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HafenCity: Neues Quartier in Planung

In der HafenCity entsteht ein neuer integrierter Stadtteil – mit eigenem Innovationsmanager. Was sich verändern wird, erzählt Joscha Domdey im Interview

Interview: Markus Gölzer

 

SZENE HAMBURG: Herr Domdey, das neue Quartier trägt den Namen „Westfield Hamburg-Überseequartier“ – benannt nach Unibail-Rodamco-Westfield, einem Betreiber von Shopping-Zentren in aller Welt. Warum?

Joscha Domdey: Eine wichtige Info zum Anfang: Wir werden hier kein Shoppingcenter bauen. Es wird ein sogenanntes „Mixed-­Use­-Quartier“ mit verschiedenen Nutzungen. 650 Wohnungen, 4.000 Büroarbeitsplätze, drei Hotels, Kultur­ und Freizeitangebote, über 40 Restaurants, 200 Geschäfte und ein Kreuzfahrtterminal.

Die Marke Westfield ist in Europa und international ein Qualitätsversprechen. Wir verbinden die Marke immer mit dem lokalen Kontext. Denn wir sind natürlich Teil Hamburgs. So ist „Westfield Hamburg­-Übersee­quartier“ eine gute Symbiose aus international und lokal, und das ist auch die Idee.

Was sind Ihre Aufgaben als Innovationsmanager?

Kooperationsmöglichkeiten finden, Recherche und Trend­-Scouting, kreative Workshops organisieren, Kolleginnen und Kollegen inspirieren, innovative Ideen in umsetzungsfähige Piloten wandeln – kurz: Ich kümmere mich um den Aufbau eines Netzwerks rund um neue Ideen, Start-Ups, Thinktanks und Unternehmen. Unser Ziel: ein modernes, lebhaftes Quartier.

Wo liegen die Schwerpunkte der Innovation? Technisch, wirtschaftlich oder sozial?

Der Community-­Gedanke ist bei uns ganz groß. Es soll ein sozialer Treffpunkt werden. Wir wollen den Leuten in der Nachbarschaft Gastronomiekonzepte anbieten, wo sie tagtäglich hingehen können – und auch ganz besondere Orte an der Wasserkante mit Blick auf die Elbe schaffen.

Ein weiterer Fokus: die Ausstattung der Gebäude. Wir möchten, dass sie nachhaltig gebaut und innovativ vernetzt sind: Intelligente Gebäudetechnik steuert Sanitär­, Heizungs-­ und Beleuchtungsanlagen, senkt Energiekosten und sorgt für ein gutes Wohngefühl. Smarte Logistik­ und Verkehrsleitsysteme entspannen die Verkehrssituation.

Wir möchten die verschiedenen Services auf einer App bündeln, die informiert und alles einfach zu bedienen ist. Die Plattform kann dann von Besuchern genutzt werden.

 

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Büros, Hotels, Restaurants, Geschäfte, Wohnungen und Kultur- und Freizeitangebote sollen entstehen / Foto: Moka Studio

 

Was gibt es für konkrete Pläne?

Ein großes Thema ist die Mobilität. Da denken wir in alle Richtungen und wählen am Ende die besten Konzepte aus. Wir haben eine Partnerschaft mit den e­-floatern aus der Nachbarschaft. Ein super­ spannendes Konzept: e­-floater haben drei Räder und können – anders als E-­Scooter – nicht umfallen.

Das ist gut für das Stadtbild, denn die Roller liegen nicht mehr auf den Gehsteigen. Die Vision der e-floater: Dreiräder können irgendwann autonom fahren. Wenn sie falsch geparkt sind, kann man sie auf Knopfdruck richtig parken. Sie können ohne Stecker induktiv geladen werden, indem man nur noch auf eine Plattform fährt, die lädt.

Ein anderer Partner ist Wunder Mobility. Die ent­wickeln Carpooling­-Lösungen, damit Mitarbeiter nicht alleine mit dem Auto kommen, sondern gemeinsam, also gepoolt. Oder Smart Parking Systeme: Sobald es der Datenschutz erlaubt, könnten wir Nummernschilder scannen. Der Kunde fährt dann mit einer Monatsmitgliedschaft einfach ins Parkhaus, ohne einen Papier-­Parkschein lösen zu müssen.

Haben Sie Kriterien, nach denen Sie Ihre Partner aussuchen?

Ich habe keine Checkliste. Aber wir arbeiten gerne mit jungen Start-ups und Projekten zusammen. Wir stehen mit dem Fraunhofer­-Institut in Kontakt. Dort wird an immer­siven Welten geforscht. Eine virtuelle Welt, in der es Gerüche oder Gefühle wie Wärme und Kälte gibt. Ein außergewöhnliches Erlebnis.

