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Im Test: Grundkiste vom 100/200

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Diesmal haben wir die Grundkiste Hamburg der 100/200 Kitchen ausprobiert.

 

Die Bestellung

  • Restaurant: 100/200 Kitchen
  • Bestellung: Grundkiste Hamburg
  • Personenanzahl: Nicht eindeutig
  • Preis: 90 Euro

 

So kommt die Grundkiste vom 100/200 an

Wer wie Sternekoch Thomas Imbusch eng mit Landwirten, Fischern und Erzeugergemeinschaften zusammenarbeitet, weiß die Qualität ihrer Produkte und die harte Arbeit, die dahinter steckt, zu schätzen. Wenn die Profiküchen allerdings kalt bleiben, bleibt die Frage, wer ihnen die Produkte abnimmt. Die Idee hinter der sogenannten Grundkiste der 100/200 Kitchen ist so einfach wie genial: Der Erzeuger bleibt nicht auf dem Trockenen sitzen, der Koch kann seine Mitarbeiter bezahlen und die Gäste kommen weiterhin in den Genuss der viel gelobten Küche von Thomas Imbusch. Das berichtet mir der junge Service-Mitarbeiter vor meiner Wohnungstür, der in der Zeit des Lockdowns mit dem Firmenwagen an die 200 Kartons pro Monat voll Leckereien durch die Gegend fährt und den Kunden für ihre Unterstützung dankt.

Die Bestellung der Grundkisten, die über das Reservierungssystem Tock abgewickelt wird, ist einfach und unkompliziert. Für die Lieferung werden 15 Euro veranschlagt, wobei eine Abholung ebenfalls möglich wäre. Für mich keine Option, da ich weder ein Auto besitze, noch im Umkreis des Restaurants wohne. Eine Zusammenarbeit mit dem Elektro-Shuttleservice Moia sei im Gespräch gewesen, erzählt der Service-Mitarbeiter, jedoch an deren Preisangebot gescheitert.

 

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Pesto, Pastrami, Fischklöße: Das 100/200 verarbeitet Top-Zutaten von lokalen Erzeugern (Foto: Szene Hamburg)

 

Das ist in der Box drin und so wird es zubereitet

Erster Eindruck: Da hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht. Das liebevoll zusammengestellte Rundum-sorglos-Paket für’s ganze Wochenende mit handgeschriebenen Zettelchen, mehreren Gläschen mit appetitlich aussehenden Inhalten (Pesto, Pastrami, Quarkbutter, Wildleberwurst, etc.), in Beuteln vakuuminierten Suppen, Klößen und Braten, einem Sauerteigbrot und einem vom Koch persönlich unterschriebenen Brief hat etwas sehr Erbauliches. Die mitgelieferte Anleitung für Freitag, Samstag und Sonntag ist verständlich, einfach gehalten und passt auf ein Blatt Papier. Das gefällt mir, da wird nicht lange geschwafelt und man kann sofort aktiv werden.

Am Freitag schneidet man einen Beutel mit Suppe und einen Beutel mit Fischklößen auf – fertig. Am Samstag schraubt man die Gläser auf und schiebt das Brot ein paar Minuten in den Ofen – fertig. Am Sonntag schneidet man den Beutel mit dem Sauerbraten auf und kocht eventuell noch ein paar extra Kartoffeln dazu – fertig. Man kann (fast) nichts falsch machen – außer vielleicht die Suppe zu lange auf dem Herd stehen zu lassen.

 

Einfach, aber oho

Bei aller Einfachheit überzeugen die Qualität und der Geschmack der Produkte durchweg. Die Fischklöße von der traditionsreichen Fischereiwirtschaft Reese etwa sind vollmundig und saftig, das hausgemachte Pesto ist unglaublich frisch und aromatisch, das Schnittlauchöl ein echter Hingucker und der Sauerbraten, der durch die mehrtägige Marinierzeit so zart ist, dass er auf der Zunge zergeht, hat eine feine, sehr erfrischende Säure.

 

Eine Empfehlung wert?

Die Grundkiste der 100/200 Kitchen ist zweifellos ein heißer Tipp. Warum? Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Man kann nur erahnen, wie viel zusätzliche Arbeit in das Einkochen, Einlegen, Passieren, etc. der verschiedenen Top-Zutaten gesteckt wurde. Die Zubereitung in der eigenen Küche stellt kaum einen Aufwand dar. Da alles schön eingeschweißt und verschraubt ist, muss man sich nicht auf den Tag genau an die Anleitung halten. Und: Die Auswahl ist bodenständig und bedient alle Geschmäcker.

Zwei Minuspunkte gibt es aber doch noch: Nirgendwo auf der Website wird darauf hingewiesen, dass die Kisten eigentlich nichts für Vegetarier sind. Muss ja auch nicht, aber ein Hinweis wäre schon schön. Außerdem ist unklar, für wie viele Personen die Gourmet-Box gedacht ist. Für zwei Personen reicht es allemal, zum Abendbrot am Samstag kann man sich sogar noch ein, zwei Freunde nach Hause einladen.

