Juli ist der Pudel wieder ganz. Das Barboncino Zwölphi ist das neue Café im Obergeschoss des berühmten Clubs. Passionierter Pudel-Freund und Mitglied im VerFüGe e.V. ist der Musiker Viktor Marek. Im Interview spricht er über Architektur, geplante Veranstaltungen und gesellschaftliche Solidarität in Zeiten des Rechtsrucks

Interview: Jan Paersch
Foto (o.): Ole Masch

 

Der erste Eindruck: ganz schön bunt. Draußen scheinen Farbeimer explodiert zu sein, so sehr strahlen den Besucher die grünen, pinken und blauen Pastellfarben an. Im Innenraum: mehrere Holzwände mit verschieden gestalteten Tapeten, große Hängelampen, rot und giftgrün gepolsterte Stühle. Eine teuer aussehende Espressoma­schine blinkt hinterm Tresen. Etliche Fenster geben den Blick auf die Werft Blohm+Voss auf der anderen Elbseite frei.

Eine Etage darüber, in den Räumen direkt un­ter dem markanten Sheddach, ist die Unterbringung des Park Fiction­-Archivs geplant. Auf der Mittagstisch-­Speisekarte im Café: arabische Spezialitäten. Gebratene Möhren, Couscous­-Salat, Belugalinsen, Hummus und Falafel – der große Teller für 7,50 Euro, ermäßigt für 6 Euro.

Es ist Anfang August, das Barboncino Zwölphi im oberen Stockwerk des Golden Pudel Clubs ist erst seit ein paar Tagen geöffnet. Frischer Holzgeruch hängt noch im Raum. An der Theke lehnt ein Pärchen und lobt das Konzept des in der Karte verzeichneten Espressos zum „schnell am Tresen trinken und abhauen.“ Nur einen Euro kostet das im Stehen genossene Heißgetränk hier – wie an einer italienischen Autobahnraststätte.

„Den Preis habe ich durchgesetzt“, grinst Viktor Marek. Der Musiker und Produzent ist auch Mitglied im Verein für Gegenkultur e.V., kurz VerFüGe und war maßgeblich an der Planung des neuen Cafés und Kulturraums beteiligt.

Lange Jahre wurde die obere Etage von einem Pudel­fremden Betreiber dominiert. Mit finanzieller Unterstützung der Mara­-&-­Holger­-Cassens-­Stiftung kaufte der Pudel­-Verein im Juli 2016 den Anteil des damaligen Miteigentümers auf. Der Club war zu dem Zeitpunkt aufgrund von Brandschäden geschlossen – nun darf im Pudel wieder unten und oben gefeiert werden.

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„Müssen solidarisch miteinander umgehen“: Viktor Marek / Foto: Jan Paersch

SZENE HAMBURG: Viktor Marek, ihr habt euch schon in der Vergangenheit als „Elbphilharmonie der Herzen“ bezeichnet. Musstet ihr das jetzt noch einmal unterstreichen, indem ihr euch den Zusatz „Zwölphi“ gegeben habt?

Viktor Marek: Ja, wir können’s nicht lassen. Wir brauchen immer einen mehr als die Elphi. Lauter, teurer, besser (lacht). Barboncino war uns irgendwie zu wenig. Die Kombination mag schwer merkbar sein, aber vielleicht etabliert sich noch eine Abkürzung. „Pudel oben“ wäre für uns auch okay.

Ihr meintet mal, ihr würdet kein weiteres Café auf St. Pauli eröffnen wollen. Was ist das Barboncino dann?

Das ist einfach ein Pudelchen oben­ drauf – Barboncino heißt wörtlich „Pudelchen“ auf italienisch. Die reine Café-Idee reicht uns tatsächlich nicht. Man kann bei uns nett sitzen und auf die Elbe gucken, aber es soll schon politisch aufgeladen sein, und die Veranstaltungen sollen das auch widerspiegeln. Von Anfang an wollten wir unbedingt mit Geflüchteten arbeiten.

Der Mittagstisch kommt vom Catering- Service Chickpeace, der von geflüchteten Frauen aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Irak und Somalia betrieben wird.

Genau. Wichtig ist uns, dass deren Bezahlung anständig ist. Momentan ist ihre Küche vor allem arabisch angehaucht, aber auch da werden sich die Dinge vielleicht noch ändern.

Ihr habt auch einen ermäßigten Preis beim Essen.

Auch wer wenig Kohle hat, sollte bei uns essen können. Wir wollen auf keinen Fall ein weiterer Gentrifizie­rungs-­Apparat in St. Pauli-­Süd sein. Wer hier schon seit Ewigkeiten wohnt, ist herzlich eingeladen, vorbei zu kom­men.

Seid ihr schon früher so auf die Nachbarn zugegangen?

Nun, als der Pudel gegründet wurde, war es wichtig, sich von der Gesellschaft abzugrenzen. Heute macht das keinen Sinn mehr, im Gegenteil: Wir müssen solidarisch miteinander umgehen. Der Rechtsruck ist eine riesige Gefahr. Wenn der Staat das schon nicht hinbekommt, müssen wir wenigstens untereinander zusammenhalten.

Uns haftete lange das Bild der hippen Künstler an, aber so wollen wir nicht mehr wahrgenommen werden. Wir bieten auch ein Flaschenbier für 2,20 Euro an – das ist fast so günstig wie in einer Eckkneipe.

 

„Wir wollen immer Raum für Quatsch lassen“

 

Im Golden Pudel Club kommen „Selbstbestimmtheit, Kratzbürstigkeit, Beklopptheit und Wärme zusammen“, heißt es in der Präambel eurer Stiftung. Wie verrückt darf ein Café sein?

Ich finde, es muss bekloppt sein. Hier oben wird vermutlich nicht ganz so viel mit Alkohol experimentiert. Aber wir wollen immer Raum für Quatsch lassen. Die Dinge sollen auch mal schiefgehen können.

Jetzt, wo das Grundstück gesichert ist und wir über die nächsten 40, 50 oder gar mehr Jahre nachdenken können, können wir eine gewisse Grundentspanntheit mitbrin­gen. Früher haben wir von Jahr zu Jahr gelebt und wussten gar nicht, ob wir nicht doch bald schließen müssen.