Wir arbeiten mit Studententeams zusammen wie von der Uni Köln: Die Studenten haben sich auf verschiedene Mobilitätsschwerpunkte fokussiert – zum einen aus der Quartiersperspektive: Wer könnten die richtigen Partner für das Quartier sein, zum Beispiel im Bereich Radverkehr? Welche Mobilitätsplattformen sind für die Kunden geeignet? Heute und in Zukunft?

Zum anderen wurde die Kundenperspektive analysiert: Bestimmte Besuchertypen wurden auf ihrem Weg zum Quartier simuliert und es wurde geschaut, welche Mobilitätsformen einfach und nachhaltig sind.

 

„Ein Ort für alle Hamburger“

 

Die HafenCity ist umringt von Stadtteilen mit hoher Diversität: Gibt es Überlegungen, wie hier ein Ort für Alt und Jung, Arm und Reich entstehen kann?

Wir möchten das Quartier für jeden erlebbar machen. Wir möchten niemanden speziell ansprechen und niemanden ausschließen. Es wird ein Ort für alle Hamburger, für Leute aus der HafenCity, für Berufstätige, für Besucher und für Jung und Alt.

Wir haben verschiedene Angebote für Familien mit Kinderspielecken. Wir machen Angebote für den Büroarbeiter, damit er sich auf dem Nachhauseweg etwas mitnehmen kann.

Unter anderem ist hier Hamburgs größtes Shoppingcenter geplant. Die Anwohnerinitative „Initiative Lebenswerte HafenCity“ kritisiert das Projekt als UFO, das den Elbblick versperrt, massiven Verkehr verursacht und zu Kommerz statt Lebenskultur führt.

Es handelt sich, wie gesagt, um kein klassisches Shopping­center. Es ist ein urbanes Quartier – ein Stück Ham­burg. Wir haben in verschie­denen Gesprächen die Sorgen aufgenommen. Da ist viel Aufklärarbeit dabei. Wir arbeiten mit dem HVV zu­sammen. Die U4­-Bahnstation Überseequartier ist direkt bei uns im Quartier. Wir sind im Gespräch mit der Hoch­bahn. Wir schauen uns neue Mobilitätskonzepte an. Neben den schon beschriebenen geht es uns um E­-Mobilität und autonome Autos.

 

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Der Blick von oben auf die Zukunft / Foto: Moka Studio

 

Gibt es neben e-floatern und Wunder Mobility weitere Projekte mit der Nachbarschaft?

Wir arbeiten eng mit dem Virtual Reality Headquarter aus der Speicherstadt zusammen. Durch die Kooperation mit der Hamburg Kreativgesellschaft unterstützen wir kreative Berufe. Man sieht heute schon drei Jahre vor Eröffnung, dass wir kein Ufo sind, sondern mit den Leuten vor Ort zusammenarbeiten.

Wir sind im Gespräch mit der Ausstellung „Märchen­ welten“, mit dem Sportsdome und anderen Konzepten. Wir überlegen mit dem Touris­musverband, wie man Kreuzfahrtgäste dazu bringt, einen Tag länger zu bleiben, um das Miniaturwunderland zu genießen, in die Speicherstadt zu gehen oder zu uns zu kommen. Wir versuchen, eine Symbiose zu schaffen.

Ueberseequartier.de


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Indiecon: Das Independent Publishing Festival

Unabhängige Magazinkunst: Das Independent Publishing Festival zeigt an diesem Wochenende im Oberhafen, wie schrill und kreativ Heftmachen sein kann

Text: Erik Brandt-Höge
Foto: Malte Spindler / Die Brueder Publishing

 

Schon lange einer der fruchtbarsten Nährböden für Hamburgs Kreative: der Oberhafen. In den Lagerhallen des ehemaligen Güterbahnhofs wird getüftelt, gewerkelt, aus­probiert, verworfen und wieder neu angefangen. Zig kurz­ und langfristige Kulturprojekte entstanden und entstehen genau hier. Ein jährliches Highlight auf dem Areal zwischen Hauptbahnhof und HafenCity ist die Indiecon, ein Festival für unabhängige Publikationen aller Formen und Farben, das seit 2014 von Die Brueder Publishing organisiert wird.

Die Idee des in Hamburg und Berlin sitzenden Verlags: Macher von Magazinen, Zines, Comics und Artbooks präsentieren sich, tauschen sich aus, inspirieren und lassen sich inspirieren, vernetzen sich. Gut 80 Aussteller aus dem In-­ und Ausland haben sich für die Indiecon 2019 angekündigt.

