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„Hamburg 2040“: Handelskammer Hamburg startet Podcast

„Hamburg 2040: Wie wollen wir künftig leben – und wovon?“: Der Podcast zur Standortstrategie Hamburg 2040 der Handelskammer Hamburg

Text: Erik Brandt-Höge

 

Lust auf einen Blick in die Zukunft der Stadt? Kein Problem! „Hamburg 2040: Wie wollen wir künftig leben – und wovon?“ ist der Podcast zur Standortstrategie Hamburg 2040 der Handelskammer Hamburg und bietet spannende Gespräche über künftige Herausforderungen. Norbert Aust (Unternehmer und Präses der Handelskammer) und Malte Heyne (Chef der Handelskammer) sind die Gastgeber.

Mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterhalten sie sich über das, was auf Hamburg zukommen könnte – und über dessen Finanzierung. In der ersten Podcast-Folge haben sie einen Gast, der gerade dabei ist, die Zukunft der Stadt vorzubereiten: den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher. Ihre Themen: die Zukunft der Hamburger Innenstadt und des Hafens sowie das Corona-Krisenmanagement des Senats.

Hört hier in die erste Folge rein:


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Hamburger Klimapolitik: Auf Betriebstemperatur

Hamburg präsentiert sich gern als moderne und klimafreundliche Stadt. Kürzlich wurde die Hafenmetropole sogar als „Green City of the Year“ aus­gezeichnet. Aber ist das gerechtfertigt? Wie grün ist Hamburg wirklich?

Text: Marco Arellano Gomes

 

Diesmal gab es keine Großdemo, keine Bühnen, keine 100.000 Menschen auf den Straßen, kein Fettes Brot – und auch keine Greta. Der siebte globale Klimastreik der Umweltbewegung Fridays for Future am 19. März war verhältnismäßig leblos, leise und leer. Doch dann, nur wenige Tage später, am 6. April, kam die Überraschung: Mitten auf der Mönckebergstraße malen einige der Anhänger mit umweltfreundlicher, weißer und grüner Markierungsfarbe eine überdimensionale, zuvor genehmigte und selbst für den schrägsten Vogel aus luftiger Höhe unübersehbare Botschaft auf den Asphalt: „WIR ALLE FÜR 1,5°C“. 60 Meter lang und etwa drei Meter breit ist der Schriftzug.

Die Presse war vor Ort, Fotografen ließen Drohnen steigen – und es dauerte nicht lang, bis sich auch der Erste Bürgermeister blicken ließ. Vom Rathaus sind es keine 400 Meter. Im schwarzen Mantel und mit weißer FFP2-Maske schaute Peter Tschentscher auf den Schriftzug, sprach mit den Schülern und Studenten, posierte für die Kameras, gab Interviews und zeigte sich solidarisch. Auch die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank war da, und ihre Parteikollegen, die Senatoren Tjarks und Kerstan. Nur wie der Senat das mit Farbe aufgetragene Ziel tatsächlich erreichen will, bleibt offen.

 

Das 1,5 Grad-Ziel

 

Das Pariser Abkommen, sieht vor, dass die globale Klimaerwärmung durch Einsparung der CO2-Emissionen auf 1,5 Grad begrenzt wird. Schon jetzt gibt es durch den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) und die Erhöhung der Temperaturen um durchschnittlich etwa 1,2 Grad Celsius mehr Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Luftverschmutzung sowie ein Verlust der Artenvielfalt – und zwar weltweit. Das Jahr 2020 war eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die traurige Erkenntnis: Das alles ist unser Werk. Die Zeit drängt, doch Covid-19 hält die Welt in Atem. Dabei sprach UN-Generalsekretär António Guterres mit Blick auf das Klima unlängst von einer „Alarmstufe Rot“.

Im Hamburger Rathaus herrscht höchstens „Alarmstufe Rot-Grün“. Zwar stieg in Hamburg die durchschnittliche Temperatur nach Angaben des Hamburger Klimaberichts im Zeitraum 1881 bis 2013 um etwa 1,4 °C. Nur scheint dies nicht jeden im kühlen Norden zu stören. „Hamburg hat seit 2011 im Klimaschutz viel erreicht und leistet einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens“, sagte Tschentscher bei der Vorstellung des Hamburger Klimaplans im Dezember 2019. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) pflichtete ihm ebenso bei wie die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

 

Die Hamburger Klimapläne

 

Bereits 2007 hatte Hamburg ein erstes Klimaschutzkonzept beschlossen, 2013 folgte der „Masterplan Klimaschutz“, 2015 der Klimaplan, 2019 dessen Fortschreibung und Anpassung. Die Linke sprach von einem „Klimaplänchen“, die CDU von einer „grünen Luftpumpe“. Im 137-seitigen Klimaplan verpflichtet sich der Senat, die CO2-Emissionen Hamburgs bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 55 Prozent zu reduzieren und bis 2050 um mindestens 95 Prozent zu senken. Konkret bedeutet das eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von rund 20,7 Millionen Tonnen (1990) auf 9,3 Millionen Tonnen (2030).