Jetzt habt ihr viel vor: Lesungen, Konzerte, Workshops.

Wir haben gleich den „Kaiserwetter“­-Dienstag wiederbelebt, der früher unten im Club stattfand. Da haben schon so illustre Gäste wie DJ Koze oder DJ DSL aufgelegt. Der Fokus liegt aber nicht auf Tanzmusik. Es darf stattfinden, was sonst auf der Strecke bleibt.

Ich selbst werde 7­inch-­Platten von Flohmärkten in Palermo, Athen und Tokio auflegen. Lesungen von Kathrin Weßling und Gereon Klug sind auch geplant, dazu Salonabende mit Rocko Schamoni und Schorsch Kamerun, Filmabende von der HfbK und eine Veranstaltung vom Hamburger Comicfestival. Die „Untüchtigen“ sollen auch wieder stattfinden, eine politische Reihe, die schon im mittlerweile geschlossenen Golem stattfand.

Was hat das Barboncino gekostet?

Wir haben circa 200.000 Euro an Spenden und 100.000 Euro an öffentlichen Geldern von der Bezirksversammlung Altona bekommen, aber die Summe hat nicht gereicht. Das fehlende Geld hat uns die Mara­-&-­Holger­-Cas­sens­-Stiftung geliehen, das zahlen wir über einen langen Zeitraum zurück.

 

Krone und Pudel-Frisur

 

Wie kamt ihr auf das markante Dach mit den drei aneinander gelehnten Pultdächern?

Wir tranken Bier mit dem Architekten, und der zeichnete diese Krone gleich auf eine Serviette. Die Gestaltung erinnert an eine alte Fabrik, die typischerweise mit einem Sheddach da­herkommt. Und es erinnert natürlich an das Logo des berühmten englischen New­-Wave­-Labels Factory Records. Es soll demonstrieren: Hier wird gearbeitet, hier soll etwas geschaffen werden. Aber es bezieht sich natürlich auch auf eine Pudel­-Frisur.

Wenn man sich drinnen so umschaut – ganz schön viel Holz hier.

Am Anfang war es zu holzig hier – es sah aus wie eine Sauna! Wir haben mit der individuellen Tapetengestaltung dagegen gearbeitet.

Mir gefällt besonders das Spielkartenmuster. Wie seid ihr die Gestaltung des Innenraumes angegangen?

Der Regisseur Lars Jessen hat ein­mal einen Film über sterbende Gasthöfe in Dithmarschen gemacht. Eine der Kneipen stand in Meldorf, und nachdem die schließen musste, übernahm Lars die komplette Einrichtung und lagerte sie ein. Er ist ein Freund von Rocko Schamoni, und kontaktierte uns gleich, als er von dem Projekt hörte.

Wir wollten die Möbel aber nicht bloß auf museale Art ausstellen. Also gab es eine Zwischenlösung: Lampen und Möbel sind zum größten Teil aus dem alten Gasthof, der Tresen mit seiner Sechzigerjahre­-Anmutung wurde dagegen komplett neu gebaut. Wir wollten auch keine hohe, brachiale Bühne, es sollte eher eine Stufe sein. Das macht das ganze demokratischer.

Der Pudel – ein Hort der Demokratie?

Nun ja. Letztlich sind wir wohl doch Anarchisten.

Barboncino Zwölphi: St. Pauli Fischmarkt 27


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Off The Radar: Das gemeinnützige DIY-Festival

Vier Tage lang wird beim Festival Off The Radar auf einem alten Hof in der Nähe des Dorfes Negenharrie wieder getanzt, gestaunt, relaxed und geravt

Text: Ole Masch
Foto: Benzin

Wenn am letzten Juli-Wochenende die Sonne hinter den Maisfeldern der schleswigholsteinischen Pampa untergeht, erleuchtet der alte Gutshof Ovendorf nördlich von Hamburg in prächtigen Farben. Zu diesem Zeitpunkt findet bereits zum dritten Mal das alternative Off The Radar Festival statt und damit der Höhepunkt eines Veranstaltungsmarathons, den der gleichnamige Verein in diesem Sommer durchführt. Off The Radar ist seit ein paar Jahren auch für die Tube Box auf der Fusion zuständig und veranstaltet zudem Ende August auf dem Schröderstift-Gelände ein großes Sommerfest.

Drei Monate, drei Festivals. Malte Struck, Gründungsmitglied des Kunstverein St. Pauli, ehemaliger Off The Radar-Vorsitzender und heute mit Kollegin Meike in der künstlerischen Leitung, erzählt: „Das ist schon krass, aber wir sind alle verrückt und haben kein Privatleben (lacht). Aber im letzten Jahr war es fast noch krasser, denn da hatten wir zudem noch die Ruhr Triennale mit Schorsch Kamerun und einem Theaterstück bespielt. Dagegen ist dieses Jahr fast entspannt.“

 

„Es gibt kein Sponsoring. Alles ist DIY“

 

Eine Zusammenarbeit, von der die Gäste in diesem Jahr profitieren. Schorsch Kamerun spielt mit seinen Goldenen Zitronen auf dem Festival, das sich von Beginn an durch seine Verbindung von elektronischer Tanzmusik, alternativen (Punk-)Bands, Kunst und politischem Engagement auszeichnet. „Normalerweise könnten wir uns die gar nicht leisten“, meint Malte.

„Viele Acts wissen aber, dass wir als eingetragener Verein keine Gewinnabsichten haben, es kein Sponsoring gibt und alles DIY und ausschließlich ehrenamtlich geplant wird und keiner angemessen Geld verdient.“ Trotzdem oder gerade deswegen sind im Line-up Frittenbude, das Hamburger Slowhouse Trio Sutsche, Knarf Rellöm und zig weitere bekannte und zu entdeckende Acts vertreten.

 

 

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Und das gute Feedback der letzten Jahre zeichnet sich langsam aus. Wer ein Ticket im Vorverkauf erwerben möchte, sollte sich ranhalten. Der Kartenverkauf läuft gut und damit kommt man einem weiteren Ziel näher, welches sich Off The Radar schon seit Gründung auf die Fahne schreibt. „Wir haben das Festival unter anderem dafür gemacht, um Gelder zu sammeln“, erklärt Malte. „Das hat finanziell in den ersten Jahren leider nicht geklappt.