 

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Konventionelles gibt es fast überall – aber nicht bei diesem Festival

 

An drei Tagen wird eine der Oberhafenhallen zum Ausstellungsort schlauer, schicker, schriller und vor allem unkonventioneller Arbeiten. Denn: Indie, das bedeutet nichts anderes, als dass die Publisher auch die Chefs der Magazine und des­halb inhaltlich und finanziell voll verantwortlich sind. Mehr redaktionelle Hoheit geht nicht. Und da wie immer jede Menge erfahrene Herausgeber, Coaches und Vermarktungsprofis vor Ort sind, ist ein schnelles Feedback garantiert – eine Messe also, von der alle profitieren.

In diesem Jahr zählt zu den Ausstellern unter anderem ein Wiener Kollektiv, das „Auslöser“ veröffentlicht, ein bilinguales Magazin (Deutsch und Eng­lisch) für Fotografen und Fotografie-­Fans, das sich vor allem auf die Geschichten hinter den Bildern fokussiert. Die erste Ausgabe ist im März erschienen.

Der Hamburger Dominik Ritter zeigt „Nox“, eine 2014 gegründete Zeitschrift für deutsch­sprachige Gegenwartsliteratur. Dreimal jährlich erscheint „Nox“ und ist vor allem für junge, oft unveröffentlichte Schriftsteller interessant, denen Ritter eine Bühne zu geben versucht.

 

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Ausstellen, entdecken, Horizont erweitern: Indiecon im Oberhafen

 

Ebenfalls Indiecon­-Gäste: Jack Hale und Eddy Rhead vom viertel­jährlich im Norden Englands herauskommenden „The Modernist“. Hale und Rhead bilden darin Architektur und Design aus dem 20. Jahrhundert ab – Nachrichten, Besprechungen und natürlich besondere Fotos inklusive.

„Design und Mobilität“ heißt auch ein Titel aus dem Fruehwerk Verlag, worin es zum Beispiel um die Frage geht, ob es tatsächlich bald ein Leben ganz ohne Autos geben könnte. Nicht weniger spannend ist das Frueh­werk-­Magazin „Kapsel“. Junge Science-­Fiction-­Literatur Chinas wird hierfür ins Deutsche übersetzt.

Es gibt vieles zu entdecken auf der Indiecon 2019, jedes Aufschlagen der ausgestellten Publikationen erweitert den Horizont von Heftmachern und Liebhabern unabhängiger Magazinkunst. Unnötig zu erwähnen, dass alle Teilnehmer beim feinen kulinarischen Rahmenprogramm sowie einer ordentlichen Party am Samstag (7.9. ab 22 Uhr) nach all dem Input auch entspannen und feiern können – und das vor eben jener kreativen Oberhafenkulisse.

Indiecon Festival 2019: 6.-8.9., Der Oberhafen, Stockmeyerstraße 43 (HafenCity) 


Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, September 2019. Titelthema: Mobilität – Das bewegt die Stadt. Das Magazin ist seit dem 29. August 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 10 – Mittagstisch: So wird eure Pause zum Genuss

Einen besonders guten Mittagstisch findet ihr an diesen zehn Orten – denn gutes Essen in tollem Ambiente sorgt für eine schöne Pause und hebt die Laune immer, versprochen!

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung – zuletzt aktualisiert 6/2019

/ Foto (o.): Caroline Attwood via Unsplash

 

1) Andronaco – Tolle Gerichte ohne viel Schnickschnack

Der Italiengroßhandel ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Nach dem Einkauf von Nudeln, Pesto und Primitivo lässt es sich vorzüglich und günstig speisen. Das Angebot reicht von Antipasti und Pizza über Penne all’arrabbiata und Lasagne bis zu Gamberoni auf Rucola oder Pulpo vom Grill. Alles schmeckt „come in Italia“! Der sympathische Großhändler zaubert auf die Schnelle und ohne viel Schnickschnack tolle Gerichte auf die Teller. Anschließend muss noch ein schneller Espresso und ein süßes Tiramisu drin sein – che buono!

Andronaco: Am Sandtorkai 44 (HafenCity)


2) Brook – Saisonale Produkte modern verarbeitet

Das Brook ist nicht nur abends eine sichere Empfehlung, die moderne und frische Bistroküche ist auch als Mittagstisch eine gute Wahl für Feinschmecker. Am Rande der Speicherstadt liegt das kleine Restaurant von Berit Schablinski und ihrem Mann. Die setzen strategisch auf marktfrische und saisonale Produkte auf dem Teller – mit einem modernen Twist. Das Mittagsangebot gibt es von 12 bis 15 Uhr. Man hat die Wahl zwischen einem Tagesgericht (um die 10 Euro) und dem tagesaktuellen Mittagsmenü (etwa 18 Euro).