Der Klimaplan führt fein säuberlich vier Sektoren auf, die bei der Reduzierung der CO2-Emissionen entscheidend sind: 1) Private Haushalte (Ziel: -66,9 %), 2) Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (-67,4 %), 3) Industrie (-45,4 %), und 4) Verkehr (-44,6 %). Zum Erreichen der Ziele werden vier Transformationspfade skizziert: Wärmewende, Mobilitätswende, Wirtschaft und Klimaanpassung. Etwa 400 Maßnahmen werden einzeln aufgeführt. Rund zwei bis drei Milliarden Euro will die Stadt dem Koalitionsvertrag zufolge hierfür in die Hand nehmen. Weitere Mittel sollen von Bund und Unternehmen kommen. Zudem werden die Maßnahmen von einem gesetzlichen Rahmen flankiert (Klimaschutzgesetz). Klingt alles gut. Aber was heißt das konkret?

Die gute Nachricht: Die CO2-Emissionen in der Hansestadt sind seit 2012 rückläufig. Fast 400.000 Tonnen wurden bereits pro Jahr eingespart – und das, obwohl Hamburg eine wachsende Stadt sei, wie Tschentscher immer wieder gern betont. Die CO2-Emissionen pro Kopf konnten von 12,5 (1990) auf 8,9 Tonnen (2018) gesenkt werden. U- und S-Bahn fahren schon bald mit 100 Prozent grünem Strom. Die Busflotten werden bis 2030 auf emissionsfreie Antriebe umgestellt. Bei der Fernwärme will Hamburg bis 2028 aus der Kohle aussteigen, die Windenergie soll angekurbelt, die energetische Sanierung der öffentlichen und privaten Gebäude gefördert und neue U- und S-Bahn-Linien (U5, S4) sowie -Stationen gebaut werden. Ach ja: Hamburg soll auch Fahrradstadt werden, plastikfreie Stadt und Klimahauptstadt. Grüner wird’s nicht! Oder etwa doch?

 

Kritik vom BUND e. V.

 

Bürgermeister Tschentscher ist von den eigenen Klimaplänen überzeugt, aber damit „steht er ziemlich allein da“, sagt Dr. Wolfgang Lührsen, stellvertretender Vorsitzender beim Hamburger Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), gelernter Physiker und Mitglied beim Zukunftsrat und Nachhaltigkeitsforum Hamburg. „Hamburg muss sich das Ziel setzen, bereits 2035 klimaneutral zu sein“, so Lührsen, „nicht erst 2050“. Schon jetzt hinke Hamburg den eigenen Plänen hinterher. Statt der erforderlichen sieben Millionen Tonnen CO2 hat Hamburg bis 2017 erst 4,3 Millionen Tonnen CO2“ eingespart, wie der BUND e. V. nachweist.

Lührsen fordert eine deutliche Überarbeitung des Klimaplans. Hamburg könnte Vorreiter sein, wenn die Stadt denn wirklich wollte, statt sich mit nichtwissenschaftlich untermauerten Titeln wie „Europäische Umwelthauptstadt“ oder „Green City of the Year 2021“ zu schmücken. „Alle Parameter bis hin zum ökologischen Fußabdruck sind tiefrot – und zwar seit langer Zeit. Wir verbrauchen dreimal so viel Ressourcen, wie die Erde verkraftet, aber das will keiner hören.“

 

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Bürgermeister Peter Tschentscher im Gespräch mit Sprecher Florian König und weiteren Fridays for Future­-Mitgliedern (Foto: Baumgartner / Fridays for Future)

 

Die bisherigen Erfolge entpuppen sich bei näherer Betrachtung auch nicht als das Werk Hamburgs: Der Großteil der CO2-Einsparungen in Hamburg geht auf den auf Bundesebene beschlossenen Energiemix zurück, also darauf, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in ganz Deutschland beim Strommix laut Fraunhofer ISE schrittweise von 8,5 Prozent (2003) auf inzwischen 50,5 Prozent (2020) gesteigert wurde. Die beiden wichtigsten Bereiche – die Solarenergie und die Windenergie – wachsen zu langsam und werden durch bürokratische Hindernisse (auf Bundesebene) gebremst. Sie stellen „nur etwa sieben Prozent der Endenergie zur Verfügung. Im Ministerium von Herrn Altmaier sitzen einige Windkraft-Verhinderer“, erklärt Lührsen.

Hamburg als Stadtstaat kann sich ohnehin nicht allein mit Energie versorgen. Daher schmiedet es fleißig Bündnisse mit den benachbarten Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Norddeutsche Energie Wende (NEW 4.0) nennt sich das bislang größte Projekt, an dem 60 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beteiligt sind. Es sieht vor, die Modellregion bis 2035 mit 100 Prozent regenerativem Strom zu versorgen. Bislang handelte es sich aber nur um „Studien und Absichtserklärungen“, so Lührsen, „doch mit dem nun gestarteten und vom Bund mit 52 Millionen geförderen ‚Nordddeutschen Reallabor‘ kann durchaus einiges gebaut werden.“

 

Verzicht, Verlust, Verbot

 

Unter den zehn größten Klimasündern Europas sind noch immer neun Kohlekraftwerke, sieben davon stehen in Deutschland. Auch Hamburg hatte ein solches Werk. Es stand in Moorburg an der Süderelbe. Im Dezember 2020 wurde es vom Netz genommen. Der Senat plant an gleicher Stelle einen Elektrolyseur, um aus Windkraft gewonnenen Strom in Wasserstoff umzuwandeln. Kein leichtes Unterfangen. Der Bau könnte sich als kostspielig und risikoreich entpuppen. Die Produktion und der Transport von Wasserstoff seien zudem relativ verlustreich, gibt Lührsen zu bedenken.