/JS

 

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Gastronomen verfassen erneut Brandbrief

Erneut haben Vertreter aus der Gastronomie einen Brandbrief an die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder verfasst. Die Branchenvertreter kritisieren die aktuellen Corona-Maßnahmen und die Verspätung der finanziellen Hilfen.

 

Die finanziellen Einbußen des aktuellen Lockdowns sollen durch die Bundesregierung mit Novemberhilfen ausgeglichen werden. Dieses Geld ist laut Brandbrief bis jetzt nicht bei den Gastronomen angekommen. Warum das Geld nicht geflossen ist, ist für die Gastronomen nicht nachvollziehbar, denn der Finanzminister habe klargestellt, dass das Geld vorhanden sei und der Bund es sich leisten könne.

Die Verfasser des Brandbriefs erkennen in der verlangsamten Umsetzung der Politik „eine systematische Verzögerungsstrategie“ und werfen der Regierung vor, hierdurch Geld sparen zu wollen. Hilfen würden zwar versprochen, aber so spät ausgeliefert, dass für einige Betriebe die Hilfen zu spät kämen. „Die Politik lässt die Gastronomen am lagen Arm verhungern“, heißt es in dem Brief. Dieses Vorgehen vernichte bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze.

 

Die Gastronomie fordert schnelle finanzielle Hilfe

 

Zudem seien die zugesagten Hilfen zu gering. Sie würden nur einen kleinen Teil der aufgelaufenen Verluste decken und viele Betriebe nicht mehr retten können, die in den vergangenen Monaten viel Geld in Hygienemaßnahmen investiert hätten.

Des Weiteren gehen die Gastronomen davon aus, dass der Lockdown über den November hinaus verlängert wird und fordern auch für diese Zeit eine finanzielle Entschädigung. „Wenn der Lockdown verlängert werden muss, müssen auch die Entschädigungen fortgesetzt werden“, steht in dem Brief. Ohne Unterstützung würden viele Betriebe nach dem Lockdown nie wieder öffnen können.

Unterzeichnet haben den Brief unter anderem Tim Mälzer (Bullerei), Mirco Silz (L’Osteria), Stephan von Bülow (Eugen Block Holding), Jan Kamp (Le Crobag), Yvonne Tschebull (Tschebull Restaurant) und viele weitere. /NF

Hier könnt ihr den Brandbrief lesen.

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Im Test: Taco Box To Go von der Mexiko Strasse Taquería

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben die DIY Taco Boxen To Go von der Mexiko Strasse Taquería ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Mexiko Strasse Taquería
  • Bestellung: DIY Taco Box To Go
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 27, 30 Euro

 

Tacos für zu Hause zum Selbstabholen

Tacos für zuhause? Das müssen wir testen! Die DIY Taco Boxen der Mexiko Strasse Taquería können nur direkt vor Ort auf St. Pauli oder am Eppendorfer Standort abgeholt werden. Einen Lieferdienst gibt es nicht. Wir entscheiden uns für die Filiale in der Detlev-Bremer-Straße und sind zu diesem Zeitpunkt (Freitag Mittag) die einzigen, die sich hier ihre Tacos abholen. 

Unsere Wahl fällt auf die Pollo con Mole und die Garlic Cauliflower Fresh DIY Taco Box To Go sowie die Guacamole Clásico To Go. Alles ist hübsch und recht nachhaltig verpackt: Hier kommt kaum Plastik zum Einsatz. Die Behälter für die warmen und kalten Zutaten bestehen stattdessen aus dunkler Pappe. Und tatsächlich hält diese auch überraschend gut warm. Selbst nach einer halben Stunde Heimweg halten wir ein erneutes Aufwärmen der heißen Komponenten für unnötig.  

 

Zarte Hähnchenbrust, gerösteter Blumenkohl und Sesamkrokant: Wir basteln uns Tacos

Alles ist komplett verzehrfertig und die Tacos bereit zur Zusammenstellung. Daher machen wir uns direkt fleißig ans Basteln. Als Taco-Laien wissen wir nicht so recht, in welcher Reihenfolge und Menge die einzelnen Zutaten in die kleinen Tortilla-Fladen gehören – und eine Anleitung ist in den Boxen nicht zu finden. Die Mole und Salsa erscheinen uns zunächst ein wenig zu sparsam abgefüllt worden zu sein, letztendlich sind die Mengen in Kombination mit der Guacamole aber perfekt abgestimmt. 