Brook: Bei den Mühlen 91 (Altstadt)

 

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3) Café Paris Atelier – Für Feinschmecker

Eine ganz feine Adresse und zudem recht unbekannt ist die Kantine des Café Paris: Links neben dem Café Paris befindet sich der konspirative Eingang zum Atelier. Freitags zwischen 12 und 16 Uhr gibt es gegen Vorlage einer Essensmarke ein gutes Angebot (zwischen zwei Gängen darf gewählt werden, alkoholfreie Getränke sind inklusive). Die Essensmarken (für 16,50 Euro) gibt es unter anderem im Netz auf der Seite des Café Paris.

Café Paris – Atelier: Rathausstraße 4 (City)


4) Literaturhauscafé – Entspannt und kultiviert

Im schönen Ambiente des Literaturhauses lässt sich die Mittagspause entspannt, günstig und kultiviert verbringen. Hier werden Vegetarier wie Fleischverliebte fündig, daneben gehört zu jedem Hauptgericht eine tagesfrische Suppe. Der Mittagstisch wechselt wöchentlich und kostet zwischen 9 und 15 Euro (inklusive Suppe). Das Angebot gilt von Dienstag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr.

Literaturhauscafé: Schwanenweiß 38 (Uhlenhorst)


5) Peacetanbul – Sympathisch und mit Kreativluft

Das Peacetanbul ist mittags eine sympathische Adresse für alle, die auf Kampnagel ein wenig Kreativluft schnuppern wollen. An den Tischen sitzen nicht selten die Regisseure und Dramaturgen mit den Kampnagel-Intendanten. Das nette Serviceteam serviert das Mittagessen zwischen 12 und 15 Uhr, zum Verdauen lohnt anschließend ein Spaziergang am Osterbekkanal.

Peacetanbul: Jarresstraße 20 (Winterhude)

 

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6) Lux Kantine – Günstige Suppen und Salate

Die Lux Kantine im Rathaus Altona hat viele treue Fans, und das aus vielen Gründen.Von Frühstück über Mittag kann man hier aus einem abwechslungsreichen Speisenangebot wählen. Externe zahlen 80 Cent Aufpreis. Neben drei Menüs gibt es sehr günstige Suppen und knackigen Salat zur Auswahl. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 11.15 bis 13.45 Uhr.

Lux Kantine: Platz der Republik 1 (Altona-Altstadt)


7) Kantine der Stadtreinigung – Ehrliche Kost im überraschenden Ambiente

Es klingt überraschend, aber die Stadtreinigung konnte einen Koch gewinnen, der zuvor im Marriott Hotel am Herd stand. Auf den Tisch kommt ehrliches, frisches Essen in ordentlicher Portionsgröße. Neben Männern in orangener Kluft speisen hier die Mitarbeiter der Verwaltung. Das Essen bewegt sich zwischen 4 und 6 Euro. Externe zahlen 5 bis 8 Euro.

Kantine der Stadtreinigung: Bullerdeich 21 (Hammerbrook)


8) Mensa der HFBK – Hier findet jeder etwas

Nicht nur für Kunststudenten eignet sich das international inspirierte Gourmet-Mittagsangebot, das in der Kantine der Hochschule für bildende Künste serviert wird. Zwischen 12 und 15 Uhr gibt es täglich wechselnde Gerichte mit und ohne Fleisch, auch vegan – und vor allem mit spürbarer Liebe zubereitet. Der Kiosk hält zudem Rettungsbrotstullen, Kuchen und frischen Saft bereit. Alles ohne Fertigprodukte und Geschmacksverstärker.

Mensa der HFBK: Lerchenfeld 2 (Uhlenhorst)

 

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9) Henriks – James Bond lässt grüßen

Das Henriks ist ein bisschen wie ein Restaurant aus einem James-Bond-Film: glamourös und extravagant. Der Besuch lohnt sich aber nicht nur wegen der Szenerie, sondern weil Küchenchef Claas-Henrik Anklam unverschämt gut kocht. Mittags können sich das auch Normalsterbliche leisten (zwischen 13,90 und 17,90 Euro). Zugleich ist das Henriks eine gute Adresse, um wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen.

Henriks: Tesdorpfstraße 8 (Rotherbaum)


10) Kantine im Schauspielhaus – Mittagspause mit Theater-Flair

Im Kellersaal des Schauspielhauses gibt es montags bis freitags einen abwechslunsgreichen Mittagstisch „für hungrige Bürotiger, Shopper oder Touristen“. Schauspieler und Mitarbeiter wird man hier nicht treffen, trotzdem spürt man das Flair des renommierten Schauspielhauses. Das Angebot wechselt wöchentlich und hält solide Kost wie Kohlrouladen oder Gnocchi mit Kräutersauce bereit.