„Wir werden nicht umhinkommen, den Energiebedarf zu verkleinern, da wir in Deutschland höchstens die Hälfte bis ein Drittel des heutigen Verbrauchs allein mit erneuerbaren Energien bestreiten können“, sagt Lührsen. Ein Satz mit gesellschaftlichem Sprengstoff. Energieumsatz verkleinern? Das klingt nach Verzicht, Verlust, Verbot. Nichts, womit man Wählerstimmen gewinnen kann. Aber ist die Gleichung von immer mehr Wachstum, immer mehr Konsum nicht von vornherein eine Lüge gewesen, basierend auf den feuchten Laissez-faire-Träumen liberaler Ökonomen? Muss die soziale Marktwirtschaft nicht neu gedacht werden? In Zeiten einer Pandemie scheinen die Kräfte der Gesellschaft aufgebraucht zu sein. Klimakrise? Systemfrage? Nicht das auch noch!

 

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Florian König von Fridays for Future beim Auftragen der umwelt­freundlichen Aqualina Markierungsfarbe (Foto: Schneider / Fridays for Future)

 

Hamburg will Wachstum und fördert es auch: Knapp 10.000 Wohnungen werden Jahr für Jahr gebaut. Dem fallen auch Bäume und Grünstreifen zum Opfer. Dabei sind Bäume das beste Mittel der Natur, um CO2 zu binden und abzubauen. So gar nicht zu der ach so grünen Stadt passt auch, dass in vielen Wohnimmobilien – insbesondere in den beliebten Altbaugebäuden – Heiz-Ungetüme ihr Unwesen treiben: Nachtspeicher, Ölheizung und so manch alte Gasheizung vermiesen jede Umweltbilanz. Nicht viel besser sieht es bei der Sanierung von Bestandsgebäuden aus: „Die Sanierungsrate ist mit 0,6 Pro- zent pro Jahr viel zu niedrig“, so Lührsen. „Die Quote müsste bei zwei bis vier Prozent pro Jahr liegen.“

 

Was tun?

 

Die zwei wichtigsten Stellschrauben für Hamburg sind Lührsen zufolge der Verkehrs- und der Gebäudesektor. Doch beide Bereiche wurden bislang eher halbherzig angegangen. So steigt die Anzahl an angemeldeten Pkw in Hamburg kontinuierlich (Stand 1. Januar 2021: 799.434 Pkw). Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs stieg zwar, aber nur moderat von 18 Prozent (2008) auf 21 Prozent (2017). Große Verkehrsprojekte wie die neue U-Bahnlinie U5 seien begrüßenswert, der Effekt wird allerdings viel zu spät zu spüren sein. „Das Auto hat in Hamburg nach wie vor eine hohe Priorität“, erklärt Lührsen. In Oberbillwerder, dem großen Stadtentwicklungsprojekt der Zukunft, ist ein Stellplatzschlüssel von 0,6 vorgesehen. Ein modernes Anreizsystem für eine ernst gemeinte Mobilitätswende sieht anders aus. Es werde auch nicht reichen, von Verbrennern auf E-Autos zu wechseln. Das Ziel müsse lauten: weniger Autos.

 

Radeln für die Umwelt

 

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, lässt sich zwar oft und gerne mit seinem Drahtesel abbilden, aber das ändert nichts daran, dass Hamburg im Vergleich zu anderen Städten in puncto Radverkehr hinterherhinkt. Der Anteil des Radverkehrs in Hamburg liegt mit nur 15 Prozent abgeschlagen hinter Städten wie Münster (29 %), Freiburg (26 %), Bremen (25 %), München (2 0%) – und Berlin (16 %) zurück. „Ich würde mich total freuen, wenn ich mit meinem Fahrrad nicht über löchrige Pisten fahren und in jeder zweiten Ecke die Angst haben müsste, von einer Autotür erschlagen zu werden“, sagt Florian König, einer der Sprecher von Fridays for Future in Hamburg. König studiert Physik an der Uni Hamburg und ist seit zwei Jahren bei der Umweltbewegung aktiv. Er war dabei, als Bürgermeister Tschentscher auf der Mönckebergstraße vorbeischaute, um den 1,5 Grad-Schriftzug zu betrachten.