Geschmacklich hat es uns besonders die zarte Hähnchenbrust angetan, die in der angesagten Pulled-Variante daherkommt. Der Krokant aus Sesam und Erdnuss sorgt für süße Highlights in der würzigen, aber nicht zu scharfen Zusammenstellung des Pollo con Mole Taco. Auch ein paar Salatblätter sowie Lauchzwiebeln gehören hier dazu.

Die vegetarische Version mit geröstetem Blumenkohl, Chili-Kichererbsen und eingelegtem Rotkohl weiß mit den verschiedenen Geschmackskomponenten ebenso zu begeistern. Alle einzelnen Zutaten sind hochwertig verarbeitet und ausgesprochen lecker.  

 

Unser Fazit zu den Taco Boxen

Nach einer halben Stunde ist der Bastel-Spaß vorbei und wir sind satt und glücklich über ein neues Food-Erlebnis. Dennoch würden wir den DIY Boxen sofort einen Besuch im Restaurant vorziehen. Die eigenständige Zusammenstellung der Tacos hat uns ein wenig überfordert, das würden wir beim nächsten Mal gerne wieder entspannt den Profis überlassen. 

Insgesamt sind die DIY Taco Boxen der Taquería eher etwas für einen geselligen Abend mit Freunden, zu pannenanfällig ist das Beladen der kleinen Teigfladen – das eignet sich nicht bedingt für ein schickes Candle-Light-Dinner oder die schnelle Mittagspause. Für eine Taco-Party in den eigenen vier Wänden können wir die DIY Boxen der Mexiko Strasse aber definitiv weiterempfehlen!

/BD

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Im Test: Lieferservice vom Restaurant Henriks

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben den Lieferservice vom Restaurant Henriks ausprobiert.

Die Bestellung:

  • Restaurant: Henriks
  • Bestellung: Vegetarischer Burger Beyond The Meat mit Süßkartoffel-Pommes, Avocado, Cipriani
  • Personenanzahl: 1 Person
  • Preis: 20 Euro

 

Nette und fixe Lieferung ohne Plastik

So geht entspanntes Bestellen. Supernette Henriks-Mitarbeiterin am Telefon, die sich „freut, dass Sie sich für den Lieferservice entschieden haben“. Es gibt das Angebot, das gewünschte Essen zu einer bestimmten Uhrzeit zu bekommen, oder „dann, wenn es fertig ist“.

Fertig ist es ziemlich fix, der „Vegetarische Burger Beyond The Meat mit Süßkartoffel-Pommes, Avocado, Cipriani“ kommt 35 Minuten nach dem Telefonat an und wird ohne irgendwelches Plastikgedöns überreicht: Papiertüte, Pappschalen, Restaurantkärtchen.

 

Heiß, würzig, saftig: Burger und Pommes können was

Der Inhalt: tipptopp! Die Süßkartoffel-Pommes sind heiß und knusprig, gut gewürzt, weil nicht zu viel, und der Burger – der hat es in sich. „Beyond Meat“ ist hier keine schnöde Versprechung.

Patty: Eine extrem saftige mittlere Burger-Partie, die an feinstes Rindfleisch erinnert. Salat: knackig und voller Geschmack. Die cremige Avocado rundet den Deluxe-Burger ab.

 

Unser Fazit zum Beyond The Meat Burger

Satt geworden wären von dieser 1A-Henriks-Bestellung übrigens gut und gerne zwei Personen. Die Portion ist nicht nur lecker, sondern auch durchaus üppig.

/EBH

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Im Test: Genussbox von Cornelia Poletto

Im Lockdown light wird besonders die Gastronomie erneut auf die Probe gestellt und antwortet mit viel Kreativität. Das Ergebnis: tolle To-go-Angebote und At-Home-Boxen. Wir haben eine der “Genussboxen” von Cornelia Poletto ausprobiert.

Die Bestellung

  • Restaurant: Cornelia Poletto
  • Bestellung: Genussbox “Branzino al sale”
  • Personenanzahl: 2 Personen
  • Preis: 75 Euro (+Weißburgunder 17 Euro)

 

Verschiedenen Genussboxen stehen zur Auswahl

Auch das Restaurant von Cornelia Poletto ist seit November im Lockdown. Das heißt aber nicht, dass die Gäste bis zur Wiedereröffnung auf Polettos feine Küche verzichten müssen. Im Gegenteil: Während des Lockdowns kann man sich im Restaurant neben fertig zubereiteten To-go-Gerichten auch eine sogenannte Genussbox abholen. Diese enthält vorbereitete Produkte und eine Anleitung, mit der man sich “das perfekte Poletto Menü” selbst zu Hause zubereiten kann. Zur Auswahl stehen Fleisch-, Fisch- und vegetarische Gerichte mit jeweils passender Weinempfehlung.