Kantine im Schauspielhaus: Kirchenallee 39 (Mitte)


SZENE-HAMBURG-Essen+Trinken-To-GoDiese Topliste stammt aus dem Gastro Guide: Essen + Trinken to go, 2018/2019 – der Guide ist zeitlos in unserem Online Shop erhältlich!


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Alex an der Überseebrücke: Logenplatz am Hafen

Das Alex am Jungfernstieg hat seinen Ruf als Touristenmagnet weg. Auch der neue Standort am Baumwall scheint prädestiniert, Sightseeing mit Brunch oder Cocktailhour zu verbinden. Aber auch als echter Hanseat lohnt sich ein Besuch.

Text: Laura Lück
Foto: Alex Überseebrücke

An diesem Samstagnachmittag lockt die Maisonne tausende Besucher an die Hafenpromenade. Wie Haifische umkreisen Hungrige die riesige Alex-Außenterrasse an der Überseebrücke. Nach knapp zwanzig Minuten wird endlich ein Platz für zwei frei. Netter Nebeneffekt beim Warten: Man kommt ins Gespräch. Verschiedene Dialekte und Sprachen bilden den Sound des Restaurants. Ein Münchner Pärchen hält die Schönheit des Ausblicks kaum aus, eine ältere Dame aus Köln erinnert die Hafenkulisse an eine verflossene Romanze in den 60er-Jahren.

Das Staunen steckt an. Hafenblick, Schiffshorn-Tuten und segelfliegende Möwen – mehr Hamburg geht nicht. Aperol schlürfend stellt sich auch beim echten Hanseaten unweigerlich ein Gefühl der Freude und Dankbarkeit ein. In dieser schönen Stadt lebe ich – was für ein Glück!

 

 

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Urlaub in der eigenen Stadt

 

Es gibt Essen: Trotz vegetarischer Bestellung kommen die Nachos mit Chili con Carne überbacken auf den Tisch. Geändert werden kann das leider nicht. Die Kellner wirken gehetzt. Keine Zeit für Extrawünsche, Augenkontakt oder ein nettes Wort. Allerdings ist das Team an diesem sonnigen Tag auch eindeutig unterbesetzt und entsprechend gestresst. Das frisch eröffnete Restaurant muss sich vielleicht noch etwas einspielen. Der Büffelmozzarella mit Tomate schmeckt hervorragend, die Black-Tiger-Garnelen mit Antipastigemüse sind in einem würzigen Kräuteröl eingelegt, das sich bestens als Dip fürs knusprige Knoblauchbrot eignet.

Der Nacho-Patzer ist schnell vergessen. Liegt vielleicht am Urlaubsgefühl, das sich hier einstellt. Smartphones bleiben in der Tasche, die Gäste drehen ihre Stühle in Richtung Promenade und schlürfen köstliche hausgemachte Halbliter-Limonaden, ebenso riesige Schoko-Sahne-Milchshakes oder ein Glas Prosecco. Erst beim Gehen wird’s ungemütlich: Die Jacken sind noch nicht ganz angezogen, da greifen schon die nächsten hungrigen Haie gierig nach den freiwerdenden Stuhllehnen.

Alex Überseebrücke: Vorsetzen 72 (HafenCity)


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Appetit auf mehr?

Astor Film Lounge – Satter Sound & Pinot Noir

Neueröffnung: Die Astor Film Lounge in der HafenCity verspricht eine gehobene Kinoerfahrung zu moderaten Preisen.

Text: Ulrich Thiele
Fotos: Astor Film Lounge

Ohne in falsche Nostalgie verfallen zu wollen: Es gab Zeiten, in denen das Kino mehr Wertschätzung erfahren hat als dieser Tage. Als der Gang ins Lichtspielhaus ein gesellschaftliches Ereignis war. Etwas, das den Alltag übersteigt und über den bloßen Konsumcharakter hinausgeht. Goldene Zeiten für Cineasten.