 

Everyday For Future

 

Florian König ist froh, dass die Aktion trotz Pandemie so viel Aufmerksamkeit erlangen konnte, doch auch er zeigt sich enttäuscht vom Hamburger Klimaplan: „Die Zielsetzung des Senats ist mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nicht vereinbar. Es gilt, die Erwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen – und zwar bis spätestens 2035. Hierzu müssen die CO2-Werte viel stärker reduziert werden.“ Der Klimaplan sei zu wenig ambitioniert. Noch könne man den Plan anpassen, bald sei es dafür zu spät.

Fridays for Future hat das anerkannte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie damit beauftragt, eine Studie zu erarbeiten, um Wege aufzuzeigen, den notwendigen Wandel tatsächlich noch zu erreichen. Das Ziel, die Erderwärmung bis 2035 auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei zwar hochgradig ambitioniert, aber durchaus noch erreichbar – wenn man direkt damit beginnen würde, so das Fazit der Studie. König macht sich keine Illusionen: „Die Klimakrise ist eine kommunikative Herausforderung, der wir als Gesellschaft vielleicht noch nicht ganz gewachsen sind. Es ist auch deutlich geworden, dass es in der Exekutive an Mut fehlt, um voranzugehen und dem Rat der Wissenschaft zu folgen.“

Wie schwer die Umsetzung ist, zeigt nicht zuletzt die Pandemie. Wie unter einem Brennglas wird das grundlegende Dilemma sichtbar: Wenn nicht einmal eine unmittelbare Gefahr, bei der die eigene Gesundheit und das eigene Leben bedroht sind, ohne Murren und Widerstand Verhaltensänderungen nach sich zieht, wie soll das dann bei einem Thema gelingen, dessen Konsequenzen erst Jahrzehnte später erfahrbar werden? Oder zugespitzter: Wenn nicht mal 1,5 Meter möglich sind, wie sollten es dann 1,5 Grad sein?

Der Schriftzug „Wir alle für 1,5 °C“ darf derweil weitere vier Monate die Mönckebergstraße zieren. Die berühmte Einkaufsmeile bleibt also noch einige Wochen grün. Im August muss die Klimabotschaft dann wieder weichen. Erst kommt das Green, dann das Washing.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2021. Das Magazin ist seit dem 29. April 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Corona-Hilferuf: 600 Gastronomen geben den Löffel ab

Auf der Kundgebung am Rathausmarkt haben Gastronomen ihrer Forderung nach mehr finanzieller Unterstützung und einem Rettungsschirm für von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmern Nachdruck verliehen

Text: Isabel Rauhut

 

Angesichts der sich abzeichnenden Verlängerung und möglicher Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen, werden Hilfen für Gastronomie-Beschäftigte immer dringlicher. „Die Maßnahmen müssen sozial abgefedert werden, damit die Menschen, die jetzt die finanziellen Einbußen zu tragen haben, nicht im Zuge der Corona-Pandemie in Armut und Verelendung abdriften“, sagte Silke Kettner, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Hamburg-Elmshorn (NGG) auf der Kundgebung am Rathausmarkt.

Unter dem Motto „Wir müssen unseren Löffel abgeben“ versammelten sich knapp 30 Köche und Kellner sowie Hotelangestellte auf dem Rathausmarkt, um symbolisch 600 Löffel abzugeben und vor Bürgermeister Peter Tschentschers Tür zu legen.

 

40 Prozent Einkommensverlust

 

Die gut 55.000 Beschäftigten der Hamburger Gastronomie hätten knapp 40 Prozent Einkommensverlust seit März gehabt, erklärte Kettner. Die Gewerkschaft fordert daher die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 100 Prozent. Zudem soll es Maßnahmen gegen Überschuldung geben, ein Schutz des Wohnraums und Ausbildungen in den gastronomischen Betrieben sichergestellt werden. Die Pandemie-Situation mache die Branche unattraktiv und so wachse der Fachkräftemangel weiter, sagte Silke Kettner.

Zwei Kisten mit den insgesamt knapp 600 Löffeln und viel Hoffnung auf Besserung wurden zum Abschluss der Kundgebung ins Rathaus getragen.


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Hamburger Nachwuchs: „Jugend debattiert“-Landessiegerin Jessica Bonn

Jessica Bonn ist 19 Jahre alt, hat gerade ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bestanden und war 2019 Landessiegerin des Wettbewerbs „Jugend debattiert“. Ein Gespräch rund um das Thema Debattenkultur

Interview: Ulrich Thiele

 

SZENE HAMBURG: Jessica, warst du schon vor deinem „Jugend debattiert“-Engagement jemand, der gern debattiert?

Jessica Bonn: Ja, sehr gerne, meine Familie kann ein Lied davon singen (lacht). Ich wollte immer beim Abendessen debattieren, aber meine Familie war davon nie so richtig begeistert. Deswegen war es gut, dass ich Leute gefunden habe, mit denen ich mich so richtig ausdiskutieren kann.

Was macht denn eine gute Debatte bei „Jugend debattiert“ aus? 

Eine gute Debatte ist nicht einseitig. Das Ziel bei „Jugend debattiert“ ist, eine Kontroverse möglichst konkret auszudiskutieren. Das heißt: Beide Seiten müssen beleuchtet werden und zu Wort kommen dürfen. Es wäre keine gute Debatte, wenn eine Person die ganze Zeit dominiert und die anderen nicht zu Wort kommen lässt oder sie unterbricht.