Aber Off The Radar ist zu 50 Prozent auch wohltätige Arbeit. Wir arbeiten sehr eng mit der NGO Cadus zusammen. Teile unserer Crew waren in den letzten Jahren jeden Winter in Flüchtlingscamps oder auf der Balkanroute und haben dort gekocht und geholfen.“ Eine Crew, die sich aus Umfeld von Hafenklang, Kogge, Golden Pudel und Uebel & Gefährlich zusammensetzt und ebenso gute Verbindungen in die Schweiz hat.

„Wir sind sehr eng mit Leuten aus Basel und Zürich“, freut sich Malte. „Die machen in der Schweiz viele tolle Sachen und diese enge Freundschaft ist auch der Grund, warum es Rock & Wrestling seit letztem Jahr in Zürich gibt.“ Das Spaßcatchen im Hafenklang findet in diesem Jahr wieder am selben Wochenende statt, doch Malte verrät: „Diesmal wird es am Sonntag erstmals ein Rock & Wrestling Reste wresteln geben. Die Wrestler, die nach zwei Tagen Hafenklang noch leben, kommen zu uns und geben sich den Rest.“

Off the Radar: 25.-28.7, Ovendorf 4, Negenharrie


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
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Meet the Resident – Budiratsch

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Budiratsch, auch bekannt als Gerald Steyr – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman
Foto: Ben Zin

Wer ist Budiratsch?

Mit diesem Alter-Ego-Projekt öffne ich mir die Tür zu einem musikalischen Kosmos jenseits des Drum’n’Bass. Ich umarme damit meinen Wunsch, sich verstärkt der grenzenlosen Vielfalt in der Clubmusik zu widmen. Budiratsch steht für FuckGenre, Gerald Steyr für Drum’n’Bass.

Kannst du den Begriff FuckGenre näher definieren?

Der Begriff steht für keine Einsortierung, keine Schublade möglich. Auf Regeln und jegliche Schranken wird verzichtet. Die FuckGenre-Bewegung verbindet Künstler ausschließlich aus einem freiheitlichen Denken und einer Spiritualität heraus. Ich sehe es als einen Aufruf zu einer gelebten Diversität in der Musikkultur. Als Budiratsch spiele ich Shows quer durch elektronisches BämBäm zwischen BumBum und TschakTschak.

Warum wählst du dafür ein Pseudonym?

Es ist die ewig selbst gestellte Frage von Artists, die ein breites Spektrum abbilden, ob sie sich für verschiedene Ausdrucksarten Pseudonyme erschaffen, oder nicht. Wenn sich ein Musikprojekt extrem weit vom vorherigen Schaffen abgrenzt, ist eine zusätzliche Identität sehr hilfreich. So kann ich mich meinem bisherigen Selbst weiter widmen und zeitgleich neue Wege mit diesem Alias erschließen. Wir beide profitieren voneinander, Budiratsch inspiriert Gerald Steyr und andersherum.

 

Shows rocken und im Studio schrauben

 

Wo siehst du dich in einem Jahr?

Ich sehe tolle und unfassbar gut aussehende Menschen. Ich sehe Leidenschaft, die Farbe Orange. Die Grünen stellen die Bürgermeisterin und keiner singt mehr mit Autotune. Ha ha, nee. Im Ernst, neue Musikprojekte sind immer offen im Prozess. Ich liebe es, Shows zu rocken und im Studio zu schrauben. Die erste Budiratsch EP ist in Arbeit, im Herbst ist eine Clubnacht angedacht.

Welcher Auftritt ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Mein fünf Stunden FuckGenre-Gig bei Maschine Brennt im Gängeviertel vor ein paar Monaten, in der Nacht ist Budiratsch gezeugt worden. Und eine Show vor ein paar Jahren im Pudel, wo ich die Audience mit syrischer Hochzeitsmusik zum Extremtanz verführt habe – sehr sexy.

Deine Platte des Monats?

Die neue archaische Ambient Electronica EP von Cid Poitier ist der perfekte Ein- und Ausstieg rasanter Nächte.

Welchen Act würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Ich habe mich immer gewundert, warum Deekline noch nie in Hamburg gespielt hat. Er ist für mich der Inbegriff des Multistyle Artist. Sein Output umfasst House, UK Funky, Tropical, Jungle, Oldskool, Dubstep, Breaks und Garage – sehr stark. Wenn ihn jemand nach Hamburg einlädt, bin ich in der ersten Reihe. Roska möchte ich auch gerne wieder sehen. Und immer wieder Omar Souleyman.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Hamburg ist sehr überschaubar, es scheinen sich irgendwie alle zu kennen, oder man kennt jemanden, der den anderen kennt und vernetzt einen. Wer aktiv aufgechlossen ist, kann schnell andocken.

Und die Schwächen?

Hamburg ist sehr überschaubar.

 

Hier hört ihr ein aktuelles Set von Budiratsch – im Podcast von hamburg elektronisch

Budiratsch: 26.7., Kinky Galore, Waagenbau, ab 23 Uhr


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
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Top 10 – Auf diese Events freuen wir uns im Juli

Konzert-Dinner, Videokunst, Open-Air: Der Juli hält wieder tolle Events bereit – auf diese zehn freuen wir uns besonders

Foto: Gesche Jäger

 

1) Circus Theater Roncalli – Zirkus der Träume

Das Gastspiel des Circus Theater Roncalli in Hamburg neigt sich langsam dem Ende zu. Noch bis zum 14. Juli gastiert der Zirkus der Träume mit seinem neuen Programm „Storyteller: Gestern – Heute – Morgen“ in der Stadt. Innovativ und fantastisch: Tiere als Hologramme entern die Manege, atemberaubenden Artistik, charmante Clowns zum Kaputtlachen. Und das unter dem Dach des nostalgischen Zirkuszeltes. Fast drei Stunden lang werden die Besucher in eine andere Welt entführt – genau so geht Zirkus. / HED