Die jüngst eröffnete Astor Film Lounge in der HafenCity ist angetreten, um die hervorgehobene Stellung des Kinos wiederzubeleben. Nach fast zehn Jahren der Standortsuche und der Verhandlungen hat der Hamburger Kinomacher Hans-Joachim Flebbe – der bereits Premiumkinos in Berlin, Köln, Essen und München eröffnet hat – nun auch eine Astor Film Lounge in seiner Heimatstadt eröffnet. „Wenn die Gäste ins Kino kommen, sollen sie sich entspannen und den Alltag vergessen“, sagt Flebbe, der 1994 als „Kinomanager des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Deswegen wird der Gast im Kinoeingang von einem Doorman begrüßt und zu einem Begrüßungscocktail eingeladen. Das Getränk ist – ebenso wie die Garderobe – im Ticketpreis enthalten.

Auch der mittlere Saal mit 118 Plätzen bietet besten Sound mit Dolby Atmos

Nach einem kurzen Aufenthalt im stilvoll eingerichteten Foyer kann es ab in einen der Kinosäle gehen. Eine Lichtshow überbrückt die Zeit bis zum Filmstart. Die Astor Film Lounge verfügt über drei Säle, die auch für Firmen events gemietet werden können. Der große Saal mit 235 und der mittlere Saal mit 118 Plätzen bestechen mit Ledersesseln, beweglichen Rückenlehnen und großem Reihenabstand. Im Logenbereich können sogar die Füße hochgelegt werden. Neben den Sesseln liegen Menükarten, denn – kein lästiges Anstellen! – der Gast wird an seinem Platz bedient.

Neben Cocktails, Softgetränken, Bier und Pinot Noir Rosé bietet das Menü auch Popcorn (keine Nachos, zu viel Gekrümel!) und Hamburg-spezifische Snacks mit Lachs. Am Nachmittag kann man Kuchen am Buffet bestellen, der mit dazu bestelltem Cappuccino am Platz serviert wird – natürlich nur, solange das Vorprogramm läuft, zum Filmstart wird der Service eingestellt.

Denn bei allem Drumherum soll der Filmgenuss natürlich der Kern bleiben. Die Projektion und die Tonanlagen sind dementsprechend mit 4K-Laserprojektion inklusive 3D-Technik sowie dem derzeit besten Tonsystem Dolby Atmos ausgerüstet. Ideal für einen Film wie das Queen-Biopic „Bohemian Rhapsody“, das bei der Premierenfeier präsentiert wurde – und somit den wuchtigen Sound des legendären Live-Aid-Konzerts im Wembley Stadion angemessen wiedergibt. Ein besonderes Schmuckstück ist das kleine Club-Kino im Bibliothekslook mit 75 Plätzen, dessen Regale François- Truffaut-Bildbände und Werke von Hermann Hesse zieren. So lässt sich die Zeit bis zum Filmstart mit Lektüre auf einem der Sofas bei warmem Licht vertreiben. Der kleinste Saal hat zwar kein Dolby Atmos Tonsystem zu bieten, hebt sich aber durch seine Wohnzimmeratmosphäre von den beiden großen Sälen ab.

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Das kleine Club-Kino eignet sich für private Feiern

Das Filmprogramm ist laut Beschreibung der Betreiber zwischen Arthaus und gehobenem Mainstream angesiedelt. Nun lässt sich darüber streiten, ob Wellness-Komödien von Florian David Fitz das Attribut „gehoben“ verdienen. Festgehalten werden kann: Die Astor Film Lounge zeigt neben Arthausstreifen alle Filme, die normale Kinos auch zeigen – nur Action-Blockbuster wie etwa die Marvel-Comicverfilmung „Aquaman“ kommen nicht ins Programm. Hinzukommen regelmäßige Sonderprogramme: Opernübertragungen, Filmklassiker im Matinee-Programm, Premieren und Schauspielerbesuche.

Was luxuriös und elitär klingt, ist jedoch kein auf eine High Society ausgerichtetes Programm. Die Eintrittspreise liegen zwischen moderaten 11,50 und 15,50 Euro – wie gesagt inklusive Begrüßungscocktail und Garderobe. Plus: Hinter dem Kinogebäude stehen 240 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.

Astor Film Lounge: Am Sandtorkai 46a


Dieser Beitrag stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2019. Das Magazin ist seit dem 21. Dezember 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop und als ePaper erhältlich! 


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Unsere Leute – Andreas Dorau und Gereon Klug

Andreas Dorau und Gereon Klug haben ein Musical, ähm, eine musikalische Dramödie erschaffen: „König der Möwen“. Es geht um einen strauchelnden Plattenhändler, die Identitätssuche einer Band und eine moderne Scheinstadt. Die Macher im Kurzgespräch.

SZENE HAMBURG: Andreas und Gereon, was ist so schlimm am Begriff „Musical“?