Im Idealfall kann sich das Publikum im Anschluss eine eigene, informierte Meinung bilden. Dafür ist es wichtig, dass die Debattierenden als Team arbeiten – auch wenn es ein Wettbewerb ist. Denn primär geht es darum, gemeinsam eine gute Debatte zu schaffen und dabei die eigenen Argumente bestenfalls am überzeugendsten vorzutragen.

Welche Debatte war für dich bisher am besten?

Im Landesfinale 2019 ging es um die Streitfrage, ob eine Frauenquote für die Landesliste bei der Wahl zur hamburgischen Bürgerschaft eingeführt werden sollte. Ich wurde dem Team zugeteilt, das dafür argumentieren sollte – obwohl ich persönlich tendenziell eher dagegen bin.

Ich musste mich also umstellen und meine private Meinung ein bisschen außen vor lassen. Das war eine ziemliche Herausforderung. Während dieser Debatte hatte ich dann das unfassbar schöne Gefühl, dass wir alle richtig stark waren. Bei jedem Argument, das die anderen vorgetragen haben, dachte ich nur: „Ja, richtig stark argumentiert! So muss eine Debatte aussehen!“ Ich hätte hinterher nicht sagen können, wer am besten war.

Die Jury fand dich am besten und lobte dich für deine „hohe Sachkenntnis und Argumentationskraft“. Wie hast du argumentiert?

Ganz knapp wiedergegeben: Ich habe der Kontra-Seite zwar in dem Punkt zugestimmt, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten und eine Quote dementsprechend nicht ideal ist.

Meine Hauptargumentationslinie war dann aber, dass wir momentan in einer Situation sind, in der Frauen strukturell benachteiligt werden. Es gehe bei dieser Quote also nicht darum, Frauen zu bevorzugen, sondern sie auf den gleichen Stand wie Männer zu bringen. Deswegen sei die Quote momentan notwendig, um die noch vorhandene Ungleichheit zu überwinden.

 

„Eine ziemlich langweilige Debatte“

 

Im Februar hast du im Rahmen einer „Jugend debattiert“-Veranstaltung in der Bürgerschaft mit Peter Tschentscher debattiert. Wie war das?

Es war natürlich spannend, im Rathaus zu stehen und mit dem Ersten Bürgermeister zu debattieren – das macht man nicht alle Tage. Peter Tschentscher hat das Thema ausgewählt, es ging darum, ob Hamburg zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine klimaneutrale Stadt werden sollte.

Das ist eine ziemlich langweilige Debatte, wenn wir ehrlich sind. Denn es gibt kaum jemanden, der ernsthaft dagegen ist, dass Hamburg klimaneutral wird. Deswegen habe ich mich darauf konzentriert, genauer hinzusehen, wie Herr Tschentscher das erreichen will. Er ist allerdings kaum auf meine Punkte eingegangen.

Er hat mich während der Debatte auch ein paar Mal unterbrochen – was ich nicht gewohnt war. Deswegen war das eher eine der schlechteren Debatten, die ich erlebt habe. Zwischendurch hat er mir vorgeworfen, dass ich gar keine richtige Kontra-Position vertrete. Aber eine Debatte muss nicht zwangsläufig aus konträren Positionen bestehen, sondern kann auch bedeuten, eine Maßnahme ganz genau zu überprüfen und zu hinterfragen.

Hast du ein Beispiel?

Ich habe Herrn Tschentscher gefragt, wie er neben der Emissionsreduktion einen Emissionsausgleich schaffen möchte, der für Klimaneutralität notwendig ist. Ich habe ihm gesagt, dass Hamburg als Stadtstaat nicht genug Bäume pflanzen kann. Wie genau er den Ausgleich bewerkstelligen will, hat er aber nicht gesagt. Ich fand das schade, denn so kurz vor der Bürgerschaftswahl wäre eine konkrete Antwort für mich auch insofern interessant gewesen, als ich mehr Klarheit darüber bekommen hätte, ob die SPD für mich wählbar ist.

 

„In politischen Debatten bilden sich sehr schnell Lager heraus“

 

Stichwort Umweltschutz: Du hast auch bei Fridays for Future teilgenommen – und in einem Interview vor zu viel Selbstgerechtigkeit gewarnt. Was meintest du damit genau?

Meiner Meinung nach sind die Forderungen von Fridays for Future (FFF) genau richtig. Ich habe aber die Wahrnehmung, dass viele Leute dadurch abgeschreckt werden, dass sie sich verurteilt fühlen. Manche bei FFF agieren nach dem Motto: Wir sind die Guten und ihr seid die Bösen, die alles kaputtmachen. Eine solche Einstellung schließt eine richtige Diskussion von vornherein aus. Davor warne ich auch weiterhin.

Ich muss dazu aber sagen, dass das sehr personenabhängig ist und nicht alle so sind. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass FFF einen richtig guten Job macht.

Ganz allgemein gefragt: Findest du, dass die Debattenkultur in Deutschland gut ist?