Circus Theater Roncalli: 4.7., Moorweide, 15:30+20 Uhr

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Foto: www.roncalli.de


2) Here We Are Today – Foto- und Videokunst

Bei der heutigen Führung kann man nicht nur die Kuratorin der Ausstellung „Here We Are Today“ treffen, die beleuchtet, wie Fotografie und Video auf unsere Welt blicken, sondern mit Kathrin Baumstark gleichzeitig auch die neue Museumsdirektorin des Bucerius Kunst Forums kennenlernen. Gezeigt werden in der Schau, mit der gleichzeitig auch der neue Standort eröffnet wird, Werke von Shirin Neshat, Andreas Gursky, Hito Steyerl und zwölf weiteren internationalen Künstlern. / SD

Here We Are Today: 8.7., Bucerius Kunst Forum, 18 Uhr

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Foto: Ulrich Perrey 


3) The Cure – Eine filmische Musikreise

Live sind The Cure eine Macht. Im Juli 2018 gaben die kultigen Briten im Londoner Hyde Park eine besonders eindrucksvolle Performance ab: Sie feierten 40 Jahre Bandgeschichte. Ihr langjähriger Weggefährte Tim Pope zeichnete das Spektakel in 4K auf. In den Zeise Kinos ist der daraus entstandene, sound- und bildgewaltige Dokumentarfilm „The Cure – 1978-2018 Live in Hyde Park“ heute einmalig zu sehen. Eine 135-minütige Musikreise mit 29 großen Cure-Songs. / MAS

The Cure: 11.7., Zeise Kinos, 20 Uhr

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4) Richie Ros live – Dinner mit Konzert

Musikalische Sommerpause in der Elbphilharmonie gleich große Leidenszeit im berühmtesten Konzerthaus der Stadt? Nix! Der Monat Juli sowie Anfang August sind pickepackevoll mit Top-Events im Störtebeker Restaurant Beer & Dine. Beim dortigen „Dinner mit Konzert“ gibt es an ausgewählten Terminen ein Überraschungsmenü in drei Gängen sowie dienstags bis freitags Live-Künstler, etwa den irischen Singer/Songwriter Richie Ros, der heute mit seiner Gitarre im Lokal aufschlägt. / EBH

Dinner mit Konzert: 12.7., Störtebeker Restaurant, 18-21 Uhr

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Foto: Kelby Guilfoyle 


5) Join-The-Difference-Party – Open-Air fürs elektronische Tanzbein

Der Arno-Schmidt-Platz vor der Bücherhalle am Hauptbahnhof hat sich in diesem Jahr zur festen Open-Air-Location gemausert. An den Treppen zum Hühnerposten wird mit fetten Bässen und herrlich ungestört das elektronische Tanzbein geschwungen. Heute mit einer weiteren Ausgabe der Join-The-Difference-Party und dem Mannheimer Nick Curly, Kopf des Underground-Labels 8bit und herausragender Act der weltweiten House- und Technoszene. / OMA

Join-The-Difference-Party: 13.7., Arno-Schmidt-Platz, 19 Uhr

Join-The-Difference-Nick-Curly


 6) Theater ohne Grenzen – Eine „Lebensreise“ im Sprechwerk

Inklusion auf der Theaterbühne: Seit 2007 erarbeiten Menschen mit und ohne Behinderung aus Hamburg, der Schweiz und Russland im Rahmen des Festivals „Theater ohne Grenzen“ gemeinsam ein Theaterstück – nach der letzten Premiere im Ernst Deutsch Theater präsentiert die Gruppe ihre neue, dreisprachige Inszenierung dieses Jahr erstmals im Sprechwerk. Die insgesamt 30 Ensemblemitglieder verarbeiten dabei Erinnerungen, gute und schlechte Momente zu einer theatralischen „Lebensreise“. / SHE

Theater ohne Grenzen: 15.7., Hamburger Sprechwerk, 19.30 Uhr

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Foto: Gesche Jäger


7) Apocalypse Now – Im „Final Cut“

Laut American Film Institute ist Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ einer der 100 besten Filme überhaupt; 1979 wurde er mit drei Golden Globes ausgezeichnet und für acht Oscars nominiert. Nun wurde das meisterhafte, visionäre Antikriegs-Epos mit Marlon Brando in der Hauptrolle aufwendig restauriert – von Coppola höchstselbst. „Apocalypse Now – Final Cut“ ist heute in der Astor Film Lounge zu sehen: in 4K und mit Dolby-Atmos-Sound und 183 Minuten lang. / MAS

Apocalypse Now: 15.7., Astor Film Lounge, 20.15 Uhr

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Foto: Studiocanal


8) Knust Acoustics – Unplugged-Musik auf dem Lattenplatz

Gibt Schlimmeres, als Live-Musik unter freiem Himmel zu erleben und das auch noch zu Spottpreisen. Die Knust Acoustics machen genau das möglich. An ausgewählten Abenden (bis 28.8.) spielen drei Künstler jeweils 30-minütige Sets und präsentieren ihre Songs im musikalisch reduzierten Gewand. Heute auf der Bühne: die Sängerin und Songschreiberin Lina Maly (Foto), die Indie-Popper Me & Reas sowie die DIY-Truppe Odeville. Eintritt: 5 Euro (Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren und sozial Bedürftige müssen nichts zahlen). / EBH

Knust Acoustics: 24.7., Knust Vorplatz, 18 Uhr

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Foto: Mightkillya


9) Too Many Zooz – Brass-House im Mojo Club

Matt Doe, David Parks und Leo Pellegrino sind zusammen Too Many Zooz und nennen das, was sie zunächst in New Yorks Subway-Stationen vorstellten und mittlerweile weltweit auf großen Bühnen spielen, schlicht: Brass-House. Jazz, Funk, Punk, Swing – alles dabei, und zwar so geschickt miteinander verknüpft, dass die Zooz einen nicht ganz unprominenten Fürsprecher haben: Questlove von The Roots. / EBH

Too Many Zooz: 24.7., Mojo Club, 20 Uhr

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10) Slamville – Geschichtenerzähler auf dem MS-Artville-Gelände