Wir entscheiden uns für den “Branzino al sale”, einen mit Kräutern gefüllten Wolfsbarsch in Salzkruste mit Safrangemüse (75 Euro) und dazu den empfohlenen Weißburgunder (17 Euro). Bestellen muss man das Gericht einen Tag im Voraus. Die Abholung am nächsten Tag im Restaurant in Eppendorf läuft einfach und problemlos. Es dauert keine fünf Minuten bis man eine Papiertüte gefüllt mit allen Zutaten, Rezept und Wein in der Hand hält.

 

Wolfsbarsch in Salzkruste: Zutaten und Zubereitung

Zu Hause angekommen breiten wir die Zutaten auf dem Tisch aus: Das Gemüse, die beiden Soßen, die Salzkruste und der mit Zitrone und Thymianzweigen gefüllte Fisch sind ordentlich eingeschweißt, alles sieht appetitlich aus, nichts ist ausgelaufen und der Wein ist schön kalt. Die Anleitung findet man auf einem eingerollten Papier, also: Los geht’s!

Nur mit Aufwärmen ist es nicht getan, ein bisschen Einsatz erfordert die Genussbox schon. Der Fisch muss zunächst auf einem Backblech vollständig mit der vorbereiteten Meersalz-Eiweiß-Masse bedeckt werden. Das ist eine kleine Sauerei, aber nach ein paar Minuten ist der Fisch unter dem Salzteig verschwunden und geht für eine gute halbe Stunde in den Ofen.

Die Beilagen sollen in der Zwischenzeit erwärmt werden, also stellen wir das Safrangemüse und den Cacciucco-Sud auf den Herd. Was Cacciucco genau ist, steht nicht in der Anleitung, aber die Google-Suche lehrt uns, dass es sich um eine italienische Fischsuppe aus verschiedenen Fischen und Krebsen handelt.

Die Beilagen sind warm und wir holen den Fisch aus dem Ofen. In der Anleitung steht, man solle die Salzkruste nun ringsherum vorsichtig aufschneiden. Das ist gar nicht so leicht, denn der Salzteig ist im Ofen steinhart gebacken. Um den Fisch aus seinem Salzmantel zu befreien, brauchen wir einige Minuten und ein gutes Sägemesser. Am Fisch festgeklebt ist das Salz nicht, er liegt ganz unversehrt in seiner salzigen Höhle, bereit zum Filetieren.

 

Unser Fazit zu Cornelia Polettos Genussbox

Wir richten das Essen wie in der Anleitung angegeben an: Safrangemüse in einen tiefen Teller geben, mit Cacciucco-Sud angießen und eine Portion Wolfsbarschfilet drauflegen. Zuletzt noch etwas von der mitgelieferten Sauce Rouille über den Fisch und das Gemüse geben. Sieht großartig aus und riecht fantastisch.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Durch das Garen in der Salzkruste ist der Fisch besonders saftig. Das Safrangemüse ist schön bissfest und die Mischung aus Tomaten, Kartoffeln und Fenchel passt perfekt zu dem Fisch. Der Safran gibt dem Gemüse eine feine Aromatik. Der Fischsud und die leicht scharfe Sauce Rouille runden das Gericht ab. Es schmeckt außergewöhnlich gut und der Weißburgunder ist wie erwartet der perfekte Begleiter. Man merkt deutlich, dass hier Profis die Vorbereitungen getroffen haben.

Die Portion ist für zwei Personen genau richtig. Die Genussboxen sind zwar relativ teuer, aber für einen besonderen Abend zu zweit unbedingt empfehlenswert. Wir freuen uns schon auf die nächste Box!

/NF

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Restaurants im Lockdown: Gastronomie to go

Der Lockdown light in Hamburg – alle Restaurants, Bars und Cafés der Hansestadt haben ihre Türen bis Ende November geschlossen. Doch die Gastro-Szene steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern tüftelt stattdessen an tollen neuen Food-Konzepten.

Seit dem 2. November sind für voraussichtlich vier Wochen alle gastronomischen Einrichtungen geschlossen. Nur noch Angebote zum Mitnehmen sind erlaubt. Und das nicht nur in Hamburg. Die Branche mit mehr als 2 Mio. leidenschaftlichen Menschen und über 80 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr steht vor einer erneuten großen Herausforderung. Doch anstatt zu verzweifeln oder gar aufzugeben, entwickeln die Gastronomen – wie schon im Frühjahr – neue, kreative Ideen:

Ready to eat

 

Eis und Salzig macht jetzt auch “richtiges Essen”

Das Eis und Salzig bietet wie auch schon im ersten Lockdown von Dienstag bis Sonntag hausgemachtes Eis, Kaffee und Kuchen zum Mitnehmen. Diesmal geht hier in Langenhorn aber noch mehr! Denn das Café und Bistro versorgt euch auch mit „richtigem Essen“. Zur Wahl stehen Köstlichkeiten wie Lammragout, Rotes Tandoori-Curry oder Gemüse-Couscous – alles jeweils verzehrfertig, ausgelegt für zwei Personen und vakuumiert, sodass die Gerichte nur noch erwärmt und eventuell durch ein paar Extras ergänzt werden müssen. Eis und Kuchen geht dazu natürlich trotzdem noch. 