Nee. Es ist natürlich schwierig, die Debattenkultur so allgemein zu beurteilen. Ich habe aber zumindest den Eindruck, dass sich in politischen Debatten sehr schnell Lager herausbilden, die nicht wirklich über die Position der anderen Seite nachdenken, sondern nur ihre feststehende Meinung bestätigen wollen.

Wenn ich in meinem privaten Umfeld diskutiere, finde ich es wichtig, die andere Seite anzuhören und in Erwägung zu ziehen, dass sie gute Argumente haben könnte. Das sehe ich in der Politik und auch in meinem privaten Umfeld leider selten. Ich würde mir wünschen, dass mehr junge Menschen sich bei Wettbewerben wie „Jugend debattiert“ engagieren und lernen, dass es immer zwei Seiten gibt, über die man nachgedacht haben sollte.

jugend-debattiert.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Juli 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Bürgermeister-Check: Tschentscher vs. Fegebank

Wer sind die Menschen hinter den Wahl-Slogans? Wir haben Peter Tschentscher und Katharina Fegebank unabhängig voneinander den gleichen persönlichen Fragebogen zukommen lassen. Hier kommen ihre Antworten im Vergleich.

 

Zu den Kandidaten: Dr. Peter Tschentscher von der SPD ist 54 Jahre alt, verheiratet, hat ein Kind, war bis 2011 Oberarzt im UKE und ist seit knapp zwei Jahren Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Soweit, so be­kannt. Aber: Wie oft stürzt sich der gebürtige Bremer ins Hamburger Nachtleben? Welches Lied wünscht er sich beim Karaoke-­Abend? Und steht er mehr auf Franz-­ oder auf Fischbrötchen?

Die 42-­jährige Grüne Katharina Fegebank wuchs in Bargteheide auf, studierte Politikwissenschaften, Anglistik, Öffentliches Recht und Europawissenschaften, war einige Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin und ist im Senat Tschentscher Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung sowie Zweite Bürgermeisterin. Steht überall geschrieben. Nur: Wie lässt die Mutter von Zwillingen eigentlich mal Dampf ab? Ist sie ein Workaholic? Und was wird für sie immer wichtiger sein als politische Arbeit?

 

SZENE HAMBURG: Worüber haben Sie sich zuletzt gefreut? 

Peter Tschentscher: Über die gute Stimmung bei unserem Wahlkampfauftakt.

Katharina Fegebank: Gerade heute Morgen über das Lachen meiner Zwillingsmädchen.

Freude lädt zum Feiern ein: Wie oft genießen Sie das Hamburger Nachtleben?

Tschentscher: Immer, wenn wir bei einer Ver­anstaltung nach dem offiziellen Pro­gramm länger bleiben.

Fegebank: Leider nicht mehr so häufig – aber wenn, dann richtig.

Und was ist ihr Mitbringsel zu einer Privatparty?

Fegebank: Etwas, das die Gastgeber erfreut.

Tschentscher: Eine Flasche Wein zum Beispiel. Aber das kommt ganz auf den Gastgeber an. Meistens bespreche ich das mit meiner Frau.

Welches Lied wählen Sie, wenn die Karaoke-Maschine angeschmissen wird?

Fegebank: Neue Deutsche Welle … da können alle anderen auch mitsingen.

Tschentscher: Von Udo Lindenberg „Reeperbahn“ oder „Der Astronaut muss weiter“.

Stimmungswechsel: Wann waren Sie zuletzt voll down?

Tschentscher: Als vor einem Jahr ein langjähriger Kollege und Freund gestorben ist.

Fegebank: Als ich mich Ende letzten Jahres so auf Weihnachten und ein paar freie Tage gefreut habe und ich dann krank im Bett lag.

Können Sie auch mal richtig sauer werden?

Fegebank: Ja, das passiert aber ganz selten. Und dann versuche ich es nicht an an­ deren auszulassen.

Tschentscher: Ja, das ist aber selten.

Wie und wo lassen Sie denn Dampf ab?

Tschentscher: Ich gehe dann an der frischen Luft spazieren oder beschwere mich gleich an der richtigen Stelle.

Fegebank: Beim Sport, da kann man sich aus­ powern.

Schon mal um die Alster gejoggt?

Fegebank: Schon lange her … jetzt wird eher der Kinderwagen geschoben.

Tschentscher: Ja, aber meistens gehe ich spazieren oder ich fahre Rad.

Apropos: Alster oder Elbe?

Tschentscher: Beides. Und wir sollten die Bille nicht vergessen und die vielen Kanäle. Stadt am Wasser finde ich immer faszi­nierend.

Fegebank: Elbe – für den Hamburg­-Pur-­Moment.

Franz- oder Fischbrötchen?

Fegebank: Ganz klar: Franzbrötchen.

Tschentscher: Franzbrötchen.

Schniekes Café oder olle Hafenkaschemme?

Tschentscher: Egal, Hauptsache, es gibt guten Kaf­fee.

Fegebank: Mal so und mal so. Ich mag beides.

Bier oder Wein?

Fegebank: Gar nichts von beidem. Wasser, Cola oder Gin Tonic.