Das Slamville geht in die vierte Runde! Auf dem Gelände des MS Artville in Wilhelmsburg versammeln sich auch dieses Jahr wieder die besten Poetry Slammer und Literaten Deutschlands zum gemeinsamen Wortspielfest. Und mit „die besten“ sind auch wirklich die besten gemeint. Das Line-up kann sich sehen lassen: Heinz Strunk, Sophie Passmann, Felix Lobrecht, Patrick Salmen, Svenja Gräfen, Stefanie Sargnagel und viele mehr erzählen auf der Grünfläche am Hafen ihre Geschichten und Gedanken. / IGA

Slamville: 27.7., Reiherstieg Hauptdeich / Ecke Alte Schleuse, ab 14 Uhr

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Foto: Asja Caspari


Szene-Hamburg-Juli-2019-CoverDiese Texte stammen aus SZENE HAMBURG, Juli 2019. Titelthema: Schmelztiegel St. Georg.
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Meet the Resident – Günni Gatzen

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Günni Gatzen (Moloch / BassBotanik) – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Ich versuche in meinen Sets darauf zu achten, eine ähnliche Stimmung zu halten und mit treibenden Sound eine Art hypnotischen Zustand zu erreichen. Die Musikrichtung variiert dabei von Location, Stimmung, Zeit und Partner-DJ.

Was war dein größter Moment als DJ?

Viele Gigs waren auf ihre eigene Weise unvergesslich und einzigartig. Dabei hängt es auch nicht immer davon ab, wie beliebt der Club ist oder wie groß das Publikum war. Gerne denke ich zurück an den Gig mit Schense auf der Fusion in einer kleinen DJ-Booth am Roten Platz, mit Svn Stvr zum ersten Mal im Moloch in der Kuhle, solo unten im Südpol beim Warm-Up von Off the Radar oder den Auftritt mit meiner Twerkstatt-Gang letztes Jahr in einer ganz besonderen Bucht.

Wo gehst du in Hamburg hin, um Spaß zu haben?

Auf diese Frage gibt es für mich eigentlich nur 2 Antworten: Moloch und Südpol.

Welchen DJ würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Sehr gerne würde ich mal wieder Mihai Popoviciu oder Ida Daugaard in Hamburg sehen.

Was sind für dich Hamburgs stärken?

Die besten Menschen und der beste Club der Welt.

Und die Schwächen?

Das Wetter.

Dein Lieblingsort in Hamburg?

Münzviertel und Dove Elbe.

Deine Platte des Monats?

An dieser Stelle will ich einmal Promo für meine Brudis machen. Track: Metatext & Karhua – Turners Tales of Gravity auf Wayu Records. Geht zwar vom Sound her in eine andere Richtung als meiner, aber es ist ein supergeiler treibender Downtempo-Track geworden und die beiden sollte man absolut aufm Schirm haben.

 

Hört hier einen Track aus Günni Gatzens Platte des Monats

 

Auf wen sollte man in Hamburg momentan ein Auge haben?

Metatext & Karhua, Schense, Doe & Fils Rauscht sowie Linus & Svn Stvr.

Deine schrecklichste Gastfrage?

Da fallen mir gleich zwei ein: Die erste stellte mir jemand bei einem meiner ersten offiziellen Gigs 2012 in Damme, einem Dorf in Niedersachsen. Leider war Tech-House damals dort noch nicht angekommen und nach meinem ersten oder zweiten Übergang wurde ich gefragt, ob ich nicht bald mal was von Scooter spielen könnte.

Die zweite Situation war auf dem 30. Geburtstag meiner Stiefschwester. Da sie in der ländlichen Umgebung von Oldenburg wohnt, hatte ich mich schon darauf vorbereitet, dass ich irgendwann gefragt werde, ob ich noch etwas anderes spiele. Aber als ich nach zwei Stunden gebeten wurde, gegen eine Zahlung von 50€ meine Musik auszumachen und einen Schlagersender im Radio anzumachen, war ich platt.

Wo kann man dich als nächstes hören?

Artville Richtfest: 20. Juli 2019.

Habitat Festival: 24. Juli-28. Juli 2019.

 

Hier könnt ihr ein aktuelles Set von Günni Gatzen hören – im Podcast von hamburg elektronisch


Szene-Hamburg-juni-2019 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2019. Das Magazin ist seit dem 25. Mai 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Meet the Resident – Volker

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Robin, Julian und Micha von Volker – präsentiert von hamburg elektronisch.

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

Szene Hamburg: Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

Wir spielen House mit Elementen aus Disco, Funk und Soul. Nur live und ohne Computer.

Was steckt hinter eurem Namen?

Am Anfang hatte jeder von uns nur einen winzigen Synthesizer, nicht viel größer als eine DIN-A5-Postkarte. Diese Baureihe von Korg heißt Volca. Wir haben damit nächtelang bei Bier und Kerzenschein in unserer Küche gejammt und uns im Spaß vorgestellt wie Kraftwerk Konzerte zu spielen – jeder steht an einem einzelnen Pult und bedient einen dieser Mini-Synthies. Für unseren ersten Gig haben wir aus Volca den Männervornamen „Volker“ gemacht. Der Abend ging gründlich in die Hose und wir haben festgestellt, dass wir unser Set-up erweitern müssen.

Ihr spielt live, was bedeutet das für euch?

Dass wir alle Instrumente, die in unseren Songs vorkommen auch dabei haben und spielen. Dadurch entsteht eine ganz andere Energie und die Songs sind einzigartig. Außerdem haben wir die Möglichkeit, auf das Publikum einzugehen. Wenn wir merken, dass ein Song besonders gut ankommt, können wir ihn live viel weiter ausbauen und darüber improvisieren.

Wer macht was?

Julian ist bei uns die Rhythm Section, er bedient die Drum Machine, Bass und die MPC. Micha kümmert sich vor allem um den Mix und Robin spielt die Harmony Section, also Keyboard und andere Synthesizer.

Welchen Act würdet Ihr gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

DJ Harvey.

Was ist eure Platte des Monats?

„Dan’s dancing EP“ von Donald’s House auf Touch from a Distance.

 

Hier könnt ihr in Volkers Platte des Monats hören

 

Wo geht ihr in Hamburg hin, um Spaß zu haben?

Golden Pudel Club und Chrissi’s Kneipe in Eimsbüttel.

Was ist eure witzigste Band-Erfahrung?