Gereon: Unser Anliegen mit dem „König der Möwen“ ist es gar nicht, ein Anti-Musical oder Ähnliches zu machen. Wir haben ein Theaterstück geschrieben, in dem viel Musik vorkommt. Damit wird man beinahe automatisch zum Musical in der Einordnung. Ob Andrew Lloyd Webber oder Disney das Genre zu Tode formatiert haben, interessiert uns eher weniger.

„König der Möwen“ nennt ihr dennoch lieber eine „musika­lische Dramödie“. Es geht um den taumelnden Plattenhändler Hans, der an der ­Gentrifizierung der Stadt zu scheitern droht …

Gereon: … und vor allem um eine Identitätssuche: Eine junge Band sucht ihr Ich, indem sie sich permanent häutet, während die Altvorderen in Gestalt von Hans und seinen Stammkunden versuchen, wiederum ihr Ich zu bewahren, obwohl HH-Marketing und die restliche Welt schon versuchen, dies auszuhöhlen und zu korrumpieren.

Andreas: Hans und die Band sind umzingelt vom Wahn, keine Lücken mehr zu lassen für nicht auswertbare Ideen, fürs Ausprobieren und fürs Sein ohne Geld.

Hans wird irgendwann auch stückweise zum Gentrifizierer. Kennt ihr das Dilemma aus eigener Erfahrung?

Andreas: Ja, Hans geht auf den Deal ein, seinen Laden aus finanziell starken und moralisch schwachen Gründen in die HafenCity zu verlegen. Als Potemkinsches Dorf. Noch eine Fassade in der modernen Scheinstadt. Damit man zeigen kann, dass auch Subkultur berücksichtigt wird.

Gereon: Da geht es ihm wie jedem Kulturschaffenden: Irgendwann werden sie in die HafenCity das Dagegen auch professionell einbauen.

Was wäre denn, wenn man euch nach der Premiere einen der berühmten Musical-­Schauplätze an der Elbe gegenüber den Landungsbrücken für eure Dramödie anbieten würde?

Gereon: Hans plant ja, die Möwe als Wappentier Hamburgs zu etablieren. Berlin hat den Bären, München den Löwen und Hamburg hat kein Tier. Wenn man ihm und uns einen Prachtbau in Form einer Riesenmöwe neben Blohm + Voss errichtet, nehmen wir das natürlich an …

Andreas: … und lassen ihn von allen norddeutschen Möwen zuscheißen.

Interview: Erik Brandt-Höge 

Foto: Brigitta Jahn

9.8.18, Kampnagel, 19 Uhr (Premiere); Album „König der Möwen“ erscheint am 3.8. (Tapete)


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Rindchen schlemmt – Bianc

Sterne am Horizont! Das Bianc Restaurant: Rindchens neue Pilgerstätte in der HafenCity.

Im aktuellen und wie ich finde sehr gelungenen SZENE-Sonderheft Essen+Trinken wird das Bianc als „Testsieger Italien“ geführt. Das einzig klassisch Italienische am Bianc ist jedoch die Herkunft des begnadeten Küchenchefs Matteo Ferrantino. Ansonsten findet man hier nicht weniger als die perfekte Transformation kreativer mediterraner Hochküche in der HafenCity. Das Ganze überdies in einem traumhaft schönen, sehr großzügigen und lichten Ambiente. Kurzum: Diese Pilgerstätte für entdeckungsfreudige Genießer hat Hamburg gerade noch gefehlt!

Schon wer sich für die „Einstiegsdroge“ entscheidet, das viergängige saisonale Marktmenü (90 Euro, für Vegetarier 75 Euro), wird durch den Reigen der Amuse-Bouches vollständig geflasht: Neun kunstvoll arrangierte, kulinarische kleine Wunderwerke, wie beispielsweise eine Austernperle mit Imperial-Kaviar, Entenleber mit Mango oder eine Mini-Tortilla mit Gambas, nehmen den Gaumen mit auf eine glückvolle Aromenreise. Im „eigentlichen“ Menü, das häufig saisonal wechselt, begeistern dann Gänge wie Thunfisch mit Tomate und Anchovis, Loup de Mer mit Artischocke und Rucola oder Ibérico- Schwein mit Tintenfisch, Paprika und Chorizo. Und auch Rindchen schlemmt wer kein Dessert bestellt, wird von der Küche mit einem kleinen süßen Abschluss verwöhnt. Dabei ist alles mit leichter Hand hingetupft und von großer Genialität und perfekter Präzision getragen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, zu den Menüs die offerierte Weinbegleitung zu wählen (bei vier Gängen 45 Euro), denn die Weinkarte ist kundig zusammengestellt und enthält viel Ungewöhnliches und Überraschendes. Wasser ist gratis. In seiner vorherigen Wirkungsstätte in Portugal hatte Matteo Ferrantino zwei Michelin-Sterne erkocht. Wenn er so weitermacht wie bisher, könnte ihn dieses Schicksal auch in Hamburg ereilen.