Mehr Infos und Bestellungen unter eisundsalzig.de

 

Marta-Menü per App

 Hofly ist eigentlich eine App, über die frische Lebensmittel direkt vom Bauernhof nach Hause in die eigenen vier Wände bestellt werden können. Aufgrund der Einschränkungen für die Gastronomie durch den Lockdown light stellen die Macher ihre Plattform nun aber auch Restaurants zur Verfügung. Eines der Ersten ist das Marta in Ottensen. Hier bereiten Bobby und Freddy in ihrer Küche ein leckeres Menü vor, das dann per App den Weg zu euch findet. Fehlt nur noch der letzte Schliff und die kreative Küche landet direkt und coronasicher bei euch auf dem Teller.  

Mehr Infos und Bestellungen unter restaurant-marta.de und hofly.de

Köstliche Burger und mehr in Otto’s Lädchen

Auch Otto’s Burger schließt ab dem 2. November alle Filialen. Doch Fans der saftigen Burger müssen die nächsten vier Wochen nicht hungrig bleiben. Bis zum 30. November können im Otto’s Lädchen im Grindelhof 33 nämlich jeden Tag Burger und Burgerkits mit in die eigenen vier Wände genommen werden. Auch Saucen, Steaks, Würste, Wein und Bier warten auf ein neues Zuhause. Bestellen geht nicht nur vor Ort, sondern ebenso über den Onlineshop der Burger-Experten. Dann einfach nur noch abholen zwischen 16.30 und 22.30 Uhr. Toll!

Mehr Infos und Bestellungen unter ottosburger.com

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Restaurant Lockdown: Jetzt gibt’s Burger to go

 

Kuchen-Glück in the Box

Auch ohne Lockdown ist für viele ein gemütliches, ausgiebiges Schlemmer-Frühstück noch im Schlafanzug der perfekte Start ins Wochenende. Wie praktisch, dass die mit Herz und Zucker Cafés ihre Kuchen- und Frühstückskunst auch für zu Hause anbieten! Die Frühstücksboxen gibt es in zwei Versionen: Beide enthalten unter anderem großzügig belegte Stullen, hausgemachtes Granola und Müsli mit süßen Früchten. Die Special-Version hat außerdem köstlichen Kuchen aus der eigenen Konditorei und frisch gepressten Orangensaft im Gepäck. Auch Lunch-Gerichte und Kaffee gehören zum Take Away Menü des Frühstückscafés. Bleibt also gespannt und hungrig auf die hübschen Köstlichkeiten.

Mehr Infos und Bestellungen unter cafe-mitherzundzucker.de

 

Wein aus der Vinothèque Virtuelle

Schon vor einigen Wochen hat das Bistro Carmagnole seinen eigenen virtuellen Weinkeller ins Leben gerufen. In der Vinothéque Virtuelle wartet eine kleine, aber erlesene Auswahl an Bio- und Naturweinen, von denen ihr die meisten bereits von der Bistro-Karte kennen könntet, auf die bequeme Bestellung in die eigenen vier Wände. Dazu gehören Orange-Weine, prickelnde Pet-Nats oder auch Champagner. Die perfekten Begleiter für jede Indoor-Party – mit ausschließlich zwei Haushalten und höchstens zehn Personen natürlich! Das bedeutet nämlich auch wunderbar mehr Wein für jeden.

Mehr Infos und Bestellungen unter carmagnole.kr

Ready to cook

 

Tacos basteln mit dem Tortilla Guy

 Der Tortilla Guy bringt mexikanischen Flavor nach Hamburg und Deutschland. Über den Online-Shop können drei verschiedene Taco Kits – Carnivore, Classic und Veggie – in die eigenen vier Wände bestellt werden. Dazu gehören jeweils verschiedene Toppings, Sen und eine Anleitung für die Zubereitung der verschiedenen Bestandteile. Wer die Füllung der köstlichen Teigfladen selber auswählen möchte, kann auch einfach einen Stapel Tortillas ordern, die gibt es ebenfalls in drei Variationen. Die Taco Kits gab es schon vor dem Lockdown, wir finden sie immer noch super. 

Mehr Infos und Bestellungen unter thetortillaguy.com

 

Pekingente at Home

Das Dim Sum Haus in St. Georg kann noch viel mehr als die gleichnamigen, köstlich gedämpften Teigtaschen. In dem Traditionsladen von 1964 gibt’s auch herrlich knusprige und ganze (!) Pekingenten. Aktuell können wir diese aus bekannten Gründen leider nicht direkt vor Ort genießen, umso mehr freuen wir uns über den PekingentenShop! Denn über diesen könnt ihr und können wir die traditionell zubereitete Ente ganz bequem und sicher von zu Hause aus bestellen. Alles, was dann noch zu tun ist, ist die Finalisierung im eigenen Backofen und das Dämpfen der mitgelieferten Pfannküchlein im Wasserbad.  