Letztes Jahr, auf einer Party eines St. Pauli-Fanclubs. Wir wurden herzlich mit belegten Brötchen und selbst gemachter Bowle im Backstage begrüßt. Unser erstes Backstage-Erlebnis. Nach dem Soundcheck sind wir auf ein paar Bier, um die Ecke gegangen. Zurück in der Location stellten wir fest, dass vor uns drei Punkbands spielen. Der Laden platzte aus allen Nähten und bestand vor allem aus „echten Kerlen“. Als wir drei „Jungs“ die Bühne betraten, in bunten Hemden und Anzughosen, hat man bereits den ein oder anderen skeptischen Blick erhaschen können. Als Julian uns dann vorstellte und erklärte, dass wir jetzt Disco-Musik spielen, leerte sich die Tanzfläche im Handumdrehen.

Was sind für Euch Hamburgs Stärken?

Hamburg versucht nicht unbedingt das nächste Berlin zu werden, Hamburg ist Hamburg.

Und die Schwächen?

Das schlechte Wetter Hamburgs macht uns echt zu schaffen – sobald es jedoch wieder schön ist, ist Hamburg die schönste Stadt der Welt.

Wo seht ihr euch in einem Jahr?

Hoffentlich auf Welttournee. Nee, Spaß. Wahrscheinlich im Studio mit 1.000 Groupies – neue Tracks machen.

Grüße gehen an wen?

An Carsten, danke für den Support. An Paulina dafür, dass sie uns nach jahrelanger Suche unser eigenes Studio organisiert hat, an Lars und an Mrki Sas.

Wann ist euer nächster Gig?

Am 25.4. bei Ogay im Thier.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Volker


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2019. Das Magazin ist seit dem 28. März 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Konfetti im Bier – Roman über die Ultras von St. Pauli

Im März erscheint der erste Ultras-Roman aus dem deutschsprachigen Raum. Aus Hamburg, aus St. Pauli, mitten aus dem Viertel!

Text: Ole Masch
Foto: Melanie Hendtke

Wer den Roar am Millerntor oder einem anderem Fußballstadion vor dem Spiel einmal mitgemacht hat, weiß mit dem Titel des Romans von Toni Gottschalk sofort etwas anzufangen. „Konfetti im Bier“ ist eine Beschreibung der St. Pauli Ultra-Szene von innen und damit einzigartig. Doch er ist noch viel mehr. Er ist Hamburg-Roman, Antifa, Viertelliebe, Fußball und immer wieder St. Pauli Nachtleben. Gespickt von Insiderwissen und Wortwitz, der durch seine Protagonisten auf die Spitze getrieben wird.

Toni Gottschalk, selbst seit vielen Jahren Teil der St. Pauli Ultras und ab 2006 Comiczeichner für verschiedene Fanzines, gelingt ein Debütroman, der nicht von außen draufschaut, sondern mitten drinsteckt. Er erzählt von Merks, Subbe, Jette und all den anderen, für die der FC St. Pauli und die eigene Gruppe viel mehr bedeuten, als nur jedes Wochenende gemeinsam zum Spiel zu gehen. Während sich Walter durch so ziemlich jede Kaschemme St. Paulis trinkt, beschäftigt sich der Rest mit politischer Viertelverteidigung.

 

Ultras, Nachtleben und ganz viel Hamburg

 

Das klingt dann so: „Na, ihr Pimmelköppe, was gibt’s zu lachen“, begrüßte Torre die vier Leute. Einer der Skins, der manchmal halb verächtlich, halb bewundernd „die Axt im Walde“ genannt wurde, konnte kaum an sich halten. „Wir so noch mit einer Handvoll Leuten im Jolly, kommt der Schwan rein und erzählt, dass er eine Gruppe Nasen auf der Budapester gesehen hat. Wir also mit ein paar hin und, was soll ich sagen, war gut. Backenfutter und dann Reste frühstücken …“

„Konfetti im Bier“ ist ein Subkultur-Roman. Ein Buch für Fußballfans und für Leute, die immer schon mal mehr über die Mechanismen von Ultra- Gruppierungen wissen wollten. Für Hamburger. Für Nachtlebenkenner und für jene, die es immer wieder dort hinzieht.

„Konfetti im Bier“ erscheint am 2.3. im Liesmich Verlag


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2019. Das Magazin ist seit dem 28. Februar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Hamburgerin des Monats – Navina Nicke von Safe Night

Laute Musik, Nebel, eine ungewollte Hand am Hintern – bei Übergriffen im Nachtleben sind Betroffene oft hilflos. Akute Unterstützung bei Gewalt-Erfahrung bietet in einigen Clubs der Verein Safe Night. Die Mitinitiatorin und Türsteherin Navina Nicke über stereotypische Erwartungen und wie harmlose Momente ganz schnell kippen können.

Interview: Hedda Bültmann
Beitragsbild: Jakob Börner

SZENE HAMBURG: Navina, wer steht hinter Safe Night?

Navina Nicke: Das ist ein Zusammenschluss aus vier Clubs und einigen Freien, wie ich. Mit dabei sind das Uebel & Gefährlich, Moloch, Hafen- klang und Kulturelles Neuland e. V., die den Südpol betreiben. Den Verein haben wir Mitte 2017 gegründet und wir vom Club-Plenum arbeiten seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich.

Warum nur vier?

Das sind die, die sich anfangs zusammengetan haben und Lust dazu hatten. Mittlerweile gibt es auch Anfragen von anderen Clubs, aber wir können momentan leider strukturell nicht noch mehr Clubs aufnehmen.

Wo hakt es?

Die Mitarbeiter der Clubs würden dann mit im Plenum sitzen, das sich re- gelmäßig tri , um zu besprechen, wie wir weiterarbeiten können. Das wäre ein noch größerer Orga-Aufwand. Und diese Clubs würden auch das Aware- ness-Team für seine Partys buchen. Außerdem würden wir auch die Mitarbeiter der Clubs schulen wollen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt oder Handlungsstrategien bei Verdacht auf K.O.-Tropfen. Dafür haben wir aber zurzeit keine Kapazitäten.

 

„Ich weiß nicht, wie oft ich verfickte Feministin genannt wurde.“

 

Wofür ist das Awareness-Team auf Partys zuständig?