Und wenn das nächste SZENE-Sonderheft Essen+Trinken einen „Testsieger Edel“ küren sollte, den es aktuell nicht gibt: Ich hätte da einen Kandidaten …

Text: Gerd Rindchen

Bianc, Am Sandtorkai 50, Telefon 18 11 97 97, Mi-Sa 18–0, So 12.30–18 Uhr; www.bianc.de

Gerd Rindchen im Rindchen's Weinkontor. Foto:

Gerd Rindchen im Rindchen’s Weinkontor.

Gerd Rindchen ist Gründer von Rindchen’s Weinkontor. Seit 25 Jahren verkostet er Weine nach dem Prinzip „Bestes Preis-Genuss-Verhältnis“. In der SZENE HAMBURG wendet er dieses Prinzip jeden Monat auch auf die Küchen dieser Stadt an.

 

 

 

 

 


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2018. Das Magazin ist seit dem 29. Juni 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Das Wohnzimmer – Lernraum in der HCU

Studis besetzen einen Raum in der HafenCity Universität. Das Wohnzimmer ist Lernraum, Filmsaal, Kneipe und Aufenthaltsraum in einem

In diesem Ohrensessel möchte man einfach nur versinken. Foto: Polina Sluysar

Das Mobiliar im sogenannten „Wohnzimmer“ ist gemütlich und altmodisch. Man möchte darin versinken und fühlt sich an den letzten Besuch bei den Großeltern erinnert. Nur die Wände sehen nicht aus wie bei Oma. Sie sind plakatiert mit Appellen, die gegen Sexismus, Rassismus und jegliche Art von Diskriminierung mobilisieren. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Szenario nicht weiter vom typischen Studentenalltag an einer Universität. Hier an der HafenCity Universität (HCU) jedoch ist das alles noch Neuland.

Das Wohnzimmer der HCU. Foto: Polina Sluysar

Die HCU, die ursprünglich ihre Standorte in der City Nord und Mundsburg hatte, ist erst vor drei Jahren in den Neubau direkt am Wasser in der HafenCity gezogen. Das Gebäude ist erwartungsgemäß modern, wird aber dominiert von einer kühlen Beton-Ästhetik sowie fast schon steril wirkenden Räumen, die es noch mit Wohnlichkeit und Leben zu füllen gilt. Dieser Aufgabe widmen sich unter anderem die Studierenden von „freiRaum“. Inspiriert von dem Prinzip der Gemeinschaft im Gängeviertel und dem studentischen Café Knallhart fassten sie einen Entschluss: „Lasst uns in der Uni etwas besetzen!“ So entstand der Ort, der mittlerweile als das „Wohnzimmer“ bekannt ist.

So sieht Wohlfühlcharakter aus. Foto: Polina Sluysar

Der Raum, der von Seiten der Uni ursprünglich als reiner Lernraum vorgesehen war, ist mittlerweile nicht nur gemütlich, sondern auch eine Plattform für politischen und kulturellen Austausch und eine Möglichkeit, Kontakte außerhalb des Studiengangs zu knüpfen. Die aktiven Studenten zeigen Filme, organisieren einen Kneipenabend und Vorträge und haben eine Verschenk-Station und einen Flyer-Ständer in den Raum integriert. Das Ziel ist nicht, die Prinzipien der Universität über Bord zu werfen, sondern Ecken zu schaffen, die anders sind. Die Studenten von freiRaum wollen Zufluchtsorte schaffen und das Denken etablieren, damit Lernen und Innehalten auch an der eigenen Hochschule möglich ist. Der Raum ist selbstverwaltet, daher sind jegliche Veränderungen seitens der Studierenden, zum Beispiel selber irgendwo ein Sofa aufstellen, sehr willkommen.

Text & Fotos: Polina Slyusar

„Wohnzimmer“ im 1. OG, bei den Lernräumen in derHafenCity Universität, Überseeallee 16 (HafenCity)


Who the fuck is…

 

…Polina Slyusar?
Die 25-Jährige studiert an der HafenCity-Universität Bauingenieurwesen und hat eine ausgeprägte Leidenschaft für Subkulturen. Für SZENE HAMBURG Uni-Extra (erschienen im Oktober 2017) schrieb sie über das sogenannte „Wohnzimmer”, einen ihrer Lieblingsorte an der Hafencity-Universität.


 Der Text ist ein Auszug aus dem SZENE HAMBURG Uni-Extra (Ausgabe Herbst/Winter 2017/18) 


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