Mehr Infos und Bestellungen unter pekingente.shop

 

Handcrafted Beer und Überquell-Pizza für’s Sofa

Kein Lockdown ohne das Überquell! Die Bier- und Pizzamacher von St. Pauli bleiben bunt und optimistisch – bald schon geht ein Onlineshop für die eigenen Produkte an den Start und die ÜberQuell Back-Box ist ebenfalls nicht mehr lange Zukunftsmusik. Dann heißt es zuhause: Ofen an, Pizza rein und Bierchen auf. Nur die schöne Location am Hafen könnt ihr euch leider nicht bestellen, höchstens bloß kurz beim Abholen genießen. Übrigens will das Überquell noch bis einschließlich Sonntag, den 1. November, so viel Bier aus den Zapfhähnen bekommen wie möglich. Also schaut in den Brauwerkstätten vorbei und helft beim feuchtfröhlichen Fässer leeren.

Mehr Infos und Bestellungen unter ueberquell.com

 

Der Ramen-Panda kommt

Von Hamburg in die ganze Welt. Na gut, das nun (noch) nicht – aber immerhin ganz Deutschland beliefern die Ramen-Experten aus dem Karolinenviertel mit ihren japanischen Nudelsuppen. Einfach die gewünschte Suppe auswählen – zur Wahl stehen auf der Panda-Webseite aktuell Shio Shoyu Ramen, Hatcho-Miso Ramen oder vegane Ramen – und alle Zutaten kommen gut verpackt bei euch zu Hause an. Dann heißt es: Kochlöffel schwingen und nach der ausführlichen Anleitung in der eigenen Küche köstliche Ramen zusammenbrauen. Schmeckt fast so gut wie im Restaurant! Also auf auf in den Online-Shop zum Bestellen.

Mehr Infos und Bestellungen unter lesser-panda-ramen.de

Ready to rumble

 

Kochen wie im 100/200

Die Grundkiste des Sterne-Restaurants in Rothenburgsort ist zurück! Die Zutaten stammen von genau den Erzeugern und Partnern, die die Küche auch außerhalb der Pandemie beliefern. Das 100/200 besteht darauf: Für die Grundkisten wird keine Ware bestellt, sondern – ganz im Sinne der Idee von Gemeinschaft und Verantwortung – abgenommen, was sowieso schon da ist. Für 90 Euro kann die Kiste in Hamburg abgeholt oder innerhalb Deutschlands geliefert werden. Enthalten sind bereits vorbereitete Mahlzeiten für zu Hause, zum Beispiel Fisch aus der Fischereiwirtschaft Reese, ein warmes Herbstgericht oder auch das 100/200 Sauerteigbrot sowie selbst gemachte Wurst. 

Mehr Infos und Bestellungen unter 100200.kitchen/die-grundkiste

 

Ihr kennt oder plant weitere tolle to go Konzepte? Dann schreibt uns eine E-mail an essen-trinken@szene-hamburg.com. Wir unterstützen die Hamburger Gastronomie – und wir lassen uns nicht unterkriegen!

/ BD

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Superfood at Home: Lieferdienste für gesundes Essen

Gewinner des Lockdowns: Lieferdienste sind in Zeiten der Pandemie gefragt. Aber es muss nicht immer nur Pizza sein. Wir haben einige leckere und gesunde Alternativen für euch gefunden, die euch im Corona-Herbst mit Vitaminen und Nährstoffen versorgen

 

Treat It

Das Start-up der zwei Hamburger Jungs Niklas und Jan will nicht nur gesundes sowie leckeres Essen nach Hause liefern: Hier gibt’s zu den Mahlzeiten gleich eine Ernährungsberatung dazu. Je nach Bedarf kann aus verschiedenen Gerichten zum Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Snacks gewählt werden. Das soll das Abnehmen, die Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes oder auch einer Fettstoffwechselstörung erleichtern. Jeweils einmal die Woche wird eine individuell zusammengestellte Box in einer umweltfreundlichen Verpackung direkt nach Hause geliefert. Darin enthalten: alles, was an Lebensmitteln und Getränken für die nächsten Tage benötigt wird – egal ob für das Omelette zum Frühstück, den mittäglichen Tomatensalat oder die Kartoffel-Pilz-Pfanne am Abend.