Das ist eine Dienstleistung, die wir anbieten und die ein Club buchen kann. Das Team ist verkürzt gesagt der Gegenpol zur Tür. Wenn in einem Club etwas passiert, gibt es eine gewaltausübende Person, die von der Tür rausgeschmissen wird. Aber es gibt ja auch eine betroffene Person, um die sich niemand im Club kümmern kann. Dafür ist das Awareness-Team da. Sie unterstützen Betroffene, wenn diese das möchten.

Wer ist das Awareness-Team?

Mittlerweile haben wir einen Pool von über 20 Leuten, die ausgebildet wurden in Krisenintervention und Gesprächsführung und die sich viel untereinander austauschen, wie sie Betroffene in Clubs unterstützen können.

 

„Wir helfen nicht nur Frauen.“

 

Wie kann man sich das vor Ort vorstellen?

Wenn das Team für eine Party gebucht wird, haben sie dort einen festen Stand. Dort können sie angesprochen werden, auch, wenn sich jemand generell für die Arbeit interessiert. Aber sie laufen im Club rum und sind durch ein leuchtendes A auf der Kleidung gekennzeichnet. Allerdings greifen sie nicht in akuten Situationen ein, sondern vermitteln den Leuten, dass sie da sind, wenn Unterstützung gewünscht wird. Es sind zweier Teams, die alle sechs Stunden wechseln.

Und welche Rolle spielt dabei Safe Night?

Der Verein kümmert sich zum einen um die Awareness-Teams und zum anderen veranstalten wir zukünftig Schulungen für Mitarbeiter der Clubs. Damit Leute vor Ort sind, die im Ernstfall vorbereitet sind. Die Bar zum Beispiel sieht am meisten, da sie am dichtesten am Dancefloor ist. Die Tür ist am weitesten weg, ist aber eigentlich dafür da, als erstes zu intervenieren, wenn etwas passiert. Deshalb ist es total wichtig, die Mitarbeiter zu schulen, wie sie bei Konflikten unterstützen können.

 

„Leider ist Gewalt schon lange normalisiert, auch im Kontext einer Party.“

 

Es scheint immer wichtiger zu werden, Frauen zu unterstützen …

Wir helfen nicht nur Frauen, es gibt auch Gewalt beispielsweise gegenüber Queers und Transmenschen. Viel Gewalt findet im Nachtleben statt, aber das war schon immer so. Nur wird das Bewusstsein dafür größer, Betroffene werden lauter und die öffentliche Aufmerksamkeit ist da. Dadurch werden dringend notwendige Diskussionen angestoßen. In der Vergangenheit wurde darüber einfach nicht geredet.

Aber im Nachtleben scheint es eine besondere Dringlichkeit zu haben …

Partys sind ein sehr spezieller Raum, der sich unkontrollierbar anfühlt. Dort ist viel Nebel, laute Musik, die Leute sind berauscht und für manche ist es ein Freibrief, um an anderen Gewalt auszuüben. Die ist oft so normalisiert ist, dass sie nicht wahrgenommen wird, wie zum Beispiel die Hand am Hintern. Oft ist es ein vermeintlich geregelter Ablauf, man geht in eine Bar, trinkt, fängt an zu knutschen und dann versucht man mit irgendjemand nach Hause zu gehen. Das ist ein großer Teil von dem, was Leute vom Feiern wollen. Was aber auch zur Katastrophe führen kann.

Da es ab einem gewissen Punkt ausartet?

Leider ist Gewalt schon lange normalisiert, auch im Kontext einer Party. Es liegt an der weit verbreiteten stereotypen Vorstellung, wie es abzulaufen hat und die nicht auf Konsens ausgelegt ist. Männern wird vermittelt, wenn sie sich auf eine bestimmte Weise verhalten, dann passt das schon bei der Frau. Wenn nicht, dann ist sie eine Spaßbremse. Wir leben in einer Gesellschaft, die Männern jederzeit ermöglicht, Gewalt auszuüben, ohne dass dies irgendeine Form von Sanktionierung erfährt.

Scheitert das Finden eines Konsenses oft am Alkohol?

Es scheitert an den nicht gestarteten Versuchen. Es ist ein allgemeines gesellschaftliches Problem, dass in bestimmten Situationen vorausgesetzt wird, dass beide Parteien einverstanden sind und beide dasselbe wollen. Und klar,ab einem bestimmten Pegel ist es nicht mehr möglich, eine bewusste Entscheidung zu treffen.

Stimmt der äußere Eindruck, dass meist Männer auffällig werden?

Wenn es um sexualisierte Gewalt geht, ja, dann sind es meistens Männer, die gegenüber Nicht-Männern gewalttätig werden.

Wie reagieren Männer, wenn du, als weibliche Türsteherin, sie aus einer sexuell übergriffigen Situation raus aus dem Club ziehst?

Ich weiß nicht, wie oft ich allein gestern Nacht während meiner Schicht an der Tür, verfickte Feministin genannt wurde. Ich bekomme keine einzige Beleidigung ab, die nicht darauf abzielt, dass ich eine Frau bin. Letztens wurde ich Punkerfotze genannt und fand das mal eine Abwechslung (lacht).

 

„Die Tür ist das Medium, worüber der Club vermittelt, was für ein Ort er sein will.“

 

Wie wirkt sich die Türpolitik auf das Geschehen im Club aus?

Ich bemühe mich immer sehr, eine Anti-Rassistische und Feministische Türpolitik zu fahren und gucke, wie die Leute auf bestimmte Fragen von mir reagieren, wie sie überhaupt drauf sind, oder ob schon extrem betrunken. Die Tür ist das Medium, worüber die Kommunikation zwischen Club und Publikum stattfindet, wo der Club vermittelt, was für ein Ort er sein will. Einer, an dem sich alle Menschen wohlfühlen können, an dem darauf geachtet wird, dass alle miteinander respektvoll umgehen. Somit kann ich auch Einfluss darauf nehmen, welches Publikum im Laden ist oder aber auch als Argumentation, wenn ich jemanden rauswerfe.

Gibt es noch viele Türen, die anders handeln und denken als du?