Tschentscher: Wein.

 

„Wer verliert schon gerne.“

Katharina Fegebank

 

St. Pauli oder HSV?

Fegebank: Da darf eine Bürgermeisterkandidatin nicht parteiisch sein. Habe aber eine Dauerkarte für einen anderen Fußballverein im Norden.

Tschentscher: Ich bin gerne im Volksparkstadion, drücke aber beiden Vereinen die Daumen, wenn es um den Aufstieg geht.

Im Stadion: Still genießen oder lautstark anfeuern?

Tschentscher: Ich genieße die Stimmung. Bei guten Szenen und Toren jubel’ ich mit.

Fegebank: Absolut emotional … und lautstark anfeuern.

Sind Sie ein guter Verlierer?

Fegebank: Wer verliert schon gerne. In der Politik und im Sport will man gewinnen.

Tschentscher: Beim Skat schon, in der Politik gewinne ich gerne.

Schlimmste Headline über Sie bisher?

Tschentscher: Solche Überschriften vergesse ich schnell.

Fegebank: Über einige Headlines habe ich mich sicher nicht gefreut, auch mal geärgert. Aber an eine richtig schlimme Überschrift kann ich mich nicht erinnern.

Beste Headline?

Fegebank: Da fallen mir gleich zwei ein: „Eine, die sich traut“ (Süddeutsche Zeitung) und „Wer führen will, muss fröhlich sein“ (Hamburger Abendblatt)

Tschentscher: „Tschentscher ist beliebtester Politiker Hamburgs“ (Hamburger Abendblatt)

Headline nach der Bürgerschaftswahl, wenn Sie diese schreiben dürften?

Tschentscher: „SPD weiter stärkste Kraft – Tschentscher bleibt Bürgermeister“

Fegebank: „Grüne stärkste Kraft in Hamburg – Katharina Fegebank Erste Bürgermeisterin“

 

„Man darf in der Politik niemanden unterschätzen.“

Peter Tschentscher

 

Ihr Gegner hat eh keine Chance, weil:

Tschentscher: Das sehe ich nicht so. Man darf in der Politik niemanden unterschätzen.

Fegebank: Wir die besseren Ideen für Hamburg haben.

Und welche Hoffnung haben Sie schon aufgegeben?

Tschentscher: Dass Journalisten keine Fragen zum Privatleben stellen.

Fegebank: Die Hoffnung stirbt zuletzt, weshalb ich nie die Hoffnung aufgebe.

Was wäre Ihre erste Amtshandlung nach gewonnener Wahl?

Fegebank: Erst mal die Wahl gewinnen.

Tschentscher: Ich spreche mit unserer Landesvor­sitzenden über die Koalitionsgespräche.

Und die zweite?

Tschentscher: Klären, welche Entscheidungen wir bis zur Bildung des neuen Senats treffen müssen.

Fegebank: Allen Danke sagen, die mich unter­ stützt haben.

Sind Sie ein Höher-Schneller-Weiter- Mensch?

Tschentscher: Nein, ich komme gern voran, möchte meinen Job aber vor allem gut machen. Sorgfalt geht vor Schnelligkeit.

Fegebank: Ja, nur so lässt sich viel in kurzer Zeit für die Stadt bewegen. Ich habe aber auch gelernt, innezuhalten.

Ein Workaholic?

Fegebank: Das Herz sagt nein. Der Terminkalender sagt ja.

Tschentscher: Ja, das bringt das Amt so mit sich. Arbeit, die Spaß macht, belastet aber nicht.

Was wird für Sie immer wichtiger sein als jede politische Arbeit?

Tschentscher: Privat vor allem Gesundheit und dass es der Familie gut geht.

Fegebank: Meine Familie.


Szene_Hamburg_Februar_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Januar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Unser Podcast: Das Hamburg Gespräch

SZENE HAMBURG goes Radio: Gemeinsam mit der Gute Leude Fabrik, dem Radiosender 917 XFM und DIE ZEIT produzieren wir den eigenen Podcast „Gute Leude – das Hamburg Gespräch“

Text: Hedda Bültmann

 

Seit 1973 flattert die SZENE HAMBURG zuverlässig durch die Postschlitze der Stadt, reiht sich im Kioskregal oder in der Auslage der Buchläden – seitdem berichtet das Magazin über die Themen, die Hamburg bewegen, beantwortet Fragen, die jedem Hanseaten unter den Nägeln brennen und erzählt von Menschen, die unsere schöne Stadt jeden Tag, im Großen und im Kleinen, noch ein bisschen schöner machen. Das passiert ab sofort nicht mehr nur im Print und auf unserer Website, sondern wird auch in einem anderen, spannenden Medium fortgeführt. Wir haben uns mit der PR Agentur Gute Leude Fabrik, dem Radiosender 917 XFM und dem Verlag DIE ZEIT an einen Tisch gesetzt. Was dabei herausgekommen ist? Ein eigener Podcast.