Speisekarte: individuelle Lebensmittel- und Getränkeboxen mit Rezepten zum Nachkochen
Liefergebiet: überall in Hamburg durch UPS oder Abholung auf der Veddel
Warenkorb: 29 Euro pro Tag, circa 150 Euro pro Woche beim Sechs-Wochen-Abo
Bezahlung: Kreditkarte, Sofortüberweisung, PayPal
Spezialzutat: Komplett-Verpflegung mit Ernährungsberatung

Bestellung bis zu acht Tage im Voraus, Lieferung jeweils am Di oder Mi; treatit.de

 

Daily Greens

Bei dem veganen Lieferdienst gibt’s jeden Tag eine neue frische und ausgewogene Mahlzeit wie Sellerie-Schnitzel, Shakshuka oder Kichererbsen-Salat – einmal im Monat sogar eine Brunch-Box mit verschiedenen Aufstrichen, Muffins, Porridge, Waffeln sowie vielem mehr. Die Gerichte bestehen aus regionalen und saisonalen Zutaten. Und auch bei der Verpackung sowie Lieferung achten die drei Gründer Franci, Flo und Marc auf die Umwelt: Um Lebensmittelverschwendung und Müll zu reduzieren, hat sich das Trio ein eigenes Pfandsystem ausgedacht. Es funktioniert über Mehrwegboxen, die ausschließlich mit dem Fahrrad ausgeliefert werden.

Speisekarte: vegane Gerichte aus saisonalen und regionalen Zutaten
Liefergebiet: viele Stadtteile nördlich der Elbe & um die Alster oder Abholung in der HafenCity
Warenkorb: ca. 10 Euro pro Gericht, Brunch-Box 35 Euro; je 10 Euro Pfand für Mehrwegboxen
Bezahlung: PayPal
Spezialzutat: jeden Tag eine neue Mahlzeit, nachhaltiges Pfandsystem, Auslieferung per Fahrrad

Bestellung am Vortag, ab zwei Gerichten Lieferung gratis; daily-greens.de

 

Stadtsalat

Der Lieferdienst bezeichnet sich selbst als „Die Hamburger Adresse für gesundes Essen“. Mittlerweile verfügt Stadtsalat über eigene Restaurants in Hamburg, Berlin und Frankfurt. Begonnen hat alles mit hochwertigen und frisch zubereiteten Bowls sowie Salaten, die per Fahrrad in der Hansestadt ausgeliefert wurden. Und es auch immer noch werden – in kompostierbaren Verpackungen versteht sich. Die Gerichte wie die Teriyaki Brookie Bowl, der Marvelous Meze Salat oder die Overnight Oats bestehen größtenteils aus regionalen Zutaten und kommen ohne Zusatzstoffe aus. Das Menü wechselt regelmäßig und hat stets auch saisonal geprägtes Essen im Programm.

Speisekarte: bunte Bowls, Salate und Desserts, auch vegan, vegetarisch, Low Carb oder glutenfrei
Liefergebiet: viele Stadtteile rund um die Alster und nördlich der Elbe oder Abholung im Store in der Großen Theaterstraße
Warenkorb: Hauptgerichte ab circa 10 bis 16 Euro, Desserts ab 2,50 bis circa 6 Euro
Bezahlung: PayPal, Sofortüberweisung, Kreditkarte
Spezialzutat: gesunde Fast- Food-Alternative in nachhaltiger Verpackung

Lieferzeiten Mo–Fr 11.30– 13.45, 17.30–20.15, Sa–So 17.30–20.15 Uhr; stadtsalat.de

 

Liekedeeler

Wer doch lieber selber kochen, sich aber das Einkaufen sparen möchte, kann sich an die Liekedeeler wenden. Das plattdeutsche Wort bedeutet so viel wie „Gleichteiler“ – und der Name ist Programm. Denn hier werden gesunde und saisonale Lebensmittel aus der Region solidarisch, transparent und ohne Zwischenhändler in verschiedenen Kisten-Variationen verschickt. Die wöchentlich wechselnden Beute-Kisten gibt’s in zwei Größen und in veganer oder vegetarischer Variante. Sie sind außerdem erweiterbar durch zum Beispiel verschiedene Käse-, Wurst- oder Molkereipakete. Auch Brote, Nudeln, Eier oder Bier können hinzu- gefügt werden. Damit ist – ganz ohne Gang zum Supermarkt – der Kühlschrank voll.

Speisekarte: bunt gemischte, wöchentlich wechselnde Boxen, vorrangig Bio-Lebensmittel
Liefergebiet: viele Stadtteile nördlich der Elbe, Abholstationen in Altona, Hoheluft-West, St. Pauli und Wilhelmsburg
Warenkorb: 59 Euro pro Beute-Kiste, 99 Euro pro Fette-Bette-Kiste
Bezahlung: Lastschrift, Rechnung
Spezialzutat: regionale, saisonale Lebensmittel direkt von den Erzeugern und mit dem Bewusstsein sozialer Verantwortung

Bestellung jeweils bis Mi 12 Uhr, Lieferung jeweils Fr 15– 19 Uhr; liekedeeler.hamburg

 

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Genuss darf man nicht wegschließen

Sie haben sich angepasst, umgebaut und geschuftet – und was haben sie davon?