Ich glaube, es gibt viele Orte, die sich dringend mit diesem Thema befassen sollten und das überhaupt nicht auf dem Radar haben, weil es einfach nicht Teil ihrer Philosophie ist.

Es muss also an beiden Seiten gearbeitet werden, die Einstellung der Gäste und der Clubs?

Genau. Die Philosophie der Clubs zeigt sich dann aber an vielen Stellen, wie beispielweise die Frauen-Männer- Quote beim Line-up. Das sind ganz viele Faktoren, die auf das gleiche abzielen aber sehr unterschiedlichen Einfluss auf die faktische Party haben.

Hat eure Arbeit in den Clubs schon etwas merklich bewirkt?

Ja. Vor allem erlebe ich es in dem Club, wo ich an der Tür stehe, und das Awareness-Team regelmäßig arbeitet. In dem letzten halben Jahr hat sich viel verändert. Anfangs war seitens der Gäste viel Neugierde da, aber auch ein kleiner Schock nach dem Motto: „Ist es hier so schlimm, dass ihr das braucht?“ Was nicht der Fall war, aber die Betreiber und die Mitarbeiter wollen, dass es den Gästen gutgeht und sie einfach eine gute Zeit haben können. Es ist eher wie ein Goodie obendrauf. Die Gäste haben es dann sehr schnell angenommen und mittlerweile es auch oft ein Kriterium für die Leute geworden, ob sie in den Club gehen oder nicht.

Safe Night e.V.


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2019. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 11 – Hamburgs coolste Silvester-Feten 2018

Silvester 2018 – „Was macht ihr Silvester?“ Um die passende Antwort parat zu haben, hat sich SZENE HAMBURG Nachtleben-Redakteur Ole Masch für euch umgehört und Hamburgs coolste Silvester-Feten zusammengetragen. Die letzte Nacht des Jahres muss nicht zwangsläufig lauter, voller und teurer sein. Lasst euch von unseren Top 11 Silvesterparties überzeugen.

1) Dein bestes Silvester

Von Motorbooty-Rock’n’Roll zu lauten Bässen und über Wolfgang Depri & Sad Damon mit Indie, HipHop und Pop. Im Molotow geht’s heute auf allen Floors und mit 200 Kilo Konfetti rund.

Molotow, 23 Uhr; www.molotowclub.com

 

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2) Drum’n’Bass Silvestro

Im Hafenklang tanzen Drumbule und Liquid Concrete mit ordentlich Bumms und für nur 10 Euro ins Bass-Jahr 2019.

Hafenklang, 23 Uhr; www.hafenklang.com

 

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3) Entern und kentern

„Same procedure as every year“ sagt die Stubnitz. Vom Indie-Feuerwerk der KingKongKicks bis Elektronisches mit Oliver Schories, Yetti Meissner und Foolik. Getreu dem Motto „Schnaps statt Böller“ gibt es – so lange der Vorrat reicht – Pfeffi und Kümmel für lau.

MS Stubnitz, 22 Uhr; ms.stubnitz.com

 

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4) Fuk schon wieder ein Jahr rum!

Freundlich & Kompetent sorgt für laute Musik, derbes Tresenpersonal, heiße Beats und kühle Drinks und meint: „Weil wir das so lieben, ist der Eintritt auch an Silvester bei uns frei, dafür kostet das Astra zwar 10 Euro, aber hey, irgendwo muss die Kohle ja herkommen – Spaß ’ne“.

Freundlich & Kompetent, 23 Uhr; www.freundlichundkompetent.de

 

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5) Hip Cat Club

„Look at the lights go up!“ Das ist das Motto des Hip Cat Clubs und dieser kehrt für eine Nacht zurück ins Nachtasyl: For a New Years Mod & 60s Happening.

Nachtasyl, 21 Uhr; www.nachtasyl.de

 

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6) Mojo Kickstart

2019 Im Club unter den Tanzenden Türmen spielt das DJ-Duo Suro & Mr.Tchu Soul und knallende Heartbeatz – ganz ohne nerviges Rumgeböller!

Mojo Club, 22 Uhr; www.mojo.de

 

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7) New Years Eve Extravaganza

Abseits von Kieztouristen und Ballermannvolk zelebriert das Monkeys das neue Jahr mit Buffet, DJs und jede Menge Spaß. Weiteres Argument: Eintritt frei!

Monkeys Music Club, 21 Uhr; www.monkeys-hamburg.de

 

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8) Silvester auf der Elbe

Die Hedi-Crew sticht mit zwei Booten in die Neujahrs-See. Während Malinka auf der MS 82 Claudia alles von Balkan bis Ska über Swing und Dub auf die Plattenteller haut, wird Stadler der Hedi eine Mischung aus Zirkus und Romahochzeit, Clubhit und Folkloreevergreen präsentieren.

Frau Hedi, 20.30 Uhr / Frau Claudia, 21 Uhr; frauhedi.de

 

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9) Silvesterfetz

Bevor ab 8 Uhr der Urknall Frühclub seine Türen öffnen, feiert das Uebel einen Indie-elektronischen Silvesterabend. Es spielen Ninze & Okaxy, JPattersson, Melbo, Bruna und das Mis-Shapes DJ-Team.

Uebel & Gefährlich, 24 Uhr; www.uebelundgefaehrlich.com

 

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10) Silvester Maskenball

Die Tächno-Crew feiert mit elektronischen Beats und einem ausschweifenden Maskenball unter der Sternbrücke. Für Musik sorgen u. a. Mitch & Bruno, Christoph Kippig und Steven Shade. Prost Neujahr!

Fundbureau, 24 Uhr; fundbureau.de

 

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11) Silvesterrave

Der Jahresausklang-Rave beginnt diesmal etwas früher. Bevor ab halb eins mit DJs wie Mathias Kaden, Sascha Braemer oder René Bourgeois die Luzi abgeht, wird im kleinen Kreis ab 22 Uhr in der Prinzenbar angestoßen.

Docks & Prinzenbar, 22 Uhr; www.docks-prinzenbar.de

 

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Ein Beitrag geteilt von ✨DREAM NAILS✨ (@dreamnailsband) am


Noch mehr Tipps für Silvesterparties findest du im SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2018. Das Magazin ist seit dem 29. November 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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