Auf dem Programm stehen: 50 Minuten „Gute Leude“ im Gespräch. Hamburger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport, Politik und Kultur kommen hier vor das Mikrofon und erzählen: Unbekanntes, Unbequemes, Unglaubliches. Zweimal im Monat wirft sich der ehemalige Journalist und Chef der Gute Leude Fabrik Lars Meier in die Diskussion, bei der es nur eine Regel gibt: Ausweichen gilt nicht! Auf jede Frage gibt’s eine Antwort.

 

„Ansichten, Meinungen, Anekdoten – das alles will ich wissen“

 

Worum es geht? Natürlich um unsere Lieblingsstadt, aber vor allem um die Menschen, die diese gestalten: Was macht eigentlich Frank Spilker nach der Hamburger Schule-Ära? Welche Vision hat Melanie Leonhard von einem gerechten Hamburg? Und was sagt Hamburg eigentlich zu streikenden Schülern und zum HSV? Sitzt Katharina Fegebank in ihrer freien Zeit lieber an der Elbe oder an der Alster? Hat sie überhaupt Freizeit? Was macht DJ Mad verrückter: E-Roller oder SUVs? Was treibt all die Macher, Denker, Künstler Hamburgs Tag für Tag an? Antworten auf diese und viele weitere Fragen sind zu hören in Gesprächen, die mal an der Oberfläche kratzen, mal unter die Haut gehen.

„Ich bin immer noch neugierig auf die Menschen in dieser Stadt“, sagt Lars Meier, „ihre Ansichten, Meinungen, Anekdoten – das alles will ich wissen, zumindest 50 Minuten lang.“ Den Anfang macht unser Bürgermeister Peter Tschentscher, der seit 2018 im Amt ist und im Interview mit Lars Meier Rede und Antwort zu den wichtigsten Themen der Stadt steht. Außerdem dabei sind HSV-Präsident Marcel Janssen, Fernsehmoderation Bettina Tietjen – und viele weitere, spannende Gäste, die Hamburg jeden Tag prägen.

„Gute Leude – das Hamburg Gespräch“: Jeden zweiten Montag um 22 Uhr auf 917XFM (Wiederholung am darauffolgenden Sonntag um 10 Uhr) oder direkt hier:

 

Folge 1: Hamburgs Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher im Gespräch

Folge 2: HSV-Präsident und Unternehmer Marcell Jansen im Gespräch

Folge 3: Köchin, Moderatorin und Unternehmerin Cornelia Poletto im Gespräch

Folge 4: Ex-Schwimmweltmeister und Eisdielenbetreiber Markus Deibler im Gespräch

Folge 5: Schauspieler Peter Lohmeyer im Gespräch

Folge 6: Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank im Gespräch

Folge 7: Die-Sterne-Sänger Frank Spilker im Gespräch

Folge 8: Fernsehmoderatorin Bettina Tietjen im Gespräch

Folge 9: SPD-Politiker Johannes Kahrs im Gespräch

Folge 10: Theatermacher & ehemaligen FC St. Pauli-Präsident Corny Littmann im Gespräch

Folge 11: Schauspieler Kostja Ullmann im Gespräch

Folge 12: Comedy-Star Atze Schröder im Gespräch

Folge 13: Notruf Hafenkante-Star Rhea Harder-Vennewald

Folge 14: Investor und Unternehmer Ralf Dümmel

Folge 15: Liedermacherin Anna Depenbusch

Folge 16: Beachvolleyballerin Laura Ludwig

Folge 17: Ehemaliger Hamburger Bürgermeister Ole von Beust

Folge 18: Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks

Folge 19: Fotografin CP Krenkler 

Folge 20: Kabarettist Wolfgang Trepper

Folge 21: Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard

Folge 22: Bestseller-Autorin Ildikó von Kürthy

Folge 23: Singer-Songwriter Ingo Pohlmann

Folge 24: Vorsitzende der Hamburger SPD Dr. Melanie Leonhard

Folge 25: FC St. Pauli Präsident Oke Göttlich

Folge 26: TV-Koch Tim Mälzer

Folge 27: Schauspieler Sebastian Bezzel

Folge 28: Ehemaliger Football-Nationaltrainer Frankreichs Patrick Esume

Folge 29: Intendantin des Deutschen Schauspielhaus Karin Beier

Folge 30: Sänger Rolf Zuckowski

Folge 31: Autorin Simone Buchholz

Folge 32: Sternekoch Kevin Fehling

Folge 33: Herausgeber Oliver Wurm

Folge 34: Konzertveranstalter Hans-Werner Funke

Folge 35: Fernsehmoderatorin Pina Atalay

Folge 36: Innen- und Sportsenator Andy Grote

Folge 37: Professorin für Kulturtheorie Gesa Ziemer

Folge 38: Geschäftsführer der Hamburg Towers Marvin Willoughby

Folge 39: „Großstadtrevier“-Schauspielerin Maria Ketikidou

Folge 40: Schauspieler Marek Erhardt

Folge 41: Sängerin Jasmin Wagner

Folge 42: Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel

Folge 43: Unternehmer Moritz Fürste

Folge 44: Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters  Isabella Vértes-Schütter

Folge 45: Kinderbuchautorin und Ehrenbürgerin von Hamburgs Kirsten Boie


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