Kommentar: Jessica Bolewski

 

Der Lockdown light zwingt Gastronomen in die Knie. Restaurants, Bars und Cafés müssen im November vollständig schließen, dürfen lediglich ein to-go-Angebot anbieten. Finanzielle Einbußen, Existenzängste und Entsetzen machen sich in der Branche breit.

Beim Betreten der Gastro waren Checklisten an vielen Türen sichtbar: Hier gilt Maskenpflicht! Nach dem Desinfizieren der Hände und dem Registrieren per Zettel oder QR-Code konnte der Abend für die Gäste dann auch losgehen – natürlich mit genügend Abstand zum Nachbartisch. Ein Procedere, das zwar etwas umständlich, aber inzwischen gelernt und notwendig war, um sich und seine Mitmenschen zu schützen. Wenn das Servicepersonal das Essen servierte, trug es auch eine Alltagsmaske. Ein Lächeln darunter ist dennoch erkennbar und so bemerkenswert bei einer geringen Auslastung aufgrund der Maßnahmen.

 

Lockdown light: Die Gastro ist wütend

 

Im November bleiben die Tische leer. Trotz ausgeklügelter Hygienekonzepte wie Belüftungsanlagen, Trennwände und hochmoderne Virenfilter. Die Gastro ist wütend. Wütend auf die “schwarzen Schafe” ihrer Branche, die ihre großen Bemühungen zunichte machen. Wütend auf falsche Namen auf den Registrierungskarten. Wütend darauf, dass der Lockdown light sie als voller Lockdown trifft. Und das, obwohl das Robert-Koch-Institut Restaurants und Gaststätten nur einen “minimalen Anteil” am Ausbruchsgeschehen zuweist.

Mit einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel fordern führende Gastronomen wie Cornelia Poletto, Tim Mälzer und Tim Raue ein hartes behördliches Vorgehen gegen alle “schwarzen Schafe”, die Unterstützung durch die Behörden bei der Durchsetzung der Regeln und die konsequente Förderung beim Ausbau der Außenbereiche sowie des Infektionsschutzes im Innenraum. Hören wollte man diese Forderungen nicht.

Dabei leistet die Gastronomie in Zeiten der Pandemie nicht nur einen so wichtigen Beitrag – damit Deutschland, damit die Menschen durchhalten. Essen ist lebensnotwendig. Und so ist der Besuch im Restaurant, in der Bar oder im Café viel mehr als eine Auszeit vom stressigen Alltag, sondern ein Lebensgefühl, eine Oase, in der man seine Probleme für einen Moment vergessen kann. Ein Ort, an dem man zusammenkommt, miteinander spricht, lacht – ein Ort, zum Genießen.

Die Gastronomie ist für uns Menschen essentiell. Wir brauchen sie und sie braucht uns!

 

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Gegen einen Lockdown: Offener Brief der Gastronomie

Die Gastronomie hat sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt.

In dem Brief steht, dass die Gastronomen sich sorgen, dass ein angesichts der dramatischen Zunahme von COVID 19-Infektionen einen „Lockdown Light“ mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer bei der Bund-Länder-Konferenz diskutieren werde und dass die im Raum stehenden Maßnahmen nahezu ausschließlich die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche betreffen würden.

Die Gastronomen und ihre Partner würden sehen “wie gut Deutschland den Weg durch die Corona-Pandemie bisher gemeistert hat” und würden Ihnen in den Anstrengungen zur dringend notwendigen Trendwende zur Seite. Allerdings befürchten sie, dass härtere Regulierungen – bis hin zur Schließung – von Gastronomien nur dazu führen, dass soziale Kontakte in Privaträume verlagert würden. Die Branche würde dadurch abermals massiv geschwächt, ohne dass das Ziel der Kontaktreduzierung erreicht würde.

Die Gastronomen wollen einen Lockdown abwenden und schlagen folgende Punkte vor:

  • Ein hartes behördliches Vorgehen gegen alle „schwarzen Schafe“ mit bereits bestehenden Instrumenten wie Bußgeldern und ggf. Zwangsschließungen
  • Unterstützung der Branche durch die Behörden bei der Durchsetzung der Regeln – und nicht nur Kontrolle bei der Einhaltung von Maßnahmen wie der Sperrstunde
  • Konsequente Förderung von Gastronomen beim Ausbau der Außenbereiche und Stärkung des Infektionsschutzes im Innenraum (z.B. durch Anschaffung von Filtern) wie bereits mit der Überbrückungshilfe II eingeleitet

Unterzeichnet haben den Brief unter anderem prominente Gastronomen wie Tim Mälzer, Tim Raue, Cornelia Poletto, Max Strohe, Frank Rosin und viele mehr.

Den gesamten Brief könnt ihr hier lesen.

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